DE289655C - - Google Patents

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DE289655C
DE289655C DENDAT289655D DE289655DA DE289655C DE 289655 C DE289655 C DE 289655C DE NDAT289655 D DENDAT289655 D DE NDAT289655D DE 289655D A DE289655D A DE 289655DA DE 289655 C DE289655 C DE 289655C
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turpentine
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F5/00Obtaining drying-oils

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Terpentinölrückstände, so z. B. die bei der Rektifikation von Terpentinöl und bei der Verarbeitung von Terpentinöl auf künstlichen Kampfer, Terpineol u. dgl. nach Entfernung der Haupterzeugnisse verbleibenden Rückstände kommen bis jetzt unter den verschiedensten Namen, in der Hauptsache als »Terpentinölersatz«, in den Handel. Man scheidet auch bisweilen aus ihnen die leichter (bis zu 200 °)
10. flüchtigen Bestandteile ab. Das hiernach verbleibende öl, das die wesentlichen Eigenschaften des Terpentinöles nicht mehr aufweist, hat bislang seines Geruches wegen nur untergeordnete Verwendung gefunden.
Es hat sich aber herausgestellt, daß solche Rückstände leicht im Gerüche verbessert und in wertvolle neue Erzeugnisse (öle mit trocknenden Eigenschaften) verwandelt werden können, wenn man sie mit Luft oder anderen oxydierenden Gasen oder Gasgemischen in der Wärme behandelt. Es lagert sich hierbei Sauerstoff an, und es werden Erzeugnisse erhalten, deren Viskosität und Gewicht entsprechend zugenommen hat.
Auf diese Weise kann man zu solchen Erzeugnissen gelangen, die die Zähflüssigkeit des venetianischen Terpentins aufweisen. Die Trockenfähigkeit kann durch Zusatz von Trokkenstoffen oder katalytisch wirkenden Stoffen nachträglich erhöht werden.
Durch Luftoxydation von Terpentinöl bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur werden nicht dieselben 'Erzeugnisse erhalten. Das ergibt sich aus folgendem Versuche.
Sogenanntes »ozonisiertes« Terpentinöl wurde mit hochgespanntem Wasserdampf behandelt, so daß die leichter flüchtigen Bestandteile mit dem Wasserdampf übergingen. Als Rückstand blieb ein dickes, harzig riechendes und fadenziehendes öl, das im wesentlichen die Eigenschäften eines Harzes besitzt und insbesondere in Alkohol vollkommen löslich ist. Die Ausgangs- und Enderzeugnisse des neuen Verfahrens sind dagegen rein öliger Natur und in Alkohol nur zu einem kleinen Teil löslich. Zum Beweise für die durchgreifende Änderung, j die die Rückstände in dem vorliegenden Verfahren erleiden, wird folgender Versuch angeführt.
Aus 1350 kg der eingangs erwähnten Terpentinölrückstände wurden durch Behandlung mit Luft gemäß dem vorliegenden Verfahren 1372 kg öl und 18 kg flüchtige Bestandteile erhalten. Zieht man die durch den Luftstrom unverändert abgetriebenen flüchtigen Bestandteile von der ursprünglich angewandten Menge Ausgangsstoff ab, so ergibt sich, daß die Ausgangsmenge um 40 kg oder rund um 3 Prozent an Gewicht zugenommen hat.
Es handelt sich also bei dem neuen Verfahren nicht lediglich um die Vertreibung flüchtiger Bestandteile, sondern um eine eingreifende Einwirkung des Luft Sauerstoffes. Infolgedessen sind auch die Eigenschaften der
neuen Erzeugnisse gänzlich verschieden von denen, die durch Oxydation des Terpentinölesselbst erhalten werden. Sie sind rein öliger Natur, insbesondere in Alkohol nur zu einem kleinen Teil löslich.
Beispiel. . !
Durch iooo kg der nach denrÄbdestillieren-..■ , der leichter (etwa bis 2po°), .flüchtigen Teile .[ ίο .zurückbleibenden Terpehtinölrückstände 'wird ..j -;■ m einem Kessel zwei Tage feng'"unter Erwär-'i- ; men auf etwa 130 bis 140° Druckluft durch-? 'geblasen, wobei 35kg eines stark riechenden. . Öles übergehen, während das Haupterzeugnis,' ein schwach und nicht unangenehm riechendes viskoses Öl, in dem Destilliergefäß zurückbleibt.
Die neuen Erzeugnisse stellen selbständige, körpergebende öle dar und können z. B. in der Lack-, Firnis-, Färb- und Linoleumindustrie für Anstrich-, Isolier- und Imprägnierzwecke usw., sowie als Ersatz für Leinöl, Holzöl u. dgl. Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung trocknender .1. öle ..aus fden hochsiedenden Teilen von r Terpentinölrückständen,--so z. B. der bei ■'.,. -- der V-erarbeitungi-vonTerpentinöl auf künstlichen -Kampfer, Terpineol 'ü. -dgl. verblei-, ·' benden- Rückstände, dadurch -gekennzeieh- ; : ' net, daß man durch die nach Entfernuijg .; ..· der- leichter- flüchtigen Bestandteile ^yer".;, bleibenden hochsiedenden Rückstände ürtter ,, Erwärmen Luft od6r andere oxydierende Gase oder Gasgemische durchleitet. . V
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