DE292207C - - Google Patents

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DE292207C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D37/00Circular looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Rundwebstuhl zur Herstellung von schlauchförmiger Ware, wie Schläuchen aus Gewebe, oder zum Überdecken von Kernen von Metall oder ähnlichem Stoff mit einer Gewebeschicht, wobei der verwendete Webfaden entweder aus Faserstoff oder einer Verbindung von Fäden aus Faserstoff und solchem aus anderem Stoff, wie Metall oder Papier, bestehen kann. Bei
ίο diesem Rundwebstuhl werden die Schützen in bekannter Weise auf einer am Maschinengestell befestigten Gleitbahn von den Fadenführern durch das Fach getrieben, die sich in den Nuten der aufrechten Kränze eines Hubrades auf und ab bewegen.
Der Gegenstand der Erfindung stellt im wesentlichen eine Weiterausbildung der früheren Anordnung des Erfinders dar, wie sie beispielsweise durch die Patentschrift 239177 geschützt ist. Während bei dem Vorpatent die Auf- und Abbewegung der Fadenführer zur Bildung des Faches durch Nuten erfolgt, die in die aufrechten Zylinder des Hubrades eingeschnitten sind, werden der Erfindung gemäß zur Führung der die Schützen bewegenden Fadenführer besondere Führungsstücke in die Zylinder eingesetzt. Hierdurch erzielt man einen wesentlichen Fortschritt gegenüber der bekannten Bauart, weil diese Führungsstücke unabhängig voneinander eingesetzt und herausgenommen werden können, so daß es leicht ist, wenn eine Führung bricht, diese durch eine neue zu ersetzen, während bei der früheren Anordnung der Bruch einer der Rippen den ganzen Zylinder unbrauchbar machte. Auch werden bei dem Vorpatent die Kettenfäden durch Führungsaugen geleitet, die sich nach dem Mittelpunkt der Maschine zu erstrecken und über den Schützen angeordnet sind. Bei dem neuen Webstuhl liegt die Einrichtung zur Verhinderung des Durchhängens der Kettenfäden außerhalb der Ebene der Schützenbahn, d. h. außerhalb des sich über der Schützenbahn befindlichen lichten Raumes, wodurch das Auswechseln der Schützenspulen erleichtert wird, und die Kettenfäden mehr unmittelbar von der Spule nach dem Gewebebildungspunkt geleitet werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist in den Zeichnungen dargestellt; es zeigen: Fig. ι die Gesamtanordnung des Webstuhles, von der Seite durch die Mitte geschnitten, wobei der Deutlichkeit halber Teile der Schützen und die Wiederholungen der Fadenführer fortgelassen sind, Fig. 2 die senkrechten genuteten Führungsleisten für die Kettenfadenführer in schaubildlicher Darstellung, Fig. 3 eine Abwicklung der Nuten zum Antrieb der Kettenfadenführer und der Schützen in der Ebene 3-3 in Fig. i.
Die Anordnung ist in dem Ausführungsbeispiel gezeigt an einem Stuhl von stehender An-, Ordnung, dessen Gehäuse 15 auf kurzen Füßen 16 ruht. Der Boden 17 des muldenförmigen Gehäuses besitzt ein mittleres Lagerstück 18, in dem z. B. durch Eintreiben eine hohle Spindel 19 befestigt ist. An dem oberen Ende der Spindel ist abnehmbar ein Dorn 20 eingesetzt.
Über die Hohlspindel 19 ist die Nabe 21 des Hubrades geschoben; die Felge 22 dieses Rades ruht mit einer Lagerfläche auf einem Spurlager des Bodens 17 des Gehäuses und trägt einen aufwärts gerichteten zylindrischen Fortsatz 23. An dem Hubrad sind ein äußerer Hubkranz 24 und ein innerer Hubkranz 25 befestigt; die senkrechte Höhe dieser beiden Kränze und des äußeren Zylinders 23 ist im wesentlichen gleich der der Nabe 21 auf der Spindel 19.
Der andere Zweck der Hohlspindel 19 besteht darin, daß sie als feststehende Führung dient, durch die ein Kabel oder anderer Kern nach oben vorgeschoben wird, der mit Gewebe bedeckt werden soll. In anderen Worten: Die Hohlspindel 19 dient als nicht drehbare Führung für einen derartigen Kern oder ein Kabel und verhindert infolgedessen, daß während des Webens der Kern oder das Kabel sich dreht. Wenn eine schlauchförmige Ware ohne Kern gewebt werden soll, wird in das obere Ende der Hohlspindel 19 ein Dorn 20 eingesetzt, über dessen oberes Ende die Ware gewebt wird.
An der Felge 22 des Hubrades ist ein Stirnrad 26 befestigt; dieses steht mit einem losen Zwischenzahnrad 27 in Eingriff, das auf einen Zapfen 28 an dem Boden 17 aufgesetzt ist. In dieses Zahnrad 27 greift ein weiteres Zahnrad 29 ein, , das auf einer senkrechten Welle 30 sitzt; diese Welle ist in Lagern am Gestell gelagert und trägt außerdem noch ein Kegelrad 31, das mit einem zugehörigen, auf der Antriebswelle 33 befestigten Kegelrad 32 in Eingriff steht.
Ein oberer Führungszylinder 40 ist auf den zylindrischen Teil des Gehäuses 15 aufgesetzt und daran befestigt. Dieser Zylinder ist nicht, wie in dem vorerwähnten Stuhl, mit gehobelten senkrechten Nuten für die Kettenfadenführer versehen, sondern er trägt an seiner inneren Wand befestigt eine kreisförmig angeordnete Reihe von Führungsstücken 41 (s. Fig. 2) ; diese Führungsstücke sind an der inneren Wand des Zylinders 40 durch Schrauben 42 befestigt; ihre unteren Enden sind so an einem Tragring 43 befestigt, daß sie untereinander durchweg parallel gehalten werden. Dieser Ring hält in Verbindung mit den Schrauben 42 die Führungsstücke, so daß die in den von den Führungsstücken gebildeten Gleitbahnen 44 gleitenden Fadenführer 80 kein Hindernis finden.
Jedes der Führungsstücke 41 besitzt ein Paar von in entgegengesetzter Richtung geneigten Lappen 45 ; diese Lappen bilden, wenn die sämtlichen Führungsstücke 41 zusammengesetzt sind, eine wagerechte kreisförmige Gleitbahn für die Schützenträger; allerdings ist diese Gleitbahn durch die Zwischenräume zwischen den Führungsstücken 41 regelmäßig unterbrochen, jedoch liegt bei diesen Unterbrechungen die Gefahr eines Anstoßens der Schützen beim Umlauf nicht vor.
Die Grundplatten 46 der Schützen sind an jedem Ende zugespitzt (s. Fig. 3), so daß sie, wie weiter unten beschrieben werden soll, in der durch die erwähnte Patentschrift bereits vorbekannten Art vorwärts getrieben werden. An der Rückseite jeder Platte 46 sind ein unteres festes Keilstück 47 und ein oberes einstellbares Keilstück 48 befestigt, die hinter die die Gleitbahn bildenden Lappen greifen. Das Keilstück 48 kann durch eine Stellschraube 49 mit kegelförmiger Spitze verstellt werden.
Auf jeder Platte 46 ist ein Haltebügel für die Spule befestigt. Zur besseren Übersichtlichkeit sind das Spulengestell und die Spulen auf den Zeichnungen weggelassen.
Die senkrecht beweglichen Kettenfadenführer 80 wirken im wesentlichen in derselben Weise wie in der bereits erwähnten Patentschrift und treiben nacheinander die Schützen an. Sie werden in die Zwischenräume zwisehen den Führungsstücken 41 eingesetzt und gehen in den Gleitbahnen oder Nuten 44 auf und ab. Jeder Fadenführer trägt an seinem unteren Ende einen Zapfen, dessen Rolle 81 in der Hubnut des einen oder des anderen Hubkranz.es 24, 25 geführt wird. Diese Rollenzapfen stehen wechselweise nach entgegengesetzten Richtungen vor, und während die eine Rolle in der Nut des Kranzes 24 läuft, wird die nächste Rolle in der Nut des Kranzes 25 geführt usw., so daß die Fadenführer wechselweise nach entgegengesetzten Richtungen bewegt werden. Jeder Fadenführer trägt an seinem oberen Ende einen Hohlzapfen 82 mit einer Rolle 83 an seinem nach innen ragenden Ende. Alle diese Zapfen 82 sind gegen die Mittelachse des Webstuhles gerichtet, und alle Rollen 83 befinden sich in der Bahn der Schützenplatten 46, so daß, wenn die Fadenführer in senkrechter Richtung angetrieben werden, die Rollen auf die zugespitzten Enden der Platten 46 drücken und die Schützen vorwärts treiben (Fig. 1 und 3).
Die Oberkante des Zylinders 40 ist verstärkt und mit einer Reihe von Löchern 84 versehen ; in diesen Löchern sind die unteren Enden von einwärts gekrümmten Fadenleitern 85 befestigt. Um diese Fadenleiter 85 standfester zu machen, sind ihre oberen Enden untereinander durch einen Versteifungsring 86 verbunden. An dem oberen Ende j edes Fadenführers 80 ist ein beweglicher Fadenleiter 87 angelenkt, der nahe seinem oberen Ende ein Fadenführungsauge 88 trägt. Das obere Ende selbst ist um den feststehenden Fadenleiter 85 gebogen, so daß, wenn die Fadenführer sich in senkrechter Richtung bewegen, die Führungs-
äugen 88 dem Bogen der Fadenleiter 85 folgen müssen. Hierdurch wird die verschiedene Entfernung der Fadenführung in den Hohlzapfen 82 von dem Gewebebildungspunkt χ ausgeglichen.
Obgleich die Wirkung dieses Teiles des Stuhles im wesentlichen.die gleiche ist wie bei dem erwähnten früheren Patent, besitzt doch die besondere Anordnung einen wesentlichen Vorteil gegenüber der früheren Anordnung, indem die Verhinderung des Durchhängens der Kettenfäden durch eine Vorrichtung bewirkt wird, die vollkommen außerhalb des lichten Raumes über der Gleitbahn der Schützen liegt; hierdurch werden die Spulen der Schützen besser zugänglich, und durch die ■ Einwärtsbiegung der Fadenführung wird die Öse 88 näher nach der Außenseite der Maschine gebracht, so daß die Einführung des Fadens in die Öse leichter und bequemer vonstatten gehen kann. Die Kettenfäden sind in Fig. ι durch die gebrochenen Linien α dargestellt ; sie laufen durch die Wächterplatinen 89, dann durch die Augen 88, hierauf durch die Hohlzapfen 82 und von dort unmittelbar nach dem Gewebebildungspunkt x. Es ergibt sich, daß, sobald einer der Hohlzapfen 82 die wagerechte Ebene des Gewebebildungspunktes erreicht, wodurch ein Durchhängen des Fadens entsteht, das Auge 88, das sich in senkrechter Richtung im Einklang mit dem Hohlzapfen 82 bewegt, durch die Kurve des Fadenleiters 85 abgebog'en wird und so den durchhängenden Faden anzieht. Keiner der Teile dieser Vorrichtung befindet sich über dem lichten Raum innerhalb der kreisförmigen Bahn der Schützen.
Um das Anziehen des durchhängenden Fadens zu bewirken, muß die Kurve der Fadenleiter von geringerem Radius sein als ein Kreis, dessen Mittelpunkt die Fadenführung 89 sein würde.
Soweit die Wirkungsweise des Stuhles hier nicht besonders beschrieben ist, gleicht sie vollkommen der in dem vorerwähnten Patent.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Rundwebstuhl, bei dem die Schützen auf einer am Maschinengestell befestigten Gleitbahn von den Fadenführern durch das Fach getrieben werden, die sich in den Nuten der aufrechten Kränze eines Hubrades auf und ab bewegen, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Führungszylinder (40) eine Reihe von einzelnen Führungsstücken (41) befestigt ist, die senkrechte Gleitbahnen (44) für die Kettenfadenführer (80) zwischeneinander bilden.
2. Rundwebstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrechten Führungsstücke (41) Paare von entgegengesetzt geneigten Lappen (45)' tragen, die eine Gleitbahn für die Schützen bilden, und daß ihre unteren Enden durch einen Ring (43) verbunden sind.
3. Rundwebstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Kettenfadenführer (80) angelenkten Fadenleiter (87) auf nach innen gebogenen Kurvenstücken (85) gleiten, deren obere Enden durch einen Versteifungsring (86) verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE951350C (de) * 1953-08-11 1956-10-25 Christian Christiansen Dr Ing Rundwebstuhl fuer Schlaeuche

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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