DE2908807C2 - Tastwahlfernsprechapparat sowie Verfahren zum Herstellen einer Tastwahlverbindung - Google Patents

Tastwahlfernsprechapparat sowie Verfahren zum Herstellen einer Tastwahlverbindung

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DE2908807C2 DE2908807A DE2908807A DE2908807C2 DE 2908807 C2 DE2908807 C2 DE 2908807C2 DE 2908807 A DE2908807 A DE 2908807A DE 2908807 A DE2908807 A DE 2908807A DE 2908807 C2 DE2908807 C2 DE 2908807C2
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Description

Die Erfindung betrifft einen Tastwahlfernsprechap-
■10 parat mit einer Tastatur, die über einen Codierer, der jeder Ziffer einer Taste der Tastatur ein binar codiertes Dezimalzeichen zuordnet, und einen Speicher für diese Zeichen mit einem ersten Generator für Impulswahl verbunden ist, mit einem zweiten Generator für
■»5 Mehrfrequenzcodewahl, einem Koppelkreis für die Anschaltung dieser Generatoren und des Hör- und Sprechkreises des Fernsprechapparates an eine Teilnehmeranschlußleitung, mit Mitteln zur Umschaltung der Wahlausgabc durch gleichzeitige Sperrung des
■jo Sendebetriebs des Generators für Impulswahl und Freigabe des Sendebetriebs des Generators für Mehrfrequenzcodewahl und umgekehrt, sowie mit Mitteln zum Empfang und zur Feststellung mindestens eines über die Teilnehmeranschlußleitung ankommenden Überwachungssignales (z. B. Hörzeichen), das die Wählphase zum Aufbau einer Verbindung startet, sowie ein Verfahren zum Herstellen einer Tastwahlverbindung in einem Fernsprechnetz in aufeinanderfolgenden Phasen, deren jede mit einem Überwachungssignal
M) beginnt, mit einem Tastwahlfernsprechapparat der vorstehend genannten ArI.
Ein derartiger Fernsprechapparat ist als Hcimanschliiß für Datenfernübertragung entworfen und dient außer der herkömmlichen Verbindung mit anderen
hi Fernsprechapparaten der Verbindung mit Datenterminals. Allgemein existieren zwei Verfahren für die Kommunikation mit einem Datenterminal je nachdem, ob die Fernsprechzentrale, an die der Apparat
angeschlossen ist, Mehrfrequenzempfänger besitzt oder nicht. Das erste Verfahren besteht darin, sowohl die Wählphase zum Aufruf des Terminals wie auch die Datenübertragungsphase in Mehrfrequenzcode zu senden. Das zweite Verfahren besteht darin, die Wählphase in Pulscode und sodann die Datenübertragungsphase in Mehrfrequenzcode zu senden. Die Pulscodesignale sind entsprechend abgestimmte Impulszüge, die den Tasten des Fernsprechapparates zugeordnet sind und die durch Schleifenunterbrechung der Fernsprechleitung erzeugt in werden, welche den Apparat und die Zentrale verbinden. Die Mehrfrequenzsignale hingegen sind Kombinationen von zwei aus acht Frequenzen, die jeweils einer Taste zugehören und über die Fernsprechanschlußleitung übertragen werden.
Bei einigen bekannten Fernsprechapparaten wird das erste oder zweite Verfahren des Verbindungsaufbaues mit Hilfe eines manuellen Eingriffes durchgeführt, wobei der Impulsgenerator von der Teilnehmeranschlußleitung abgeschaltet wird, wenn der Fernsprechapparat mit einer Zentrale verbunden ist, die nur die vollständige Wählinformation im Mehrfrequenzcode akzeptiert. Beispielsweise besitzt der Fernsprechapparat nach der US-PS 39 20 926 nach einer ersten Abwandlungsform lediglich einen Mehrfrequenzgene- 2> rator für die Herstellung von Verbindungen nach dem ersten Verfahren und in einer zweiten Abwandlungsform einen Mehrfrequenzgenerator für die ausschließliche Herstellung von Verbindungen nach dem zweiten Verfahren. Der Fernsprechapparat nach der US-PS i" 39 88 549 besitzt vorteilhafterweise einen Mehrfrequenzgenerator und einen Impulsgenerator, der von de-Teilnehmeranschlußleitung beispielsweise durch Drükken einer Taste abgeschaltet wird, wenn die Verbindung nach dem ersten Verfahren aufgebaut werden soll. r>
Bei Fernsprechapparaten, die nach dem zweiten Verfahren arbeiten, erfolgt die Umschaltung von Pulscode auf den Mehrfrequenzcode entweder manuell mit Hilfe einer speziellen Taste der Tastatur, welche die Abschaltung des Impulsgenerators von der Teilnehmer- -to anschlußleitung nach der vollendeten Wählphase direkt steuert, wie z.B. in der US-PS 39 20 926 beschrieben, oder automatisch beim Empfang eines bestimmten Umschaltsignals, das von der Anschlußzentrale nach der Wählphase übertragen wird. Beim Auflegen wird der Impulsgenerator aufs neue mit der Teilnehmeranschlußleitung verbunden. Das Umschaltsignal läßt sich beispielsweise aus der Feststellung der Umkehrung der Speisung des Fernsprechapparates ableiten, wie sie von der Mehrzahl der Zentralen im Moment der Einrichtung v> einer Verbindung nach der Wahl vorgenommen wird und wie dies in der US-PS 39 88 549 beschrieben ist. Das Umschaltsignal läßt sich auch aus der Feststellung eines Signals mit einer bestimmten Frequenz ableiten, die nicht zum Mehrfrequenzcode gehört und mit Hilfe der Fernsprechleitung zwischen dem Fernsprechapparat und dem Terminal über die Anschlußzentrale übertragen wird, wie in der DE-PS 22 40 979 beschrieben ist.
Schließlich ist es bei jeder Art von Zentrale bisher notwendig, Fernsprechapparate eines ganz bestimmten bO Typs anzuschließen, die beispielsweise einen Detektor für Spanmii'gsumkehr besitzen. Ein derartiger Fernsprechapparat kann dann nicht an Zentralen von Ländern angeschlossen werden, in denen keine Spannungsumkef'r vorgenommen wird. Auch kann an tv> Zentralen, 1.lie mil Spannungsumkehr arbeiten, kein Fernsprechapparat angeschlossen werden, der einen Detektor RH eine bestimmte Umschallfreauen/. besitzt.
Alle diese Fälle beschränken den Einsatzbereich derartiger Fernsprechapparate. Außerdem muß die automatische Codeumschaltung nach einer bestimmten Phase des Verbindungsaufbaus erlaubt sein, was den Verbindungsaufbau zwischen einem derartigen Fernsprechapparat und einem Terminal nicht über jedes beliebige derzeitige Vermittlungsnetz zuläßt.
Entsprechend den Übertragungsmerkmalen der zu einer Fernsprechverbindung hintereinander geschalteten Zentralen und Ämter kann in einigen Fällen der Übergang vom Pulscode zum Mehrfrequenzcode im Verlauf der Wählphase erfolgen, z. B. nach Aussenden einer Wählziffer für internationale Verbindungen, Fernämter oder die Anschlußzentrale. In diesem Fall erlauben die oben beschriebenen Fernsprechapparate keine automatische Codeumschaltung in einer bestimmten Phase jeder Verbindung, da beispielsweise die Umkehrung einer Speisespannung oder die Änderung einer bestimmten Frequenz nach der vollständigen Wahl abgeschlossen sein muß. Folglich müssen bei der in diesem FaI! erforderlichen automatischen Codeumschaltung Fernsprechapparate herkömmlicher Ar', im Falle des zweiten Verfahrens eines Verbindungsaufbaues mit einer Sendung im Pulscode fortfahren, w<?s durch eine Unterbrechung der Auflegeschleife interpretiert wird, und können demgemäß derartige Verbindungen nicht aufbauen.
Die Erfindung stellt sich zur Vermeidung dieser Nachteile einen Dnicktastenfernsprechapparat der eingangs genannten Art zur Aufgabe, der eine automatische Umschaltung von Pulscode auf Mehrfrequenzcode erlaubt, und zwar unabhängig von den Kennzeichen der Zentralen des Fernsprechvermittlungsnetzes, über v/elche die Verbindung mit einem Datenterminal aufgebaut wird, und der ohne irgendeinen manuellen Eingriff einen Verbindungsaufbau nach den beiden vorerwähnten Verfahren einrichten kann. Die Erfindung geht aus von der Feststellung der Tonsignale, die alle Zentralen auf einer Tcilnenmeranschlußleitung aussenden, um die verschiedenartigen Wählphasen eines Verbindungsaufbaues zu starten und zu unterscheiden.
Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Tastwahlfernsprechapparat erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mittel zur Feststellung eines Überwachungssignals die Mittel zur Umschaltung des Sendebetriebs derart steuern, daß zunächst der Mehrfrequenzgenerator das dem ersten Tastendruck zugeordnete Wählsignal im Zuge der vom Überwachungssignal gestarteten Wählphase sendet, und daß nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitspanne die Mittel zur Feststellung eines Überwachungssignals bei erneuter Feststellung des Überwachungssignals die Mittel zur Un,äC:ialtung des Sendebetrrebs derart steuern, daß nunmehr der Generator für Impulswahl dip den Tastendrücken zugeordneten Signale beim Lesen des dem ersten Tastendruck zugeordneten Zeichens aus dem Speicher sendet, während bei Ausbleiben des Überwachungssignal der Generator für Mehrfrequenzwahl weiterhin auch die Signale der folgenden Tastendrücke sendet.
Zur Losung der genannten Aufgabe .-.ieht die Erfindung für das eingangs genannte Verfahren vor, daß auf ein Überwachungssignal das Signal der ersten Taste im Mehrfrequenzcode gesendet wird und auf ein erneutes Überwachungssignal die Signale der ersten und der folgenden Tasten in Pulscode gesendet werden, während auf eine Nichtfeststellune des Überwachungs-
signals die Signale der folgenden Tasten im Mehrfrequenzcode gesendet werden.
Wird ein Tastwahlfernsprechapparat nach der Windung zum Verbindungsaufbau nach dem /weiten Verfahren benutzt und liegt der einfache Fall vor. daß die Verbindung üb'jr ein Selbstwählamt läuft, das an ein Terminal Anschluß hat und nur die Aussendung des Wählziffernbcginns in Pulscode erlaubt, dann suchen die Mittel zur Feststellung eines Überwachungssignals nach einer Wählphase ein Tonsignal, das die nächstfolgende Wühlphase mit Hilfe des Mchrfrequenzgenerators starlet, der damit beginnt, die erste Ziffer der nächsten Phase zu Marten.
Wird eine Tonanwesenheit festgestellt, was einem Pulscode der nächstfolgenden Phase entspricht, dann sendet der Impulsgenerator alle Ziffern der folgenden Phase einschließlich der ersten, und wenn keine Tonanwesenheit mehr festgestellt wird, dann fahrt der Mehrfrequenzgenerator damit fort die nächstfolgenden Ziffern zu senden.
Ausgestaltungen der Windung sind Gegenstand der Unteranspriiche.
Die Mittel zur Feststellung eines Überwachungssignal« besitzen vorteilhaft einen oder mehrere Tondetektoren mit I.cistungsschwellen für alle oder einige Tonsignale, wodurch der Fernsprechapparat an alle Arten einer Fernsprechverbindung anpaßbar ist.
Im folgenden wird die Windung anhand der Zeichnung ausführlich erläutert. In dieser zeigt:
Fig. 1 ein Übcrsichtsschalthild eines Fernsprechapparates.
F i g. 2 ein detailliertes Schaltbild iK-s Fernsprechapparates in F i g. 1.
F i g. 3A und 3B jeweils in einem Signaldiagramni die im Fernsprechapparat auftretenden Signale fur den Aufbau einer Wählphase im Pulscode bzw. im Mehrfrequenzcode.
Das Schaltschcma in F i g. I zeigt die allgemeine Anordnung der Organe eines Tastwahlfernsprechapparates. Dieser besitzt übliche Organe wie eine Tastatur I mit 12 Tasten, einen Impulssender 2 und einen Ton- oder Mehrfrequenzsender 3. Beide Sender senden beim Drücken einer Taste konventionelle Wählsignale aus. Ferner besitzt der Fernsprechapparat einen Tonkreis 4. der in bekannter Weise die Hörkapsel und das Mikrophon des Hörers umfaßt. Ein Koppelkreis 5 ermöglicht die Sendung und den Empfang von Wählsignalen oder Datensignalen sowie von Überwachungssignalen für den Verbindungsaufbau über eine Teilnehmeranschlußleitung mit den beiden Adern Tund R.
Ein TondeteKtor ode,- Tor.sigr.aldetektor 6 stellt Ober den Koppelkreis 5 die Anwesenheit von Ton- oder Uberwachungssignalen fest, welche die verschiedenen Phasen des Aufbaues einer Verbindung einleiten. Das Ergebnis dieser Feststellung wird vom Detektor zu einer Steuereinheit 7 übertragen, welche die Aussendung der Wählsignale von einem der Sender 2 oder 3 unterbindet, während der andere Sender sendet.
Die Tastatur 1 besitzt eine klassische Matrix von 12 Tasten, die in vier Zeilen und drei Spalten angeordnet sind. Zehn Tasten sind den Ziffern 0 bis 9 zugeordnet Zwei Tasten sind den üblichen Zeichen * und = für die Wahl einer Rufnummer eines Teilnehmers oder eines Datenterminals vorgesehen. Diese beiden Tasten können auch Instruktionen zu einem gerufenen Terminal zugeordnet sein. Das Drücken jeder Taste schließt zwei Kontakte. Hierdurch läßt sich Codierern
20 und 30 (I- ig. 2) der Generatoren 2 und 3 diejenige der drei Spalten und diejenige der vier Zeilen mitteilen, denen die gedrückte Taste angehört.
leder Codierer 20 oder .30 wandelt die eingegangene Information beispielsweise in einen binär codierten Dezimalcode, um einen Impulsgenerator 21 oder einen Mehrfrequenzgenerator 31 zu steuern, welcher die der gedrückten Taste entsprechenden Signale erzeugt.
Im ersten Fall erzeugt der Impulsgenerator 21 auf der Leitung 210 eine Kette von Impulsen, die in der Anzahl auf die Nummer der zugehörigen Taste abgestimmt sind, um mittels eines Unterbrechers 50. der in Reihe zur l.eitungsader T geschaltet ist. Schleifenunterbrechungen der Tcilnehmeranschlußleilung zu bewirken. Heim Unterbrecher handelt es sich beispielsweise um ein Relais oder um ein Tor in Gestalt eines Feldeffekttransistors. Bei der Aussendung der Impulsketten bewirkt der Impulsgenerator 21 außerdem über die Leitung 211 die Öffnung eines Unterbrechers 52 und damit die Trennung der von der Hörkapsel 40 des Hörers und dem Tondetektor 6 gebildeten Einheit und des F.mpfangskanals 510 des Di'fcrenzkopplers 51 des Koppclkreises 5. Hierdurch wird eine Empfangsbeeinträchtigung des Teilnehmers und eine irrtümliche Feststellung von Tonsignalen vermieden.
Im zweiten Fall überträgt der Mehrfrequenzgenerator 31 eine mit der gedrückten Taste verbundene Kombination von zwei aus acht Frequenzen entsprechend der CCITT-Empfehlung. Die Übertragung dieser Frequenzen erfolgt im Koppelkreis 5 über einen Schalter 53. der in der Stellung P\ an den Übertragungskanal 511 des Differenzkopplers 21 führt. Beim Differcnzkoppler handelt es sich um einen Typ mit Gabelübertrager oder mit Diodenbrücke, der sich \on der Speisungsrichtung der Teilnehmerleitung unabhängig macht. Der Schalter 53 verbindet außerdem in der Stellung P« das Mikrophon 41 des Tonkreises 4 des Fernsprechapparates mit dem Sendekanal des Kopplers 51. Der Schalter 53 wird über die Leitung 530 von der Steuereinheit 7 auf die Stellung Pi geschaltet. Das Mikrophon 40 wird hierbei von der Teilnchmcran-Schlußleitung abeschaltet um die Übertragung der Tonfrequenzen nicht zu stören. In der Stellung P,, trennt der Schalter 53 während der Sendung von Pulseodcsignalen den Mehrfrequenzgenerator 32 ab.
Bei einer in F i g. 2 dargestellten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist zwischen dem Codierer 20 und dem Generator 21 ein Pufferspeicher 22 in den Impulssender 2 eingefügt. Dieser Speicher 22 hat einerseits die übliche Aufgabe, die Anschlaggeschwindigkeit der Tastatur 1 der Dauer iu. τ jede gedrückte Taste ausgesandten Impulskette anzupassen. Andererseits wird der Speicher 22 über die Leitung 220 von der Steuereinheit 7 dazu angesteuert, eine Ziffer im Impulscode noch einmal auszusenden, wenn diese zuvor beispielsweise von der Anschlußzentrale des Fernsprechapparates im Mehrfrequenzcode nicht angenommen worden war. wie dies im folgenden noch näher beschrieben wird.
Zunächst werden im folgenden der Tondetektor 6 und die Steuereinheit 7 als wesentliche Elemente der Erfindung beschrieben.
Der Tondetektor 6 besitzt ausgehend vom Empfangskanal 510 des Differenzkopplers 51 einen Verstärker 60, einen ersten Schmitt-Trigger 61. einen Integrierer 62 und einen zweiten Schmitt-Trigger 63, welche die Information für »Tonanwesenheit« über die Leitung 64 zur Steuereinheit 7 übertragen. Die als »Tonanwesen-
heil« bezeichneten Überwachiingssignalc für die Datenfernübertragung sind im allgemeinen Impiilssignale. die aus der Unterbrechung von Wechselstrom resultieren, oder Signale mi; fester Frequenz, die von der Zentrale oder dem Selbstwählamt übertragen werden, an das der Fernsprechapparat angeschlossen ist. Der erste Schmitt-Trigger 61 bestimmt den momentan empfangenen Strompegel. Der zweite Schmitt-Trigger 63 bestimmt den bei einem Tonsignal empfangenen Strompegel. Folglich handelt es sich bei dem Detektor 6 um einen Detektor für eine mittlere Ler.i'ungsschwelle der Tonsignale und nicht um einen Detektor für die Frequenzen, die für die Tonsignale oder die anderen fJberwachungssignale festgelegt sind. Selbstverständlich sind der untere und obere Schwellwert der Schmitt-Flip-Flops 61 und 63 so gewählt, daß nur alle gegenwärtigen gültigen, gekürzten oder ungekürzten ToriMpnale mit den üblichen Frequenzen von beispiels ■'/eise 425.850. 500 oder !00° M/ (0"-!"CMeH' wprrfrn
Die Steuereinheit 7 ist ein logischer Kreis, der im wesentlichen bistabile Flip-Flops 70 und 71 enthalt. einen monostabilen Flip-Flop 72 einen Nullrücksetzkreis 73 für diese Flip-Flops, einen Detektor 74 des ersten Mehrfrequenzsignals jeder Verbindungsaufbauphase sowie weitere, im folgenden näher beschriebene logische Tore.
Der Detektor 74 sowie die beiden bistabilen Flip-Flops 70 und 71 werden mit Hilfe des Nullrücksetzkreises 73 neu gestartet, entweder durch Auflegen des Hörers des Fernsprechapparates oder durch Beginn des Sig als für Tonanwesenheit auf der Ausgangsleitung 64 des Tondetektors 6.
Die Arbeitsweise des Fernsprechapparates während einer mit der Feststellung eines Tonsignales beginnenden Wählphase wird anhand der Signaldiagramme. F i g. 3A und 3B beschrieben. Zu Beginn dieser Phase befindet sich die Leitung 64 im Zustand Null und der komplementäre Ausgang Q des Flip-Flops 71, der den Speicher 22 des Impulssenders 2 steuert, befindet sich im Zustand Eins, so daß der Lesekreis des Speichers 22 verriegelt ist.
Ab dem Empfang eines Tonanwesenheitssignals durch den Detektor 6 und dem Empfang dieses Signals durch den Hörer 40 wird eine Taste der Tastatur 1 entsprechend der ersten Ziffer der Wählphase gedrückt. Der Mehrfrequenzgenerator 31, der bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform immer in Betrieb ist. sendet während der Schließdauer der beiden zu dieser Taste gehörigen Kontakte die gewählte Zwei-Frequenz-Kombination über den Schalter 53 zur Teilnehmeranschlußleitung. Gleichzeitig überträgt während dieser Schließdauer der Taste der Detektor 74 für die erste Zitier einen Rechteckimpuls aui seine Ausgangsleitung 740. Dieser Rechteckimpuls wird über ein ODER-Tor 75 und ein UND-Tor 76 übertragen, um den Schalter 53 in der Stellung P\ zu halten oder ihn in diese Stellung zu bringen. Hierdurch wird das Mikrophon 41 von der Teilnehrneranschlußleitung abgeschaltet.
Beim Loslassen der Taste wird durch die Rückkehr der Leitung 740 in den Zustand Null über den Vorzeichenumkehrer 79 ein Rechteckimpuls bestimmter Dauer Δ t, beispielsweise in der Größenordnung von 30 ms, über die Ausgangsleitung 720 des monostabilen Flip-Flops 72 ausgesandt. Dieser Impuls ermöglicht es festzustellen, ob die laufende Wählphase im Mehrfrequenzcode weitergeführt werden so!! oder irr. Pulscode ausgeführt werden soll. Dieses Auswahlkriterium wird durch den Zustand der Leitung 64 am Ende des
Rechteckimpulses der Zeitdauer Δι nach der Aussendung der ersten Ziffer im Mehrfrequenzcode angege ben
Wenn wie in Fig. 3A angegeben, die Leitung 64 sich noch im Zustand Fins befindet, dann zeig! das an. daß das Tonanwesenheitssignal aufrechterhalten wird. d. h.. daß die Anschlußzentrale nicht in der Lage ist. für diese Wählphase Signale im Mehrfrequenzcode /u empfangen. In diesem Fall ermöglicht es der vom monostabilen Flip-Flop 72 über einen Vorzeichenumkehrer 721 zum
bistabilen Flip-Flop 70 und einen zwischen dem
Ausgang Q des Flip-Flops 70 und dem Takteingang H des Flip-Flops 71 befindlichen UND-Tor 77 übertragene Taktimpuls, die komplementären Ausgänge ζ5 dieser Flip-Flops 70 und 71 auf Null zu setzen. Die )- und K-Eingänge des Flip-Flops 70, der die Aufgabe hat. den gewählten Code nach der Aussendung der ersten Ziffer im Mehrfrequenzcode festzuhalten, stehen immer auf Fins bzw. Null und der K-Fingang des Flip-Flops 71 steht immer niif Null. Die l.esesteuerleitung 220 des Speichers 22 befindet sich auf Null und erlaubt sodann die Übertragung der binär codierten Dezimalziffern, und dies insbesondere auch für die erste Ziffer der Wählphase, zum Impulsgenerator 21. Da die Eingänge des UND-Tores 76 auf Null stehen, geht gleichzeitig der Schalter 53 in die Stellung Po über, um die Aussendung der weiteren Ziffern im Mehrfrequenzcode zu sperren. Während der ganzen Aussendung der Pulscodesignale befindet sich ebenso die Steuerleitung 211 des Generators 21 im Zustand Eins, damit die Hörkapsel 41 und der Tondetektor 6 durch öffnung des Schalters 52 vom Differenzkopp!er51 abgeschaltet sind.
Wenn die Ausgangsleitung 64 des Tondetektors 6 sich nach oder während der Aussendung der ersten Ziffer im Mehrfrequenzcode im Zustand Null befindet, wie in F i g. 3B gezeigt, dann bedeutet dies, daß die Anschlußzentrale diese erste Ziffer gespeichert hat und daß folglich der Wählvorgang im Mehrfrequenzcode fortgeführt werden soll. In diesem Fall befindet sich der I-Eingang des bistabilen Flip-Flops 71 im Zustand Null. und der dem Ende des Rechteckimpulses der Dauer J entsprechende und über die Leitung 720 vom monostabilen Flip-Flop 72 ausgesandte Taktimpuls ist ohne Wirkung auf den Zustand des Flip-Flops 71. Das Lesen des Speichers 22 bleibt verriegelt und der Schalter 53 verbleibt in der Stellung P,.
Bei einer Wählphase im Pulscode ist am Ende der Wählphase durch die Feststellung eines neuen Tonzeichens die Initiierung einer neuen Wählphase im Piilscode oder im Mehrfrequenzcode möglich. Wenn sich hingegen an eine Wählphase im Mehrfrequenzcode tine neue Wählphase anschließen soll, dann wird diese automatisch im Mehrfrequenzcode durchgeführt, weil ansonsten die Aussendung von Impulsen Schleifenunterbrechungen bewirken würde, die von der Anschlußzentrale als Auflegen des Hörers interpretiert werden wurden und folglich als Beendigung der Verbindung aufgefaßt wurden.
In allen Fällen bewirkt beim Auflegen des Hörers die öffnung des Gabelumschalters des Fernsprechapparates über den Tonkreis 4. die Leitung 42, ein ODER-Tor 78 und den Nullrücksetzkreis 73 das Zurücksetzen der Flip-Flops 70 und 71 auf Null und den Neustart des Detektors der ersten Ziffer 74 in analoger Weise wie bei der Feststellung eines Tonsignals.
Bei der Schaltung in F i g- 2 ist lediglich ein Detektor 6 angegeben, der zur Feststellung aller Tonsignale dient Selbstverständlich kann dieser Detektor durch einen
oder mehrere Detektoren mit entsprechend eingestelltem Schwellwerl ersetzt werden, um eine selektive Feststellung der Tonsignale oder einer Auswahl der Tonsignale zu ermöglichen. Dies erlaubt unter anderem eine verfeinerte Signalfeststellung und folglich die Vermeidung der Feststellung fehlerhafter Tonsignale, z. B. infolge von Rauschen auf der Teilnehmeranschlußleitung.
Änderungen des Aufbaues und der Organisation des Fernsprechapparates sind im Rahmen der Erfindung und der Unteransprüche möglich.
So können z. B. bei einer Wählphase im Pulscode die Ziffern gleichzeitig im Mehrfrequenzcode gesendet werden, was keinen Nachteil für die Aufnahme der Wahl durch die Anschlußzentrale bedeutet. Anderer-
10
seits können die Codierer 20 und 30 durch einen einzigen Codierer ersetzt werden. Der mit den Generatoren Ai und 31 über einen analog zum Speicher 22 ausgebildeten Speicher verbunden ist, wobei die Sperrung der Wahl im Impulscode über die Leitung 220 unter der Steuerung der Einheit 7 direkt auf einem hierzu vorgesehenen Eingang des Impulsgenerators 21 oder auf dessen Ausgang erfolgt. Schließlich kann die Aussendung der Gruppen von zwei Tonfrequenzen für eine Zeitdauer vorgesehen sein, die vom Drücken der Taste unabhängig ist und deren Ende mindestens für die erste Ziffer direkt das Haltesignal für die Verriegelung oder Entriegelung aufeinanderfolgender Sendungen des Impulsgenerators21 mislösen kann.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Tastwahlfernsprechapparat mit einer Tastatur, die über einen Codierer, der jeder Ziffer einer Taste der Tastatur ein binär codiertes Dezimalzeichen zuordnet, und einen Speicher für diese Zeichen mit einem ersten Generator für Impulswahl verbunden ist, mit einem zweiten Generator für Mehrfrequenzcodewahl, einem Koppelkreis für die Anschaltung dieser Generatoren und des Hör- und Sprechkreises des Fernsprechapparates an eine Teilnehmeranschlußleitung, mit Mitteln zur Umschaltung der Wahlausgabe durch gleichzeitige Sperrung des Sendebetriebs des Generators für Impulswahl und Freigabe des Sendebetriebs des Generators für Mehrfrequenzcodewahl und umgekehrt, sowie mit Mitteln zum Empfang und zur Feststellung mindestens eines über die Teilnehmeranschlußleitung ankommenden Oberwachungssignals (z. B. Hörzeichen), dai die Wählphase zum Aufbau einer Verbindung startet, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Feststellung eines Überwachungssignals (z. B. Hörzeichenempfänger 6) die Mittel zur Umschaltung des Sendebetriebs derart steuern, daß zunächst der Mehrfrequenzgenerator (3,31) das dem ersten lastendruck zugeordnete Wählsignal im Zuge der vom Überwachungssignal gestarteten Wählphase sendet, und daß nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitspanne die Mittel zur Feststellung eines Überwachungssignals (z. B. Hörzeichenempfanger 6) bei erneuter Feststellung des Überwachungssignal·, (Hör, jichen) die Mittel zur Umschaltung des Sendsbetriebs derart steuern, daß nunmehr der Generator für impulswahl die den Tastendrücken zugeordneten Signale beim Lesen des dem ersten Tastendruck zugeordneten Zeichens aus dem Speicher (22) sendet, während bei Ausbleiben des Überwachungssignals der Generator für Mehrfrequenzwahl weiterhin auch die Signale der folgenden Tastendrücke sendet.
2. Tastwahlfernsprechapparat nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Feststellung eines Überwachungssignals mindestens einen Tondetektor (6) mit Leistungsschwellen für die Überwachungssignale aufweisen, die über den Koppelkreis (5) von der Teilnehmeranschlußleitung (T, /^übertragen werden.
3. Tastenwahlfernsprechapparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tonschwcllwcrtdetektor (6) in Reihenschaltung einen ersten Schmitt-Trigger (61), dessen Eingang mit dem Ausgang des Koppelkreises (5, 51) verbunden ist, einen Integrierer (62) und einen zweiten Schmitt-Trigger (63) aufweist, der nach dem logischen Zustand seines Ausganges (64) die Mittel zur Sperrung und Freigabe des Sendebetriebes. (7) steuert und das Vorhandensein oder Fehlen eines Überwachungssignales auf der Teilnehmeranschlußleitung fT/{^anzeigt.
4. Täslwählfernspreehapparat nach einem der Ansprüche I bis 3, gekennzeichnet durch einen Detektor (74) für das Sendeende des Mehrfrequen/-codesignales der ersten Taste jeder Phase, der über einen Verzögerungskreis (72) die Mittel zur Sperrung und Freigabe des Sendebetriebes (70, 71, 53) in den Zustand der Sendesperrung des Mehrfrcquen/.-generalors (3, 31) und der Sendefreigabe des Impulsgenerators (2, 21) bringt, wenn das Überwachungssignal nach Aussendung des Mehrfrequenzcodesignals der ersten Taste von neuem festgestellt wird.
5. Tastwahlfernsprechapparat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch Mittel (73, 78), die bei der Feststellung eines neuen Überwachungssignals oder des Auflegens des Hörers des Fernsprechapparates die Mittel zur Spe. rung und
in Freigabe des Sendebetriebes (70,71) in den Zustand der Sendesperrung des Impulsgenerators (2, 21) und der Sendefreigabe des Mehrfrequenzgenerators (3, 31) bringen.
6. Tastwahlfernsprechapparat nach einem der ü Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sendesperrung und -freigäbe des Impulsgenerators (21) durch die Sperrung und Freigabe der Lesesteuerung des Speichers (22) erfolgt.
7. Verfahren zum Herstellen einer Tastwahlverbindung in einem Fernsprechnetz in aufeinanderfolgenden Phasen, deren jede mit einem Überwachungssignal beginnt, mit einem Tastwahlfernsprechapparat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf ein Überwachungssignal das Signal der ersten Taste im Mehrfrequenzcode gesendet wird und auf ein erneutes Überwachungssignal die Signale der ersten und der folgenden Tasten in Pulscode gesendet werden, während auf eine Nichtfeststellung des
JO Überwachungssignals die Signale der folgenden Tasten im Mehrfrequenzcode gesendet werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungssignale Tonfrequenzsignale sind.
DE2908807A 1978-03-08 1979-03-07 Tastwahlfernsprechapparat sowie Verfahren zum Herstellen einer Tastwahlverbindung Expired DE2908807C2 (de)

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Publication Number Publication Date
DE2908807A1 DE2908807A1 (de) 1979-09-13
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DE2908807A Expired DE2908807C2 (de) 1978-03-08 1979-03-07 Tastwahlfernsprechapparat sowie Verfahren zum Herstellen einer Tastwahlverbindung

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JP (1) JPS54126403A (de)
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