DE291884C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
- C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
- C14C9/00—Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 28«. GRUPPE
Dr. ALBERT WÖLFF in HAMBURG.
unter Anwendung eines Vakuums.
Zusatz zum Patent 255110.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Juli 1914 ab.
Längste Dauer: 24. April 1926.
Das Wasserdichtmachen und Härten von Chromleder wird im allgemeinen iri der Weise
vorgenommen, daß man das Chromleder mit Wachs, Harz, Paraffin, Stearin und ähnlichen
Stoffen in verschiedenen Mischungsverhältnissen imprägniert. Naturgemäß wird hierbei
das Leder um so wasserdichter und fester, je vollkommener die Imprägnierung durchgeführt
ist. Indessen ist durch einfaches Eintauchen des Chromleders in geschmolzene Imprägnierungsmittel bekannter Zusammensetzung eine
vollkommene Imprägnierung nicht möglich, so daß die in dieser Weise hergestellten Chromleder
nur bis zu einem gewissen Grade den an sie gestellten Ansprüchen genügen.
Bekanntlich kann eine viel bessere Imprägnierung des Leders erreicht werden, wenn
man die Operation in einem geschlossenen Apparat unter Vakuum ausführt. Es wurde
nun gefunden, daß die Imprägnierung im Vakuum aber nur dann vorzügliche Resultate
ergibt, wenn der eigentlichen Imprägnierung eine sehr weitgehende Trocknung des Leders
vorangeht. Andernfalls wird das Endergebnis durch die Wasserverdampfung bei der gleichzeitigen
Einwirkung des Vakuums und der erhöhten Temperatur des Imprägnierungsmittels stark beeinträchtigt. Zum vollständigen
Trocknen des Leders ist die längere Einwirkung einer höheren Temperatur, die schließlich
bis auf 90 bis 100 ° C gesteigert werden muß, unerläßlich. Hierbei wird das nach den
gewöhnlichen Methoden gegerbte. Chromleder j narbenbrüchig, wobei es schon bei verhältnismäßig
geringer Biegung im Narben bricht. Eingehende Versuche haben nun gezeigt, daß
Chromleder, welches unter Ausschluß von Mineralsäuren durch Salze des Chromoxyds mit
organischen Säuren, ζ. Β. mit Chromformiat, gemäß dem Verfahren der deutschen Patente
244320 und 255110 gegerbt ist, nach vorheriger Entsäuerung sich längere Zeit bei höherer
Temperatur, eventuell bei 100° C trocknen läßt, ohne narbenbrüchig zu werden. Die
Temperatur muß ganz allmählich gesteigert werden, und es ist zweckmäßig, um eine
Schwindung des Leders beim Trocknen zu vermeiden, dasselbe nach dem Entsäuern leicht,
beispielsweise mit einer Mischung von Seife ] und wasserlöslichem Mineralöl, zu fetten.
j Zur Erzielung einer weitgehenden Imprägnierung ist es erwünscht, das Imprägnierungsmittel
möglichst dünnflüssig zu verwenden, was wiederum die Anwendung einer erhöhten Temperatur, eventuell bis zu 120° C, erforderlich
macht. Dieser Anforderung genügt das mit organischen Chromoxydsalzen gegerbte Leder in ganz besonderem Maße, da es ohne
Schädigung diese hohe Temperatur aushält.
Bei der eigentlichen Imprägnierung im Vakuum, die an sich bekannt ist, wird das getrocknete
Leder kurze Zeit in das geschmol-
ΐ /7
zene Imprägnierungsmittel eingetaucht. Zweckmäßig befindet sich hierbei das Leder im Apparat zuerst über dem geschmolzenen Imprägnierungsmittel,
und erst nach Erreichung einer hohen Luftleere wird das Leder in die
flüssige Imprägnierungsmasse eingetaucht, sei es durch eine geeignete Senkvorrichtung oder
durch Drehen des Apparates oder in ähnlicher Weise. Ebenso kann man das flüssige Imprägnierungsmittel
erst nach der Evakuierung und unter Aufrechterhaltung der Luftleere in den Apparat eintreten lassen.
Das vorstehende Verfahren ist im besonderen geeignet zur Herstellung gleitfreien,
wasserdichten, gehärteten Chromsohlleders.
Auch für die möglichst vollkommene Fettung von Ledern, z. B. von Riemen, ist dieses
Verfahren geeigneter als die bisherigen Methoden des Einbrennens und Walkens in heißen
Fässern.
Claims (1)
- Pat ent-Anspruch:Verfahren zum Imprägnieren und Einfetten von nach Patent 255110 mit Chromformiat gegerbtem Leder unter Anwendung eines Vakuums, dadurch gekennzeichnet, daß man das Leder vor der Imprägnierung bei erhöhter, allmählich bis auf 100 ° C gesteigerter Temperatur trocknet und das getrocknete Leder darauf in bekannter Weise in der Luftleere mit Imprägnierungsmitteln tränkt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE291884C true DE291884C (de) |
Family
ID=546718
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT291884D Active DE291884C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE291884C (de) |
-
0
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