DE288210C - - Google Patents
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- DE288210C DE288210C DENDAT288210D DE288210DA DE288210C DE 288210 C DE288210 C DE 288210C DE NDAT288210 D DENDAT288210 D DE NDAT288210D DE 288210D A DE288210D A DE 288210DA DE 288210 C DE288210 C DE 288210C
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- peat
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21D—TREATMENT OF THE MATERIALS BEFORE PASSING TO THE PAPER-MAKING MACHINE
- D21D5/00—Purification of the pulp suspension by mechanical means; Apparatus therefor
- D21D5/02—Straining or screening the pulp
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Paper (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 288210 KLASSE 55«. GRUPPE
Dr. LEO UBBELOHDE in KARLSRUHE i. B.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufbereiten von Torf für die
Papierherstellung mit Hilfe eines Bottichs mit Siebboden und eines, im Siebbottich hin
und her bewegten Rechens, welche eine Trennung der längeren Torf fasern von den kleineren
Faserteilen und den vertorften Holzteilchen und Pflanzenblättchen in der Weise bewirkt,
daß die langen Fasern zum Schwimmen
ίο gebracht werden, während die übrigen Bestandteile
des Torfes dicht über dem Siebboden verbleiben. Bei diesen bekannten Vorrichtungen
ist der Rechen oben durch einen die Enden der einzelnen Stäbe verbindenden Querbalken geschlossen. Dieser Anordnung
haften Mängel an, welche durch die Erfindung beseitigt werden sollen.
Die Erfindung besteht darin, daß der im Bottich über dem Siebboden hin und her bewegte
Rechen nach oben gerichtete, freistehende Zinken besitzt. Hierdurch soll ein ununterbrochenes Ausschöpfen der durch die
Rechenbewegung gelösten und ins Schwimmen gebrachten längeren Torffasern mit Hilfe
von Gabeln, Elevatoren oder ähnlichen Vorrichtungen ermöglicht werden, während ein
oben geschlossener Rechen nur eine absatzweise Entnahme der schwimmenden Fasern gestattet. Bei jedem Stillsetzen des Rechens
sinken aber die durch das Rühren von dem Schlamm getrennten Fasern je nach der Dauer
der Unterbrechung in größerer oder geringerer Menge wieder auf die Schlammschicht
herab, so daß man entweder nur einen Teil der ursprünglich aufgeschwemmten Fasern herausfischen
kann oder beim Tieferfassen in diejenige Zone eingreift, in welcher bereits wieder
ein Vermengen der langen Fasern mit den kürzeren Teilen und den anderen nahe dem
Siebboden verbliebenen Bestandteilen stattfindet. Bei ununterbrochenem Rühren und Herausnehmen
der schwimmenden Fasern dagegen, wie es bei Anwendung eines Rechens mit freistehenden, nach oben gerichteten Zinken
möglich ist, kann ein Zurücksinken der einmal gelösten und schwimmenden Fasern auf die Schlammschicht nicht eintreten, wie
auch beim Ausheben der langen Fasern etwa mitgenommene kleinere Teile durch das von
den Gabeln abtropfende Wasser wieder in den Bottich zurückgespult werden.
Bei der Anwendung eines gemäß der Erfindung ausgebildeten Rechens erhält man also
nicht nur eine viel gründlichere Trennung der Bestandteile des Torfes in diesem Arbeitsgang
der Aufbereitung, sondern die Arbeitszeit wird auch bedeutend verkürzt.
Ein Ausführungsbeispiel der neuen Vorrichtung ist auf der Zeichnung schematisch in
einem Querschnitt veranschaulicht.
Über dem Siebboden α des Bottichs b wird der Rechen d mit seinen nach oben gerichteten,
gegebenenfalls mehr oder weniger geneigten, freistehenden Zinken e derart angeordnet,
daß er hin und her bewegt werden kann. Der Rechen d kann zu diesem Zwecke beispielsweise
an Rollen / aufgehängt sein, welche in Führungen g auf dem Rand des Bottichs b
laufen. Der Antrieb des Rechens erfolgt auf irgendeine beliebige Art. Die durch das Sieb a
nach unten entweichende Masse wird durch ein Rohr c zur weiteren Verarbeitung an anderer
Stelle abgeleitet.
Das Verfahren zur Aufbereitung der Torfmasse unter .Mitbenutzung der beschriebenen
.Vorrichtung, welches jedoch nicht Gegenstand der Erfindung ist, gestaltet sich vorteilhaft
ίο folgendermaßen:
Durch das Hin- und Herbewegen der Masse in dem Siebbottich trennt sich allmählich die
längere Torffaser von den kleineren Faserteilen, die durch die Maschen des Siebbodens
nach unten entschlüpfen, während die Jangen Fasern durch die Bewegung des Rechens
immer mehr ins Schwimmen kommen und infolgedessen mittels Gabeln, eines Elevators
o. dgl. leicht herausgeholt werden können. Mit den kleineren Faserteilen sind zugleich nicht
nur die kleinen vertorften Holzteile und Pflanzenblätter, sondern auch die größeren Stengelteile
durch das Sieb nach unten gelangt. Diese Masse wird nunmehr in eine Sichtvorrichtung
gebracht, in welcher sich die schwersten Teile früher nach abwärts senken als die leichteren.
Auf diese Weise werden die vertorften Holzteile von der übrigen Masse getrennt, derart,
daß die kleineren vertorften Holzteiie durch die Maschen eines Siebes entschlüpfen, während
die faserigen Teile auf dem Sieb zurückgehalten werden. Die vorher bereits gewonnenen
langen Fasern und Faserbündel sind noch mit vertorften Holzteilen bedeckt, die sehr fest anhaften und sich deshalb durch ein
gewöhnliches Waschverfahren nicht entfernen lasset!. Die Faserbündel werden deshalb zunächst
einer Zerreibung durch einen Kollergang und einer Zerquetschung in einem Holländer
unterworfen, worauf sie ebenfalls auf die oben beschriebene Sichtvorrichtung geleitet
werden. Nach Absonderung der nunmehr sich leicht ablösenden, vertorften kleinen Holzteile kommt die Faser von der Sichtvorrichtung
zur endgültigen Reinigung in den Kocher. Auf diese Weise erzielt man eine
dem Espartogras sehr ähnliche, feste und widerstandsfähige Faser. Durch Beimischung
anderer Stoffe, z.B..durch Beimischung eines gewissen Prozentsatzes der vorerwähnten kleineren
Faserteile, die nach der Sichtung keinerlei weiterer Abarbeitung mehr bedürfen, erhält
man einen Rohstoff, aus welchem sich ein sehr festes und zähes Papier oder auch Pappe
herstellen läßt. Die durch die Sichtung abgeschiedenen schlammartigen Bestandteile und
vertorften kleinen Holzteile der Sumpfpflanzen werden am besten mittels einer Förderschnecke
in einen Sammelbehälter geleitet, aus welchem sie nach Bedarf der Brikettmaschine
zugeführt werden. Die so gewonnenen Briketts haben wegen der vorherigen Ausscheidung
der für die Papierherstellung bestimmten Masse einen höheren Brennwert und hinterlassen
bedeutend weniger Asche als Braunkohlenbriketts. Die Asche ist sehr salzhaltig und hat deshalb als Düngemittel für die Landwirtschaft
einen großen Wert.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zum Aufbereiten von Torf für die Papierherstellung mit Hilfe eines Bottichs mit Siebboden und eines im Siebbottich hin und her bewegten Rechens, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechen nach oben gerichtete, freistehende Zinken besitzt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE288210C true DE288210C (de) |
Family
ID=543355
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT288210D Active DE288210C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE288210C (de) |
-
0
- DE DENDAT288210D patent/DE288210C/de active Active
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