DE290461C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B3/00—General-purpose turning-machines or devices, e.g. centre lathes with feed rod and lead screw; Sets of turning-machines
- B23B3/08—Turning-machines characterised by the use of faceplates
- B23B3/10—Turning-machines characterised by the use of faceplates with the faceplate horizontal, i.e. vertical boring and turning machines
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Turning (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 290461 -■ KLASSE 49«. GRUPPE
Die Erfindung betrifft eine Drehbank zum seitlichen Abdrehen von Lokomotivrädern und
ähnlichen Werkstücken, bei der das Rad auf einem wagerecht angeordneten Tisch eingespannt
und mit dem Tisch in Umdrehung versetzt wird, wobei die in senkrechten Supporten
sitzenden Drehstähle ihre Arbeit verrichten.
Es handelt sich im besonderen um eine
ίο Karusselldrehbank zum Abdrehen von Flächen,
die auf gleichem Drehradius, aber in verschiedener Ebene liegen, wie z. B. Gegengewichte
und Kurbelblatt an Lokomotivrädern. Bei Lokomotivrädern liegen Gegengewicht und
Kurbelblatt fast niemals in einer Ebene, sondern das Gegengewicht liegt höher oder auch
tiefer als das Kurbelblatt. Daher muß bei jeder Tischumdrehung der die tiefer liegende
Fläche (Kurbelblatt bzw. Gegengewicht) bearbeitende Support nach vollendetem Arbeitsgange
hochgehoben werden, um mit dem Stahl frei über die im Wege stehende, höher liegende
Fläche (Gegengewicht bzw. Kurbelblatt) hinwegzukommen. Dieses Hochheben und das nachfolgende Senken des betreffenden Supportes
bei jeder Tischumdrehung wurde bisher von dem Arbeiter von Hand vorgenommen. Es ist ersichtlich, daß bei zufälligem Unterlassen
des Hochhebens des Supportes Bruch an der Maschine die Folge ist und bei vorzeitigem
Hochheben oder zu spätem Senken die tiefer liegende Fläche eine ungleiche Bearbeitung
erfährt. Um diesen Übelstand zu beseitigen, wird in vorliegender Erfindung dem beweglichen Support der Maschine eine selbsttätige
Hubbewegung gegeben, und zwar in der Weise, daß der Support während jeder Tischumdrehung an gehöriger Stelle einen Hub
erfährt, d. h. hochgeht, um während des Hochstandes seinen Stahl frei über den hochliegenden
Teil hinweggehen zu lassen, und danach wieder an gehöriger Stelle niedergeht, um den
tiefer liegenden Teil zu bearbeiten. Der Support führt also eine selbsttätige Auf- und Abbewegung
bei jedem Drehgange des Tisches um 360 ° aus. Zweckmäßig wird die Hubbewegung des Supportes durch geeignete Zwischenmittel
von der Drehbewegung des Tisches abgeleitet.
Der Hubsupport kann so eingerichtet sein, daß die Hubhöhe unveränderlich und 'so bemessen
ist, daß der Stahl des Hubsupportes frei über die höher liegende Fläche hinweggeht.
In diesem Falle wird die hochliegende Fläche entweder mit dem anderen, nicht mit Hubeinrichtung
versehenen Support bearbeitet, oder auch mit dem Hubsupport, jedoch bei ausgerückter Hubeinrichtung. Im letzteren
Falle kann der Hubsupport wie jeder andere Suppert benutzt werden.
Der Hubsupport kann jedoch auch so eingerichtet sein, daß die Hubhöhe veränderlich
und einstellbar ist, so daß der Stahl in der Tiefstellung die tiefliegende, in der Hochstellung
die hochliegende Fläche abwechselnd bearbeitet. Die Hubhöhe muß hierbei gleich dem
Höhenunterschied der beiden zu bearbeitenden Flächen gemacht werden.
Um die Maschine zu vereinfachen, kann der nicht mit Hubeinrichtung versehene Support
weggelassen werden.
In den beiliegenden Zeichnungen ist die Maschine in einer Ausführungsform dargestellt,
und zwar ist
Fig. ι eine Vorderansicht,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Maschine mit der neuen Supporthubeinrichtung,
ίο Auf dem wagerechten Tisch ι wird das zu bearbeitende Stück, in diesem Falle ein Lokomotivrad mit hochliegendem Gegengewicht, festgespannt. Das Gegengewicht 2 des Rades wird bei der Ausführung der Maschine mit zwei Supporten vom Stahl des Supportes 3, das Kurbelblatt 4 vom Stahl des Supportes 5 bearbeitet. Dieser Support 5 ist hubbeweglich und zu dem Zwecke zwangläufig mit dem Tisch ι durch das folgend beschriebene Getriebe verbunden. Der Zahnkranz 6 des Tisches nimmt durch geeignete Zwischenmittel die senkrechte Welle 8 mit, die eine Kurvennutscheibe 9 trägt. Diese Scheibe 9 nimmt durch den Zapfen
ίο Auf dem wagerechten Tisch ι wird das zu bearbeitende Stück, in diesem Falle ein Lokomotivrad mit hochliegendem Gegengewicht, festgespannt. Das Gegengewicht 2 des Rades wird bei der Ausführung der Maschine mit zwei Supporten vom Stahl des Supportes 3, das Kurbelblatt 4 vom Stahl des Supportes 5 bearbeitet. Dieser Support 5 ist hubbeweglich und zu dem Zwecke zwangläufig mit dem Tisch ι durch das folgend beschriebene Getriebe verbunden. Der Zahnkranz 6 des Tisches nimmt durch geeignete Zwischenmittel die senkrechte Welle 8 mit, die eine Kurvennutscheibe 9 trägt. Diese Scheibe 9 nimmt durch den Zapfen
10 eine Zahnstange 11 im Sinne einer Auf-
und Abwärtsbewegung mit, so daß also die Drehbewegung des Tisches 1 in eine auf und
nieder gehende Bewegung der Zahnstange umgesetzt wird. Die Verzahnung 12 der Stange
11 greift in ein Zahnrad 13 der wagerechten
Welle 14, an deren Ende ein Kegelrad 15 sitzt,
das in ein Kegelrad 16 eingreift. Letzteres ist durch seine Welle 17 mit einer Scheibe 18 verbunden,
die durch einen Lenker 19 mit dem hubbeweglichen Support 5 in Verbindung steht.
Bei jeder ganzen Umdrehung des Tisches wird der Support 5 durch diese zwangläufige
Verbindung angehoben, um leer über das Gegengewicht zu gehen, und gesenkt, um das
Kurbelblatt zu bearbeiten.
In der Arbeitsstellung nimmt die Stange 19 eine senkrechte Lage ein, so daß die Richtung
der von ihr auf das Antriebsgestänge übertragenen Druckkomponente durch den Mittelpunkt
der Scheibe 18 geht. Es wird also das auf diese ausgeübte Drehmoment gleich Null,
und befindet sich daher das Getriebe in der Totpunktlage. Auf diese Weise swird eine besondere
Vorrichtung zur Sicherung des Werkzeuges in der Arbeitslage entbehrlich.
Claims (2)
1. Karusselldrehbank zum Abdrehen von in verschiedenen Ebenen liegenden Flächen,
dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Werkzeugträger (5) bei sich drehendem
Tisch (1) durch ein mit der Planscheibe in zwangläufiger Verbindung stehendes
Kurvenschubgetriebe (9, 10) eine Auf- und Abwärtsbewegung erhält, um die in
verschiedener Höhenlage, aber auf gleichem Drehradius liegenden Flächen zu bearbeiten
bzw. dem höher liegenden Teil auszuweichen.
2. Karusselldrehbank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Kurvenschubgetriebe
und Werkzeughalter ein Kurbelgetriebe (18, 19) derart angeordnet
ist, daß es sich bei der Arbeitsstellung des Werkzeuges in der Totpunktlage befindet,
um das Werkzeug in der Arbeitslage zu sichern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE290461C true DE290461C (de) |
Family
ID=545421
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT290461D Active DE290461C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE290461C (de) |
-
0
- DE DENDAT290461D patent/DE290461C/de active Active
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