DE2916281C2 - Druckkammerlautsprecher mit Horn - Google Patents
Druckkammerlautsprecher mit HornInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Druckkammerlautsprecher mit Horn, insbesondere Exponentialhorn, wobei
der Innenraum des Horns mit der Druckkammer über einen Ringspalt, dessen Innenrand durch den Außenrand
einer Scheibe begrenzt ist, und parallel zum Ringspalt durch eine in der Scheibe vorgesehene
Aussparung in Verbindung steht, wobei die eine Seite der Scheibe der Membran des Lautsprechers dicht
benachbart ist.
Ein derartiger Lautsprecher ist aus der US-PS 16 430, Fig. 1 bis 5 bekannt. Dieser bekannte
Lautsprecher weist im Innenraum in einem Abstand von der Scheibe an deren der Membran abgewandten Seite
einen kegelförmigen Schallführungskörper auf, der an seiner der Scheibe zugewandten Seite noch einen
Resonanzhohlraum aufweist Bei diesem bekannten Lautsprecher, wie auch bei anderen Lautsprechern mit
einem kegelförmigen Schallführungskörper im Innenraum des Horns, hat die Fachwelt bisher die Auffassung
vertreten, daß ein solcher kegelförmiger Schallführungskörper erforderlich ist, um von der Membran her
in Richtung auf das offene Ende des Horts zu eine
ίο allmähliche Querschnittserweiterung des Innenraums
des Horns zu erzielen. Derartige Schallführungskörper sollen bekanntlich eine Erhöhung der abgestrahlten
Schall-Leistung im Vergleich zu einem Lautsprecher ohne derartigen Schali/ührungskörper bewirken.
ι- Der bekannte Lautsprecher ist wegen des innerhalb
des Horns angeordneten Kegels aufwendig in der Herstellung. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
einen Lautsprecher der eingangs geschilderten Art zu schaffen, der sich einfacher herstellen läßt, ohne daß
hierdurch schwerwiegende Nachteile hinsichtlich der Eigenschaften der Schallabstrahlung bewirkt werden.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die andere Seite der Scheibe, also die der
Membran abgewandte Seite, die hintere Begrenzung des Innenraums des Horns bildet, der von Schallführungselementen
frei bleibt
Diese erfindungsgemäße Lehre ist gleichbedeutend
mit der Anweisung, bei dem oben näher bezeichneten bekannten Lautsprecher den kegelförmigen Schallführungskörper
einfach fortzulassen.
Ein Vorteil der Erfindung liegt darin, daß deswegen, weil ein Kegel beim erfindungsgemäßen Lautsprecher
nicht vorhanden ist, die Herstellung des Lautsprechers erheblich vereinfacht ist Trotz dieser Vereinfachung
ergibt sich gegenüber dem bekannten Lautsprecher offenbar ein gleichmäßigerer Frequenzgang. Weiter hat
es sich gezeigt, daß es die Erfindung auch möglich macht, den Frequenzbereich des Lautsprechers gegenüber
solchen Lautsprechern mit kegelförmigem Schallführungskörper,
die keine einen Ringspalt begrenzende Scheibe mit zusätzlicher Aussparung aufweisen, die sich
also von dem oben näher bezeichneten Lautsprecher unterscheiden, zu erweitern: während diese bekannten
Lautsprecher mit einer oberen Frequenzgrenze bis 20 000 Hz nach DIN 45 500 Blatt 7 einen mehr oder
weniger starken Schalldruckabfall ab 10 000 Hz aufweisen, der bei 12 500 Hz schon 8 dB gegenüber 1000 Hz
betragen kann, kann der erfindungsgemäße Lautsprecher, wie das später beschriebene Ausfuhrungsbeispiel
zeigt, ohne Schwierigkeiten so ausgebildet sein, daß sein Frequenzbereich bis 20 000 Hz innerhalb einer Toleranz
von ±2 dB reicht.
Orientierende Messungen lassen den Schluß zu, daß der erfindungsgemäße Lautsprecher gegenüber dem in
der obengenannten US-Patentschrift gezeigten Lautsprecher
zwar innerhalb eines kleineren Frequenzbereichs einen etwas geringeren Schalldruck aufweist. So
war bei einer Messung im Bereich von 2000 Hz bis 4500 Hz (bei Verwendung eines Kegels ohne Resonanzhohlraum)
und bei einer anderen Messung im Bereich von 2000 Hz bis 3000 Hz (bei Verwendung eines Kegels
mit Resonanzhohlraum) in einer Entfernung von 1 m bei einem Schalldruckpegel von ca. 100 dB der Schalldruck
um etwa 3 dB bzw. 2 dB geringer. Dies wird jedoch überraschend dadurch ausgeglichen, daß der erfindungsgemäße
Lautsprecher einen sehr viel gleichmäßigeren Frequenzgang hat als die bei der orientierenden
Messung verwendeten Lautsprecher, bei denen im
ersten Fall in einem Frequenzbereich zwischen 4500 Hz und SOOO Hz ein Schalldruckabfall um maximal 8 dB
auftrat und im zweiten Fall in einem Frequenzbereich zwischen 4000 Hz und 8000 Hz ein Schalldruckabfall
von maximal 1OdB auftrat, verglichen mit dem erfindungsgemäßen Lautsprecher.
Die Luftsäule in dem von Schallführungskörpern freien Bereich des Halses des Horns wird beim
erfindungsgemäßen Lautsprecher nicht nur im Bereich des relativ zum Halsquerschnitt nur einen relativ kleinen
Querschnitt aufweisenden Ringspalts angeregt, sondern durch die Aussparung auch in einem Bereich, der vom
Ringspalt zur Achse des Horns hin versetzt ist. Die Wirkungsweise der Erfindung beruht möglicherweise
darauf, daß durch diese zusätzliche Anregung der Luftsäule, die mit der Anregung im Bereich des
Ringspalts im wesentlichen gleichphasig ist, eine weitgehend gleichmäßige Anregung der Luftsäule, die
die Bildung von Wirbeln verhindert, ermöglicht ist.
Die Aussparung kann als zum Rand der Scheibe hin offener Schlitz ausgebildet sein, wobei die Form des
Schlitzes passend gewählt sein kann. Die Aussparung kann auch als Loch ausgebildet sein, wobei sie also keine
Verbindung mit dem Ringspalt aufweist Vorzugsweise ist die Aussparung als einziges zentrisch zum Ringspalt
angeordnetes Loch ausgebildet, wie auch bei dem bekannten Lautsprecher.
Der für den jeweiligen Anwendungsfall optimale Durchmesser oder allgemeiner Querschnitt des Lochs
oder der Aussparung wird zweckmäßigerweise durch Versuche ermittelt Ist der Durchmesser des Lochs zu
klein, so ist die durch das Loch bewirkte zusätzliche Anregung der Luftsäule zu gering, ist der Durchmesser
zu groß, so erfolgt ein zu starker Abfall der durch die Druckkammer bewirkten Drucküberhöhung, wodurch
der Vorteil des Vorhandenseins einer Druckkammer, nämlich eines erhöhten Wirkungsgrads, verloren ginge.
Die Anpassung der Krümmung der Scheibe an die Krümmung der Membran bewirkt, daß die beim
Schwingen der Membran auftretende Volumenänderung des zwischen der Membran und der dieser
zugewandten Fläche der Scheibe begrenzten Raumes maximiert werden kann, weil sich die Membran der
genannten Fläche überall bis auf einen u. a. aus Fertigungsgründen noch erforderlichen Mindestabstand
von beispielsweise 0,2 mm näher;] kann, wodurch eine
hohe Drucküberhöhung möglich ist, und dies kann auch für die durch die Aussparung bewirkte zusätzliche
Anregung der Luftsäule im Horn von Vorteil sein.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung, bei der
eine Kalottenmembran verwendet ist, weist diese Membran in an sich bekannter Weise einen die Kalotte
ringförmig umgebenden Bereich mit einem bogenförmigen Querschnitt auf, und die Wandung der Druckkammer
ist dem ringförmigen Bereich dicht benachbart angeordnet und an dessen Krümmung angepaßt. Auch
hierdurch wird eine möglichst große Drucküberhöhung begünstigt
Da der erfindungsgemäße Lautsprecher beispielsweise bis zu einer oberen Frequenzgrenze von 20 000 Hz
bei einer Toleranz von 2 dB verwendet werden soll, kann der Fall eintreten, daß aufgrund der Eigentümlichkeiten
der bei einem bestimmten Lautsprecher verwendeten Membran innerhalb des über der Frequenz
aufgetragenen Schalldruckverlaufs bei hohen Frequenzen ein geringer Pegelabfall auftritt. Es wurde gefunder,
daß sich ein derar'.iger Pegelabfall leicht dadurch korrigieren läßt, daß das Exponentialhorn mit einer
geringeren Durchmessererweiterung pro Längeneinheit ausgebildet wird als bisher üblich, das Exponentialhorn
wird also schlanker ausgebildet und gegebenenfalls geringfügig gegenüber dem bekannten Horn verlängert.
Während das bekannte Horn eine Durchmesserzunahme von exp 27 pro Meter aufweist, hat es sich als
vorteilhaft erwiesen, mit einer Durchmessererweiterun£ von ungefähr exp 16 pro Meter zu arbeiten.
Um den Übertragungsbereich des erfindungsgemäßen
Lautsprechers zusätzlich auch nach tiefen Frequenzen zu erweitern, ist bei einer Ausführungsform der
Erfindung, bei der der Lautsprecher einen Ringmagneten aufweist, der Kern des Ringmagneten, der in die
Schwingspule des als dynamischer Lautsprecher ausgebildeten Lautsprechers eintaucht, durchbohrt, und an
der der Membran abgewandten Seite des Ringmagneten ist eine mit der Bohrung des Kerns in Verbindung
stehende luftgefüllte Kammer angeordnet, also ein rückseitig angekoppeltes Luftvolumen vorgesehen.
Hierdurch wird die wirksame Rückstellkraft für die Membran verringert und somit üü; Resonanzfrequenz
der Aufhängung nach tieferen Freque.izen hin verschoben.
Es kann zweckmäßig sein, zur Verhinderung von unerwünschten Resonanzen in der Kamme·· Dämpfungsmaterial
anzuordnen, beispielsweise luftdurchlässigen IiIz. Durch die geschilderten Maßnahmen wird das
Horn in seinem unteren Übertragungsbereich klirrärmer. Es versteht sich, daß die untere Grenzfrequenz des
Lautsprechers nicht nur von der Aufhängungsresonanz abhängt
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben und erläutert
Es zeigt
F i g. 1 einen vereinfachten Längsschnitt durch das Magnetsystem eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Lautsprechers,
F i g. 1 einen vereinfachten Längsschnitt durch das Magnetsystem eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Lautsprechers,
Fig. 2 einen Schnitt entsprechend der Linie Ii-N in F i g. 3 durch ein Flanschstück, das gemeinsam mit der
Membran die Druckkammer bildet, gegenüber dem
Maßstab der F i g. 1 und 3 auf das Doppelte vergrößert F i g. 3 eine Aufsicht auf das in F i g. 2 gezeigte Teil in
Richtung des Pfeils III,
F i g. 4 einen Längsschnitt durch das Exponentialhorn des Lautsprechers und
Fig.5 eine Darstellung des Früquenzgangs des
erfindungsgemäßen Lautsprechers.
Der Kern 2 des in bekannter Weise als Ringmagnet ausgebildeten Magneten i weist eine zentrische
durchgehende Bohrung 3 auf, und außerdem sind vom Boden 4 des Magneten her vier Bohrungen 5 parallel zur
Bohrung 3 in den Magneten 1 eingebracht, die in einen Hohlraum 6, der den Kern 2 umgibt, münden; mit
diesem Hohlraum 6 steht wiederum der ringförmige Luftspalt 7 des Magneten 1 in Verbindung. Auf den
unteren, dem Luftspalt 7 abgewandten Tzil des Magneten ist eine Kunststoffkappe 8 dichtschließend
aufgesetzt, deren Boden 9 vom Boden 4 des Magneten 1 einen Abstand von im Beispiel 11 mm aufweist, und in
die hierdurch g-bildete Kammer 10 ist eine Scheibe aus luftdurchlässigem Filz 11 zur Dämpfung von Resonanzen
eingelegt. Durch die Kammer 1Ö, die über die Bohrung 3 und die Bohrung 5 mit der Unterseite, also
der dem Magneten zugewandten Seite der noch zu beschreibenden Membran in Verbindung steht, wird
bewirkt, daß dio Härte des an der Unterseite der Membran wirksamen Luftkissens durch die Vergrößerung
des mit der Unterseite der Membran in Verbindung stehenden Luftvolumens verringert wird
und dadurch die Aufhängungsresonanzfreqiienz der
Membran verringert wird.
Das in F i g. 2 gezeigte Teil 15 ist beim fertig montierten Lautsprecher auf die der Kappe 9
abgewandle Seite des Magneten 1 so aufgesetzt, daß die
Oberseite 14 des Magneten an einer Fläche 16 des Teils
15 dicht anliegt. F.ine als Kalottenmerrbran ausgebildete
Membran 20 weist einen mittleren kartenförmigen Abschnitt 21 auf und einen diesen ringförmig umgebenden
Abschnitt 22, der im Querschnitt einen nach außen. al'io vom Magneten 1 weg gerichteten bogenförmigen
Verlauf hat, wie F i g. 2 zeigt. Kine mit der Membran 20
in bekannter Weise verbundene Schwingspule 23 taucht in den Luftspalt 7 ein. Die Membran 20 ist im Teil 15
dadurch gehalten, daß ihr Rand 25 zwischen einer ringförmigen Schulter 26 des Teils 15 und einem
Haltering 27 eingeklemmt ist, dessen Unterseite sich wiederum an der Oberseite 14 des Magneten 1 abstützt.
Das Teil 15 ist am Magneten I durch nicht dargestellte Schrauben befestigt, die durch Schraubenlöcher 30
hindurchgehen.
Das Teil 15 trägt einen Gewindestutzen 31 mit Innengewinde, an dem bei fertig montiertem Lautsprecher
ein Exponentialhorn 32 (Fig. 4) mit einem Gewinde 33 angeschraubt ist. Der Hals 34 des
Exponentialhorns 32 geht ohne Durchmessersprung in eine im wesentlichen kreisförmige Aussparung 35 des
Teils 15 über, die eine Länge von 3 mm und einen Durchmesser von 22 mm hat. Zentrisch innerhalb der
Aussparung 35 ist eine Scheibe 38 von vier Stegen 40 gehalten, deren nach außen gerichtete Enden in die
Wandung der Aussparung 35 übergehen. Die Scheibe 38 zeigt in der Aufsicht der Fig. 3 einen kreisförmigen
Umriß, sie ist einem Kugelschalensegment ähnlich, weist jedoch in ihrem mittleren Bereich, also in der
Umgebung der Achse der gesamten Lautsprecheranordnung, ihre größte Dicke auf und wird nach ihrem
äußeren Rand zu immer dünner. Diese größte Dicke beträgt im Ausführungsbeispiel 0.5 mm. Die Krümmung
der der Membran 20 zugewandten Innenfläche 42 der Scheibe 38 ist so gewählt, daß sie von dem mittleren
kartenförmigen Abschnitt 21 der Membran 20 einen im wesentlichen gleichmäßigen Abstand einhält, im
Ruhezustand beträgt dieser Abstand 03 mm.
Genau im Zentrum der Scheibe 38 ist ein genau in Achsrichtung der Lautsprecheranordnung verlaufendes
Loch 44. das die Scheibe 38 durchsetzt, vorgesehen; das
Loch 44 hat einen Durchmesser von 3,5 mm. nimmt also nur einen kleinen Flächenbereich der Gesamtfläche der
Scheibe 38 ein. Der äußere Rand 46 der Scheibe 38 hat von der Wandung der Aussparung 35 einen Abstand
von 2,75 mm. Dieser zwischen der Scheibe 38 und der Aussparung 35 bestehende Ringspalt 48 ist lediglich
durch die vier Stege 40 unterbrochen. Der in Fig.3 eingezeichnete Schnitt II-II ist so gelegt, daß im linken
Teil der F i g. 2 dieser Ringspalt sichtbar ist. im rechten Teil einer der Stege 40. Der Steg 40 hat eine in der
Aufsicht der F i g. 3 sichtbare Breite von 2 mm und eine im Schnitt der F i g. 2 sichtbare Höhe von 23 mm. Die
der Membran 20 abgewandte Außenseite 50 des Stegs 40 fluchtet mit der am weitesten außen liegenden Stelle
der Scheibe 38 und liegt der Membran 20 um 05 mm näher als das der Membran 20 abgewandte Ende der
Wandung der Aussparung 35.
Der Durchmesser der Scheibe 38 beträgt 16,5 mm und
ist damit nahezu so groß wie der Durchmesser des
kartenförmigen Abschnitts 21 der Membran 20, der dem Durchmesser der Schwingspule 23 gleich ist und
18.5 mm beträgt. Der ringförmige Abschnitt 22 der Membran 20 ist von außen her etwas mehr als bis zur
halben Breite durch einen nach innen gerichteten ringförmigen Vorsprung 54 überdeckt, dessen koaxial
zur Achse der gesamten Lautsprecheranordnung verlaufende zylindrische Fläche die Außenfläche der
Aussparung 35 bildet. Die dem Abschnitt 22 der Membran 20 zugewandte Fläche 56 des Vorsprungs 54
ist rr.it einem Radius von 2 mm abgerundet, wie der Schnitt der F i g. 2 zeigt; hierdurch verläuft diese
Innenfläche 56 im Bereich ihrer Krümmung in nur einem geringen Abstand von dem ringförmigen Abschnitt 22
der Membran. Die gekrümmte Innenfläche 56 geht in Richtung auf die Achse 60 der gesamten Lautsprechei anordnung
zu in einen ebenen parallel zur Fläche 16 verlaufenden Bereich über, wie die F i g. 2 zeigt, und in
diesem Bereich nimmt in Richtung auf die Achse 60 zu der Abstand zwischen dem ebenen Teil der Fläche 56
und dem ringförmigen Abschnitt 22 der Membran wieder zu. Durch den Ringspalt 48 hindurch ist, wie
Fig. 2 zeigt, sowohl ein Teil des ringförmigen Abschnitts 22 als auch der äußerste Teil des
kartenförmigen Abschnitts 21 der Membran 20 sichtbar.
Die Druckkammer des Lautsprechers wird auf ihrer einen Seite durch die Membran 20 begrenzt, auf ihrer
anderen Seite durch die starre Fläche 56 und die ebenfalls siarre Fläche 42. Das Volumen der Druckkammer
ist ausreichend klein, um Interferenzen bei hohen Frequenzen zu verhindern. Die öffnungen der Druckkammer,
durch die hindurch die Luft im Exponentialhorn zu Schwingungen angeregt wird, werden durch
den Ringspalt 48 und durch das Loch 44 gebildet. Der größte Durchmesser der Druckkammer entspricht
somit dem Außendurchmesser des ringförmigen Abschnitts 22 der Membran und beträgt im Ausführungsbeispiel 293 mm.
Das in Fig.4 im Längsschnitt gezeigte Exponentialhorn
hat eine Länge von 73,7 mm, sein Durchmesser beträgt am Hals 22 mm und an der Mündung 72,9 mm.
Die Konstante a. die die Durchmessererweiterung des Horns nach der Formel d = do ■ exp (al) bestimmt,
wobei c/der Durchmesser des Horns in einem Abstand 1
vom Hals des Horns und do der Durchmesser am Hals, also der engsten Stelle des Horns, ist, beträgt im
Ausführungsbeispiel 16.3/m.
F i g. 5 zeigt den Frequenzverlauf des Schalldrucks, gemessen in einem Meter Abstand bei einer elektrisehen
Leistung von 1 W an einem Ersatzwiderstand von 4 Ω. In Fi g. 5 sind die Pegelwerte und die Frequenzen
eingetragen. Wie Fig. 5 zeigt, ist der Kurvenverfauf
etwa zwischen 2000 und 20 000 Hz bei einem Pegel von 100 dB nahezu linear.
Auch wenn statt des in F i g. 4 gezeigten Exponentialhorns ein solches verwendet wird, das bei gleichem
Anfangsdurchmesser mit einer Konstanten a = 27.4/m berechnet ist, wobei die Länge des Horns um 30 mm
kürzer ist als das ir. F i g. 4 gezeigte Horn, ergibt sich bei
dem erfindungsgemäßen Lautsprecher ein gegenüber bekannten Lautsprechern erheblich verbesserter Frequenzverlauf,
der bis 20 kHz reicht
Der Magnet 1 hat eine Induktion von 1.6 T. Die Membran 20 ist aus einer geprägten Kunststoff-Folie
hergestellt Der Innendurchmesser der Kammer beträft ptwa 53 mm.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Druckkammerlautsprecher mit Horn, insbesondere Exponentialhorn, wobei der Innenraum des
Horns mit der Druckkammer über einen Ringspalt, dessen Innenrand durch den Außenrand einer
Scheibe begrenzt ist, und parallel zum Ringspalt durch eine in der Scheibe vorgesehene Aussparung
in Verbindung steht, wobei die eine Seite der Scheibe der Membran des Lautsprechers dicht
benachbart ist, dadurch gekennzeichnet, daß die andere Seite der Scheibe (38) die hintere
Begrenzung des Innenraums des Horns (32) bildet, der von Schallführungselementen frei bleibt.
2. Lautsprecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung als zum Rand
der Scheibe offener Schlitz ausgebildet ist
3. Lautsprecher nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer als Kalottenmembran ausgebildeten
Membran, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (20) in an sich bekannter Weise einen die
Kalotte (21) ringförmig umgebenden Bereich (22) mit bogenförmigem Querschnitt aufweist und daß
die Wandung (56) der Dpjckkammer dem ringförmigen Bereich dicht benachbart angeordnet ist und an
dessen Krümmung angepaßt ist.
4. Lautsprecher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang zwischen der
Kalotte (21) und dem umgebenden Bereich (22) der Membran (20) im Bereich des Ringspaltes (48) liegt.
5. Lautsprecher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Exponentialhorn
(32) eine Durchmesserzunahme pro Meter aufweist, die wesentlich kleiner ist als exp 27
und vorzugsweise etwa exp 16 beträgt.
6. Lautsprecher nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Ringmagneten, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kern (2) des Magneten (1) durchbohrt ist und daß an der der Membran (20)
abgewandten Seite des Magneten eine mit der Bohrung (3) im Kern in Verbindung stehende
luftgefüllte Kammer (10) angeordnet ist
7. Lautsprecher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbildung
der Membran (20) als Kalottenmembran mit einem Schwingspulendurchmesser von 18,5 mm der
Außendurchmesser des Ringspaltes (48) 22 mm beträgt, seine Breite 2,75 mm beträgt, und der
Durchmesser eines zentral in der Scheibe (38) angeordneten Lochs (44) 3,5 mm beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792916281 DE2916281C2 (de) | 1979-04-21 | 1979-04-21 | Druckkammerlautsprecher mit Horn |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792916281 DE2916281C2 (de) | 1979-04-21 | 1979-04-21 | Druckkammerlautsprecher mit Horn |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2916281A1 DE2916281A1 (de) | 1980-10-23 |
| DE2916281C2 true DE2916281C2 (de) | 1981-12-17 |
Family
ID=6068983
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19792916281 Expired DE2916281C2 (de) | 1979-04-21 | 1979-04-21 | Druckkammerlautsprecher mit Horn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2916281C2 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3016430A (en) * | 1958-11-14 | 1962-01-09 | Electro Voice | Loudspeaker |
| DE1910568U (de) * | 1964-10-31 | 1965-02-25 | Sennheiser Electronic | Schallfuehrung mit elektroakustischem wandler. |
-
1979
- 1979-04-21 DE DE19792916281 patent/DE2916281C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2916281A1 (de) | 1980-10-23 |
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