DE287242C - - Google Patents

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DE287242C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/58Material containing hydroxyl groups
    • D06P3/60Natural or regenerated cellulose
    • D06P3/68Preparing azo dyes on the material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei sonst so vorzüglichen Echtheitseigenschaften genügt die Reibechtheit der auf der Faser entwickelten Eisfarben bei verschiedenen Artikeln oft nicht den gestellten Ansprüchen. Wenn · es nun auch gelungen ist, mittels der aus 2 · 3-Oxynaphtoesäurearyliden und den verschiedensten Diazoverbindungen erzeugten Farbstoffe wesentlich reibechtere Färbungen, als dies mit ß-Naphtol möglich war, herzustellen, lag doch immer noch ein Bedürfnis nach noch reibechteren Färbungen, und zwar hauptsächlich für die Zwecke der Apparatenfärberei vor. Es gelingt zwar, die Reibechtheit durch Trocknen des grundierten Materials vor dem Färben zu erhöhen, aber wenn man das billigere und schnellere Verfahren des Färbens von nassem Material anwendet, zeigt es sich, insbesondere bei der Verwendung von ganz verdünnten Färbebädern, welche durch die Apparatenfärberei mit ihren großen Flottenmengen gegeben ist, daß Naphtol aus dem Färbegut'' ausgelöst wird, ehe eine Kuppelung erfolgen kann, und daß sich dann im Bade gebildeter Farbstoff im weiteren Verlauf des Färbeprozesses auf dem Material ablagert und reibunechte Färbungen sich ergeben.
Es wurde nun die Beobachtung gemacht, daß wesentlich reibechtere Färbungen erhalten werden, wenn man dem Färbebad Leim, Gelatine oder andere ähnliche Körper, dem Grundierungsbad dagegen Formaldehyd oder andere Aldehyde in freier oder gebundener Form zusetzt, so daß durch diesen Aldehyd eine Fällung der Leimstoffe stattfinden kann.
Während man sonst bei der Apparatenfärberei bei stark verdünnten Färbebädern sofort nach dem Anlauf der Pumpe auf der Oberfläche des Bades im Farbkessel eine mehr oder weniger starke Schaumbildung mit Farbstoffabscheidung beobachten kann, welche die erwähnte schlechte Reibechtheit der Färbungen veranlaßt, zeigen bei der neuen Arbeitsweise die Färbebäder keine solche Farbstoffabscheidung. Geringe Mengen von Farbstoff werden wohl im Bade gebildet, bleiben aber in ganz feiner Verteilung im Bade suspendiert und werden beim Kreisen der Flotte nicht abgelagert, sondern infolge ihrer feinen Verteilung wieder mitgeführt. Die nach vorliegendem Verfahren erhaltenen Färbungen zeichnen sich durch eine wesentlich bessere Reibechtheit vor den nach den bisher üblichen Arbeitsweisen erzeugten aus.
Beispiel 1.
Grundierungsbad für eine Partie von 40 kg
Copse im Obermaier-Färbeapparat:
6 kg 2 · 3-Oxynaphtoesäureanilid,
10 1 Natronlauge 34 ° Be,
10 kg Universalöl werden mit
ΐοό 1 Wasser heiß gelöst und mit kaltem Wasser auf
1000 1 eingestellt.
Hierauf werden 12 1 Formaldehyd 4oprozentig zugegeben und gut verrührt.
Die Copse werden am Apparat V2 Stunde imprägniert, abgesaugt, geschleudert, wieder aufgesteckt und gefärbt mit folgendem
Färbebad:
50 1 Diazolösung,
5 kg schwefelsaure Tonerde und
3 kg Gelatine, gelöst in
501 Wasser.
Auf ΐόοο 1 eingestellt.
Man neutralisiert mit Schlämmkreide bis zur roten Congoreaktion, färbt etwa io bis Minuten, spült am Apparat, seift u. U., schleudert und trocknet. Man erhält so ein reibechtes Rot.
Diazolösung:
300 g m-Nitro-p-toluidin,
400 ecm heißes Wasser,
155 g Natriumnitrit werden eingerührt
in ein Gemisch von
7 1 kaltem Wasser,
500 g schwefelsaurer Tonerde,
600 ecm Salzsäure 20° Be,
iooö g Eis.
Auf 10 1 einstellen.
Beispiel 2.
Man imprägniert 10 Pfund Garn auf der Passiermaschine in folgendem Grundierungsbad, schleudert hierauf gut aus und färbt in nassem Zustande.
Grundierungsbad:
600 g 2 · 3-Oxynaphtoesäureanilid,
11 Natronlauge 34 ° Be,
3 kg ricinusölsaures Natron werden heiß gelöst und auf
100 1 eingestellt.
Hierauf werden 11Z2 1 Formaldehydlösung 4oprozentig' zugegeben.
Blau-Färbebad:
121Z21 Diazolösung,
11Z21 Kupferchloridlösung 40 ° Be,
ecm Chromsäurelösung 1:10,
ι 1 essigsaure Tonerde 12 ° Be,
ι 1 essigsaures Natron, Lösung 1:1, werden auf
90 1 gestellt und
10 1 Leimlösung, enthaltend 4kg Leim, zugegeben.
Auf 100 1 einstellen.
Diazolösung:
240 g Dianisidinbase werden mit 210 ecm Salzsäure 200Be angeteigt und mit ecm kochendem Wasser gelöst. Nach dem Erkalten fügt man g Eis und
190 ecm Salzsäure 20° Be hinzu. Hierauf wird langsam unter beständigem Rühren eine Lösung von
160 g Natriumnitrit in
500 g Wasser gelöst eingetragen und auf
10 1 eingestellt.
Man färbt das Garn auf der Passiermaschine, läßt V2 Stunde liegen, spült gut, seift kochend, spült, trocknet und erhält so ein reibechtes Blau.
Beispiel 3.
Pfund Cardenband werden auf dem Färbeapparat (Packsystem) mit folgender Flotte imprägniert: .
6 kg Naphtol NA, 8s
10 1 Natronlauge 34 ° Be, ι kg Universalöl gelöst, auf
1 gestellt und
12 1 Formaldehydlösung 4oprozentig züge- go geben.
Man imprägniert 1Z2 Stunde am Apparat, schleudert und färbt hierauf mit folgendem
Färbebad:
1 Diazolösung,
4 1 essigsaures Natron, Lösung 1:1, 1 Wasser,
50 1 Gelatinelösung, enthaltend 6 kg Gelatine, werden auf
1 eingestellt.
Diazolösung:
340Og
m-Nitro-o-anisidin
(OCH3: NH2: NO2 = 1:2:4) werden mit
ecm Salzsäure 20p Be und . no
6 1 Wasser heiß gelöst, kalt gerührt
und mit
6 1 kaltem Wasser und 2 kg Eis versetzt. Man rührt hierauf in diese Lösung bei 50 C langsam in dünnem Strahle unter beständigem Rühren eine Lösung von g Natriumnitrit in
ι 1 Wasser und stellt auf
1 ein.
Man färbt etwa 1Z2 Stunde, saugt ab, spült gut, trocknet und erhält so ein reibechtes blaustichiges Rot.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung reibechter Färbungen mittels auf der Faser aus 2 · 3-Oxynaphtoesäurearyliden entwickelter Eisfarben in der Apparatenfärberei, dadurch gekennzeichnet, daß dem Grundierungsbad Aldehyde und dem Färbebad Leim, Gelatine oder ähnliche Stoffe, welche mit Aldehyden Fällungen zu erzeugen imstande sind, zugesetzt werden.
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DE (1) DE287242C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1131984B (de) * 1956-11-24 1962-06-20 Compur Werk Gmbh & Co Blende fuer photographische Kameras

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1131984B (de) * 1956-11-24 1962-06-20 Compur Werk Gmbh & Co Blende fuer photographische Kameras

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