DE290633C - - Google Patents

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DE290633C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H50/00Details of electromagnetic relays
    • H01H50/16Magnetic circuit arrangements

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Switches That Are Operated By Magnetic Or Electric Fields (AREA)
  • Mechanisms For Operating Contacts (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen Ausschalten von Detektoren und ähnlichen Apparaten für drahtlose Telegraphie während des Sendens. Die Ausschaltung kann bei derartigen Apparaten auf mechanischem Wege vom Hauptumschalter, aus geschehen, doch ist es wünschenswert, eine elektrische Umschaltung vornehmen zu können. Da die Detektoren gegen Erschütterungen außerordentlieh empfindlich sind, ist eine stoßfreie Umschaltung vor allen Dingen erforderlich. Die Erfindung trägt diesen Anforderungen Rechnung, ist besonders einfach und Störungen nicht ausgesetzt. ;
Nach der Erfindung erfolgt die mechanische Umschaltung unter Zwischenschaltung eines Spannwerkes, dessen Federkraft beim Ausschalten auf elektrischem Wege von dem Ausschaltmagneten überwunden wird.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des neuen Apparates, und zwar geben Fig. 1 eine Draufsicht, Fig. 2 eine Ansicht von der Seite, Fig. 3 eine Vorderansicht des die mechanische Umschaltung bewirkenden Hebels, während . Fig. 4 den Apparat schaubildlich im Schema darstellt.
Wie Fig. ι und 2 erkennen lassen, sind auf einer Grundplatte 1 vier Schienen 2, 3, 4 und 5 befestigt. An das eine Paar 2-3 ist der eine
30- (nicht dargestellte) Detektor, an das andere Paar 4-5 der zweite Detektor angeschlossen.
Zwischen den Schienen 2, 4 und 3, 5 sitzt eine Relaisspule 6, an deren beiden Enden Polstücke 7 und 8 angeordnet sind, die sich nach oben und unten in Abbiegungen fortsetzen.
Zwischen Spitzen 9 und 10 ist eine Brücke 11 drehbar gelagert, welche die Federkontakte 12, welche mit festen, auf den Schienen 2, 3, 4 und 5 angeordneten Kontakten zusammen arbeiten, und in der Mitte ein Ankerstück 13 trägt. Die Stromzuführung zu den an der Brücke sitzenden Kontakten 12 erfolgt durch die Leitungen 18 und 19, die an die . Stromquelle angeschlossen sind.
An einem Ende der Brücke 11 ist eine Blattfeder 20 befestigt, die als Umstellhebel für die Brücke 11 dient. In dem Sockel 1 sitzt mit seiner Achse 21 drehbar ein kleiner Handhebel 22, der am Ende seiner Achse eine Scheibe 24 mit einer Kerbe 25 trägt; in diese ragt in der gezeichneten Mittellage die Feder 20. Auf der Welle 21 sitzt außerdem eine Scheibe 26, die in einer entsprechenden Öffnung lose eine Kugel 27 trägt, die durch eine an der Scheibe befestigte, kreisförmig gebogene Feder 28 nach der einen Seite der Scheibe gegen eine ihr gegenüber fest an der Platte 1 sitzende und mit entsprechenden Rasten 29 für die Kugel versehene Scheibe 30 gedrängt wird. Entsprechend der Mittellage und den beiden seitlichen End-Stellungen des Hebels 22 sind drei Rasten 29 an der festen Scheibe 30 vorgesehen.
Die Einrichtung wirkt folgendermaßen:
Bei der gezeichneten Lage sind beide Detektoren abgeschaltet, die Brücke 11 ist in der Mittellage, die Kontakte 12 liegen an den zu-
gehörigen festen Kontakten 14, 15 bzw. 16, 17 nicht an, und das Ankerstück 13 liegt in dem magnetischen Fluß der Pole 7, 8 der Relaisspule 6. Soll nun beispielsweise der rechts sitzende Detektor, der an die Schienen 4 und 5 angeschlossen ist, in Tätigkeit treten, so wird Hebel 22 mit seiner Welle 21 in der Grundplatte ι im Uhrzeigersinne gedreht. Das Ende der Feder 20 gleitet an der linken Flanke der Kerbe 25 entlang und kommt schließlich auf den ihr benachbarten Teil des Umfanges der Scheibe 24 zu liegen. Der Hebel 22 wird in dieser Stellung durch die Kugel 27 gehalten, die in die entsprechende Rast 29 an der Scheibe 30 eingetreten ist. Sollen nun während der Einschaltung des an die Schienen 4 und 5 angeschlossenen rechten Detektors drahtlose Zeichen gesendet werden, so wird durch die magnetische Kraft der Relaisspule 6 der Anker 13 wagerecht gestellt und schwenkt die Brücke 11, mit der er starr verbunden ist, in die veranschaulichte Mittellage zurück, so daß keiner der Kontakte 12 an den entsprechenden festen Kontakten 16 und 17 mehr aufliegt und der an die Schienen 4 und 5 angeschlossene Detektor stromlos wird. Der Hebel 22 und die Feder 20 behalten ihre Stellung bei, nur ist die Feder 20 infolge der Zurückdrehung der Brücke 11 etwas mehr durchgebogen wie vorher.
Wird die Stromzuführung zu der Relais-. spule wieder unterbrochen, so hört auch die in der Spule 6 erzeugte magnetische Kraft wieder auf, und der Anker 13 mit der Brücke 11 dreht sich unter der Wirkung der gespannten Feder 20 wieder in die vorher eingenommene Stellung zurück, so daß der rechte Detektor wieder Strom erhält. Wird der rechts angeschlossene Detektor unempfindlich, so kann der Hebel 22 entgegen dem Uhrzeigersinne umgelegt und der linke Detektor eingeschaltet werden. Beim Umlegen gleitet das Ende der Feder 20 wieder in die Kerbe, legt sich gegen die rechte Kerbenflanke und dann auf den ihr benachbarten Teil des Umfanges der Scheibe 24.
Es kann natürlich an Stelle der gekerbten Scheibe 24 auch ein mit zwei zahnartigen oder nockenartigen Erhöhungen versehener Teil Verwendung finden, auch kann die Umschaltung der Brücke 11 durch Vermittlung von Spiralfedern o. dgl. erfolgen. Wesentlich ist die Einführung eines nachgiebigen Spannwerkes zwischen dem Handhebel und der Brücke, dessen Federkraft durch die elektromagnetische Schaltvorrichtung überwunden wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Ausschalten von Detektoren für drahtlose TeIegraphie während des Sendens, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Umschaltung (21, 22, 24) unter Vermittlung eines Spannwerkes (Feder 20) erfolgt, dessen Federkraft von. einem elektrischen Ausschalter (Relais 6, Anker 13) überwunden wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Spannwerk eine Feder (20) verwendet wird, welche an einer die Kontaktbildung bewirkenden drehbaren Brücke (ii) sitzt, beim Verschwenken des die Umschaltung bewirkenden Handhebels (22) von diesem mitgenommen wird und ihrerseits die Brücke mitnimmt, an der ein von einer Relaisspule (6) für die elektrische Schaltung beeinflußter Anker (13) befestigt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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