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Verfahren und Schaltungsanordnung zum Schutz von Fehl-
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schaltungen von Rundsteuerempfängern Zusatz zu VPA 78 P 3096 BRD -
Aktenzeichen P 28 23 601.3-34.
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schutz von durch Störimpulsen
hervorgerufenen Fehlschaltungen von Rundsteuerempfängern, welche auf einen Vorwahlbefehl
und ein auf diesen ausschließlich zugeordnetes Doppelkommando für den Ein- und Aus-Befehl
ansprechen.
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Die Erfindung betrifft ferner eine Schaltungsanordnung zur Durchführung
des Verfahrens, wobei der Rundsteuerempfänger einen Eingangsteil, einen nachgeschalteten
Decoder sowie eine Verknüpfungsstufe aufweist, die eingangsseitig einerseits direkt
mit dem Decoder, andererseits über einen Vorwahl speicher mit dem Decoder in Wirkverbindung
steht, und wobei mindestens ein Ausgangsschaltglied des Rundsteuerempfängers durch
die Verknüpfungsstufe betätigbar ist.
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Um Fehlschaltungen durch Störimpulse zu verhindern, hat man bisher
bei Rundsteueranlagen sogenannte berwachte Vorwahlen oder komplizierte Vorwahladressen,
wie (g) gewählt. Damit kann ohne Zweifel die Sicherheit gegen Fehlschaltungen erheblich
erhöht werden.
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Erfolgt Jedoch während einer Steuerimpulsfolge die Anerkennung der
Vorwahl im Rundsteuerempfänger, so ist im weiteren Verlauf der Steuerimpulsfolge
das Doppelkommando für den Ein- und Aus-Befehl genausowenig geschützt, wie ein Doppelkommando
ohne Vorwahl. Der Vorteil der bisherigen Methode mit Vorwahl liegt nur darin, daß
ein Doppelkommando mit Vorwahl nicht bei Eingang Jeder Steuerimpulsfolge ansprechbar
ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs
beschriebenen Art derart zu verbessern, daß nach Anerkennung der Vorwahl im Empfänger
auch das nachfolgende und der Vorwahl ausschließlich zugeordnete Doppelkommando
gleichermaßen gegen Fehlschaltungen abgesichert ist.
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Diese Aufgabe wird mit dem erfindungsgemäßen Verfahren dadurch gelöst,
daß die Ein- und Aus-Befehle des Doppelkommandos dahingehend überwacht werden, daß
nur dann eine Schalthandlung freigegeben wird, wenn nur einer dieser Befehlsimpulse
während einer Steuerimpulsfolge vorliegt.
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Es ist vorteilhaft, wenn der erste Befehlsimpuls des Doppelkommandos
oder ein zu diesem Zeitpunkt anstehender Störimpuls zumindest bis zum möglichen
Eintreffen des zugeordneten zweiten Befehlsimpulses oder eines Störimpulses gespeichert
wird und daß die Speicherung durch einen zweiten Befehlsimpuls bzw. einen zu diesem
Zeitpunkt
anstehenden Störimpuls gels'sucht wird.
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Es ist vorteilhaft, wenn nur bei ungelöschter Speicherung durch einen
Aufrufbefehl des Decoders das Ausgangsschaltglied betatigt wird.
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Der Aufrufbefehl kann am Ende der Laufzeit einer internen Zeitstufe
abgegeben werden.
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Eine bevorzugte Schaltungsanordnung zur DurchfUhrung des Verfahrens
besteht darin, daß zwischen die Verknüpfungsstufe und das Ausgangsschaltglied eine
Logikstufe geschaltet ist, die auch mit einem Aufrufausgang des Decoders verbunden
ist und die nur dann einen Schaltimpuls an das Ausgangsschaltglied weitergibt, wenn
innerhalb einer Impulssendung bis zum Zeitpunkt des Anstehens eines Aufrufbefehls
in der Logikstufe lediglich ein Ausgangsimpuls der Verknüpfungsstufe registriert
wurde.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Schaltungsanordnung besteht
darin, daß die Logikstufe einen Zähler mit dem Fassungsvermögen von 1 Bit und ein
UND-Gatter aufweist, wobei der mit dem Ausgang der Verknüpfungsstufe verbun dene
Eingang der Logikstufe mit dem Eingang des Zählers verbunden ist, dessen Ausgangssignal
am einen Eingang des UND-Gatters ansteht, dessen zweiter Eingang den mit dem Aufrufausgang
des Decoders verbundenen Aufrufeingang der Logikstufe bildet, und wobei der Ausgang
der Logikstufe mit dem Ausgang des UND-Gatters verbunden ist.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles
in den Figuren 1 bis 7 näher erläutert.
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Figur 1 zeigt eine Impulsschablone des Rundsteuerempfängers, die die
Programmierung des Empfängers und damit die Selektion der für den Rundsteuerempfänger
bestimmten
Impulssendung oder Steuerimpulsfolge aus der Gesamtheit
der über das elektrische Versorgungsnetz übermittelten Impulssendungen oder Steuerimpulsfolgen
vornimmt. Mit dem Bezugszeichen 1' ist hierbei das Impulsfenster ftir den Startimpuls
bezeichnet. Der Einfachheit halber sind für die Vorwahl nur die beiden Impulsfenster
2' und 3' (überwachte Vorwahl) vorgesehen. Hierbei wird daraufhin überwacht, daß
in der eingehenden Impulssendung oder Steuerimpulsfolge in dem Impulsfenster 2'
ein Vorwahlimpuls auftritt, daß dagegen in das Impulsfenster 3' kein Impuls der
Steuerimpulsfolge fällt. Die Impulsfenster 2' und 3' für die Vorwahlimpulse befinden
sich in einem vorgegebenen zeitlichen Abstand vom Impulsfenster 1' für den Startimpuls,
so daß nur eine für den betreffenden Rundsteuerempfänger vorgesehene Impulssendung
oder Steuerimpulsfolge von diesem Rundsteuerempfänger als für ihn bestimmt empfangen
wird. Ebenfalls in einem bestimmten zeitlichen Abstand von dem Impulsfenster 1'
für den Startimpuls befinden sich die Impulsfenster 5' und 6' des Doppelkommandos
4 für den Ein- und Aus-Befehl, wobei z.B.
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dem Impulsfenster 5' der Ein-Befehl und dem Impulsfenster 6' der Aus-Befehl
zugeordnet ist. Sowohl die Lage der beiden Impulsfenster 5' und 6' zueinander als
auch die Lage zwischen dem Impulsfenster 3' und dem Ende der Auswertung kann entsprechend
der verwendeten Steuerimpulsfolge unterschiedlich sein.
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Figur 2 zeigt eine Impulssendung oder Steuerimpulsfolge mit einer
von dem beschriebenen Rundsteuerempfänger anerkannten Steuerimpulsfolge, wie sie
durch die Impulsschablone des Rundsteuerempfängers in Figur 1 festgelegt ist. Folgt
dem Startimpuls 1 der Vorwahlimpuls 2, der die Vorwahl für das Doppelkommando 4
darstellt, und folgt schließlich ein Impuls 5 in dem Impulsfenster 5' der Figur
1, so wird eine Schalthandlung ausgelöst, bei der
beispielsweise
ein als Ausgangsschaltglied 13 dienendes Relais zum Einschalten gebracht wird.
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Figur 3 zeigt eine Impulssendung, die ebenfalls vom Rundsteuerempfänger
anerkannt wird. Im Gegensatz zu der Impulsfolge nach Figur 2 tritt hier ein Impuls
6 auf, der in das dem Ausschaltbefehl zugeordnete Impulsfenster 6' der empfängerseitigen
Impulsschablone fällt, und der eine Ausschaltung des Ausgangsschaltgliedes 13 zur
Folge hat.
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Das Impulsfenster 3 der Impulsschablone des Rundsteuerempfängers darf
im Rahmen der Impulssendung nach Figur 2 und 3 keinen Impuls oder eine impulsähnliche
Störung registrieren, da sonst die Vorwahl rückgängig gemacht wird und eine Schalthandlung
des Ausgangsschaltgliedes unterbleibt.
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Figur 4 zeigt das Prinzipschaltbild eines Rundsteuerempfängers, dessen
Eingangsteil 7 über Leitungen 8 der Netzspannung zugeführt ist. Im Eingangsteil
7 werden die der Netzspannung überlagerten, die Impulssendung darstellenden Tonfrequenzssignale
ausgesiebt und einem Decoder 9 zugeleitet. Beim Anerkennen der Vorwahl - hierfür
muß der dem Impulsfenster 2' der Impulsschablone des Rundsteuerempfängers entsprechende
Impuls vorhanden sein, der dem Impulsfenster 3 zugeordnete Impuls der Impulssendung
darf nicht vorhanden sein - wird der Vorwahlspeicher 10 gesetzt, welcher ein Signal
auf eine Verknüpfungsstufe 11 gibt. Der Verknüpfungsstufe 11 ist ferner über eine
Leitung 12 der Ein- bzw. Aus-Befehlsimpuls 5 oder 6 des Doppelkommandos 4 zugeführt.
Bei dem herkömmlichen Verfahren gibt beim Eintreffen des entsprechenden Steuerimpulses
über die Leitung 12 die Verknüpfungsstufe 11 sofort ein Kommando an das Ausgangsschaltglied
13 ab.
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Erfindungsgemäß ist nun aber, um das Doppelkommando 4
nach
Figur 1 gegen Störimpulse zu schützen, zwischen der Verknüpfungsstufe 11 und dem
Ausgangsschaltglied 13 eine Logikstufe 14 eingeschaltet, die die Ein- und Aus-Befehlsimpulse
der Verknüpfungsstufe 11 überwacht und diese nur dann zu dem Ausgangsschaltglied
13 durchschaltet, wenn nur ein Impuls eingegangen ist und über eine Aufrufleitung
15 vom Decoder 9 ein entsprechendes, den Aufrufbefehl darstellendes Signal kommt.
Der Aufrufbefehl kann aus der Impulssendung abgeleitet sein. Der Aufrufbefehl kann
auch am Ende der Laufzeit einer internen Zeitstufe abgegeben werden, wobei diese
Zeitstufe bei Eingang einer Impulsfolge, beispielsweise durch den Startimpuls 1,
in Gang gesetzt wird. Das Laufzeitende der internen Zeitstufe muß zwangsläufig zeitlich
hinter dem Doppelkommando liegen.
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Die Wirkungsweise dieser Schaltung wird anhand der Figuren 5 und 6
erläutert. In Figur 5 ist eine Steuerimpulsfolge dargestSlt, die zunächst der in
Figur 2 dargestellten Steuerimpulsfolge entspricht. Beim herkömmlichen Aufbau eines
Rundsteuerempfängers würde dies bedeuten, daß bei Eintreffen der Impulse 2 und 5
das Ausgangsschaltglied 13 eingeschaltet wird. Würde nun beispielsweise ein Störimpuls
16 auftreten, der zeitlich in das Ausschaltimpulsfenster 6' fällt, so würde - ohne
die Erfindung - die durch den Impuls 5 eingeleitete Schalthandlung unmittelbar wieder
rückgängig gemacht werden, da auch ein solcher Impuls 16 durch die Vorwahl nicht
mehr blockiert werden kann. Aus diesem Grunde ist erfindungsgemäß die Logikstufe
14 vorgesehen, die nur dann einen Befehl an das Ausgangsschaltglied 13 weitergibt,
wenn bis zum Aufruf nur ein einziger Befehl für das Doppelkommando 4 eingegangen
ist.
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Figur 6 zeigt eine durch lange Störimpulse 17 und 18 gestörte Impulsfolge.
Bei Auftreten eines Störimpulses 17
würde bekannterweise die Vorwahl
blockiert, weil der Störimpuls 17 in das Impulsfenster 3' fällt, das bei einer ordnungsgemäßen
Impulsfolge unbelegt bleiben muß.
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Ein Störimpuls 18, der zeitlich mit dem Doppelkommando 4 zusammenfällt,
würde - selbst wenn ein ordnungsgemäßer Vorwahlimpuls 2 einginge und die Vorwahl
damit anerkannt würde - die Logikstufe 14 sperren, weil für das Doppelkommando 4
sowohl der Ein- und Aus-Impuls 5 bzw. 6 empfangen werden.
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Der Vorwahlimpuls 2 darf immer nur dann gesendet werden, wenn entweder
der Einschaltimpuls 5 oder der Ausschaltimpuls 6 gesendet werden, da bei dem Verfahren
mit mindestens einem korrekten Impuls gerechnet wird. Geht ein korrekter Vorwahlimpuls
2 ein, ohne daß ein Ein- oder Aus-Befehlsimpuls 5 oder 6 auftritt, würde ein in
das Impulsfenster 5' oder 6' fallende Störimpuls eine korrekte Impulssendung vortäuschen.
Insofern ist die Vorwahl dem Doppelkommando 4 ausschließlich zuzuordnen.
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Figur 7 zeigt den schaltungstechnischen Aufbau der Logikstufe 14.
Die Logikstufe 14 umfaßt einen Zähler 19 mit einem Fassungsvermögen von 1 Bit. Der
Eingang des Zählers 19 ist mit dem Eingang der Logikstufe 14 verbunden, so daß hier
das Ausgangssignal der Verknüpfungsstufe 11 ansteht. Am Ausgang des Zählers 19 steht
somit innerhalb einer Impulssendung bei Eingang eines von der Verknüpfungsstufe
kommenden Impulses der Wert 1, bei Eingang von zwei Impulsen der Wert O an. Ferner
weist die Logikstufe 14 ein UND-Gatter 20 mit zwei Eingängen auf. Dem einen Eingang
des UND-Gatters 20 ist das Ausgangssignal des Zählers 19 zugeführt. Über den zweiten
Eingang des UND-Gatters 20 ist ein Aufrufbefehl, der beispielsweise am Ende einer
Steuerimpulsfolge vom Decoder abgegeben wird, zuführbar. Der Ausgang des UND-Gatters
20 ist mit dem Ausgangsschaltglied 13 verbunden. Weist der Ausgang des
Zählers
19 den Wert 1 auf - dies kann nur dann der Fall sein, wenn ein und nur ein Ein-
oder Aus-Befehl in der eingegangenen Steuerimpulsfolge enthalten ist - und geht
ein Aufrufbefehl am zweiten Eingang des UND-Gatters 20 ein, erfolgt die vorgesehene
Schalthandlung durch Ansteuerung des Ausgangsschaltgliedes 13 über das UND-Gatter,
da in diesem Fall die UND-Bedingung erfüllt ist.
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Weist die Impulsfolge für beide Impulsplätze 5 und 6 des Doppelkommandos,
beispielsweise durch eine Störung, neben dem ordnungsgemäßen Ein- oder Aus-Befehlsimpulse
einen weiteren Impuls auf, dann empfängt der Zähler 19 von der Verknüpfungsstufe
her kommend zwei Impulse, so daß sein Ausgangssignal den Wert 0 aufweist. In diesem
Fall ist die UND-Bedingung des UND-Gatters 20 nicht meh erfüllt, so daß keineSchalthandlung
am Ausgangsschaltglied veranlaßt wird.
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7 Figuren 6 Patentansprüche