DE289670C - - Google Patents

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DE289670C
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schnitzel
juice
leaching
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C13—SUGAR INDUSTRY
    • C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00—Production of sugar juices
    • C13B10/08—Extraction of sugar from sugar beet with water
    • C13B10/10—Continuous processes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 89 c. GRUPPE
- Zur Durchführung der sogenannten stetigen Auslaugung hat man meist stehende Gefäße, teils mit, teils ohne Förderwerke, benutzt.
Bei solchen stehend angeordneten Auslaugern (Diffuseuren) lagern sich die Schnitzel im gesamten Querschnitt gleichmäßig dicht; der Grad ihrer Dichtigkeit richtet sich nach, der Art ihrer Fortbewegung und der Höhe des Auslaugers bzw. der Schnitzelsaftsäule.
ίο Es ist bislang nicht gelungen, derartige stetige Auslauger in dauernden Betrieb zu Bringen. Sie scheiterten fast alle daran, daß in der verhältnismäßig hohen erforderlichen Schni'tzelsäule sich . eine derartige Dichtigkeit in der Schnitzelsäule bildete, daß weder der Durchfluß der Auslaugeflüssigkeit, noch, seine Trennung von den Schnitzeln möglich war.
Ordnet man den Auslauger liegend an, so ist zwar die zu dichte Lagerung der'Schnitzel behoben, aber es ist nicht ohne weiteres möglich, die Schnitzel gleichmäßig über den Querschnitt, des Auslaugers, soweit ihn das Schnitzelsaftgemisch beansprucht, zu vertei-.
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, Vielmehr befinden sich die Schnitzel .mehr oder weniger aiuf dem unteren Teil des Querschnittes, während der im Gegenstrom zu den Schnitzeln fließende Saft einen höher gelegenen Teil des Querschnittes einnimmt; die Flüssigkeit strömt über die Schnitzel hinweg, denn die Schnitzel sind etwas schwerer als der Saft. Auch nach, der Ä»t der Fördervorrichtung wird sich die Lage und Dichtigkeit von Schnitzeln und Saft im Querschnitt des Auslaugers verschieden gestalten. So wird z. B/ eine Schnecke, wenn sie überhaupt während der Förderung einen Gegenström oder bei
.. einem Gegeristrom eine Förderung zuläßt, die Schnitzel einseitig auf einer Seite des Querschnittes fördern, -während den übrigen Querschnitt die Auslaugeflüssigkeit bestreicht. Ein RecHenföcdenverk wird die Schnitzel über den Boden oder die Sohle hinwegschieben oder ziehen, während die Auslaugeflüssigkeit oben darüber hinweggeht. Diese Unistände bewirken die Aufhebung des Gegenstromes; aus dem Gegenst'rOm wird ein Aneinandervorbciströmen, ein Nebenstrom,'und damit wird auch die gleichmäßige und genügende Auslaugung zur Unmöglichkeit, denn die gleichmäßige Auslaugung bedingt einen Durch- und Gegenstrom. ■
Durch die vorliegende Erfindung wird diese Bedingung erfüllt, und zwar dadurch, daß Fördervorrichtungen angewendet werden,, mit deren Hilfe die Schnitzel durch einen liegenden bzw. schwach geneigten Trog nicht nur durch die entgegenfließende Auslaugeflüssigkeit hindurchbefördert werden, sondern auch fortwährend gehoben und gesenkt und dadurch mit der Auslaugeflüssigkeit derartig durchgemischt wer.den, daß der Saft nicht lediglich oberhalb der Schnitzel, einen Nebenstrom bildend, hinwegfließen kann. ..Es findet gewissermaßen eine mechanische Auswaschung statt, ähnlich wie man sie beim Spülen der Wäsche anwendet. Die Schnitzel bleiben saftberührt,, verändern aber während ihrer Förderung durch die Auslaugeflüssigkeit fortwährend ihre-Lage, sie werden auf und nieder mit der Flüssigkeit durcheinandergesehwenkt und dabei im wesentlichen nur nach vorwärts geschoben. Vermieden muß werden, daß durch die Fördervorrichtungen Schnitzel und Saft ungleichmäßig auf den Querschnitt des Auslaugers verteilt, werden, insbesondere etwa so,
(2. Auflage, ausgegeben am ij. Juni rgrg.)
daß die eine Seite des Querschnittes, gerechnet von einer durch die Längsachse des Ge'fäßquerschnittes gezogenen Lotrechten a-b, mehr Schnitzel und weniger Saft enthält als die an-: dere, oder umgekehrt (s. Fig. 2). Es muß, mit anderen Worten, die Verteilung von Schnitzeln · und Saft über den Gefäßquerschnitt derartig geschehen, daß ein schmaler Planschnittstreifen (Horizontalschnittstreifen) c-d eine gleichmäßige Verteilung zeigt (s. Fig. 3). Ein Senkschnittstreifen (\<Tertikalschnittstreifen) e-f (s. Fig.4) braucht diese Gleichmäßigkeit nicht so aufzuweisen, weil sie durch das spezifische Gewicht und die Wirkung der Fördervorrichtung ständig gestört wird. Die Gleichmäßigkeit des* Gemisches in Richtung der Senkrechten (Vertikalrichtung) ist aber auch nicht so notwendig, denn durch die Auf- und Niederbewegung der Schnitzel wird verhindert, daß sich in dieser Richtung Einzelströmungen in der Masse bilden können. . Bei der. vorliegenden Erfindung kann infolge dieser Verteilung und Bewegung ein Auslauger von rechteckigem Querschnitt (Fig. 5) verwendet werden, was bei den bis jetzt bekannt gewordenen derartigen Auslaugern nicht ausführbar gewesen ist, weil dort meistens sich um die Längsachse des Auslaugers drehende Fördervorrichtungen, wie Schnecken u. dgl., verwendet worden sind.
Die Fördervorrichtungen der vorliegenden Erfindung können nach Art der Wender in Trockenanlagen eingerichtet sein, die sich in einem, festen Lager drehen und das Fördergut einander zubringen oder nach Art der Rechenförderwerke, wobei die Rechen so ausgebildet sind, daß sie bei der Vorwärtsbewegung entsprechende Schwingungen oder Drehungen ausführen oder sich über einen wellenförmig ausgebildeten Boden auf und nieder bewegen u. dgl. .
• In der Zeichnung (Fig. 1) ist ein Ausführungsbeispiel skizziert. Der Trog B stellt den eigentlichen Auslaugeapparat dar. Dieser Trog ist im wesentlichen liegend,'was jedoch nicht ausschließt, daß ihm—besonders bei langer Ausbildung — zur besseren Überwindung der für den Durchfluß der Auslauge-, flüssigkeit in Betracht kommenden Reibungswiderstände eine gewisse Neigung (Gefälle) gegeben werden kann. 'Durch diesen Trog bewegen sich, entgegengesetzt zur Auslaugeflüssigkeit, in bestimmten Abständen angeordnete, sternförmig o. dgl. ausgebildete Schaufein i, die durch zwei endlose, von den Kettenrädern 2 getragene und angetriebene Ketten 3 miteinander verbunden sind. Die Schaufelwellen 4 sind an beiden Seiten mit Lagern 5 versehen, welche auf den .längs des Troges B angebrachten Gleitschiene!! 6 entlang gleite». Auf der Schaufelwelle 4 ist an einer Seite ein Zahnrad 7 fest angebracht, das mit einer der Gleitbahn 6 gleichlaufenden Zahnstange 8 in ■ Verbindung steht, so daß sich während der Vorwärtsbewegung dieses Zahnrad auf der ■Zahnstange abwälzt und die Schaufeln dadurch in drehende Bewegung versetzt werden.
A ist -eine Vorrichtung zur Vorbereitung (Anwärmung) der frischen Schnitzel und zur Trennung des fertigen Rohsaftes von den frischen Schnitzeln.
Die Erwärmung kann z. B. dadurch geschehen, daß durch eine Pumpe 9 der durch das Sieb 10 abfließende und durch einen Wärme'r erhitzte Saft an geeigneter Stelle des Einfallrumpfes 11 in wiederholtem Kreislauf den frischen Schnitzeln zugeführt Wird, während ein Teil des Rohsaftes bei 13 zum Abzug gelangt. Diese Vorrichtung ./4 kann wegfallen dadurch, daß die Siebvorrichtung 10 am Trog B angebracht wird und die frischen .Schnitzel gemäß Pfeil 14 in den Trog B, fallen. Die Erwärmung geschieht dann hier in gleicher Weise durch Pumpe und Wärmer.
C ist eine Vorrichtung zur Hinausbeförderung der ausgelaugten Schnitte un.d': ist ■ unwesentlichen gekennzeichnet durch dasRechenförderwerk 15. Auch dieser Fördergang kann zweckmäßig durch das Förderwerk des Troges B betätigt werden.
Der Arbeitsgang ist der folgende:
Die frischen Schnitzel fallen in den Rumpf 11 ein, werden durch Betätigung der Pumpe 9 angewärmt und wandern vermittels des Rechenförderwerkes 12, des Schaufelförderwerkes im Trog B und des Rechenförderwerkes 15 in.der Richtung der Pfeile 17, während das Frischwasser bei 16 eintritt und in Richtung der Pfeile 18 fließt.

Claims (1)

100 Patent-Anspruch:
Verfahren zur stetigen Auslaügung von Pflanzenschnitten, insbesondere Rübenschnitten, bei welchem die Schnitte durch" einen im wesentlichen liegend angeordneten Diffuseur im Gegenstrom zur Auslaugeflüssigkeit mittels Fördervorrichtungen ("Rechen,, Wender'usw.) hindurchbewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die ■ Fördervorrichtungen sich in der Längsachse des gegebenenfalls rechteckigen Troges drehend, schwingend oder auf und nieder gehend bewegen, so. daß das Fördergut in Richtung der Längsachse und in zu dieser Achse parallelen Vertikalebenen' derart fortbewegt wird, daß der Weg eines Schnitzelteilchens ein wellenförmig auf und ab steigender ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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