DE290567C - - Google Patents

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DE290567C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C15/00Fertiliser distributors
    • A01C15/06Fertiliser distributors with distributing slots, e.g. adjustable openings for dosing

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Sowing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Sämaschine, welche in der Hauptsache derart eingerichtet ist, daß beim Senken oder Heben der Schare die bei den Sälöchern des Saatkastens vorgesehenen Klappen zugleich geöffnet bzw. geschlossen werden können und nebstdem diese Klappen auch einzeln, unabhängig von anderen sich öffnen oder schließen lassen und beliebige geschlossene Klappen gegen
ίο unbeabsichtigtes Öffnen gesichert werden können. Weiter läßt sich durch eine einfache Vorrichtung der Maschinenrahmen verdrehen behufs Veränderung der Eingriffstiefe der Schare. Auf der Zeichnung ist der Erfmdungsgegenstand dargestellt, und es zeigt Fig. 1 die Sämaschine im Schnitt und die Fig. 2 bis 5 stellen deren Einzelheiten dar.
Die Achse 1, auf welcher die Wagenräder 2 aufgesteckt sind, besitzt Klammern 3 mit Gelenken 4, an welche die rückwärtigen Enden der Träger 5 befestigt sind; die vorderen Enden der letzteren laufen zusammen und sind in bekannter Weise mit dem Vordergestell verbunden. Die Achse 1 trägt nebstdem den Maschinenrahmen 6, auf welchem mit Hilfe der Seitenwände 7 der Saatkasten 8 befestigt ist. Das vordere Ende des Rahmens 6 trägt auf den lotrechten Trageisen 9 die Querschiene 10, mit welcher die Hebelarme 11 der Schare 12 gelenkig verbunden sind. Die Hebel 11 sind mittels Ketten 13 auf der Querstange 14 und diese durch Kettenglieder 15 an den Armen 16 angehängt, welche letzteren auf der Spindel 17 fest sitzen, die in den Lagern 18 des Maschinenrahmens 6 drehbar gelagert,ist.
Auf dem Maschinenrahmen 6 ist ein mit Einschnitten versehener Bogen 19 befestigt, und auf der drehbaren Spindel 20 sitzt fest der Handhebel 21, dessen Klinke in die Einschnitte des Bogens 19 einfällt. Die Spindel 20 trägt an beiden Enden Arme 22 mit länglichen Schlitzen 23, in welche Zapfen 24 der an den Trägern 5 befestigten Eisenstücke 25 eingreifen. Durch Verdrehung des Hebels 21 verdrehen sich auch die Arme 22, die sich dabei gegen die Zapfen 24 stützen, wodurch der Maschinenrahmen 6 um die Achse 1 verdreht wird.
Der Saatkasten 8 ist unten mit ■ der Bodenrinne 26 versehen, gegen deren Innenseite die auf der gemeinschaftlichen Säwelle 27 sitzenden Rippensäscheiben 28 dicht anliegen. Die Bodenrinne ist mit quadratischen Sälöchern 29 versehen, und von außen lehnt sich an diese Bodenrinne ein ähnlich geformter Schieber 30 an, der mit korrespondierenden, ■ quadratischen Löchern 29' ausgestattet ist (Fig. 2 bis 5). Zwecks wagerechten Verschiebens des Schiebers 30 ist er mit länglichen Schlitzen 31 (Fig. 2) versehen, die an Bolzen 32 geführt sind. In Fig. 2 ist die Bodenrinne 26 mit dem Schieber 30 in Ansicht von rückwärts und in den Fig. 3 bis 5 in Querschnitten dargestellt. Das seitliche Verstellen des Schiebers 30 hat zur Folge, daß sich dessen Löcher 29' über die Sälöcher 29 der Bodenrinne 26 verschieben, wodurch die Sälöcher 29 sich vergrößern oder verkleinern und dadurch die Aussaatmenge geregelt wird. Durch die beschriebene Konstruktion der Bodenrinne 26 und des Schiebers 30 wird eine möglichst geringe Entfernung des Schiebers 30 von den
Säscheiben 28 und mithin die kleinste Länge der Löcher 29, 29' erreicht.
Unter jedem Loche 29 sind auf der Querschiene 33 Trichter 34 befestigt, die in die auf der Schiene 33 aufgehängten Saatleitungrohre 35 endigen.
Parallel mit dem Schieber 30 ist eine viereckige Spindel 36 in den Endhülsen 37 verschiebbar gelagert (Fig. 2). Diese Hülsen sind mit Zapfen 37' ausgestattet und mittels derselben in den Seitenwänden 8' der Saatkammer 8 drehbar gelagert. Auf der viereckigen Spindel 36 sind vermittels Ösen 38 frei verdrehbare Klappen 39 aufgesetzt, die derart gebogen sind, damit sie bei geschlossener Stellung (Fig. 4) an den Schieber 30 dicht anliegen und dessen Löcher 29' verschließen. Die freien Enden der Klappen 39 sind in Handgriffe 39' ausgebildet, und gegen seitliche Verschiebung sind die Klappen durch Stellringe 40 gesichert. Der Schieber 30 ist mit mehreren Lagern 41 versehen, durch welche die Spindel 36 lose drehbar hindurchführt, und neben den Lagern 41 sind auf der Spindel 36 Stellringe 40' eingerichtet, so daß die Spindel zugleich mit dem Schieber 30 verschoben werden muß.
Jede Klappe 39 ist mit einer flachen Feder 42 versehen, die frei durch den Ausschnitt 38' der öse 38 hindurchgeht und an eine Wand der viereckigen Spindel 36 federnd anliegt, so daß beim Drehen dieser Spindel alle Klappen 39 durch die Wirkung der Feder 42 sich mitdrehen. Dabei lassen sich die einzelnen Klappen 39 beliebig und unabhängig von der Drehung der Spindel 36 von Hand aus schließen oder öffnen, wobei deren Feder 42 frei über die Kanten der Spindel 36 springen.
Neben den Klappen 39 sind auf dem Schieber 30 drehbar gelagerte Hebelarme 43 mit ab-
4P gebogenen und an der Stelle 44 schief abgeschnittenen Enden 44' eingerichtet, die zur Sicherung der verschlossenen Klappen dienen. Zur Verdrehung der Hebelarme 43 dienen Handgriffe 45. Wenn irgendeine von den Klappen 39 in der geschlossenen Lage gesichert werden soll, um beim gleichzeitigen öffnen anderer Klappen nicht mitgenommen zu werden, wird der der betreffenden Klappe zugehörige Hebelarm 43 in die gestrichelte Lage verdreht (Fig. 2, 4), so
daß das Hebelende 44 auf die Öse 38 der Klappe 39 sich setzt. Dabei wird infolge der schiefen Stelle 44' des Hebelendes 44 die Feder 42 der Klappe seitlich weggedrückt, so daß die Feder an die Seite der vierkantigen Spindel 36 nicht anliegt (Fig. 4) und diese in der Öse 38 der Klappe frei sich verdrehen kann, ohne die Klappe mitzunehmen. Auf diese Art lassen sich beliebige Klappen 39 verschließen und- durch Hebelenden 44 in ihren Lagen sichern, während gleichzeitig die anderen Klappen beim Drehen der Spindel 36 sich öffnen und schließen können.
. Zum Verschieben des Schiebers 30, zugleich mit der Spindel 36, den Klappen 39 und Hebelarmen 43, ist auf einer geeigneten Stelle des Schiebers 30 ein Lager 52 (Fig. 3) befestigt, durch welches die Spindel 36 lose drehbar hindurchführt. Das Lager 52 ist hinten mit dem Zapfen 53 ausgestattet, der in den länglichen Schlitz 54 des Schenkels 55 eines doppelarmigen, am Zapfen 56 des Saatkastens. 8 drehbar gelagerten Hebels eingreift, während sein anderer Schenkel 55' mit Handgriff 57 und Zeiger 57' versehen ist und an der Skala des Bogens 58 sich bewegt. Durch Verdrehung des Schenkels 55' verschiebt sich der Schieber 30 und dadurch vergrößern oder verkleinern sich die Sälöcher 29.
Die bereits erwähnte Querspindel 17 ist auf ihrem einen Ende mit fest aufgestecktem Handhebel 46 versehen, durch dessen Verdrehen die Schare 12 gehoben oder in die Erde gesenkt werden. Der Hebel·46 besitzt eine Platte 47, in deren Führungsschlitz 47' der Bolzen 48 eines Hebelarmes 49 eingreift, welch letzterer fest auf dem Zapfen 37' der Hülse 37 aufgesetzt ist, wodurch der Hebel 46 mit der Spindel 36 in Verbindung steht.
Wird der Hebel 46 in die in Fig. 1 mit vollen Linien gezeichnete Lage gestellt, so werden die Schare über die Erde 12 gehoben, und zugleich wird durch Wirkung des Hebelarmes 49 die vierkantige Spindel 36 derart verdreht, daß die Sälöcher 29, 29' durch die Klappen 39 verdeckt werden, so daß ein Herausfallen des Saatgutes aus der Kammer 8 verhindert ist. Wenn der Hebel 46 in die in Fig. 1 gestrichelte Lage verdreht wird, so verdreht sich die Spindel 17 mit den Armen 16 in der Pfeilrichtung, die Hebelarme 11 verdrehen sich herab und die Schare 12 gelangen in den Boden. Zugleich wird bei der Bewegung des Hebelarmes 46 durch den Druck des Führungsschlitzes 47' auf den Bolzen 48 der , Arm 49 mitgenommen, und die Spindel 36 wird derart gedreht, daß die Klappen 39 sich öffnen
(Fig· 5)· "δ
Zum Anhalten des Hebels 46 in den Endlagen sind am Rahmen 6 und auf dem Saatkasten 8 Anschläge 50, 51 angebracht. Wenn dabei die Eingriffstiefe der Schare in den Boden vergrößert oder vermindert werden soll, wird no durch Verdrehen des einstellbaren Hebels 21 der Maschinenrahmen 6 schiefgestellt. In Fig. 1 ist mit vollen Linien der Rahmen mit dem Hebel 21 in der Mittellage bei gehobenen Scharen gezeichnet. Wird der Hebel 21 in Pfeilrichtung I verstellt, so neigt sich der vordere Teil des Maschinenrahmens, wobei die Hebel 11 und die Schare 12 in die Lage I gelangen, die in Fig. 1 gestrichelt angedeutet ist. Wenn der Hebel 21 in Pfeilrichtung II verstellt wird, hebt sich der vordere Teil des Rahmens 6 und die Arme 11 mit den Scharen
gelangen in die Lage II, die in Fig. ι gleichfalls gestrichelt angedeutet ist.
Bei der Lage I hat sich der Schnittwinkel
der Schare verkleinert und die Schare haben das Bestreben, beim Einlassen in den Boden tiefer in denselben einzudringen, während dies bei der Lage II umgekehrt ist.
Die beschriebene Sämaschine zeichnet sich durch einfache Konstruktion, Leichtigkeit und ίο bequeme Bedienung aus.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Sämaschine, deren Saataustrittsöffnungen am Vorratskasten mittels des Scharaufzughebels geöffnet und geschlossen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußklappen (39) für die Saatöffnunge'n drehbar auf einer kantigen Welle (36) sitzen und durch Federn (42) beim Drehen der Welle mitgenommen werden, jedoch auch unter Überwindung der Federn ein Drehen jeder Klappe auf der Welle von Hand zulassen.
  2. 2. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hebelarm (49) der Welle (36) mit einem Zapfen (48) in den Führungsschlitz (47') des Handhebels (46) eingreift, so daß beim Verstellen des letzteren zugleich die Welle (36) mit Klappen (39) verdreht wird.
  3. 3. Sämaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die kantige Welle (36) in Hülsen (37) achsial verschiebbar gelagert ist, die vermittels Zapfen (37') in den Wänden (8') des Saatkastens (8) drehbar gelagert sind und den Hebelarm (49) tragen, und die vermittels Lager (41) und Stellringe (40') an dem zum Einstellen der Sälochgröße dienenden Schieber (30) befestigt ist und mit diesem verschoben wird.
  4. 4. Sämaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schieber (30) neben den Klappen (39) verdrehbare, mit abgebogenen Enden (44') versehene Hebel (43) angeordnet sind, von denen jeder einzeln in die wägerechte Stellung verdreht werden kann, wobei er auf die zugehörige geschlossene Klappe (39) zu liegen kommt und dabei die Feder (42) seitlich von der Welle (36) wegdrückt, so daß diese Klappe geschlossen und gegen öffnen gesichert bleibt, wenn andere Klappen, auf welche die Hebel (43) nicht einwirken, durch Verdrehen' der Spindel (36) geöffnet oder geschlossen werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2436132A (en) * 1941-01-31 1948-02-17 Deere & Co Fertilizer distributor
US5172645A (en) * 1989-08-15 1992-12-22 Fmc Corporation Means for dispensing granular agrichemical products

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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