DE287701C - - Google Patents

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DE287701C
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A43—FOOTWEAR
    • A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D100/00—Setting or removing eyelets, buttons, lacing-hooks, or elastic gussets in shoes
    • A43D100/02—Punching and eyelet-setting machines or tools

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
V. St. A. ·
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einsetzen von ösen in eine mehrerer übereinandergelegter Stofflagen und eine zur Ausführung des neuartigen Verfahrens dienende Maschine.
Bei der Herstellung gewisser Arten von Schuhwerk sollen ösen mitunter derart in das Oberleder eingesetzt werden, daß sie in dem fertiggemachten Schuh nicht sichtbar sind.
Die Stofflagen müssen beim Einsetzen von Ösen in eine zweier übereinanderliegender Stofflagen vor dem Loch- und Einsetzvorgang zumindest teilweise miteinander vernäht SeIn1 da es sonst besonders schwierig wäre, die in eine der Stofflagen eingesetzten Ösen mit den Löchern der anderen Stofflage in genaue Übereinstimmung zu bringen. Bisher hat man eine Kante des Oberleders erst nach dem Öseneinsetzvorgang zusammengesteppt. Das
ao Einsetzen der Ösen in eine der beiden Stofflagen wurde unter Zuhilfenahme einer zwischen die Stofflagen eingeführten, dünnen Platte bewerkstelligt. Nach dem öseneinsetzvorgang mußte das Zusammensteppen der offen gelassenen Oberlederkante vollendet werden.
Gemäß dem neuartigen Verfahren können ösen in eine mehrerer übereinandergelegter Stofflagen eingesetzt werden, ohne eine der Kanten des Werkstückes offen lassen zu müssen. Es können demnach ösen, die in dem fertiggemachten Schuh unsichtbar sind, in ein vollständig zusammengestepptes Oberleder eingesetzt werden, wodurch die lästige Zerstückelung des Steppvorganges und die damit verbundenen Mehrkosten beseitigt werden.
Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Umnietfiäche des Gegenstempels einer Öseneinsetzmaschine so ausgebildet wird, daß sie durch eines der in die übereinandergelegten Stofflagen ausgestanzten Löcher hindurchgeführt und. in wirksame Lage gebracht werden kann. Zu diesem Zwecke kann an dem Gegenstempel ein zylindrisches Widerlager ausgebildet werden, dessen Dicke im wesentlichen der Dicke der äußeren Stofflage entspricht. An diesem Widerlager ist eine das Umnieten bewirkende Querfläche angebracht, deren Durchmesser im wesentlichen dem Durchmesser des vorgestanzten Loches entspricht.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
Fig. ι ist ein Schaubild der wirksamen Teile einer mit einem Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes versehenen öseneinsetzmaschine.
Fig. 2 ist eine Einzelansicht, teilweise im Schnitt.
Fig. 3 ist ein Schaubild des Gegenstempels.
Fig. 4 zeigt einen Teil des Werkstückes mit in dasselbe eingesetzten, unsichtbaren Ösen.
Fig. 5 ist eine der Fig. 2 ähnliche Darstellung, welche die Teile vor dem Umbördeln der Öse zeigt.
In dem Maschinengestell 2 ist ein Kolben 4 auf und ab bewegbar, der den Einsetzstempel 16 trägt. Die an einem Hebel 8 angebrachte Lochstanze 20 wirkt mit einem Stanzwiderlager 22 zusammen. Das Stanz\viderlager 22 und der Hebel 8 werden nach dem Lochvorgang zurückgezogen, und der den Gegenstempel 10 tragende Hebel 6 wird seitlich bewegt, um den Gegenstempel 10 in eine Linie mit dem ausgestanzten Loch zu bringen. Der Hebel 6 bewegt sich dann herab, wobei der Gegenstempel mit dem Werkstück in Berührung tritt. Schließlich wird durch seitliche Bewegung des Hebels 6 das ausgestanzte Loch in eine Linie mit dem Einsetzstempel ; 16 gebracht. Das Einsetzen und Umnieten der öse wird durch Abwärtsbewegung des Hebels 6 und durch Anheben des Einsetzstempels 16 bewirkt.
Die Maschine besitzt einen Werktisch 19, der an dem Maschinengestell 2 befestigt ist. Der Werktisch weist eine den Durchgang der Werkzeuge zulassende Aussparung auf. Ein Stoffdrücker 26 wirkt mit dem Werktisch 19 zusammen, um das Werkstück während des Einsetzvorganges in der Arbeitslage zu halten. Die Ösen werden der Spindel 18 des Einsetzstempels 16 durch eine Leitrinne 24 zugeführt, Das Abliefern der Ösen findet während des ersten Teiles der Aufwärtsbewegung des Einsetzstempels statt, worauf die Leitrinne in unwirksame Lage zurückbewegt wird.
Die im vorstehenden beschriebene Maschine ist bisher zum üblichen Einsetzen von Ösen in Oberleder von Schuhwerk verwendet worden, wobei sich der Ösenflansch an der Außenseite des Werkstückes oder an der Narbenseite des Oberleders und der umgenietete Ösenschaft im Schuhinnern befinden. Gemäß der vorliegenden Erfindung kann die beschriebene Maschine zum Einsetzen von ösen verwendet werden, die in dem fertiggemachten Schuh nicht sichtbar sind.
Das obere Ende des Einsetzstempels 16 ist so ausgebildet, daß es den Flansch der einzusetzenden ösen stützen kann. Der Gegenstempel weist einen kräftigen Flansch 10 auf, dessen mittlerer Teil zu einem zylindrischen Widerlager 12 ausgebildet ist. Das Widerlager 12 ist abgeschultert, um das Umnieten des Ösenschaftes durchführen zu können. An dem Widerlager 12 ist ein abgesetzter, spindelförmiger Fortsatz 14 : ausgebildet. Die Länge des Gliedes 12 entspricht im wesentliehen der Dicke des äußeren Teiles eines Schuhoberleders und weist im wesentlichen denselben Durchmesser oder einen etwas größeren Durchmesser auf als das in das Oberleder vorgestanzte Loch. Während des Einsetzvorganges wird das das Umnieten besorgende Widerlager 12 in das vorgestanzte Loch hindurchgezwängt, wobei das Loch etwas gespreizt und durch das Widerlager vollständig aufgefüllt wird. Hierdurch wird die Umnietfläche des Widerlagers im wesentlichen in die Ebene des äußeren Teiles 30 des Oberleders gebracht. Der Durchmesser des Fortsatzes 14 ist etwas kleiner als die lichte Weite des Ösenschaftes und entspricht dem Durchmesser der Spindel 18 des Einsetzstempels 16.
Es ist klar, daß die dargestellten Einsetzstempel auch an für Fußbetrieb eingerichteten Maschinen Anwendung finden können, denen das Werkstück mit vorgestanzten Löchern dargeboten wird. In der vorliegenden Ausführungsform sind jedoch die Einsetzstempel und Lochstanzen an ein und derselben Maschine angeordnet, so daß der Lochvorgang, der Vorschub des Werkstückes und das Einsetzen der Ösen durch ein und dieselbe Maschine bewerkstelligt werden kann. Der Durchmesser der Lochstanze 20 entspricht im wesentlichen demjenigen des Widerlagers 12 des Gegenstempels, oder der Durchmesser der Lochstanze kann etwas kleiner gewählt wer- g0 den, damit das in dem Teil 30 des Oberleders ausgestanzte Loch durch das Widerlager 12 des Gegenstempels etwas gespreizt werden muß. Das Loch des Futters 32 kann dann den · Schaft der Öse dichter umfassen.
Zu Beginn des Einsetzvorganges wird das Werkstück der Lochstanze 20 dargeboten, welche ein Loch durch beide Teile 30, 32 des Oberleders hindurchstanzt (Fig. 2). Das Werkstück wird dann durch die Querbewegung des Gegenstempels vorgeschoben, und inzwischen hat der Einsetzstempel 16 eine Öse von der Leitrinne der Maschine empfangen. Der Einsetzstempel 16 wird dann angehoben, um den Ösenschaft in den Teil 32 des Oberleders einzuführen. Die Lage der Teile am Ende des Einsetzvorganges ist in der Fig. 2 dargestellt. Während des Einsetzvorganges wird der Schaft der öse durch den Fortsatz 14 zentriert, wobei die Spindel 18 teleskopartig in den Einsetzstempel 16 hineingepreßt wird. Während der fortgesetzten Bewegung der Einsetzstempel wird der Schaft der öse gegen die Schulter des Widerlagers 12 gepreßt und umgenietet. Hierbei wird das das vorgestanzte Loch umgebende Futter zwischen dem Einsetzstempel 16 und dem Gegenstempel und dem durch den Flansch 10 des Gegenstempels gestützten Lederteil zusammengepreßt. Hierdurch wird der Durchmesser des Loches des Futters etwas verkleinert, so daß die öse in dem Futter festen Halt
findet. Während des Einsetzens der übrigen Ösen wiederholt sich der beschriebene Vorgang.
Selbstverständlich kann die Maschine an Stelle zum Einsetzen von ösen, die in dem fertiggemachten Schuh nicht sichtbar sind, auch zum Einsetzen von sogenannten »blinden« ösen verwendet werden. Unter blinden Ösen sind solche Ösen zu verstehen, deren
ίο Flansch außen liegt, während der umgenietete Ösenschaft durch eine weitere Stofflage verdeckt ist. Wenn die Maschine zum Einsetzen von blinden Ösen verwendet werden soll, so wird das Werkstück der Maschine einfach umgekehrt dargeboten.

Claims (2)

  1. ' Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zum Einsetzen von Ösen in eine mehrerer übereinandergelegter Stofflagen, dadurch gekennzeichnet, daß die zusammengehaltenen Stofflagen zunächst gelocht werden, worauf eine Um-' nietfläche (12) durch das Loch einer (30) der Stofflagen bis an die andere Stofflage 25 (32) geführt wird und eine Öse in das Loch der anderen Stoff lage (32) eingeführt wird, und dann der Schaft der eingeführten Öse an der sich zwischen den Stofflagen befindlichen Umnietfiache (12) umgebördelt wird.
  2. 2. Maschine zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gegenstempel (10) eine bis an die andere Stofflage (32) reichende, die Umnietfiache bildende Abschulterung (12) angebracht ist, die in das vorgestanzte Loch einer (30) der übereinandergelegten Stofflagen (30,32) eintritt und an welcher Umnietfiache der Schaft der in das Loch der anderen Stofflage (32) eingeführten Öse umgebördelt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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