DE290617C - - Google Patents

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DE290617C
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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F13/00Illuminated signs; Luminous advertising
    • G09F13/04Signs, boards or panels, illuminated from behind the insignia
    • G09F13/14Arrangements of reflectors therein

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft einen Reklame- und Verkaufskiosk. Es ist bereits bekannt, daß man Körperteile einer Person durch beleuchtete Spiegel verdecken kann, so daß nur einzelne Teile des Körpers und deren Bewegungen sichtbar werden. Mit Hilfe dieser optischen Täuschung werden nach der Erfindung neue überraschende Wirkungen erzielt. Gemäß der Erfindung besteht der Kiosk aus einem rechteckigen Hause, welches durch zwei lotrechte Spiegel in zwei Zimmer geteilt ist. Der eine Rand der Spiegel fällt mit einer Ecke des Hauses zusammen und der andere Rand mit einer in der Mitte befindlichen, senkrechten und rechteckigen Säule, in welcher eine Öffnung zum Hinausstecken einer Hand oder eines Armes vorgesehen ist. Das Innere des Hauses ist durch sechs Lampen (elektrische) beleuchtet, von welchen zwei gespiegelt werden und die anderen so angebracht sind, daß sie nicht von den Spiegeln reflektiert werden können. Die Säule ist hohl und so bemessen, daß ein Mensch sich unmöglich darin befinden kann. Falls eine in dem hinter den Spiegeln befindlichen Zimmer stehende Person ihren Arm durch die Öffnung hinaussteckt, so scheint es den außerhalb des Kioskes bebefindlichen Personen, infolge der obenerwähnten an sich bekannten optischen Täuschung, als ob eine Hand ohne Körper aus einer sehr schmalen Säule herausgesteckt wird. Da der aus der Säule hinausragende Arm gleichzeitig beim Verkauf den Kiosk bedienen kann, wird der Verkauf wesentlich gesteigert. Da es notwendig ist, daß die den Kiosk bedienende Person die Bewegungen ihres Armes selbst sieht, ist der Kiosk oben mit im Winkel angeordneten Spiegeln, wie in einer gewöhnlichen camera obscura, versehen.
Ein solcher Kiosk ist auf der Zeichnung dargestellt, und zwar in
Fig. ι in Vorderansicht, in
Fig. 2 in lotrechtem Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1, und in
Fig. 3 von oben gesehen.
Der Kiosk besteht aus einem rechteckigen Hause r, das durch die lotrechten Spiegel 2 und 3 in zwei verschieden große Zimmer 4 und 5 geteilt ist. Das Zimmer 4 ist für die den Kiosk bedienende Person bestimmt. Die beiden diagonal angebrachten lotrechten Spiegel 2 und 3 fallen mit dem einen Seitenrand mit den hinteren Ecken 6 und 7 des Kioskes zusammen und "mit dem anderen Seitenrand mit den Längsseiten 8 und 9 einer hohlen Säule 10 von rechteckigem Querschnitt, die vom Fußboden 11 bis zum Dach 12 des Kioskes sich erstreckt. In der Säule ist eine Öffnung 13 vorgesehen, durch welche die in dem Zimmer 4 befindliche Person ihre Hand oder ihren Arm herausstecken kann. Die Seitenwände 15 und die hintere, als Eingangstür dienende Wand 16 des Kioskes bestehen aus Holz oder Metall. Die vordere Tür 17 besteht ganz oder zum Teil aus Glas. Gegenüber der Öffnung 13 ist in die Glasscheibe ein drehbarer Teller 18 mit zwei sich gegenüberliegenden Vertiefungen 19 angeordnet. Der Teller soll auf der einen Seite Geld und auf der anderen Seite Waren aufnehmen. Unter dem Teller 18 befindet sich ein Kasten 20, der Geld und Waren, z. B. Eintrittskarten, enthält. Der Teller 18 und
der Kasten 20 sind in einer solchen Entfernung von der Säule io angebracht, daß die Hand der im Zimmer 4 befindlichen Person sie leicht erreichen kann. Das Innere des Zimmers 5 ist durch sechs Lampen 21 beleuchtet, von denen zwei, 211, so angebracht sind, daß sie von den Spiegeln 2 und 3 reflektiert werden. Die vier vorderen Lampen 21 sind dagegen so angeordnet, daß sie nicht gespiegelt werden, und können daher absichtlich oder unabsichtlich verschoben werden, ohne daß die Täuschung, daß keine Person sich in dem Kiosk befindet, zerstört wird.
Um zu ermöglichen, daß die im Zimmer 4 befindliche Person die Kunden bedienen kann, ist es nötig, daß sie den Teller 18, den Kasten 20 und ihre Hand sehen kann. Zu diesem Zwecke befinden sich in dem Dache 12 zwei öffnungen 22, eine vordere und eine hintere, über denen zwei in einem Winkel von 45 ° aufgestellte Spiegel 23 angebracht sind. Unter dem hinteren dieser Spiegel ist noch ein Spiegel 24 vorgesehen, dessen Spiegelfläche nach aufwärts gekehrt ist, so daß die Person, welche in den Spiegel 24 hineinsieht, sehen kann, was bei dem Kasten vorgeht. Man kann also Geld empfangen und wechseln und Waren ausliefern: Da es z. B. bei Ausgabe von: Eintrittskarten den Kunden unmöglich erscheint, mündlich zu bestellen, da sie keine Person sehen, muß es auf die eine oder andere Weise der im Zimmer 4 befindlichen Person begreiflich gemacht werden, zu welchem Platz eine Eintrittskarte gewünscht wird. Zu diesem Zwecke kann man auf der Vorderseite des Kioskes eine Anzahl von mit dem Zimmer 4 in Verbindung stehenden Druckknöpfen 25 mit Aufschriften 26 anbringen.
Die Täuschung, welche bei dieser Vorrichtung entsteht, ist die, daß man eine Hand aus einer sehr schmalen Säule, d. h. einer Säule von so kleinen Abmessungen herausgesteckt sieht, daß es unmöglich erscheint, daß eine Person sich in der Säule befindet. Infolge der Spiegel 2 und 3 ist diese Täuschung vollständig, indem der ganze Kiosk leer zu sein und nur eine in der Mitte angebrachte frei stehende Säule zu enthalten scheint. Das Dach und der Fußboden sind zweckmäßig mit einem wellenförmig gelegten Bezug bekleidet. Diese Wellen tragen dazu bei, die Täuschung zu erhöhen. Die Innenflächen der Seitenwände können den gleichen Bezug haben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Reklame- und Verkaufskiosk, dadurch gekennzeichnet, daß ein rechteckiges, in seiner Mitte eine lotrechte rechteckige Säule (10) tragendes Haus durch zwei von den Kanten (6, 7) einer Seite (16) zu dieser Säule hingehende lotrechte Spiegel (2, 3) in zwei Räume (4, 5) geteilt ist, daß die Säule zum Hinausstecken einer Hand oder eines Armes der in dem hinteren kleinen Raum (4) befindlichen Person eine öffnung (13) hat, und daß sich gegenüber dieser Öffnung in der Vorderwand (17) des Hauses ein Drehteller (18) und unter ihm an der Innenfläche ein Kasten (20) befinden, die durch an der Decke des Hauses angebrachte Spiegel (23) von dem hinteren Raum (4) aus beobachtet werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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