DE2906155B2 - Support mit zwei Trägern und einer Gleitführung - Google Patents
Support mit zwei Trägern und einer GleitführungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Support mit zwei aneinander geführten, gegeneinander mittels eines
Zylinders längsverschiebbaren Trägern und mit einer Gleitführung für eine Maschine, die mittels einer
reversiblen Verholeinrichtung durch ein unelastisches, flexibles, schleifenförmig verlegtes und mit seinen
Enden an einen der beiden Träger befestigtes Element, insbesondere eine Kette, in sämtlichen Teleskopstellungen
beider Träger in jede beliebige Position entlang des Supports bringbar ist.
Solche Supports verwendet man häufig bei Untertagearbeiten für den Einsatz von Bohrmaschinen für Erdoder
Steinbohrer od. dgl. oder auch für Werkzeuge zum Setzen und Lösen von Verankerungsschrauben. Diese
längenanpaßbaren Supports werden öfters durch einen festen oder fahrbaren Rahmen getragen für Bohrarbeiten
im Felsen. Aber sie können auch dank ihres Zylinders zur Längenanpassung zwischen Firste oder
Stoß eingespannt werden zum Bohren der Löcher für Verankerungsbolzen und zum Verankern und Anziehen
der darin eingesetzten Verankerungen.
Aus der französischen Patentschrift 20 50 814 ist eine derartige Anordnung bekannt, bei der die Bohrmaschine
auf einem Schlitten angeordnet ist, der durch eine Kette verschiebbar ist, und bei der bei verkürztem
Support die Kette über eine Spannvorrichtung in Form eines Differentialflaschenzuges (FR-PS 20 97 697)
spannbar ist. Das Längenverhältnis zwischen ganz ausgefahrener Stellung und ganz eingefahrener Stellung
beträgt infolge der Verwendung des Differentialflaschenzugs etwa 1,4, d. h., daß ein Verkürzungsfaktor von
0,7 bis 0,75 gegeben ist. Weiter wird durch den Differentialflaschenzug und den zusätzlich benötigten
Zylinder die Vorrichtung kompliziert und schwerer.
ίο In Vermeidung dieser Nachteile liegt der vorliegenden
Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen neuen handlichen Support zu schaffen, der einfach ansetzbar
ist, der leicht zwischen den Stößen oder Firste und Sohle verspannt werden kann und der gegenüber seiner ganz
is ausgefahrenen Stellung um etwa 55—60% verkürzt
werden kann. Weiter soll das unelastische aber flexible Bindeglied in einfacher Weise in allen Betriebsstellungen
sicher gespannt sein.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß die beiden Enden des flexiblen Elements an einander radial gegenüberliegenden Stellen jeweils endseitig des ersten Trägers befestigt sind und das flexible Element über an den Enden des zweiten Trägers angeordnete Umlenkungen geführt ist; diese Führung geschieht vorzugsweise durch Umlenkrollen.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß die beiden Enden des flexiblen Elements an einander radial gegenüberliegenden Stellen jeweils endseitig des ersten Trägers befestigt sind und das flexible Element über an den Enden des zweiten Trägers angeordnete Umlenkungen geführt ist; diese Führung geschieht vorzugsweise durch Umlenkrollen.
Bei einem Support, bei dem die Gleitführung von mindestens einem Träger getragen ist, kann in
vorteilhafter Weise die Gleitführung ohne Spiel frei verschiebbar auf den beiden Trägern montiert sein,
wobei an jedem ihrer Enden ein Anschlag für die Begrenzung der Verschiebung des Werkzeugs oder der
Maschine vorgesehen ist. Hierdurch wird ein gleitender Anschlag gebildet, der auch in allen Zwischenlagen des
mehr oder weniger ausgefahrenen Supports wirksam
Weiter kann besonders vorteilhaft bei einem Support, der auf einem Rahmen verschieb- und einrichtbar
angeordnet ist, der Support in zwei Ebenen ausricht- und einstellbar am Rahmen montiert sein, so daß im
Einsatz eine große Beweglichkeit und Anpaßbarkeit erreichbar ist.
Weitere erfindungsgemäße Ausbildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen und werden mit ihren
Vorteilen in der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen schematischen Längsschnitt durch einen Support in seiner ganz eingefahrenen Stellung,
F i g. 2 eine der F i g. 1 entsprechende Darstellung eines Supports in ausgefahrener Stellung,
F i g. 3 einen Querschnitt durch den Support gemäß der Linie III-UI in F i g. 1,
F i g. 4 einen schematischen Längsschnitt durch einen an einem Rahmen angeordneten Support und
F i g. 5 eine Seitenansicht des in F i g. 4 dargestellten Supports in Richtung des Pfeils V in F i g. 4.
F i g. 5 eine Seitenansicht des in F i g. 4 dargestellten Supports in Richtung des Pfeils V in F i g. 4.
Der in den Figuren dargestellte Support weist einen Zylinder 1 auf, dessen Außengehäuse 2 formschlüssig in
einem Gehäuse 4 mit einem rechteckigen oder quadratischen Querschnitt angeordnet ist und dessen
Kolbenstange 3 bei der Darstellung in F i g. 1 ganz eingezogen und bei der Darstellung in F i g. 2 ganz
ausgefahren ist. Die Kolbenstange 3 des Zylinders 1 trägt an seinem freien Ende eine Basisplatte 5, die in
Verlängerung der Achse der Kolbenstange 3 einen Verankerungsfuß 6 und eine Lünette 7 für das
Werkzeug einer Bohrmaschine 10 trägt. Anstelle der Bohrmaschine 10 kann auch eine andere Maschine,
beispielsweise ein Bolzensetzgerät, ein Schlagschrauber
od. dgl. vorgesehen sein.
Die Basisplatte 5 ist außerdem mit einem starren Schaft 8 verbunden, der sich parallel zur Kolbenstange 3
des Zylinders 1 erstreckt und der etwa ebenso lang ist wie das Außengehäuse 2 des Kolbens » oder der
Kolbenstange 3 mit ihrem nicht dargestellten Kolben.
Die aus der Kolbenstange 3 mit deren Kolben, der Basisplatte 5 und dem starren Schaft 8 gebildete
Baueinheit bildet den eingangs genannten ersten der beiden Träger.
Der zweHe Träger wird durch eine aus dem
Außengehäuse 2 des Zylinders 1, dem Gehäuse 4 und einem Gehäuse 9 gebildeten Baueinheit 20 dargestellt
Das Gehäuse 9 erstreckt sich über die Länge des Gehäuses 4 und ist auf einer Seite, eine Art Tunnel
bildend, über die ganze Länge offen, wie dies insbesondere aus Fig.3 ersichtlich ist. Weiter ist ein
Schutzkasten 11 fest mit den Gehäusen 4 und 9 verbunden und bildet eine Art Fuß. Alle diese Teile
zusammen bilden die Baueinheit 20 oder djn zweiten Träger. Der durch das Gehäuse 9 gebildete Tunnel dient
als Gleitführung für den starren Schaft 8.
Durch eine Gleitführung i2 wird kastenartig das Gehäuse 4 auf der dem Gehäuse 9 entgegengesetzten
Seite umgriffen. Die Gleitführung 12 weist etwa die gleiche Länge auf wie das Gehäuse 4 und es trägt einen
Ring 13, der auf der Kolbenstange 3 des Zylinders 1 geführt ist. Dieser Führungsring 13 befindet sich immer
oberhalb des Gehäuses 4. Die Gleitführung 12 kann sich frei über die gesamte Länge des Supports verschieben,
soweit dies durch die ausgefahrene Kolbenstange 3 möglich ist, wie dies aus F i g. 2 leicht erkennbar ist. Die
Gleitführung 12 trägt die Bohrmaschine 10, wie dies später noch näher erläutert wird.
Eine Kette 14 dient zum Verschieben der Bohrmaschine
10 mittels eines Vorschubmotors 15, wie dies an und für sich bereits bekannt ist und zwar durch eine
Vorschubrolle 19, die in die Glieder der Kette 14 eingreift.
Die spielfreie Spannung der Kette 14 wird ohne Verwendung eines Differentialflaschenzuges durch
folgendes erreicht: Die Kette 14 ist in Schleifen verlegt. Ein erstes Ende der Kette 14 ist an der Stelle 16 auf der
Basisplatte 5 auf der der Kolbenstange 3 zugewandten Seite befestigt. Das andere Ende der Kette 14 ist an der
Stelle 17 am äußersten Ende des starren Schaftes 8 auf der der Basisplatte 5 gegenüberliegenden Seite
befestigt.
Weiter weist tine Baueinheit 20 im Bereich des Schutzkastens 11 eine Umlenkrolle 21 auf, die
gegenüberliegend der Stelle 16 der Basisplatte 5 angeordnet ist und eine weitere Umlenkrolle 22 im
Endbereich des einen Tunnel bildenden Gehäuses 9. Die Baueinheit weist auch noch eine dritte Umlenkrolle 23
am der Umlenkrolle 22 gegenüberliegenden Ende des Gehäuses 9 auf. Diese Umlenkrolle 23 dient zur
Umlenkung der Kette 14 im Gehäuse 9 zur Stelle 17, ihrer Befestigung im starren Schaft 8, wobei der starre
Schaft 8 verschiebbar im Gehäuse 9 geführt ist. Die Achsen aller drei Umlenkrollen 21,22 und 23 sind unter
sich parallel wobei diese Achsen senkrecht zur Darstellungsebene der F i g. 1 und 2 verlaufen, so daß
die Kette 14 ohne Schwierigkeiten über die Umlenkrollen
21 bis 23 geführt ist.
Aus den F i g. 1 und 2 ist ersichtlich, daß der Absland
der Stellen 16 und 17 immer konstant ist, so daß auch die Kettenspannung in allen gegenseitigen Stellungen der
Baueinheil 20 gegenüber der durch die Teile 3, 5 und 8 gebildeten Baueinheit konstant bleibt. Um die Kettenspannung
zu erhalten, muß die Kette daher unter allen Umständen so unelastisch wie möglich sein.
Im Bereich zwischen den Umlenkrollen 22 und 23 ist der außerhalb des Gehäuses 9 geführte Kettenteil durch
ein Schutzgehäuse 24 geschützt.
Bereits beschrieben wurde, daß die Gleitführung 12 in Form eines einseitig offenen Gehäuses das Gehäuse 4
und die Kolbenstange 3 des Zylinders 1 utnschließt Nun ist seinerseits verschiebbar auf der Gleitführung 12 ein
Schlitten 25 angeordnet der die Bohrmaschine 10 trägt, und zwar auf der dem Gehäuse 9 gegenüberliegenden
Seite. Der Schlitten 25 weist eine Führungsöffnung 26 für die Kette 14 auf und zwar im Bereich der
Vorschubrolle 19. Weiter weist die Gleitführung 12 an jedem ihrer Enden Anschläge 27 bzw. 28 für den
Schlitten 25 auf. Die Gleitführung 12 ist frei verschiebbar montiert, wie man aus F i g. 2 sieht so daß die
Bohrmaschine 10 über die gesamte Länge des Supports verschiebbar ist Die Verschiebung der Gleitführung 12
selbst erfolgt dann durch den Schlitten 25 über die Anschläge 27 bzw. 28.
Die Funktion des Supports ist nun folgende:
Der Support wird in eingefahrenem Zustand in Arbeitsstellung in Richtung des zu bohrenden Lochs
gebracht. Ober den Zylinder 1 wird der Support ausgefahren. Durch die Ausfahrbewegung der Kolbenstange
3 werden auch die Basisplatte 5 und der starre Schaft 8 zusammen mit der Befestigungsstelle 16 für die
Kette 14 ausgefahren, zusammen mit einem Verankerungsfuß 6, an der Basisplatte 5. Die Gleitführung 12
bleibt in ihrer zurückgezogenen Stellung gegenüber dem Gehäuse 4, ebenso ist die Bohrmaschine 10 in ihrer
in Fig. 1 dargestellten unteren Stellung. Das Ausfahren der Kolbenstange 3 erfolgt solange, bis der Verankerungsfuß
6 Kontakt mit dem Bereich der beabsichtigten Bohrstelle hat. Nach Einführen des Bohrers bzw. der
Bohrstange in die Lünette 7 und die Bohrmaschine 10 wird diese in Betrieb genommen, ebenso der Vorschubmotor
15. Über die Vorschubrolle 19 wird der Schütten 25 mit der Bohrmaschine 10 entlang der Kette 14
verschoben. Erreicht der Schlitten 25 den Anschlag 28, so wird zusammen mit dem Schlitten 25 die Gleitführung
12, geführt durch den Ring 13 auf der Kolbenstange 3, verschoben, bis sie zuletzt an der
Basisplatte 5 anlangt (Fig. 2). Damit hat die Bohrmaschine 10 eine Verschiebung über die gesamte Länge
des Supports erfahren, und das Bohrloch hat eine entsprechende Tiefe erreicht. Beispielsweise durch
Einsetzen eines weiteren Bohrgestänges kann die Bohrlochtiefe um einen weiteren entsprechenden
Schritt vergrößert werden. Es wird dazu die Drehrichtung der Vorschubrolle 19 umgekehrt, so daß diese
zuletzt wieder ihre in F i g. 1 dargestellte Ausgangsstellung erreicht. Zum Einfahren der Kolbenstange 3
müssen dann aber besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Durchzug der Kette 14 vorbei an der Umlenkrolle
19 getroffen werden. Diese Vorsichtsmaßnahmen sind vermeidbar, wenn der Schlitten 25 nur bis zum Anschlag
27 zurückgeführt wird und dann die weitere Rückführung durch die Kolbenstange 3 erfolgt. Beispielsweise
kann in einem Arbeitsgang eine Bohrlochtiefe von 2,10 m erreicht werden mit einem Support mit einer
Länge in eingefahrenem Zustand von 1,45 m und einer Länge von 2,51 m im ausgefahrenen Zustand.
Bei den Darstellungen der F i g. 4 und 5 ist der dort dargestellte Support 30 entsprechend dem in den F i g. 1
und 2 dargestellten Support a'jsgebildet. Der ganze
Support ist auf einem Schlitten 31 mit Hilfe eines Zylinders 32 verschiebbar, wobei die Elemente des
Zylinders 32 einerseits mit dem Schlitten 31 und zum anderen mit dem Support 30 verbunden sind.
Der Schlitten 31 selbst ist in einem Rahmen 33 beweglich montiert unter Zuhilfenahme eines Lagerteils
34. und er kann um eine horizontale Achse 35 und um eine weitere in Abhängigkeit von der Stellung der
Achse 35 etwa horizontale Achse 36 geschwenkt werden, mit der der Schlitten 31 schwenkbar verbunden
ist.
Zur Lageregulierung des Supports 30 bezüglich der Achse 35 dient ein Zylinder 37. der am Rahmen 33 und
am Lagerteil 34 angelenkt ist. Die Einstellung bezüglich der Achse 36 erfolgt über einen Zylinder 38, der
zwischen dem Lagerteil 34 und dem Schlitten 31 angeordnet ist, wie dies aus F i g. 4 und 5 sichtbar ist.
"> Um den Support in Arbeitsstellung zu bringen, wird
folgendermaßen verfahren:
Mit Hilfe der Zylinder 37 und 38 wird der Support 30 genau in Richtung der gewünschten Bohrung gestellt,
dann wird über den Zylinder 1 der Verankerungsfuß 6
i.i bis zur Anlage an die Stelle gebracht, in die die Bohrung
eingebracht werden soll, und es kann dann, wie oben beschrieben, die Bohrmaschine 10 inganggesetzt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Support mit zwei aneinander geführten, gegeneinander mittels eines Zylinders längsverschiebbaren
Trägern und einer Gleitführung für eine Maschine, die mittels einer reversiblen Verholeinrichtung
durch ein unelastisches, flexibles, schleifenförmig verlegtes und mit seinen Enden an einen der
beiden Träger befestigtes Element, insbesondere eine Kette, in sämtlichen Teleskopstellungen beider
Träger in jede beliebige Position entlang des Supports bringbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Enden des flexiblen Elements (14) an einander radial gegenüberliegenden
Steifen (16, 17) jeweils endseitig des ersten Trägers (3, 5, 8) befestigt sind und das flexible
Element (14) über an den Enden des zweiten Trägers (20) angeordnete Umlenkungen geführt ist
2. Support nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Enden des zweiten Trägers
(20) angeordneten Umlenkungen UmlenkroiJen (21, 22,23) sind.
3. Support nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Gleitführung von mindestens einem der Träger
getragen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitführung (12) ohne Spiel frei verschiebbar auf
den beiden Trägern (3, 5, 8; 20) montiert ist und an jedem ihrer Enden einen Anschlag (27, 28) für die
Maschine (10) aufweist.
4. Support nach einem der Anprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem vom zweiten
Träger (20) am weitesten entfernten Ende des ersten Trägers (3, 5, 8) eine Werkzeugführung (7)
angeordnet ist.
5. Support nach einem der Ansprüche 1 bis 5, der auf einem Rahmen verschieb- und einrichtbar
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Support in zwei Ebenen ausricht- und einstellbar am
Rahmen (33) montiert ist.
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Family
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Family Applications (1)
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