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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Prüfen einer elektrischen Leiterplatte an Rasterpunkten eines vorgegebenen Bezugsrasters der Leiterplatte mittels Taststiften, die je nach Leiterplatte in einer den elektrisch abzutastenden Rasterpunkten entsprechenden Verteilung in eine Trägerplatte eingesetzt sind, über die eine Folie gelegt ist, durch die die Taststifte hindurchtreten.
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Aus der Firmenschrift "Ingun-System" der Firma Ingun Prüfmittelbau, Konstanz, Ausgabe 7, 1979, ist eine Prüfvorrichtung bekannt, bei der die Leiterplatten in eine Aufnahme gelegt werden und mit dieser gegen die gefederten Taststifte der Lochplatte gedrückt werden. An die Taststifte sind Schaltdrähte angeschlossen, die mit einer elektrischen Prüfeinrichtung verbunden sind. Sie werden je nach den zu prüfenden Rasterpunkten der Leiterplatte in die Lochplatte eingesetzt. Die abzutastenden Stellen der Leiterplatte können z. B. Lötaugen, spezielle Prüfkontaktflächen oder auch durch die Leiterplatte hindurchragende Anschlußelemente von Bauelementen sein, die bereits auf die Leiterplatte aufgesetzt sind.
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In der erwähnten Firmenschrift ist eine weitere Prüfvorrichtung beschrieben, bei der die Leiterplatte mittels Unterdruck gegen die Taststifte gesaugt wird. Dabei ist die Lochplatte nur an den tatsächlich benötigten Stellen mit Aufnahmebohrungen für die Taststifte versehen, um das Vakuum leichter abdichten zu können. Eine an allen Rasterpunkten gebohrte Lochplatte ist für diese Vorrichtung nicht vorgesehen. Eine derartige Vorrichtung hat den Vorteil, daß sich die zum Andrücken der Leiterplatte an die Taststifte erforderlichen Gegenkräfte gleichmäßig über die gesamte Leiterplatte verteilen. Unvorteilhaft ist es jedoch, daß das Lochmuster für jede Lochplatte individuell erzeugt werden muß.
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Aus der DE-OS 28 36 018 ist weiterhin eine Prüfvorrichtung bekannt, bei der über die Trägerplatte eine Abdeckfolie aus elastischem Material gelegt ist. Diese Abdeckfolie wird von den Enden der Taststifte durchdrungen, d. h. sie wird beim Durchdrücken der Taststifte durch die Trägerplatte von diesen durchstoßen. Diese bekannte Abdeckfolie hat lediglich die Aufgabe, die Kammern um jeden Taststift herum abzudichten. Auch ist diese bekannte Trägerplatte nur an den tatsächlich benötigten Stellen mit Aufnahmebohrungen für die Taststifte versehen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Prüfen einer elektrischen Leiterplatte der eingangs genannten Art anzugeben, die sich durch einen einfachen Aufbau auszeichnet und ohne großen Aufwand unterschiedlichen Prüfbedingungen angepaßt werden kann.
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Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Trägerplatte als Lochplatte ausgebildet ist, die an allen Rasterpunkten des Bezugsrasters mit Aufnahmebohrungen für die Taststifte versehen ist und daß die Folie aus verzugsarmem Material besteht und lediglich an den mit Taststiften belegten Rasterpunkten vorgelocht ist. Die Folie kann wesentlich einfacher als die relativ dicke Lochplatte zur Aufnahme der Taststifte mit einem individuellen Lochmuster versehen werden. Das Lochen kann z. B. mittels einer Lochstreifen gesteuerten Stanzvorrichtung erfolgen. Durch die Verwendung der Folie ist es möglich, eine an allen Rasterpunkten gelochte Lochplatte zur Aufnahme der Taststifte zu verwenden. Eine derartige Lochplatte kann z. B. im Spritzgußverfahren besonders kostengünstig hergestellt werden. Die über die Lochplatte gelegte und gelochte Folie erleichtert das Einsetzen der Taststifte insofern, als die zu bestückenden Löcher der Lochplatte durch die entsprechenden Durchbrüche in der Folie deutlich markiert sind. Das mühsame Bestücken der Lochplatte anhand der vorgegebenen Koordinaten der Rasterpunkte entfällt. Außerdem dichtet die Folie die nicht benutzten Löcher der Lochplatte soweit ab, daß die generell gelochte Lochplatte auch für eine Prüfvorrichtung verwendet werden kann, bei der die Leiterplatte durch Unterdruck gegen die Taststifte gesaugt wird. Legt man die Folie auf der dem Vakuum abgewandten Seite an die Lochplatte an, so wird sie gegen die Lochplatte gezogen und dichtet diese ohne zusätzlichen Aufwand besonders wirksam ab.
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Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Folie als fotografisches Negativ ausgebildet. Ein derartiges Negativ kann besonders vorteilhaft mittels geeigneter Vorrichtungen aus dem ursprünglichen Leiterplan oder der Druckplatte für die Leiterplatte abgeleitet werden. Dadurch ist es möglich, nur die zu lochenden Stellen auf dem Negativ abzubilden. Diese können nun ohne jeglichen Aufwand der Koordinatenbestimmung von Hand gelocht werden.
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Gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung gibt die Folie nur die zu lochenden Stellen als helle Flecken wieder. Dadurch werden beim Lochen der Folie die zu lochenden Stellen im Gegenlicht besonders gut sichtbar. Beim Bestücken der Lochplatte im Gegenlicht bleiben die von der Folie abgedeckten Aufnahmelöcher der Lochplatte dunkel, so daß auch hier die zu bestückenden Aufnahmelöcher besonders gut als helle Stellen erkennbar werden.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Folie mittels einer Stanznadel zwischen zwei Lochschablonen von Hand lochbar. Die Stanznadel kann z. B. mit einem Handgriff versehen sein, und als Lochschablonen können die erwähnten Lochplatten dienen. Dadurch läßt sich die Folie mit geringem Vorrichtungsaufwand schnell und sauber lochen.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
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Die dargestellte Figur zeigt im Querschnitt einen Teil einer elektrisch zu prüfenden Leiterplatte und einer Vorrichtung zum Kontaktieren der Leiterplatte mit einer nicht dargestellten elektrischen Prüfvorrichtung. Die Vorrichtung besteht aus einer Lochplatte 1 mit Aufnahmebohrungen 2 für gefederte Taststifte 3, die in einem Teil der Aufnahmebohrungen 2 eingesetzt sind. Die gefederten Enden der Taststifte 3 drücken sich an verschiedene Kontaktstellen einer elektrischen Leiterplatte 4 an, die auf der den Taststiften 3 abgewandten Seite mit elektrischen Bauelementen 5 bestückt ist. Die elektrisch abzutastenden Kontaktstellen der Leiterplatte 4 befinden sich an Rasterpunkten eines vorgegebenen Bezugsrasters der Leiterplatte 4. Die Aufnahmebohrungen 2 für die Taststifte 3 in der Lochplatte 1 befinden sich mit den Rasterpunkten der Leiterplatte 4 in Lageübereinstimmung. Die Vorrichtung zum Kontaktieren der Leiterplatte 4 ist ferner mit einem umlaufenden Auflagesteg 6 versehen, der am Außenrand der Lochplatte 1 auf der der Leiterplatte 4 zugewandten Seite befestigt ist. Ferner ist auf derselben Seite an der Lochplatte 1 ein den Aufnahmesteg 6 übergreifender Rahmen 7 lösbar befestigt. Zwischen dem Rahmen 7 und dem Steg 6 ist ein umlaufender Gummistreifen 8 luftdicht eingeklemmt. Innerhalb des Steges 6 ist eine Druckplatte 9 angeordnet, die mit Freibohrungen 10 für die hindurchragenden Taststifte 3 versehen ist. Die Druckplatte 9 wird durch sich an der Lochplatte 1 abstützende Druckfedern 11 in Richtung des den Rahmen 7 nach innen überlappenden Gummistreifens 8 gedrückt. Die Leiterplatte 4 ist auf der der Lochplatte 1 abgewandten Seite auf den Innenrand des Gummistreifens 8 aufgelegt.
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Auf der der Leiterplatte 4 abgewandten Seite der Lochplatte 1 ist eine Folie 12 in Form eines fotografischen Negativs aufgeklebt. Dieses Negativ ist lediglich an den Stellen mit Lochdurchbrüchen 13 versehen, an denen die Taststifte 3 in die Lochplatte 1 eingesetzt sind. Die Folie 12 dichtet damit die Lochplatte 1 gegen Luftdurchtritt ab. Die Folie 12 wird bereits vor dem Einsetzen der Taststifte 3 auf die Lochplatte 1 lagerichtig aufgeklebt. Die Lochdurchbrüche 13 markieren somit deutlich die Aufnahmebohrungen 2, in die die Taststifte 3 eingesetzt werden. Vor dem Lochen der Lochdurchbrüche 13 sind die zu lochenden Stellen als helle durchsichtige Stellen der als fotografisches Negativ ausgebildeten Folie 12 gekennzeichnet. Dieses Negativ läßt sich mittels geeigneter Vorrichtungen aus dem Originalleiterplan oder der Druckplatte für die Leiterplatte 4 ableiten. Die Lochdurchbrüche 13 können somit mittels einer Stanznadel von Hand durchgestoßen werden. Dabei kann die Folie 12 zwischen zwei als Lochschablone dienenden Lochplatten eingelegt sein.
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Der zwischen der Lochplatte 1 und der Leiterplatte 4gebildete Raum ist durch den ringartig umlaufenden Gummistreifen 8 weitgehend abgedichtet. In diesem Raum wird durch Absaugen der Luft ein Unterdruck erzeugt. Dadurch wird die Leiterplatte 4 in Richtung der Lochplatte 1 gezogen. Die abzutastenden Rasterpunkte der Leiterplatte 4 werden somit gegen die gefederten Enden der Taststifte 3 gedrückt. Diese sind an ihrem der Leiterplatte 4 abgewandten Ende mit Anschlußzapfen für Schaltdrähte 14 versehen, die mit dem elektrischen Teil der Prüfvorrichtung verbunden sind.
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Zum Prüfen einer anderen Leiterplatte, bei der die zu prüfenden Stellen andere Rasterpunkte belegen, wird eine andere Lochplatte verwendet, an der die eingesetzten Taststifte eine entsprechend veränderte Lage einnehmen. Auch dort werden die nicht benötigten Aufnahmebohrungen für die Taststifte durch die aufgeklebte Folie mit den Lochdurchbrüchen für die Taststifte verschlossen.