DE28769C - Verfahren und Apparat zur Gewinnung bezw. Darstellung von Glaubersalz und Kohlensäure aus sauren Sulfaten und Bisulfaten - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Gewinnung bezw. Darstellung von Glaubersalz und Kohlensäure aus sauren Sulfaten und Bisulfaten

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DE28769C
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H. HERBERTS in Barmen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D5/00Sulfates or sulfites of sodium, potassium or alkali metals in general

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Um saures Sulfat (saures schwefelsaures Natron) oder Bisulfat (doppelt schwefelsaures Natron), welches in bedeutenden Quantitäten hauptsächlich bei der Fabrikation von Salpetersäure als Nebenproduct gewonnen wird und einen kaum nennenswerthen Handelsartikel bildet, besser verwerthen zu können, verarbeitet Erfinder dasselbe in einem eigens zu diesem Zwecke construirten Apparate auf Gewinnung von Kohlensäure und Glaubersalz. . Der Apparat ist in beiliegender Zeichnung dargestellt. In dem mit Blei ausgefütterten Bassin B befindet sich eine concentrirte Lösung des Bisulfates. Durch das Rohr α steht dasselbe mit dem ebenfalls mit Blei ausgefütterten und mit dem Rührwerk R versehenen Kessel A in Verbindung. Das Rohr a mündet am Boden des Kessels.
Ein zweites Gefäfs C enthält kohlensauren Kalk oder andere Kohlensäureverbindungen in Wasser vertheilt.
Durch das Rohr h, welches ebenfalls am Boden des Kessels A mündet, steht dieses mit dem Bassin C in Communication. D ist ein Kessel, in welchem sich unter 6 Atmosphären Druck Kohlensäure befindet und welcher Druck durch das Rohr b mit dem Kessel A in Verbindung gebracht ist. In den auf dem Kessel angebrachten Dom/ mündet das Rohr b und mit diesem zugleich das Rohr c, welch' letzteres zu dem Waschgefäfs F führt. Das Rohr d verbindet dieses wieder mit einem zweiten Waschgefäfs G und steht letzteres wieder durch das Rohr e mit dem Gasometer E in Verbindung. Das Waschgefäfs F, sowie das Bassin, in welchem der Gasometer E steht, sind mit Chlorcalciumlösung angefüllt, während das Waschgefäfs G geschmolzenes Chlorcalcium in Stücken enthält. Durch das Rohr/ kann die im Gasometer enthaltene Kohlensäure zur weiteren Verarbeitung bezw. zum Gebrauch aus diesem entnommen werden.
H ist ein Filtrirapparat, der durch das am Boden des Kessels A mündende, gebogene Rohr g mit letzterem in Verbindung gebracht ist.
Die Verbindungsrohre α b f g und h sind sämmtlich durch Hähne absperrbar.
Die Fabrikation selbst ist eine .sehr einfache und leicht verständliche.
Aus dem Bassin B wird ein genügendes Quantum der concentrirten Lösung von saurem Sulfat bezw. Bisulfat in den Kessel A durch das Rohr α abgelassen und letzteres hierauf geschlossen. Mittelst einer Pumpe wird alsdann aus dem Gefäfs c durch das Rohr h nach und nach der im Kessel A enthaltenen Lösung in Wasser vertheilter kohlensaurer Kalk oder andere Kohlensäureverbindungen in genügender Menge hinzugefügt und beide Flüssigkeiten durch das Rührwerk R innig gemengt.
Hierbei wird die im Bisulfat sich befindende freie Schwefelsäure unter Bildung von schwefelsaurem Kalk etc. gebunden, wobei sich gleichzeitig Kohlensäure entwickelt. Nachdem letztere durch die Rohre c und d die Waschgefäfse F und G passirt hat, tritt dieselbe durch das Rohr e in den Gasometer E und wird hier aufgefangen und als gasförmige Kohlensäure verwerthet bezw. durch das Rohr / zum Kohlensäurekessel D oder zu einer Maschine geleitet, durch welche dieselbe zu flüssiger Kohlensäure verdichtet wird.
Die im- Kessel A enthaltene Flüssigkeit wird mittelst der im Kessel D enthaltenen gespannten Kohlensäure durch einen geeigneten Filtrirapparat H geprefst, von dem schwefelsauren Kalk etc. getrennt und alsdann auf krystallisirtes oder calcinirtes Glaubersalz verarbeitet.
Der Apparat arbeitet continuirlich unter Ausschlufs der Luft.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Behufs Verwerthung von saurem Sulfat oder Bisulfat die unter Luftabschlufs stattfindende Verarbeitung desselben mit kohlensaurem Kalk oder anderen Kohlensäureverbindungen unter Gewinnung von krystallisirtem oder calcinirtem Glaubersalz, sowie flüssiger oder gasförmiger Kohlensäure in einem Apparat, bestehend aus dem mit dem Rührwerk R versehenen Kessel A, dem Bassin B, dem Gefäfs C, dem Kohlensäurekessel D, dem Gasometer E, 3en Waschgefäfsen F und G und dem Filtrirapparat H, diese Theile durch die zum Theil mittelst Hähne absperrbaren Rohre abcd efg und h unter einander in Verbindung gebracht.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
    κ 0
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