DE292040C - - Google Patents

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DE292040C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B11/00Details of, or accessories for, machines for mechanical composition using matrices for individual characters which are selected and assembled for type casting or moulding

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  • Cleaning In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Es sind bereits Vorrichtungen zur Reinigung der Matrizen von Setzmaschinen bekannt geworden, doch entweder waren sie nicht selbsttätig, oder sie reinigten nur einzelne Teile 5 oder bewirkten einen raschen Verschleiß der Matrizen. Vorliegende Erfindung betrifft nun eine solche Reinigungsvorrichtung, welche vollkommen selbsttätig die Matrizen durch die Reinigungsmittel in einer gleichmäßig fortlau fenden Weise hindurchführt, so daß die aufrechte Lage, in welcher die Matrizen eingebracht werden, auf dem ganzen Weg nicht geändert wird. Hierbei sitzen die Matrizen an vier verschiedenen Stellen symmetrisch zur Mittelachse auf, um vor allem jede einseitige Beanspruchung aufzuheben, dann aber auch die Abnutzung zu verhindern und schließlich jede Eckung und jedes Schiefstellen zu vermeiden. Ein erheblicher Vorteil der Erfindung besteht darin, daß jedes Einzelteil der Matrize besonders gereinigt wird, so daß damit auch die Gewähr für vollkommene und gründliche Reinigung gegeben ist, da die Reinigungsmittel von Flächen, die in verschiedenen Ebenen liegen, beansprucht werden. Auch der keilförmige Teil der Matrize wird besonders gereinigt, aber im übrigen nicht für die Bewegung usw. in Anspruch genommen, so daß also gerade auf diesen empfindlichsten Matrizenteil die erforderliche Schonung ausgeübt wird.
Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. ι einen Längsschnitt durch die ganze Maschine,
Fig. 2 einen Querschnitt des umlegbaren Gehäuses 5; sie zeigt den Antrieb der Bürstenscheiben G1 und G2 durch Ketten- und Zahnräder.
Fig. 3 zeigt das Gehäuse 5 mit den rotierenden Bürsten G1 und G2 und den Führungsrollen S1 und S2. Unten sind die beiden Löcher zur Aufnahme der Befestigungsstifte sichtbar.
Fig. 4 ist eine Ansicht der vorderen Querwand des Getriebes; sie zeigt die Anordnung der Kettenräder F1 und F2 mit Radkette und Führungsstift F8, die zur Führung des Transportschlittens E bestimmt sind. Hier sind die beiden federnden Häkchen F4 wie auch die Anordnung der (verdeckten) Rinnenführungen Di deutlich sichtbar. Ferner zeigt dieser Schnitt die beiden Winkelarme H1, durch deren entsprechende Bewegung mittels der Führungsstifte F3 der rückwärts federnde Schieber H2 in Tätigkeit tritt.
Fig. 5 ist ein Querschnitt zwischen der zweiten und dritten Querwand des Getriebes, enthaltend den zentralen Antrieb der Bürstenscheiben G3 und G4 und der beiderseitigen Kettenräder F1. Dieser Schnitt zeigt die mit Matrizen versehenen Kanäle A {oben) und L (unten), die die Matrizen auslösende Klappe Z)3 unter dem Kanals, die über dem KanalL angebrachte Brücke mit der keilförmigen Zahnbürste J1 sowie beiderseitig die verstellbaren Lager der Kettenräder F2.
Fig. 6 ist ein Querschnitt zwischen der dritten und vierten Querwand des Getriebes, enthaltend die durch das Exzenter O beiderseitig betriebenen, durch Eingreifen der Gestänge O1
und O2 in die Zackenräder 0la und 02a ruckweise gedrehten Bürstenscheiben C (oben) und K2 (unten), die zur Reinigung der Unterkante der Matrizen bestimmten Bürsten C1, die durch
*5 zwangläufige Leisten O3 betriebenen (Ohren-) Schieberbürsten K1 und die ein etwa mögliches Hochsteigen der Matrizen verhindernde Führungsschiene /2 mit dem Verbindungsstück /3, an dem letztere befestigt ist. Außerdem zeigt der Schnitt die Vorrichtung zur Entleerung des unteren Kanals L von den letzten Matrizen, den unter dem Sockel angebrachten Schieberschlitten Q, die Leitspindelführung Q2 mit dem in der Schieberführung L2 (des Sockels) sitzenden Schieber Q3.
Fig. 7 ist ein Querschnitt der beiden Kanäle A und L mit der hinteren Lagerwand M, der umlegbaren Vorderwand A1 des oberen Kanals, der abnehmbaren Vorderwand L1 des unteren Kanals und dem im unteren Kanal gleitenden Matrizenkörper H3. Der obere Kanal enthält den selbsttätigen Schieber B im Schnitt.: Spiralfeder, Zahnrad und Zahnstange. Fig. 8 zeigt einen Längsschnitt durch den Kanal A, und
Fig. 9 zeigt einen Längsschnitt durch den Kanal L.
In den oberen Kanal A, dessen Vorderwand A1 (Fig. 7) nach vorn umlegbar ist, werden die Matrizen, die bei vorzunehmender Reinigung direkt dem Sammelschlitten der Setzmaschine entnommen werden, aufgestellt und nach Füllung des Kanals mittels eines durch Spiralfederantrieb A2 in einer Zahnstange A3 laufenden Schiebers B an das vordere Ende des Kanals geführt. Hierbei passieren die Matrizen beiderseits je eine langsam rotierende Bürstenscheibe C (Fig. 6) zur Reinigung der Schmalseiten. Durch deren ruckweise Drehung wird.eine Verletzung der Typenmatern vermieden. Gleichzeitig gleiten die Matrizen über feststehende Bürsten C1 hinweg, wodurch die Unterkante (Fuß) derselben gereinigt wird. Am Vorderende des Kanals stoßen die Matrizen beiderseitig an den oberen und unteren Ohren auf Widerstand an kleinen nach oben gerichteten Haken D1 und D2 (Fig. i).
Vom oberen Kanal A werden die Matrizen einzeln in den unteren Kanal L gebracht mittels eines Transportschlittens E (Fig.. 4), der durch zwei parallel laufende, mit Stahlstiften Fs versehene Radketten F geführt wird, deren Antrieb zentral durch Zahnräder erfolgt.
Der Transportschlitten besteht aus zwei Flügeln E, die lediglich am Fuße durch eine Leiste E1 verbunden sind. Fährt, der Schlitten nach oben, so löst er durch Hochheben einer unter dem Vorderende des Kanals A befindlichen, federnden Klappe D3 die vordere Matrize aus ihrer Führung. Diese wird durch den gleichmäßigen Druck des Schiebers B über den Widerstand D1 und Dz (die Haken) vorgedrückt) ist somit frei und fällt durch ihr Eigengewicht in den bereitstehenden Transportschlitten E. Dieser selbst bleibt, während der führende Kettenstift F3 den Weg um das obere Kettenrad F1 beschreibt, am Höhepunkt stehen, zwei federnde Häkchen F1 geben durch Rückwärtsgehen in einer entsprechenden Rinneiiführung Di der Matrize den Weg in den Schlitten frei und legen sich beim Verlassen ihres Ruhepunktes beiderseits über die oberen Ohren der Matrize. Diese wird beim Heruntergehen des Schlittens zwischen vier rotierenden Bürstenscheiben G1 bis G4 hindurchgeführt und so auf beiden Seitenflächen gereinigt. Die verschiedenartige Dicke der einzelnen Matrizen (-körper) ist ganz besonders berücksichtigt, indem nur die Ohren im Transportschlitten aufgefangen werden.
Am Tiefpunkt des Transportschlittens E wurde durch zwei Winkelarme H1, welche beiderseits der Kettenstift F3 beim Umgehen des unteren Kettenrades F2 nach außen drückt, die Matrize mittels eines rückwärts federnden Schiebers H2 über die Verbindungsleiste E1 des Transportschlittens in den unteren Kanal L geschoben, woselbst ein 40 mm langer Matrizenkörper H3 das Umfallen der Matrizen verhindert (Fig. 1, 4 und 6). In diesem Kanal passieren die Matrizen eine an einer Brücke befindliche keilförmige Bürste J1 zur Reinigung der oberen Zahnung und gelangen gleich darauf an die beiderseitigen, vertikal laufenden Schieber bürsten K1 zur Reinigung der oberen und unteren Ohren. Etwaige durch die Schieberbürsten an den Schmalkanten der Matrizen haftende Unreinigkeiten werden durch zwei wie im Kanal A arbeitende Bürsten K2 wieder entfernt. Die Führungsleisten der Matrizen im Kanal L sind an den Schieberbürsten K1 teilweise unterbrochen, um ein zweckmäßiges Arbeiten der Bürsten zu ermöglichen. Hier verhindert eine in der Mitte der Matrizenbahn angebrachte Führungsschiene J2 durch Aufliegen in der Mitte der Matrizenzahnung ein etwa mögliches Aufsteigen der Matrizen. Inzwischen verlassen die Matrizen das Getriebe und gelangen in den abnehmbaren Teil L1 des Kanals L1 aus dem sie bequem entfernt werden können.
Der selbsttätige Schieber B im Kanal A vermag auch die letzte Matrize zu befördern und bleibt auch beim Auslösen derselben ohne Einfluß auf den Gang des Apparates. Der Setzer zieht nunmehr den Schieber B nach rechts, wo er an der Lagerwand M durch einen Haken M1 festgehalten wird, füllt den Kanal von neuem und nach Freilassen des Schiebers B werden auch diese Matrizen ihrer Reinigung übergeben.
Die seitlichen Bürstenscheiben C und K2 werden mittels eines an der Antriebswelle N sitzenden Exzenters O, dessen beiderseitig angebrachtes Gestänge O1 und O2 beim- Heruntergehen in Zackenrädchen 0la und 02a eingreift, ruckweise gedreht. Zwangläufige Leisten O3 am Exzenter bewirken den Gang der Schieberbürsten K1.
Das völlige Entleeren des Kanals L geschieht auf folgende Weise: Unter dem Sockel P, in dessen Mitte längs des Getriebes eine entsprechende Schieberführung L2 sich befindet, wird durch Hinaufdrücken einer Leitspindelführung Q2, die an ihrem oberen Ende in einen der Breite des Matrizenkörpers entsprechenden Schieber Qs ausläuft, dieser letztere zur Entleerung des Kanals in Bewegung gesetzt. Hierdurch wird eine gleichmäßige Reinigung sämtlicher Matrizen und deren bequeme Entfernung aus dem Kanal ermöglicht. Am Ausgange des Getriebes bewirkt der hier angelangte Schieberschlitten Q durch Vorstoßen eines unter der Leitspindel Q5 angebrachten Stiftes <24 das Ausrücken der Kupplung Ra an der Antriebsriemenscheibe R1 und damit das Leerlaufen des Apparates. Nachdem dies geschehen, erfolgt durch Eindringen eines an der Lagerführung des Schieberschlittens Q befindlichen Stiftes die Auslösung der Leit-Spindelführung Q2 und somit auch das Leerlaufen der Spindel Q5. Der Schieber Q3 wird hierauf wieder zurückgezogen und fällt an . seinem Ausgangspunkt selbsttätig in seine ursprüngliche Lage P1.
Das umlegbare Gehäuse S vor dem Getriebe ist mit dem Hauptantrieb durch eine Kupplung S3 verbunden und sitzt am Fuße in zwei starken Stiften, außerdem noch in einer unter der Kupplung S3 befindlichen, bequem zu lösenden Klappe fest; es kann nach Bedarf, bei Störungen oder zwecks Reinigung leicht abgekuppelt und umgelegt werden. Das Gehäuse enthält den Antrieb der beiden rotierenden, in Federn ruhenden Bürstenscheiben G8 und G4. Diese Bürsten liegen zwischen Rollen S1 und S2, die auf den im Transportschlitten E befindlichen Matrizen aufsitzen und, der jeweiligen Stärke der einzelnen Matrizen entsprechend, in zwei Führungsstäbchen vor- und rückwärts gehen.
Beim Aufnehmen der Matrizen aus dem Kanal A werden die beiden oberen Bürstenscheiben G1 durch gegenseitig wirkende Nokken und G3 durch Einwirken einer Nocke auf den Ansatz der Scheibe zurückgeschoben und lassen die Matrize ungehindert in den Schlitten fallen, worauf beim Heruntergehen des letzteren die beiden Bürsten an die Matrize anrücken.

Claims (5)

60 Patent-An Sprüche:
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Reinigen der Matrizen für Setzmaschinen, wobei die Matrizen an teils festen, teils bewegten Bürsten vorbeigeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrizen; während sie die Vorrichtung in derselben aufrechten Lage durchlaufen, in der sie aus der Setzmaschine kommen, auf dem ganzen Wege symmetrisch zu ihrer Mittelachse gefaßt und geführt sind.
2. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrizen in zwei übereinanderliegenden Kanälen an Reinigungsmitteln für die Kanten vorbeigeführt werden und durch Mitnehmer aus dem oberen in den unteren Kanal einzeln befördert werden, wobei gleichzeitig die Reinigung der Seitenflächen erfolgt.
3. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem einen Kanal die Matrizen nur an den Ohren geführt sind, während sie in dem anderen Kanal auf der Unterkante aufsitzen, so daß die Ohren unabhängig von den Kanten durch besondere Mittel gereinigt werden können.
4. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrizen unter einer Keilbürste hindurchgeführt werden, welche die Keilrlächen reinigt.
5. Eine Ausführungsform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spindeltrieb, welcher zum Transport der Matrizen im unteren Kanal dient, gleichzeitig das Triebwerk nach Beendigung des Transports abstellt. '
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
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