DE2914376C2 - Zweiflügelige Tür mit Schloß-Einstecktaschen - Google Patents
Zweiflügelige Tür mit Schloß-EinstecktaschenInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05C—BOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
- E05C7/00—Fastening devices specially adapted for two wings
- E05C7/04—Fastening devices specially adapted for two wings for wings which abut when closed
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine zweiflügelige Tür,
bestehend aus einem Geh- und einem Standflügel, von denen jeder eine in ihren Abmessungen mit der anderen
übereinstimmende und einander gegenüber an gleich hoher Stelle gelegene Einstecktasche aufweist, mit einem
am Gehflügel angeordneten Fallen-Riegel-Einsteckschloß und mit einem am Standflügel angeordneten
Treibriegelschloß zur Betätigung von Treibriegelstangen, die in einem falznah gelegenen, von oben nach
unten durchgehend verlaufenden Führungskanal untergebracht sind. Bei Holztüren wird dieser Führungskanal
regelmäßig von einer durchgehend eingefrästen, anschließend durch einen Verleimer abgedeckten Nut gebildet,
während bei Stahltüren dafür zumeist entsprechende Führungsrohre verwendet werden.
Zweiflügelige Türen obiger Art sind z. B. nach der US-PS 13 46 670 oder der DE-OS 26 11 359 bekannt. Je
nach Verwendungsvorschrift und Beschaffenheit ihrer in die Einstecktaschen einzusetzenden Schlösser können
solche Türen als Feuerschutztüren, als Fluchttüren mit Panikfunktion oder auch als einfache Abschlußtüren
eingesetzt werden. Diese verschiedenartigen Verwendungsmöglichkeiten stellen den Türenhcrsteller vor das
Problem, daß er eine Vielzahl von dem jeweiligen Verwendungszweck entsprechend vorgerichteten Türblättern
fertigen und bereitstellen muß. Da das eine wirtschaftliche
industriemäßige Fertigung erschwert, beschränken sich die Türcnhcrstellcr darauf, eine umsatzstarke
zweiflügelige Türausführung band- bzw. serienmäßig herzustellen und alle anderen Ausführungen jeweils
als Einzelstücke anzufertigen oder sie nachträglich entsprechend abändern zu lassen. Solche Sonderanfertigungen
sind aber recht kostspielig und wegen der Auftragsgebundenheit solcher Anfertigungen auch mit langen
Lieferzeiten belegt Oft werden solche zweiflügeligen Türen, die vornehmlich für Feuerschutzabschlüsse
mit Funktionsnachweis bezüglich ihrer Feuerwiderstandsfähigkeit und Dauerfunktion geprüft sind, dann
nicht mehr zugelassen, wenn nachträglich eine konstruktive Veränderung am Türflügel, beispielsweise eine
entsprechende Schwächung des Türblattcs vorgenommen wird. Somit kann es also zu entsprechenden Überschneidungen
der betreffenden Türanforderungen kommen beispielsweise für den Fall, daß die Türanlage nach
den Forderungen von einer Aufsichtsbehörde in erster Linie als Paniknotausgangstür dienen soll, dagegen von
einer anderen Behörde der Feuerschutz als vorrangig verlangt wird. Ein nachträglicher Umbau der oft schon
am Einsatzort installierten Türen ist dann sehr aufwendig und mit hohen Kosten verbunden. Außerdem muß
dann häufig auch das entsprechende Zulassungsschild an der zweiflügeligen Tür entfernt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine zweiflügelige Tür zu schaffen, deren Flügel hinsichtlich
ihrer fabrikmäßig vorzufertigenden Einstecktaschen so beschaffen sind, daß darin je nach den vorkommenden
Verwendungsmöglichkeiten und nach gewünschter Funktion die verschiedenartigsten Schlösser bzw.
Schlicßelemcnte wahlweise untergebracht werden kön-
jo nen, ohne daß dazu nachträgliche Umbauten oder Aussparungen
an den Türflügeln vorgenommen zu werden brauchen, mithin die Stand- und Gehflügel in nur einer
standardmäßigen Ausführung industriell gefertigt werden können. Diese Aufgabe wird ausgehend von einer
zweiflügeligen Tür der eingangs erwähnten Gattung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im Standflügel
oberhalb der mit der gehflügelseitigcn Einsiecktaschc gleich hoch gelegenen Einstecklasche eine weitere Einstecktasche
zur wahlweiscn Aufnahme des Treibriegelschlosses vorgesehen ist, die ebenfalls in ihren Abmessungen
mit den anderen beiden übereinstimmt, und daß die beiden Einstecktaschen am Standflügcl durch
Blindstulpen abdeckbar sind. Auf diese Weise kann das im Standflügel unterzubringende Treibriegelschloß
wahlweise in der unteren wie auch oberen Einslecklasche eingesetzt werden, während die nicht benötigte
Einstecktasche jeweils durch eine Blindstulpe abgedeckt werden kann, die in ihren Abmessungen zweckmäßigerweise
der zugeordneten Einsteckschloßstulpe entspricht. Bei hochliegender Anordnung des Treibriegelschlosses
kann in die untere Einstecktasche des Standflügels gegebenenfalls aber auch ein mit der unteren
Treibstange zu verbindender Mitnehmerbügel mit einem Falleneinschubnocken und einem Riegelsperrnocken
eingesetzt werden, die mit der Falle bzw. dem Riegel des gehflügelseitigen Einsteckschlosses zusammenwirken.
Auch kann für letzteren Fall in die untere Einstecktasche gegebenenfalls ein Panikschloß mil zwei
Schließlöchern und darin einzuschwenkenden Auslösc-
bo hebeln für die damit zusammenwirkende Falle und den
Riegel des Gchflügcl-Einsteckschlosses eingesetzt werden.
Im Standflügcl können im Bereich der beiden Einstccktaschcn
Türblattlochungcn für das Bctätigungsor-
h") gan des Treibriegclschlosscs vorgesehen sein, die gegebenenfalls
durch Blindroscttcn abdeckbar sind.
In der Zeichnung sind eine vorteilhafte Ausführungsform
der zweiflügeligen Tür nach der Erfindung sowie
einige Schloßausrusiungsmoglichkeiien größtenteils
schema tisch dargestellt Dabei zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf die zweiflügelige Tür, während die
F i g. 2 bis 5 deren verschiedenartigste Schloßausrüstungen wiedergeben.
Die in F i g. 1 abgebildete zweiflügelige Tür besitzt einen Gehflügel 1 und einen Standflügel 2, die über die
Schwenklager 3, 4 am Türrahmen 5 angeschlagen sind. Beide Türflügel können aus Holz, Kunststoff oder Stahl ίο
bestehen. Im Gehflügel 1 befindet sich in üblicher Höhe über dem Boden eine Einsteck tasche 6 für die Aufnahme
eines Fallen-Riegel-Einsteckschlosses. Demgegenüber sind im Standflügel 2 zwei solcher Einstecktaschen
7, 8 vorhanden, die zur wahlweisen Aufnahme eines Treibriegelschlosses geeignet sind, dessen Treibriegelstangen
in einem falznah gelegenen, von oben nach unten durchgehend verlaufenden Führungskanal 9 unterzubringen
sind. Alle drei Einslecktaschen 6, 7 und 8 besitzen die gleichen Abmessungen, insbesondere entsprechend
der DIN-Norm 18 250 Teil 1. Während die Einstecktaschen 6, 8 einen üblichen Schloßnuß-Boden-Abstand
a von 1050 mm haben, besitzt die obere Einstecktasche 7 am Standflügel 2 einen Abstand b von
1500 mm. In der oberen Standflügelecke ist in Verlangerung
des Führungskanals 9 noch eine weitere Aussparung 10 vorgesehen, die der etwaigen Aufnahme eines
Treibriegelstangen-Sperrschlosses dient.
Die beiden Türflügel bzw. -blätter 1, 2 werden einschließlich ihrer abmessungsmäßig übereinstimmenden
Einstecktaschen 6, 7 und 8 sowie der im Standflügel vorhandenen Eckaussparung 10 und des Führungskanals
9 fabrikmäßig hergestellt, um dann an der Einbaustcllc mit den dort jeweils gewünschten, den jeweiligen
Bau- und Behördenvorschriften entsprechenden Schloßausrüslungen versehen werden zu können. Dabei
ist wesentlich, daß die beiden Türflügel, insbesondere auch der Standflügel 2, keinerlei nachträgliche Umbauten
oder gar Schwächungen zu erfahren brauchen, was insbesondere für etwaige Fcuerschutziüren und die
diesbezüglichen Sicherheitsanforderungen von Wichtigkeil ist.
Im Falle der F i g. 2 und 3 ist in die Einstecktasche 6 im
Gehflügel t ein herkömmliches Fallen-Riegel-Einsteckschloß ti eingesetzt, während der Standflügel 2 mit einein
herkömmlichen Treibriegelschloß 12 versehen ist, das über den Beläligungsgriff 12' die beiden im Führungskanal
untergebrachten Treibriegelstangen 13,14 gegenläufig zu verstellen erlaubt, wobei die äußeren
Enden der Treibriegelstangen in entsprechende Schließ-Öffnungen
im Türrahmen bzw. Türboden ein- bzw. davon ausfahren können. Falls die Eckaussparungen 10 im
Standflügel 2 nicht benötigt werden, sind die durch rechtwinkelige Blindstulpcn 15 abgedeckt.
Im Falle der F i g. 2 ist das Treibriegelschloß 12 in die
obere Einstecktasche 7 eingesetzt. In der unteren Einstecktasche 8 ist ein mit der unteren Treibriegelsiangc
14 fest verbundener Mitnehmerbügel 16 untergebracht, der einen Falleneinschubnocken 16' sowie einen Riegelsperrnocken
16" aufweist. In der dargestellten ausge- wi
fahrenen Schließstellung des Treibstangenvcrschlusses greift der Sperrnockcn 16" unter den vorgeschlosscnen
Riegel II' des gehflügelseitig angeordneten Fallen-Ricgel-Kinsteeksehlosses
II. so daß bei abgeschlossenem Gchflügel I dasTrcibricgelsehloU 12 nicht geöffnet wer- br>
den kiinn. Vielmehr ist das Einfahren der Treibriegelsiangcn
13, 14 nur in der eingeschlossenen Stellung des Schloßricgcls II' möglich. Zugleich wird dabei durch
den Falleneinschubnocken 16' die Schlolifalle 11" zurückgedrückt,
so daß beim anschließenden Aufdrücken des Standflügels 2 keinerlei Beschädigungen an der
Schloßfalle 11" oder an deren Schließlochöffnung in der die Einstecktasche 8 am Standflügel 2 abdeckenden
Stulpe 17 auftreten können. Der Riegelsperrnocken 16" liegt in der eingefahrenen Stellung des Treibstangenveischlusses
vor dem eingeschlossenen Schloßriegel 11' wodurch sichergestellt wird, daß der Gehflügel 1 erst
abgeschlossen werden kann, wenn der Standflügel 2 verriegelt ist.
Im Falle der F i g. 3 ist das Treibriegelschloß 12 in die
untere Einstecktasche 8 eingesetzt, -während die dann nicht benötigte obere Einstecktasche 7 durch eine Blindstulpe
18 abgedeckt wird, die die gleichen Abmessungen wie die Stulpe des Treibriegelschlosses und des gehflügelseitigen
Einsteckschlosses besitzt.
Die in den F i g. 4 und 5 dargestellte Schloßausrüstung der zweiflügeligen Tür unterscheidet sich von der vorbeschriebenen
dadurch, daß hier in die gehfiügelseitige Einstecktasche 6 ein Riegel-Fallen-Einsteckschloß 22
mit Panikfunktion und in eine der beiden Einstecktaschen 7 bzw. 8 des Standflügels ein Treibriegelschloß 23
mit Panikfunktion untergebracht ist. Im Falle der F i g. 5
ist das Treibriegelschloß 23 in die untere Einstecktasche 8 eingesetzt Es ist mit zwei in die Schließlöcher für die
Falle und den Riegel des gehflügelseitigen Einsteckschlosses einschwenkbaren Auslösehebeln versehen,
über die bei Betätigen des Treibriegelgriffs 24 die Falle 22' und der Riegel 22" des Riegel-Fallen-Einsteckschlosses
22 zurückzudrücken sind. Die Einstecktasche 7 ist durch die Blindstulpe 18 abgedeckt. Im Falle der
Fig.4 ist das Treibriegelschloß 23' in die obere Einstecktasche
7 eingesetzt, während in der unteren Einstecktasche 8 ein mit zwei entsprechenden Auslösehebeln
ausgerüstetes Panikschloß 25 untergebracht ist. Dessen Auslösehebel sind mit der unteren Treibriegelstange
14 antriebsmäßig so verbunden, daß sie bei deren Einfahren in die entsprechenden Schließlöcher einschwenken
und dadurch die Falle 22' und den Riegel 22" des Riegel-Fallen-Einsteckschlosses 22 zurückdrücken.
Das gegebenenfalls in die obere Eckaussparung 10 einzubauende Sperrschloß erlaubt es, die beim öffnen
des Slandflügels 2 entgegen Federwirkung eingefahrenen Treibriegelstangen 13,14 in ihrer Einfahrstellung zu
blockieren, während beim Schließen des Standflügels durch Auftreffen einer am Sperrschloß vorgesehenen
Hilfsfalle auf eine Auslöseplatte am Türrahmen die Treibriegelstangen 13, 14 für ihre Ausfahrbewegung
freigegeben werden, wodurch ein selbsttätiger Treibriegelverschluß des Standflügels 2 ermöglicht wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Zweiflügelige Tür. bestehend aus einem Geh- und einem Standflügel, von denen jeder eine in ihren
Abmessungen mit der anderen übereinstimmende und einander gegenüber an gleich hoher Stelle gelegene
Einstecktasche aufweist, mit einem am Gehflügel angeordneten Fallen-Riegel-Einsteckschloß und
mit einem am Starrflügel angeordneten Treibriegelschloß zur Betätigung von Treibriegelstangen,
die in einem falznah gelegenen, von oben nach unten durchgehend verlaufenden Führungskanal untergebracht
sind, dadurch gekennzeichnet, daß im Standflügel (2) oberhalb der mit der gehflügelseitigen
Einstecktasche (6) an gleich hoher Steile gelegenen Einstecktasche (8) eine weitere Einstecktasche
(7) zur wahlweiscn Aufnahme des Treibriegelschlosses (t2,23'} vorgesehen ist, die ebenfalls in
ihren Abmessungen mit den anderen beiden (6, 8) übereinstimmt, und daß die beiden Einstecktaschen
(7, 8) am Standflügel (2) durch Blindstulpen (17, 18) abdeckbar sind.
2. Zweiflügelige Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blindstulpe (17 bzw. 18) in
ihren Abmessungen der zugeordneten Einsteckschloßstulpe entspricht.
3. Zweiflügelige Tür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Standflügel (2) im Bereich
der beiden Einstecklaschen (7, 8) Türblattlochungen für das Betätigungsorgan (12' bzw. 24) des
Treibriegelschlosses (12 bzw. 23) vorgesehen sind, die gegebenenfalls durch Blindrosetten abdeckbar
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792914376 DE2914376C2 (de) | 1979-04-10 | 1979-04-10 | Zweiflügelige Tür mit Schloß-Einstecktaschen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792914376 DE2914376C2 (de) | 1979-04-10 | 1979-04-10 | Zweiflügelige Tür mit Schloß-Einstecktaschen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2914376A1 DE2914376A1 (de) | 1980-10-16 |
| DE2914376C2 true DE2914376C2 (de) | 1985-02-21 |
Family
ID=6067911
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19792914376 Expired DE2914376C2 (de) | 1979-04-10 | 1979-04-10 | Zweiflügelige Tür mit Schloß-Einstecktaschen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2914376C2 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1346670A (en) * | 1916-04-08 | 1920-07-13 | Sargent & Co | Panic-bolt mechanism |
| DE2611359C2 (de) * | 1976-03-18 | 1983-08-04 | Scovill Sicherheitseinrichtungen Gmbh, 5620 Velbert | Treibstangenverschluß für Türflügel |
-
1979
- 1979-04-10 DE DE19792914376 patent/DE2914376C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2914376A1 (de) | 1980-10-16 |
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