DE287965C - - Google Patents
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Separation, Sorting, Adjustment, Or Bending Of Sheets To Be Conveyed (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV£ 287965 -KLASSE
15*£. GRUPPE
Frontbogenausleger für Druckmaschinen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Juli 1914 ab.
Während bei den gewöhnlichen, sogenannten Rechenauslegevorrichtungen, die an fast
allen einfachen Schnellpressen seit langer Zeit üblich sind, sowie auch bei verschiedenen Auslegevorrichtungen,
die den frisch bedruckten Bogen einfach nur mittels einer endlosen Bandleitung auf den Auslegetisch auslegen wollen,
genügend Zeit vorhanden ist, um Makulaturbogen einzulegen, ist dies bei den Frontauslegern
mit" hin und her bewegter Auslegevorrichtung, wie sie beispielsweise an fast allen
Zweitourenschnellpressen üblich sind, nicht der Fall. ■
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung an derartigen Auslegern. Bei diesen
Frontbogenauslegern wird der frisch bedruckte Bogen, seine bisherige Bewegungsrichtung beibehaltend,
nahezu in wagerechter Lage mit der bedruckten Seite nach oben vom Zylinder weg
nach dem Auslegetisch geführt,, ohne daß die frisch bedruckte Seite mit Bändern, Stäben,
Scheiben u. dgl. in Berührung kommt. Der Bogen wird hierbei entweder von hin und her
bewegten Greifern erfaßt oder legt sich mit der Rückseite auf hin und her bewegte Stäbe oder
Bänder. Alle diese hin und her bewegten Auslegevorrichtungen führen den Bogen bis über
den Auslegetisch und lassen ihn vor ihrer Rückwärtsbewegung auf diesen Tisch fallen. Diese
Frontauslegevorrichtung ist an sich bekannt und hat sich in der Praxis bei weitem am
besten von allen Auslegevorrichtungen bewährt. Ihr haftet jedoch ein Fehler an, der durch die
vorliegende Erfindung beseitigt werden soll.
Bei vielen besseren Arbeiten ist es erforderlieh, zwischen die frisch bedruckten Bogen Makulaturbogen
einzulegen, um ein Abdrucken und Verwischen des frischen Druckes zu verhindern. Dieses Mittel, das Abdrucken zu vermeiden,
ist an sich natürlich längst bekannt, konnte aber bei den Frontauslegern der oben
beschriebenen Art nur bei langsamem Gang der Maschine angewendet werden, da die fortwährend
hin und her gehende Auslegevorrichtung weder Zeit noch Raum ließ, um zwischen
ihrer Vorwärts- und Rückwärtsbewegung einen Makulaturbogen einlegen zu können.
Das Wesen der vorliegenden Erfindung und zugleich der Unterschied bekannten Vorrichtungen
ähnlicher Art gegenüber liegt darin, daß die Vorrichtung zur Überführung des frisch bedruckten Bogens vom Druckzylinder
nach dem Auslegetisch bei dieser Bewegung absatzweise bewegt wird, derart, daß in die
Bewegung ein Stillstand eingeschaltet ist, während bei allen bisher bekannten Vorrichtungen
dieser Art die Hin- und Herbewegung ohne jede Pause erfolgte.
Durch den zeitweiligen Stillstand der Auslegevorrichtung, der naturgemäß durch schnellen
Gang leicht ausgeglichen werden kann, ist im Gegensatz zu früher genügend Zeit vorhanden,
von einem Stapeltisch g einen Makulaturbogen herabzunehmen und auf den bereits auf dem
Auslegetisch h liegenden Bogen zu legen, ohne daß die Maschine langsamer zu laufen braucht.
Da sich ein solcher Antrieb ohne Schwierigkeiten ausführen läßt, so ist es leicht möglich,
den Gegenstand der vorliegenden Erfindung auch an schon vorhandenen Maschinen zu verwenden.
Der Arbeitsvorgang ist folgender:
Der zu bedruckende Bogen wird auf dem Anlegetisch α angelegt und durch die Greifer c des Druckzylinders b mitgenommen. Nach erfolgtem Druck gleitet der Bogen, mit der bedruckten Seite nach oben liegend, über die
Der zu bedruckende Bogen wird auf dem Anlegetisch α angelegt und durch die Greifer c des Druckzylinders b mitgenommen. Nach erfolgtem Druck gleitet der Bogen, mit der bedruckten Seite nach oben liegend, über die
ίο Führungen d in die Auslegevorrichtung f, die
beispielsweise aus hin und her bewegten Greifern β besteht. Diese Greifer fassen den Bogen
und führen ihn mit sich. Der Stillstand der Auslegegreifer e wird am besten in der Mitte
der Vorwärtsbewegung erfolgen, welche Stellung auch in der Figur dargestellt ist. In
dieser Stellung ist der frisch bedruckte Bogen vom Druckzylinder abgenommen und liegt ausgestreckt
auf der Ausführvorrichtung f. Inzwischen hat eine Person von dem Stapeltisch g
einen Makulaturbogen genommen und ihn auf den vorher bedruckten Bogen, der bereits auf
dem Auslegetisch h ruht, gelegt. Die wieder einsetzende Bewegung der Auslegegreifer e
bringt den Bogen über den Auslegetisch h, wo 25« er in bekannter Weise abgelegt wird.
Die Auslegegreifer bewegen sich wieder zurück und erfassen am Ende ihrer Rückwärtsbewegung den neuen Bogen in bekannter Weise.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Frontbogenausleger für Druckmaschinen, bei dem die Vorrichtung zur Überführung des frisch bedruckten Bogens vom Druckzylinder nach dem Auslegetisch zwischen beiden hin und her bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in die Bewegung nach dem Auslegetisch hin ein Stillstand eingeschaltet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE287965C true DE287965C (de) |
Family
ID=543137
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT287965D Active DE287965C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE287965C (de) |
-
0
- DE DENDAT287965D patent/DE287965C/de active Active
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