DE291347C - - Google Patents

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DE291347C
DE291347C DE1913291347D DE291347DD DE291347C DE 291347 C DE291347 C DE 291347C DE 1913291347 D DE1913291347 D DE 1913291347D DE 291347D D DE291347D D DE 291347DD DE 291347 C DE291347 C DE 291347C
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Germany
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water
air
gas
compartment
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DE1913291347D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids
    • B01D19/0042Degasification of liquids modifying the liquid flow

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)
  • Degasification And Air Bubble Elimination (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wasser enthält häufig Gase, deren Austreibung besondere Maßnahmen erfordert. Während z. B. im Brunnenwasser enthaltenes Schwefelwasserstoffgas leicht zu entfernen ist, bereitet die oft in großer Menge vorhandene freie Kohlensäure erhebliche Schwierigkeiten, deren Überwindung um so wichtiger ist, als dieses Gas. auf Eisen und Blei lösend wirkt und das Wasser gesundheitsschädlich macht.
ίο Es ist bekannt, daß die Entgasung des Wassers durch innige Beimischung von Luft, Zerstäubung des Gemisches durch Aufprall und dadurch bewirkte Entlüftung erfolgen kann, wobei die Gase sich vom Wasser trennen und mit der Luft abziehen. . Doch ist bei einmaliger Vornahme dieses Verfahrens die
- Wirkung ungenügend, da die letzten Reste, namentlich der Kohlensäure, sich nur schwer vom Wasser trennen, so daß eine vollständige Entgasung nur durch ein- oder mehrmalige Wiederholung des Vorganges erzielt werden kann.
Hierbei ist es jedoch besonders wichtig, daß das einmal vom Wasser getrennte Luft- und Gasgemisch sich nicht wieder mit dem Wasser vermischen und nicht mit dem strömenden Wasser in die nächste Abteilung des Apparates oder in den Reinwasserbehälter übertreten kann, sondern daß das Gas an der Stelle, wo es frei wird, mit Luft gemischt sofort aus dem Apparat ausgetrieben wird und das Wasser in die nächste Abteilung eintritt.
Bei der Ausführung des vorliegenden Verfahrens wird die Luft unter Druck, z. B. mittels eines Gebläses, dem Wasser zugeführt; bei der darauf folgenden Expansion innerhalb des zur Ausübung des Verfahrens dienenden Apparates wird schon eine lebhafte Strömung der Luft nach den Austrittsöffnungen bewirkt, die durch die in Regenform abwärts fallenden und durch Aufprall zerstäubten Wasserstrahlen noch verstärkt wird. Die Austrittsöffnungen liegen in der Nähe der Platten, auf die der Regenfall aufprallt, also an der Stelle, wo die Trennung von. Gas und Wasser stattfindet.
In die Verbindungsöffnung zweier Abteilungen des Apparates wird ferner ein Wasserverschluß eingeschaltet, so daß nur Wasser, aber keine Luft übertreten kann.
Die Vorrichtung ist auf der Zeichnung in zwei verschiedenen Formen dargestellt.
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Apparat, bei dem mehrere Abteilungen übereinander angeordnet sind, so daß das Wasser nur einmal gehoben zu werden braucht; in Fig. 3 und 4 sind die Abteilungen nebeneinander angeordnet, wobei für jede eine Wasserhebung nötig ist.
In den Apparat nach Fig. 1 tritt das gashaltige Wasser bei α ein, durch die Rohrleitung b wird Druckluft zugeführt und durch die Ventile bv b2 und b3 so geregelt, daß in jede der drei Abteilungen I, II, III eine bestimmte Luftmenge eintritt. Das Wasser- und Luftgemisch wird zunächst in der Abteilung I durch das Sieb c oder eine ähnlich wirkende
Einrichtung in dünne Strahlen zerteilt, die, auf die Platten d aufschlagend, zerstäuben, wobei Luft und Gas sich vom Wasser trennen und durch die Öffnungen e ins Freie entweichen.
Das Wasser fließt dann durch den Wasserverschluß f, in dem es aus δ2 mit neuer Luft gemischt wird, und durch das Sieb C1 in die Abteilung II, prallt auf die ,Platte,dlt wobei
ίο Luft und Gas durch die Öffnungen ea entweichen, gelangt durch den Wasserverschluß fv aus bz zum dritten Mal mit frischer Luft gemischt, in Abteilung III, in der der gleiche Vorgang sich wiederholt, durch den Wasser-Verschluß f2 und den Stutzen gin den Reinwasserbehälter.
Der in Fig. 3 und 4 dargestellte Apparat braucht zwei Pumpen, am besten eine Zwillingspumpe. IDie erste Pumpe drückt das gashaltige Wasser bei h in den Apparat; bei i tritt Druckluft ein und wird; durch < die Ventile I1 und A2 auf beide Hälften des Apparates nach Bedarf verteilt. Das Wasser- und Luftgemisch wird durch Sieb k oder eine ährilieh wirkende Einrichtung in dünne Strahlen zerlegt, die in dem Raum IV herunterfallen, um auf der Platte I zu zerstäuben. Das hierbei frei werdende Gas entweicht mit Luft gemischt durch die'Öffnungen<m;ins!Freie. Das Wasser fließt durch den Wasserverschluß « m den ■Raum 0, -aus welchem es durch-Stutzen -p von der zweiten Pumpe angesaugt wird, um durch- q auf den zweiten Behälter zu gelangen, in dem der gleiche Vorgang stattfindet, bis das 'Wasser schließlich durch Stutzen r in einen ..Sammelbehälter abfließt.
:Bei beiden Ausführungsformen kann je inach dem Gehalt des Rohwassers an Gasen und den gestellten Ansprüchen die Anzahl der Wiederholungen des Vorganges beliebig vermehrt oder vermindert werden.
'Bei eisenhaltigem Wasser kann die Entgasung sowohl vor wie nach der Enteisenung vorgenommen werden; im ersteren Falle wird die Enteisenung durch die Entgasung gleich-. zeitig wirksam eingeleitet, so daß das so behandelte Wasser nur noch gefiltert zu werden braucht, um auch eisenfrei zu werden'-
Es ist nicht nötig, daß der Wasserverschluß im Innern des Behälters angebracht wird, er kann auch äußerhalb angeordnet werden.

Claims (1)

  1. "Patent-Anspruch: ■ . :
    Verfahren zur Austreibung von freier Kohlensäure und Schwefelwasserstoff aus Brunnenwasser durch wiederholte Behandlung mit Luft und Zerstäubung durch Aufprall, dadurch gekennzeichnet, daß das in einer Abteilung von Gas befreite Wasser durch, einen Wasserverschluß inrdieolächste Abteilung fließt, wo; es aufs-neue-.mit 'Luft •behandelt wird.
    Hierzu ν Blatt Zeichnungen.
DE1913291347D 1913-06-15 1913-06-15 Expired DE291347C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE291347T 1913-06-15

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DE1913291347D Expired DE291347C (de) 1913-06-15 1913-06-15

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DE (1) DE291347C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1017990B (de) * 1953-08-04 1957-10-17 Philipp Mueller Nachf Eugen Bu Belueftungsvorrichtung fuer Rohwasser
DE969667C (de) * 1948-11-04 1958-07-03 Ferdinand Wultsch Dr Ing Vorrichtung zum Entgasen von Fluessigkeiten

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969667C (de) * 1948-11-04 1958-07-03 Ferdinand Wultsch Dr Ing Vorrichtung zum Entgasen von Fluessigkeiten
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