DE289848C - - Google Patents

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DE289848C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P1/00Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/16Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/26Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters for starting an individual polyphase induction motor
    • H02P1/34Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters for starting an individual polyphase induction motor by progressive reduction of impedance in secondary circuit

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zum Anlassen von Drehstromschleifringläufermotoren werden Anlasser benutzt, die mit dem Motor so zusammengebaut sind, daß nach erfolgtem Anlauf zwangläufig die Läuferwicklung kurzgeschlossen und die Bürsten abgehoben werden. Das Abstellen des Motors erfolgt durch Rückwärtsdrehen des Anlassers in die Nullstellung. Auch hierbei wird wieder zwangläufig der Läuferstromkreis geöffnet und
ίο die Bürsten aufgelegt, so daß der Apparat für einen erneuten Anlauf bereitsteht.
Diese Ausführung bedingt Spezialkonstruktionen für Anlasser und Motor und erfordert komplizierte mechanische Ubertragungsmechanismen zwischen Anlasser und Motor, ferner ist die Einschaltgeschwindigkeit beim Anlassen vom Bedienungsmann abhängig.
Auch das Anlassen durch einen Selbstanlasser ist bei solchen Motoren bereits verwendet.
Nach der vorliegenden Erfindung wird nun erreicht, daß bei Verwendung eines solchen Selbstanlassers doch stets nach Vollendung des Anlaßvorganges für die Abhebung der Bürsten und das Kurzschließen der Motorwicklung gesorgt wird, da sonst der Motor selbsttätig nach Ablauf einer bestimmten Zeit nach vollendetem Ablauf Vorgang abgeschaltet wird. Auch wenn während des Anlaufvorganges die Bürsten versehentlich zu früh abgehoben werden, so wird der Motor abgeschaltet. Stets wird dann die Anfangsstellung am Anlasser wieder hergestellt, ohne daß aber der Motor sofort wieder anlaufen könnte. Dieses letztere ist erst zufolge einer besonderen Bewegung am Hauptsteuerschalter möglich. Ferner wird nach der Erfindung ein akustisches oder optisches Signal während der oben genannten Schutzfrist, die zur Abhebung der Bürsten und Kurzschließung der Rotorwicklung gelassen wird, gegeben, das darauf aufmerksam macht, daß der Anlaufvorgang am selbsttätigen Anlasser vollendet ist und nunmehr die genannte Abhebung und Kurzschließung zu vollziehen sind.
Zu dem Zwecke ist der Steuerstrom über Kontakte geführt, welche z. B. an dem Hebel der Kurzschluß- und Bürstenabhebevorrichtung angeordnet sind, und welche bei geöffnetem Rotorstromkreis und aufliegenden Bürsten geschlossen sind, dagegen geöffnet sind, wenn die Läuferwicklung kurzgeschlossen ist und die Bürsten abgehoben sind.
Das Anlassen des Motors ist danach auch nur möglich, wenn die Läuferwicklung geöffnet ist und die Bürsten aufliegen. Wird aber der oben beispielsweise genannte Hebel aus seiner Stellung bewegt, um die Bürsten abzuheben und den Rotor kurzzuschließen, noch ehe der Selbstanlasser den ganzen Widerstand abgeschaltet hat, so wird der Steuer-Stromkreis des Selbstanlassers an den Hilfskontakten ebenfalls unterbrochen, und der Motor wird abgeschaltet und kommt zum Stillstand.
Der Hauptsteuerschalter H der Figur für das Anlassen hat die Stellungen : »Aus«, »Ein« und eine Mittelstellung für Betrieb. Die »Aus«-Stellung ist in der Figur ausgezogen gezeichnet. Zum Anlassen wird der obere Schenkel des Schalters auf den mit »Ein« bezeichneten Kontakt gelegt, während der untere Schenkel auf dem Mittelkontakt stehen bleibt. (Die entstehenden Stromläufe werden
ίο später erläutert.) Durch eine Rückzugfeder wird dann der Schalter nach Loslassen in die punktiert angegebene Stellung »Betrieb« zurückgedreht und bleibt hier stehen. In der Stellung »Ein« erhalten die Schützen, wie ■ 15 weiter unten gezeigt wird, Strom, der Selbstanlasser setzt sich in Bewegung und schaltet den Rotoranlaßwiderstand langsam ab. Hierbei ist Voraussetzung, daß die Hilfskontakte an der Abhebe- und Kurzschlußvorrichtung geschlossen sind, was nur möglich ist, wenn die Bürsten aufliegen und die Rotorwicklung geöffnet ist. Ist dann der Anlasser bis in die Stellung 7 vorwärts geschaltet, so wird ein optisches oder akustisches Signal gegeben und damit der Augenblick kenntlich gemacht, in dem die Rotorwicklung kurzzuschließen ist und die Bürsten abgehoben werden müssen. Das Signal kann dabei z. B. durch eine Nocke an der Schaltwalze, die von den Stellungen 7 bis 9 reicht, gegeben werden.
Das akustische Signal kann durch eine elektrische Glocke gegeben werden, deren Stromkreis beispielsweise von zwei auf der Walze von Stellung 7 bis 9 anzubringenden Segmenten geschlossen wird.
Die Wirkungsweise soll nunmehr an der Hand der Figur erläutert werden.
Zunächst wird der obere Schenkel des Hauptsteuerschalters H von der »Aus«-Stellung auf den »Ein«-Kontakt gelegt. Es entsteht folgender Stromkreis: Strom vom Netze R-U, über Klemme 6, Walzensegmente g-h, Klemme 7 zum Kontakt »Ein« des Hauptsteuerschalters H, Mittelkontakt desselben zu dem Hilfskontakt 1', Klemme 3, Segmente d-e, zu den Spulen der Hauptstatorschütze I und II nach L1 zum Netz nach T der Walze zurück. Diesem Strom zufolge werden die Schütze I und II ansprechen und ihre oberhalb der Spulen gezeichneten Kontakte schließen und damit den bei U F W-u υ w angedeuteten Motor mit seinen zwei Statorleitungen W L und Fi1 an die Netzleitungen S .und T legen. Die dritte Statorleitung U liegt dauernd am Netz-· pol R.
Wenn nun der Hauptsteuerschalter H losgelassen wird, so zieht ihn die oben erwähnte Rückzugfeder in die punktiert gezeichnete Stellung. Damit entsteht folgender Stromkreis von R-U, Klemme 6, über den Sparwiderstand R1, Klemme 5, vom linken zum Mittelkontakt des Schalters H, Hilfskontakte i', Klemme 3, Segmente d-e, Schützenspulen I j und II, L1-T. Damit ist in den Steuerstromkreis der Hauptstatorschütze I und II der bekannte Sparwiderstand A1 eingeschaltet, der so bemessen ist, daß zwar die Schütze angezogen bleiben, aber über ihn nicht anziehen könnten, was für später wichtig ist. Außerdem ist dieser jetzige Haltestromkreis unabhängig von den Walzenbelegen g h, die beim nunmehr erfolgenden Fortschalten der Walze außer Wirkung treten, gemacht und auf die bis zur neunten Walzenstellung reichenden Belege d e gelegt. :
Die Schütze I und II haben also angezogen und schließen auch den Steuerstrom für das Schaltwerk S1, von 5, über Klemme L1 über die Kontakte H; des Schützschalters I, Klemme 2, Hilfskontakte 2', Klemme 1, Segmente b-a, obere Feder des Schaltmagneten S1 durch die Spule dieses Magneten S, nach L1 und T. Das durch den Schaltmagneten S1 gesteuerte Schaltwerk arbeitet nach Art der bekannten elektromagnetischen Schaltwerke mit Selbstunterbrechung des Steuerstromes und schaltet also die Schaltwalze Schritt für Schritt weiter, bis diese die Stellung 7 erreicht hat und damit alle Rotorwiderstände des Motors, die in die Rotorleitungen u ν w eingeschaltet sind, kurzgeschlossen sind (die Widerstände sind durch dicke Striche oberhalb der Walzenbelege angedeutet). Hat die Walze die Stellung 7 erreicht, so wird für die Schütze I und II ein paralleler Stromkreis geschlossen von R-U, Klemme 6-i?x-5, Hauptstromschalter H, Klemme 4, Segmente f-e, Schützenspulen I und II nach T. Jetzt würde ein Abheben der Bürsten den Motor nicht mehr zum Stillstand bringen. Wenn aber z. B. in den Schaltstellungen 1 bis 6, also zu frühzeitig, die Bürsten abgehoben wären und also der Hebel mit den Kontakten 2! und 1' hochgehoben wäre, so würden der Steuer- und der Haltestromkreis der Schütze I und II und ebenso der Stromkreis für den Fortschaltmagneten S1 unterbrochen sein, so daß der Motor zum Stillstand gekommen wäre, wogegen, wie weiter unten gezeigt wird, das Schaltwerk S1 die Schaltwalze doch noch in die O-Stellung drehen kann. Die Bürsten können nunmehr in Stellung 7 der Walze abgehoben und der Rotor kurzgeschlossen werden, dabei bleiben die Schütze I und II über den zuletzt angegebenen Haltestromkreis über die Segmente f-e j erregt, wogegen das Schaltwerk an dem Hilfs- ! kontakt 2' unterbrochen wird und zum Stillstand kommt, so daß die Schaltwalze in dieser Betriebsstellung für den Motor stehen bleibt. Wird aber das Abheben der Bürsten versäumt, dann wird die Walze durch das noch erregte Schaltwerk S1 bis Stellung 10 weiter-

Claims (3)

bewegt. Der Steuerstrom des Schaltmagneten S1 wird dann schließlich an der Schiene b in Stellung io unterbrochen. Der Steuerstrom der Schütze I und II wird ebenfalls in Stellung io bei d-e-f unterbrochen, diese lassen ihre Anker fallen und schalten den Motor vom Netz ab. Nunmehr wird das zweite Paar Hilfskontakte H2 am Schütz I geschlossen, der Schaltmagnet S1 erhält wieder Strom von S über die Hilfskontakte H2 des Schützes I, Segmente c~a, Schaltmagnet S1 nach T. Die Walze wird durch das Schaltwerk S1 bis zur Stellung ο weitergeschaltet, in welcher Stellung schließlich der Steuerstrom für den Schaltmagneten S1 bei c wieder unterbrochen wird. Die Hauptstatorschütze I und II erhalten zwar wieder Strom, aber über den Widerstand R1, und können nicht anziehen. Der Stromweg verläuft von R über U, 6, R, 5, den linken und mittleren Kontakt des Hauptsteuerschalters H über den Hilfsköntakt 1' des versehentlich trotz des Warnungssignals nicht abgehobenen Bürstenabhebe- und Rotorkurzschließhebels, Klemme 3, d, e, I, II, L1, T. Der Hauptsteuerschalter H muß erst wieder zur Umgehung des Widerstandes 2' auf »Ein« gedreht werden, worauf der Anlaßvorgang von neuem erfolgen kann.. Beim Abheben der Bürsten in einer anderen Stellung als 7 bis 9 wird, wie oben gezeigt, der gesamte Steuerstrom unterbrochen, und die Walze läuft zufolge der Schließung der Hilfskontakte H2 in die Stellung O. Patent-Ansprüche: „.
1. Einrichtung an selbsttätigen Anlassern für Drehstromschleifringmotoren mit Bürstenabhebung und Kurzschließung der Rotorwicklung nach vollendetem Anlaßvor-• gang des Motors, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor selbsttätig abgeschaltet wird, wenn eine bestimmte Zeit nach dem Erreichen der letzten Anlaufstellung der Anlaßvorrichtung die Bürsten nicht rechtzeitig abgehoben und der Läufer nicht kurzgeschlossen sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Erreichen der letzten Anlaufstellung der Anlaßvorrichtung ein optisches oder akustisches Signal in Tätigkeit tritt, welches eine gewisse Zeitdauer hindurch das Zeichen zum Abheben der Bürsten und zum Kurzschließen der Läuferwicklung gibt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch zu frühzeitiges, vor Wahrnehmung des Signals vorgenommenes Abheben der Bürsten der Motor zum Stillstand kommt, wobei die Anlaßvorrichtung aber noch in die Null-Stellung mittels eines Hilfssteuerstromes (über Hilfskontakte H2) geschaltet wird. .
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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