DE286830C - - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B47/00—Survey of boreholes or wells
- E21B47/02—Determining slope or direction
- E21B47/022—Determining slope or direction of the borehole, e.g. using geomagnetism
- E21B47/0236—Determining slope or direction of the borehole, e.g. using geomagnetism using a pendulum
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5d. GRUPPE
in HAMBORN, Rhein.
bei Bohrlöchern.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Dezember 1913 ab.
Apparate, welche zur Bestimmung der Größe und Richtung der Abweichungen von
der Lotrechten gebraucht werden, sind besonders im Schachtbau von großer Wichtigkeit.
Mit der ständigen Entwicklung des Gefrierverfahrens für große Schachtteufen tritt immer
dringender die Notwendigkeit auf, die Stellung der Gefrierbohrlöcher untereinander mit größtmöglichster
Genauigkeit festzustellen, da selbst
ίο ganz geringe Fehler auf große Gefrierteufen
hin relativ große Ungenauigkeiten gegenüber der Wirklichkeit ergeben. Eine wesentliche
Rolle in bezug auf Genauigkeit spielt auch die nachträgliche zeichnerische Auftragung der
einzelnen Messungen, um den Gesamtverlauf der einzelnen Gefrierbohrlöcher zu ermitteln,
und wird durch die häufigen Übertragungen der vom Apparat angegebenen Winkel- und
Neigungsgrößen die Gesamtabweichung der Bohrlöcher ungenau verzeichnet. Durch nachfolgend
beschriebene Vorrichtung soll die Errechnung und zeichnerische Übertragung von Winkeln vermieden werden und in einfacher
Weise und mit größerer Genauigkeit die Gesamtabweichung des Bohrloches ermittelt werden.
Diese beiden Bedingungen werden bei der Vorrichtung der Erfindung dadurch erfüllt,
daß die Abweichung in · Komponenten angegeben wird und die Zerlegung in diese Komponenten
nach einem in bezug auf die Himmelsrichtung stets gleichbleibenden Achsensystem
erfolgt.
Bei der Erfindung werden in bekannter Weise einfache Pendel verwendet, deren Kardanringe
mit zwei gleich großen Hebeln ausgestattet sind. Bei einer bestimmten Neigung des Apparates schlagen die Hebel an den
Kardanringen um ganz bestimmte Größen in zwei aufeinander senkrechten Richtungen aus,
deren Resultierende genau der Größe und Richtung der Pendeldurchhängung gegenüber
der Senkrechten entspricht. Diese mit den Hebeln ausgestattete Pendelaufhängung wird
durch eine Richtkraft derart beeinflußt, daß die einmal eingestellte Pendelaufhängung nicht
mit dem Verdrehungen ausgesetzten Gehäuse des Apparates verbunden ist, sondern hiervon
unabhängig durch die Richtkraft während der ganzen Dauer der Messungen stets die gleiche
Anfangslage einnimmt. Es geben dann die von den Hebeln gekennzeichneten Komponenten
die Größe und Richtung der Neigungen des Apparates in bezug auf das stets gleiche
Koordinatensystem an.
In der Zeichnung ist der neue Meßapparat in einem Ausführungsbeispiel im senkrechten
Längsschnitt (Fig. 1) und im Querschnitt nach Linie A-B (Fig. 2) dargestellt.
Der Apparat ist mit zwei Pendeln 1 ausgestattet, welche mittels der Kardanringe 2
und 3 aufgehängt und der Schwerkraft zufolge sich entsprechend einstellen können. Hängt
der Lotapparat senkrecht, so werden die Kardanringe sich genau horizontal einstellen und
die an . den Kardanringen 2 angebrachten Schreibhebel 4 parallel zur Längsachse, also
senkrecht, stehen. Diese Stellung zeigt Fig. 1. Tritt nun eine Neigung des Apparates aus
der Senkrechten ein, so wird das in den Zapfen 5 und 6 gelagerte Registriergehäuse 7 die
Neigung des Apparates einnehmen, jedoch werden die Pendel 1 und die Schreibarme 4
sich senkrecht einstellen. Diese relative Bewegung zwischen Schreibarm und Registriergehäuse
wird benutzt, um die Größe der Neigung zu registrieren, was dadurch geschieht, daß durch Spannrollen 8 und 9 und Wickelrollen
10 und 11 eingespannte Papierstreifen parallel zur Längsachse des Apparates in Be-
ao wegung gesetzt werden und die mit Schreibstiften versehenen Schreibhebel 4 die Aufzeichnungen
auf das Papier machen. Jede beliebige Neigung wird somit in zwei aufeinander senkrechte Komponenten zerlegt und
aufgezeichnet.
Da das äußere Gehäuse 12 des Apparates jedoch beim Herablassen an einem Seile sich
verdrehen kann, so würden die sich ergebenden Komponenten nicht auf das gleiche Achsensystem
sich beziehen, sondern es müßte der jeweilige Verdrehungswinkel in Rechnung gezogen
werden.
Um diese Umständlichkeit zu vermeiden, muß somit die Lage des Registriergehäuses 7
mit den Pendeln und Schreibvorrichtungen während der ganzen Zeit der Messung stets
ohne Rücksicht auf die Verdrehung die gleiche bleiben. Dies geschieht, wie im angeführten
Beispiel gezeichnet, dadurch, daß durch einen Kreisel 20, der ähnlich einer Magnetnadel
stets die gleiche Richtung beibehält, das Registriergehäuse 7 um die jeweilige Verdrehung
des Außengehäuses 12 vermittels einer an sich bekannten, durch den Kreisel betätigten
Rückdrehvorrichtung zurückgedreht wird. Eine Kontaktkugel 13 ist zwischen zwei Kontaktstücken
14 (Fig. 2) mit geringem Spiel festgelegt und vermittels einer Spiralfeder 21 mit
dem Kreiselkörper in Verbindung gebracht.
Geringe Verdrehungen zwischen Nachdrehvorrichtung und Kreisel können auf diese Art
wohl eintreten, es wird jedoch durch die Kontaktkugel 13 ein Strom geschlossen, der,
je nachdem die Kontaktkugel 13 das eine oder andere Kontaktstück 14 berührt, den
Wendemotor 15 in dem einen oder anderen Drehsinne laufen läßt. Diese Drehung, welche
dem Maße der Verdrehung des gesamten Lotapparates gleichkommt, wird auch auf das
Gehäuse 7 der Registriervorrichtung vermittels der Kegelräder 16 der Welle 17 und den
Stirnrädern 18 und 19 übertragen. Es wird somit während der ganzen Lotarbeit das Registriergehäuse
bei einer Verdrehung des äußeren Gehäuses durch den Kreisel und die Rückdrehvorrichtung immer wieder in die
Anfangsstellung zurückversetzt. Sämtliche Abweichungen von der Senkrechten werden somit
durch zwei aufeinander senkrechte Komponenten gemessen, deren Richtung in bezug auf die Himmelsrichtung stets die gleiche
bleibt.
Der Vorteil dieser Einrichtung kennzeichnet sich hierdurch als ein sehr großer, da durch
einfache Addition der einzelnen Komponentengrößen, welche ein direktes maßstäbliches
Bild der jeweiligen Abweichungen, auf das gleiche Achsensystem bezogen, ergeben, auch
die Größe und Richtung des Gesamtverlaufes des Bohrloches festgelegt ist. Umständliche
Winkelübertragungen werden somit vermieden, wodurch durch die vereinfachte Zeichenarbeit
eine wesentlichere Genauigkeit erreicht und eine zugleich wesentliche Zeitersparnis für die
Auftragung der Resultate erzielt wird. ^85
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Messen der Abweichung von der Senkrechten, insbesondere
bei Bohrlöchern, dadurch gekennzeichnet, daß die Abweichung in Komponenten angegeben
wird und die Zerlegung in diese Komponenten nach einem in bezug auf die Himmelsrichtung stets gleichbleibenden
Achsensystem erfolgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgehäuse
(7), in dem die Zerlegung der Abweichung in die Komponenten erfolgt, von dem Außengehäuse (12) unabhängig ist
und die Verdrehung des Apparates um seine Längsachse durch bekannte Mittel, wie Kreiselkompasse usw., um einen der
jeweiligen Verdrehung entsprechenden Winkel zurückgedreht wird. ■ .
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Registriervorrichtung
aus. an den Lagern der Pendel angeordneten, sich lotrecht einstellenden
Registrierhebeln und parallel zur Längsachse des Apparates bewegten Registrierstreifen
besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE286830C true DE286830C (de) |
Family
ID=542116
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT286830D Active DE286830C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE286830C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1138364B (de) * | 1957-02-05 | 1962-10-25 | Tech Messgeraete Diplom Kaufma | Orientiertes Lotgeraet fuer Tiefbohrloecher |
-
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- DE DENDAT286830D patent/DE286830C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1138364B (de) * | 1957-02-05 | 1962-10-25 | Tech Messgeraete Diplom Kaufma | Orientiertes Lotgeraet fuer Tiefbohrloecher |
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