DE2906209C2 - Vorrichtung zur Entnahme einer bestimmten Menge von Kapillarblut - Google Patents
Vorrichtung zur Entnahme einer bestimmten Menge von KapillarblutInfo
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Description
3 . .
weder flach, abgeschrägt oder auch abgerundet sein. hinteren Ende ebenfalls trichterförmig verengt, aber
Die Luftaustrittsöffnung bzw. die öffnungen beste- dort in einen feinen Kanal 14 übergeht, der in die ebene
hen entweder aus einer bzw. mehreren dünnen Bohrun- Abschlußfläche 18 der hinteren Querwand mündet und
gen. deren Durchmesser klein gegenüber dem Durch- als Luftaustrittsöffnung dient Die Kapillare 11 wird von
messer der Bohrung der Kapillare selbst sind. In diesem 5 den beiden Stegen 15 und 16 des Halters getragen.
Falle füllen sich selbstverständlich die dünnen Bohrun- Die Kapillare 11a in Fig.3a besitzt, ähnlich wie die
gen beim Ansteigen des Blutes ebenfalls mit Blut, und Ausführung nach Fi g. 2a, eine abgerundete, etwa halbihr
Volumen gehurt somit zum Gesamtvolumen der Ka- kugelförmige Abschlußfläche 18a, und die Bohrung 3a
p pillare, das bei der Dosierung zu berücksichtigen ist der Kapillare geht über eine trichterförmige Verengung
ff Die Öffnungen können aber auch dadurch gebildet 10 in eine dünne, kanalförmige Luftaustrittsöffnung 14a
|ϊ sein, daß sich die Bohrung der Kapillare an ihrem hinte- über.
S| ren Ende konisch verengt und schließlich in eine feine Fig.4 zeigt eine Kapillare 21 mit einer stärker koni-
§f öffnung mündet sehen Bohrung 23 und einer ebenen Querwand mit ebe-
f Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausfüh- ner Abschlußfläche 28, in die hier zwei trichterförmige
rungsbeispielen näher erläutert Dabei zeigt 15 Luftaustrittsöffnungen 24, ähnlich wie die Austrittsöff-
Jgi F i g. 1 eine teilweise aufgebrochene Seitenansicht ei- nungen 4 in F i g. 2, münden.
fnes mit Stopfen verschlossenen Proberöhrchens mit ei- Bei der abgewandelten Auführungsform nach F i g. 4a
nem in den Stopfen eingesteckten Halter mit Kapillare; und 4b sind wieder, ähnlich wie in F i g. 3, feine kanalför-
^ F i g. 2 einen Teilschnitt durch das Ende des Halters mige Luftaustrittsöffnungen 24a vorgehen, die in die
^ mit Kapillare und Querwand; 20 Abschlußebene 28a münden. Auch hier ist die Bohrung
'0 F i g. 2a und F i g. 2b Teildarstellungen für ai^ewan- 23a der Kapillare 21a von vorne nach hinten hin konisch
t§ delte Ausführungen; verengt ausgebildet
t| F i g. 3 einen Teilschnitt ähnlich F i g. 2 mit einer an- Wie man aus der Draufsicht auf die hintere Abschluß-
fi derartigen Luftaustrittsöffnung; wand in Pig.4b erkennt, sind insgesamt vier Luftaus-
:3 F i g. 3a eine Teildarstellung einer abgewandelten 25 trittsöffnungen 24a vorgesehen, die die vom eintreten-
i; Form; den Blut verdrängte Luft aus der Bohrung 23a der Ka-
- F ig. 4 und F ig. 4a Teildarstellungen weiterer Ab- pillare abführen.
>i Wandlungen und ,—
t: F i g. 4b eine Draufsicht auf die Querwand der Aus- Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
y führung gemäß F i g. 4a. 3"
Ü Fi g. 1 zeigt die Vorrichtung, nämlich die Kapillare 1
£' mit einstückig damit verbundenem Halter 7, der ober-
JS seitig in die Bohrung eines Stopfens 12 auf dem Röhrte
chen 13 eingesteckt ist Der Halter besitzt an seinem
y| unteren Ende, in der Nähe der Kapiallare, zwei diame-
;*Ü trat gegenüberliegende Fenster 10, zwischen denen zwei
r Haltesiege 5 und 6 stehenbleiben.
Wie man sieht, kann durch diese Fenster hindurch die Füllung der Kapillare 1 mit Blut gut beobachtet werden.
Das wird selbstverständlich auch dadurch erleichtert,
·■/: daß die Kapillare mit angrenzendem Halter jus einem
durchsichtigen Kunststoff hergestellt ist
Außerdem erleichtern die beiden Fenster aber das Ausspulen der in der Kapillare enthaltenen Blutmenge
und deren Verdünnung in einer Flüssigkeit, die sich im as
. ■: Röhrchen 13 befindet.
: In den F i g. 2 bis 4b sind nun verschiedene Ausbildungen
der Kapillare dargestallt, die jeweils eine Querwand
. ; am hinteren Ende der Kapillare aufweisen.
Die Kapillare 1 gemäß Fig.2, die mit den beiden
Haltestegen 5 und 6 einstückig verbunden ist, besitzt eine leicht konische, fast zylindrische Bohrung 3, deren
lichte Weite am vo-deren Ende 2 nur so groß ist, daß dort das Blut mit Sicherheit noch kapillar angesaugt
wird.
Die Bohrung 3 verjüngt sich geringfügig in Richtung auf das hintere Ende, das sich bei 4 trichterförmig verengt
und schließlich in eine sehr enge Luftaustrittsöff-
..;; nung 9 übergeht, die sich in der Abschlußebene 8 der
'•;k hinteren Querwand befindet.
'0 Die Kapillare 1 a in F i g. 2a besitzt eine hintere Quer-
;'■ wand, deren Abschlußfläche halbkugelförmig ist, so daß
die Querwand etwa konvex ausgebildet ist.
; Die Kapillare ib in Fig. 2b besitzt dagegen eine
< leicht konkave hintere Querwand, deren Begrenzungs-
: fläche 8/7 also ebenfalls konkav eingezogen ist.
Die in Fig.3 dargestellte Kapillare 11 besitzt ebenfalls
eine fast zylindrisch' Bohrung 3. die sich an ihrem
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Entnahme einer bestimmten bekanntgeworden, der durch ein den Deckel des Gefä-Menge von Kapillarblut, die eine Kapillare festge- 5 ßes durchdringendes Kapillarröhrchen gefüllt werden
legten Volumens umfaßt, deren vorderes Ende so kann, wobei an anderer Stelle des Deckels eine Luftauseng ausgebildet ist, daß das aufzunehmende Blut trittsöffnung vorgesehen ist Bei dieser bekannten Vordurch Kapillarwirkung selbsttätig in ihren Innen- richtung wird das Gefäß so lange weiter mit Blut gefüllt,
raum eingesaugt wird, die nach hinten einstückig wie das Eintrittsende der Kapillare an eine blutabgederart in einen ein oder mehrere Fenster aufwei- io bende Stelle eines Patienten angsetzt bleibt Eine Dosiesenden Halter übergeht, daß das vordere Ende der rung erfolgt erst dadurch, daß man mittels einer Mikro-Kapülare Ober den Halter axial hinausragt, und de- pipette eine bestimmte Blutmenge aus dem Sammelgeren hinteres Ende unter Freilassung von Luftaus- faß entnimmt
trittsöffnungen verschlossen ist, dadurch ge- Auch die Vorrichtung nach der DE-OS 24 39 218 hat
kennzeichnet, daß das hintere Ende der Kapil- 15 nur die Entnahme von Kapillarblut zum Gegenstand.
Iare (1, la, ib. 11,11a, 21,2IaJ durch eine einstückig nicht jedoch eine Entnahme einer bestimmten Blutmen-
mit der Kapillare ausgebildete Querwand mit der ge. Auch hier soll eine Mikropipette in das aufgeweitete
oder den Luftausinitsöffnungen (9,14,14a, 24,24a)
obere Ende des das Blut aufnehmenden Kapillargefäßes
verschlossen ist eingesetzt und eine bestimmte Menge entnommen wer-
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 20 den.
zeichnet, daß die Querwand konvex ausgebildet ist. Gegenüber diesem Stande der Technik liegt der Er-
wobei sich eine Luftaustrittsöffnung in ihrer Mitte findung die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung
befindet zur Entnahme einer bestimmten Menge von Kapillar-
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- blut die Dosierungsfehler in einfacherer Weise zu beseizeichnet, daß die Querwand konkav ausgebildet ist, 25 tigen, als bei der älteren Anmeldung gemäß DE-OS
wobei sich eine oder mehrere Luftaustrittsöffnun- 28 48535.
gen (24,24a) an ihrem Umfang befinden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst.
daß das hintere Ende der Kapillare durch eine einstük-
kig mit der Kapillare ausgebildete Querwand mit der
30 oder den Luftaustrittsöffnungen verschlossen ist
Die Flüssigkeitskuppen, die sich an den kleinen Lufi-
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zur austrittsöffnungen bilden, haben ein derart kleines VoIu-Entnahme einer bestimmten Men-? von Kapillarblut, men gegenüber dem Gesamtvolumen der Kapillare, daß
die eine Kapillare festgelegten Volumens umfaßt, deren praktisch keine Dosierfehler mehr entstehen,
vorderes Ende so eng ausgebildet ist, daß das aufzuneh- 35 Die Kapillare besitzt eine Bohrung, deren Form sich
mende Blut durch Kapillarwirkung selbsttätig in ihren nach den Möglichkeiten der Herstellung richte;. Die
Innenraum eingesaugt wird, die nach hinten einstückig Bohrung kann also beispielsweise zylindrisch sein. Soderart in einen ein oder mehrere Fenster aufweisenden fern es das Herstellungsverfahren e*. hubt, kann sich die
Halter übergeht, daß das vordere Ende der Kapillare Bohrung auch vom vorderen Ende nach hinten hin etüber den Halter axial hinausragt, und deren hinteres 40 was erweitern. Dadurch wird dann das Gesamtvolumen
Ende unter Freilassung der Luftaustrittsöffnungen ve;·- vergrößert. Im allgemeinen wird aber eine solche Erschlossen ist. Weiterung zum hinteren Ende hin aus Herstellungsgrün-
Eine solche Vorrichtung ist durch die DE-OS den nicht möglich sein. Das ist insbesondere dann der
28 48 535 vorgeschlagen worden. Diese Vorrichtung be- Fall, wenn die Kapillare samt Halter aus einem thermositzt aber den Nachteil, daß sich an dem erweiterten 45 plastischen Kunststoff hergestellt, beispielsweise gehinteren Ende der Kapillare eine relativ große Flüssig- spritzt ist. Da dann die Bohrung der Kapillare durch
keitskuppe bildet, deren Volumen bei verschiedener Zu- einen Kern in der Spritzform erzeugt werden muß und
sammensetzung des Blutes und bei verschiedener Tem- die gespritzten Artikel dann auch entformt werden müsperatur desselben recht verschieden ausfällt. Die Unter- sen, verbietet sich bei einer solchen Herstellung selbstschiede im Volumen sind wegen der Größe der Kuppe 50 verständlich eine Erweiterung der Kapillare zum hintenicht gegenüber Gesamtvolumen der Kapillare ver- ron Ende hin.
nachlässigbar, sondern gehen als Dosierungsfehler in Es wird dann sogar empfohlen, daß sie die Bohrung
die weiteren Untersuchungen ein. der Kapillare vom vorderen Ende nach hinten verjüngt.
In der älteren Anmeldung war zur Beseitigung dieses Die Querwand kann grundsätzlich verschieden ausNachteiles vorgeschlagen worden, das hintere Ende des 55 gebildet sein. Vorzugsweise ist die Querwand konvex
Gefäßes durch einen Abschlußstift zu verschließen und ausgebildet, wobei sich eine Luftaustrittsöffnung in ihdamit das Volumen des Kapillargefäßes exakt festzule- rer Mitte befindet. In diesem Falle wird die Luft beim
gen. Dabei sollten lediglich geringe Luftaustrittsöffnun- Eintreten des Blutes durch die mittlere öffnung entweigen zwischen dem Abschlußstift und dem hinteren Ende chen, ohne daß eine Luftblase in der Kapillare zurückder Kapillare freibleiben, um ein Füllen der Kapillare 60 bleibt, die zu Fehlern in der Dosierung führen würde,
überhaupt zu ermöglichen. Andererseits kann die Querwand aber auch konkav
Die vorgenannten Dosierfehler werden also bei der ausgebildet sein. In diesem Falle ist dann vorgesehen,
älteren Anmeldung durch einen zusätzlichen Abschluß- daß sich eine oder mehrere Luftaustrittsöffnungen am
stift beseitigt. Dadurch entsteht ein erhöhter Aufwand Umfang der Querwand befinden. Auch hier ist die BiI-
und damit höherer Preis für die Vorrichtung, und die 65 dung von Luftblasen dadurch verhindert, daß sich die
Bedienung wird erschwert. öffnungen im obersten Teil des Innenraums der Kapil-
Es sind noch andere Vorrichtungen zur Entnahme u Iare befinden,
von Kapillarblut bekanntgeworden, die aber nicht die Im übrigen kann das hintere Ende der Kapillare ent-
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|---|
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| US4024857A (en) * | 1974-12-23 | 1977-05-24 | Becton, Dickinson And Company | Micro blood collection device |
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1979
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Also Published As
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