DE289629C - - Google Patents

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DE289629C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/12Production of screen printing forms or similar printing forms, e.g. stencils

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß eine dünne Bromsilberkollodiumhaut, welche in einer besonderen Weise hergestellt ist, nach Belichtung und Entwicklung eine erhöhte Porosität oder Durchlässigkeit an den Stellen erhält, wo die Entwicklung, also die Reduktion des Bromsilbers, stattgefunden hat, so daß die Haut an diesen Stellen für gewisse .Stoffe durchlässig wird, für welche sie früher
ίο undurchlässig war. Bei den bisher verwendeten Kollodiumemulsionen ist diese Wirkung jedoch nicht vorhanden, und zwar teils, weil solche Emulsionshäute oft absichtlich porös hergestellt werden, um ein leichteres Einwirken des Entwicklers zu erzielen, und teils, weil diese Emulsionen bekanntlich ihren Bromsilbergehalt wesentlich auf der Oberfläche der Haut abscheiden. Zur Erzielung der genannten Wirkung ist es erforderlich, daß das Bromsilber durch die ganze Kollodiumhaut gleichmäßig verteilt und die Porosität vor der Entwicklung äußerst gering ist. Im übrigen sind nur wenige der bisher verwendeten Entwickler zur Erzielung dieser Wirkung imstande.
Häute, welche zu dem angegebenen Zweck verwendbar sind, können nun dadurch hergestellt werden, daß man in bekannter Weise als Lösungsmittel für das Bromsilberkollodium gewisse später genannte andere Stoffe an Stelle der bisher üblichen Alkoholäthermischung verwendet, oder wenigstens einen wesentlichen Teil des Alkoholäthers durch solche anderen Stoffe ersetzt, welche z. B. Amylacetat, Mischungen aus Amylacetat und Isobutylalkohol usw. sein können. Das Bromsilberkollodium selbst kann in der gewöhnlichen Weise durch Umsetzung von Bromiden und Silbernitrat in Alkoholätherlösung, Ausfällen und Auswaschen des Bromsilberkollodiums mit Wasser und Verdrängen des Wassers durch Alkohol hergestellt sein. In diesem alkoholfeuchten. Zustand ist das Bromsilberkollodium bekanntlich lange haltbar und wird von mehreren Firmen zur Auflösung in Alkoholäther vor dem Gebrauch in den Handel ge- 4-5 bracht. Solche im Handel befindlichen Bromsilberkollodien sind auch für den vorliegenden Fall brauchbar, wenn geeignete Lösungsmittel gewählt werden. Beispielsweise sei angegeben:
12 g Heliobromsilberkollodium von Dr. Albert, München, werden mit 40 g Amylacetat Übergossen und durch Stehenlassen und Schütteln zur Auflösung gebracht. Darauf werden 60 g Isobutylalkohol zugesetzt. Diese Emulsion ist mehrere Wochen lang haltbar, muß aber vor dem Gebrauch längere Zeit kräftig geschüttelt werden. Sie läßt sich in der üblichen Weise durch Zusatz von Eosin und anderen Sensibilisatoren, die in Alkohol oder Isobutylalkohol gelöst sind, orthochromatisch oder panchromatisch machen. Wenn eine Platte mit einer Gelatinehaut versehen und die obengenannte Emulsion darübergegossen wird, indem man das, was ablaufen will, ablaufen läßt und die Platte in aufrechter Stellung trocknet, so ist die Gelatinehaut mit einem dünnen Überzug aus Bromsilberkollodium versehen, in welchem das Bromsilber nicht — wie üblich — an der Oberfläche, sondern in der ganzen Tiefe der Schicht liegt. Diese Haut verhindert, daß Salze, Farbstoffe und andere in Wasser lösliche Stoffe in die Gelatinehaut eindringen. Wenn die Platte dagegen
belichtet und mit einem passenden Entwickler entwickelt wird, so erzeugt dieser, wie sich herausgestellt hat, eine gewisse Porosität in den mit reduziertem Silber durchsetzten Stellen der Haut. ' Wenn die Platten darauf in eine Farbstofflösung gebracht werden, so dringt der Farbstoff nur an den entwickelten Stellen ein und ergibt ein mit der Belichtung übereinstimmendes Bild. Wenn man eine Gelatineplatte z. B. mit sogenanntem Echtgrün oder Säurerhodamin färbt und dann die gleichmäßig gefärbte und getrocknete Gelatinehaut mit einer Haut obengenannter Art versieht, so hat man nach Belichtung und Entwicklung eine Platte, die dem Farbstoff nur dort zu diffundieren gestattet, wo die Entwicklung stattgefunden hat. Wenn eine solche Platte dadurch entwickelt wird, daß sie mit einer Gelatinehaut, welche die Entwicklerlösung enthält, in Kontakt gebracht wird, so diffundieren die Farben direkt in diese Haut hinein. Es ist überhaupt ersichtlich, daß solche Häute aus Brömsilberkollodium gestatten, aus einer Gelatineschicht oder anderen Kolloidschicht Stoffe in größerer oder kleinerer Menge nach der Belichtung und Entwicklung einzuführen oder fortzunehmen. Ebenfalls ist es ersichtlich, daß eine Metallplatte, welche mit einer Bromsilberkollodiumhaut obengenannter Art versehen ist, erst nach der Entwicklung für · Ätzmittel oder für das Ätzen durch elektrischen Strom zugänglich sein wird. Eine solche Metallplatte wird am besten zuerst mit einem dünnen Überzug versehen, z. B. durch Übergießen mit einer Lösung aus Chromgelatine (100 g Wasser, 3 g Gelatine, 15 Tropfen zehnprozentiger Chromalaunlösung), und darüber die Bromsilberkollodiumhaut gebracht. Im übrigen können bekannte photomechanische Hilfsmittel, Raster usw. verwendet werden.
Zur Entwicklung von Häuten obengenannter Art eignen sich anscheinend Entwickler, die Karbonate enthalten, nicht. Geeignete Entwickler können aus Glycin oder Parämidophenol hergestellt werden. Z.B. wird eine Lösung hergestellt, die 150 ecm Wasser, 20 g Natriumsulfit, 10 g Glycin (Agfa) sowie hinreichend Natriumhydroxyd zur Auflösung des Glycins enthält. Von dieser Lösung werden 10 ecm für 100 ecm Wasser genommen und 10 Tropfen 25 prozentige Natriumhydroxydlösung und 4 Tropfen 25 prozentige Natriumbromidlösung zugesetzt. Durch Veränderung der Menge des Natriumhydroxyds und des Natriumbromids oder durch Veränderung der Dicke der Haut kann die Entwicklung schneller oder langsamer gemacht werden. Kleine Zusätze von Glyzerin oder Alkohol oder gewissen Salzen, z. B. Natriumacetat, zum Entwickler haben oft eine günstige Wirkung auf die Entwicklung.
Ein geringer Zusatz eines Stoffes, der eine gewisse Löslichkeit im Entwickler hat, zur Kollodiumemulsion bewirkt, daß die Entwicklung schneller und regelmäßiger vor sich geht; z. B. können den vorgenannten 100 ecm Emulsion etwa 0,1 g Benzoesäure zugesetzt werden. Wenn bei der folgenden Diffusion Stoffe verwendet werden, welche leicht diffundieren, müssen solche Zusätze sehr minimal sein, während bei nicht so leicht diffundierenden Stoffen, z. B. vielen Farbstoffen, etwas mehr Benzoesäure genommen werden kann, ohne daß man Gefahr läuft, daß eine Diffusion auch dort stattfindet, wo keine Entwicklung stattgefunden hat.
Die genannten Häute decken leicht eine Oberfläche gleichmäßig und ohne Löcher; es hat sich aber gezeigt, daß sie für mechanische Eimvirkungen außerordentlich empfindlich sind. Bei Aufbewahrung oder Versand würde es sich daher schwer vermeiden lassen, daß eine solche Haut Schaden leidet. Um dies zu verhindern, gibt man gemäß der Erfindung der Haut einen ganz dünnen Schutzüberzug, z.B. aus Chromgelatine (100 g Wasser, 2 g Gelatine und ioTropfen ioprozentiger Chromalaunlösung). Ein solcher Schutzüberzug verhindert die Wirkung der Haut nicht, macht sie aber gegen Reibung, Einritzen usw. außerordentlich widerstandsfähig.
Bei den oben genannten Häuten wird als Bindemittel für die Bromsilberpartikel Nitro-, zellulose verwendet, was am einfachsten ist. Dieses Bindemittel kann aber teilweise durch andere Stoffe, z. B. Zelluloseacetat oder Harze, ersetzt \verden. Ebenso können anstatt Bromsilber andere unlösliche, lichtempfindliche Metallverbindungen, wie Silberchlorid, Silberjodid oder Quecksilber j odid verwendet wer-

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Herstellung von BiI-dem auf photographischem Wege, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bild, welches in einer eine oder mehrere lichtempfindliche Metallverbindungen enthaltenden Schicht aus für Wasser undurchdringlichen KoI-loiden durch Belichten und Entwickeln erzeugt ist, als Schablone für diffundierende Flüssigkeiten benutzt wird. . ' ■
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Material für photographische und photomechanische Prozesse, wie Platten o. dgl., mit der betreffenden Schicht versieht.
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