DE2925327C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Mehrstufenpumpenanordnung
der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen
Art, wie sie aus dem US-Buch von Frank A. Kristal und
F.A. Annett "Pumps" Seite 326 und 327 bekannt ist.
Aus der US-PS 10 20 161 ist es weiterhin bekannt, eine
Vielzahl von Pumpen hintereinander zu schalten, die
durch eine einzige starre Welle angetrieben werden, die
sich durch alle einzelnen Pumpen erstreckt. Die einzel
nen Pumpen sind durch Lagerblöcke gelagert und werden
durch einen Elektromotor angetrieben, der an einem
Ende der Pumpenreihe angeordnet ist.
In der jüngsten Zeit wird wieder verstärkt auf Kohle zur
Erfüllung des Energiebedarfs zurückgegriffen. Es besteht
daher ein erhebliches Bedürfnis nach verbesserten
Kohletransportsystemen. Es ist zu erwarten, daß Pipe
lines für den Transport von aufgeschlämmten Kohleteil
chen in großem Maßstab verwendet werden. Da die Teil
chen in Kohleaufschlämmungen bei ihrem Transport
in einem Flüssigkeitsstrom eine stark abreibende
Wirkung entfalten, sind die verschiedenen Pumpenstationen
entlang einer solchen Pipeline störanfällig, so daß mit häu
figen Wartungsarbeiten gerechnet werden muß. Die Pumpenein
heiten der für diesen Zweck eingesetzten Mehrstufenpumpenan
ordnungen sollten daher leicht miteinander gekoppelt werden
können und leicht austauschbar sein.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht
deshalb darin, eine Mehrstufenpumpenanordnung der
im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen
Art so weiterzubilden, daß die einzelnen Pumpen
einheiten leicht ausgetauscht und die Pumpenwellen
auf einfache Weise zentriert werden können.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die im
kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebene
Ausbildung gelöst.
Besonders bevorzugte Weiterbildungen und Ausgestaltungen
der erfindungsgemäßen Mehrstufenpumpenanordnung sind
Gegenstand der Patentansprüche 2 bis 4.
Die erfindungsgemäße Mehrstufenpumpenanordnung eignet
sich zum Pumpen einer Kohleaufschlämmung bei hohem
Druck und hoher Temperatur. Die Pumpeneinheiten können
in einer beliebigen Anzahl in Reihe hintereinander
geschaltet werden, wobei die Anzahl lediglich durch
das zulässige Drehmoment der Antriebswelle begrenzt
ist. Die einzelnen Pumpeneinheiten weisen keine Lager
für die Laufradwelle auf. Sie werden miteinander
durch die axial einstellbare selbstzentrierende
Antriebskupplung verbunden.
Bei der erfindungsgemäßen Mehrstufenpumpenanordnung
hat jede Pumpeneinheit eine Präzisionskupplung für
hohes Drehmoment. Beim Festziehen dieser Kupplung
führt sie zu einer Selbstzentrierung der Anlage und
zur gleichen Zeit erfolgt auch ein Ausgleich einer
Längendifferenz zwischen der zuvor an dieser Stelle
vorhandenen Pumpeneinheit und der Ersatzpumpeneinheit.
Die drei Hauptfunktionen der Kupplung, nämlich der
axiale Längenausgleich, die Zentrierung und die Dreh
momentübertragung, werden allein durch die Positionierung
der kreisförmigen Scheibe erfüllt. Die zentrale Öffnung die
ser kreisförmigen Scheibe ist als zylindrische Bohrung
ausgebildet, in die eine konzentrische Kegelfläche
eingeschliffen ist. Der Kegel dieser konischen Fläche
erstreckt sich über die halbe Länge der Bohrung. Der
zylindrische Abschnitt der Bohrung der Scheibe wird
auf einem zylindrischen Vorsprung positioniert, welcher
konzentrisch zur Antriebswelle angeordnet ist. Die drei
Antriebskeile am Außenumfang der Scheibe greifen in
die Schlitze ein, die in den Kupplungsflansch einge
arbeitet sind. Der gegenüberliegende Kupplungsflansch
hat ähnliche Schlitze für den Eingriff der Antriebs
keile. Wenn nun die Scheibe von dem einen Flansch in Rich
tung auf den anderen Flansch verschoben wird, so daß die
beiden konischen Flächen aneinander angreifen, so wird
die Pumpenwelle konzentrisch zur anderen Pumpenwelle
angeordnet. Danach muß nur noch der richtige externe Ab
stand zwischen der Pumpenwelle und dem Gehäuse einge
stellt werden. Das erfolgt über die Einstellung eines
entsprechenden Abstandes zwischen dem Gehäuse und dem
Fundament etwa durch Unterlegscheiben.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Darstellung mehrerer Pumpeneinheiten, welche
mit einer Antriebseinrichtung verbunden sind;
Fig. 2 einen Teilschnitt einer Pumpeneinheit;
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie 3-3 der Fig. 2 zur
Veranschaulichung eines Teils der selbstzentrieren
den Kupplungseinrichtung und
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie 4-4 der Fig. 2 zur
Veranschaulichung der Scheibe, welche einen Teil
der selbstzentrierenden Kupplungseinrichtung bildet.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1 soll im folgenden eine
mehrstufige Zentrifugalpumpenanordnung beschrieben
werden, welche allgemein mit 10 bezeichnet ist. Diese
umfaßt mehrere Pumpeneinheiten 30. Die Pumpenein
heiten 30 einer Gruppe sind jeweils durch Kupplungs
einrichtungen 50 miteinander gekoppelt. An entgegen
gesetzten Enden sind die Gruppen von Pumpeneinheiten
durch Lager 14 gelagert. Wie Fig. 1 zeigt, kann eine
Gruppe von Pumpeneinheiten in Reihe an einem Ende
eines Pumpenantriebsmotors 12 angeordnet sein, während
das andere Ende des Pumpenantriebsmotors 12 eine weitere
Reihe von Modulpumpeneinheiten antreibt. Durch eine
Einlaßrohrleitung 16 wird z. B. eine Kohleaufschlämmung
in den Einlaß der ersten Modulpumpeneinheit eingeführt.
Der Auslaß der ersten Pumpe ist mit dem Einlaß der
nächsten stromab gelegenen Pumpe durch eine Rohrleitung
20 verbunden. Der Auslaß der zweiten Pumpe ist mit dem
Einlaß der dritten Pumpe verbunden usw. Auf diese Wei
se wird der Druck in der Kohleaufschlämmung durch die
Pumpeneinheiten erhöht. Die Kohleaufschlämmung gelangt
schließlich durch einen Auslaß 18 in die Hauptrohrlei
tung zum Transport zu einer anderen Pumpenstation.
Da keine gemeinsame Welle vorgesehen ist, welche sich
durch alle Pumpeneinheiten einer Gruppe erstreckt,
kann jede beliebige Pumpe für sich ausgetauscht werden.
Eine selbstzentrierende Kupplungseinrichtung mit
axialer Einstellung gewährleistet, daß die Ersatzpumpen
einheit in genaue Fluchtung mit den benachbarten Pumpen
kommt. Aufgrund des Aufbaues der Kupplungseinrichtung
werden keine gesonderten Lager für die einzelnen Pumpen
einheiten benötigt. Die einzigen Lager sind an den
entgegengesetzten Enden der Pumpeneinheiten einer
Gruppe vorgesehen. Auf diese Weise wird die Standzeit
der Pumpenstation auf ein Minimum herabgedrückt.
Im folgenden wird auf Fig. 2 Bezug genommen. Die einzelnen
Pumpeneinheiten 30 umfassen jeweils ein Pumpengehäuse
31 mit einer Grundplatte 32, so daß die Pumpeneinheit
auf dem Fundament einer Pumpenstation verankert werden
kann. Das Gehäuse 31 umfaßt eine Einlaßkammer 36 und eine
Auslaßkammer 34. Ein Laufrad 38 ist durch eine Keilnut
verbindung 43 mit einer Pumpenwelle 42 verbunden. Eine
Reihe von z. B. aus Wolframkarbid bestehenden Dichtungen
40 trennen die Einlaßkammer 36 von der Auslaßkammer 34.
Eine Laufradzugangsplatte 33 ist am Gehäuse 31 befestigt.
Platten 47, 48 sind mit der Laufradzugangsplatte
33 bzw. mit dem Gehäuse 31 verbunden und enthalten ein
System zum Spülen der Hohlräume, welche zu den an ent
gegengesetzten Enden der Pumpeneinheit gelegenen
Gleitringdichtungen 46 benachbart sind. Die Platte
47, 48 umfaßt eine Auslaßöffnung 44. Teile der Auf
schlämmung, welche von der Auslaßkammer 34 durch die
Wolframkarbiddichtungen zur Zugangsplatte 33 gelangen,
können durch diese Auslaßöffnung 44 entweichen.
Eine Spülmittelöffnung 45 dient der Einführung eines
sauberen Spülmittels unter Druck und dieses gelangt
durch eine Dichtung zur Öffnung 44, durch die das verun
reinigte Material von der Auslaßkammer 34 entweicht.
Dieses Spülsystem verhindert, daß abradierend wirkendes
Material in den Hohlraum vor der Gleitringdichtung
eintritt.
Die Kupplungseinrichtung 50 umfaßt einen Kupplungs
flansch 52, welcher einstückig mit einem Ende 70 der
Welle 42 ausgebildet ist, sowie einen Kupplungsflansch
74, der am anderen Ende 72 der Welle 42 der benachbarten
Pumpeneinheit angeordnet ist. Der Kupplungsflansch 52
weist eine konische Fläche 53 auf und der Kupplungs
flansch 74 besitzt einen zylindrischen Vorsprung 60.
In beiden Kupplungsflanschen sind drei Schlitze 76 ange
bracht, welche um 120°C gegeneinander verdreht angeordnet
sind und jeweils einen Antriebskeil 56 aufnehmen.
Die Scheibe 54, die zwischen den benachbarten Kupplungs
flanschen angeordnet ist, weist eine konische Fläche 55
auf, welche an die konische Fläche 53 angepaßt ist, sowie
eine an den zylindrischen Vorspruch 60 angepaßte Bohrung.
Somit kommt es zu einer Selbstzentrierung der Scheibe
54 an der konischen Fläche 53, wenn die Flansche 52 und
74 zusammengezogen werden, um zwei Pumpeneinheiten 30
durch eine Vielzahl von mechanischen Einrichtungen 58,
z. B. Flanschschrauben zu verbinden. Beim Anziehen der
Flanschschrauben beginnt die Scheibe 54 die Kupplungs
flansche zu zentrieren und zwar durch Zusammenwirkung
der konischen Flächen 55 und 53. Stellschrauben 57 wer
den sodann zum axialen Längenausgleich gegen die Rück
seite der Antriebskeile 56 angezogen, wodurch die Scheibe
54 weiter auf die konische Fläche 55 gedrückt wird. Nun
befinden sich die Wellen über die drei Antriebskeile 56,
welche mit Schlitzen 76 der Flansche 52, 74 zusammen
wirken, in Antriebsbeziehung. Sodann werden die Flansch
schrauben festgezogen. Die einzige verbleibende Aufgabe
besteht darin, Unterlegscheiben 41 an der Grundplatte
32 des Gehäuses 31 vorzusehen, um das Pumpengehäuse 31
zur Pumpenwelle 42 auszurichten.
Claims (4)
1. Mehrstufenpumpenanordnung,
bei der einzelne Pumpeneinheiten, deren Pumpenwellen durch
Kupplungseinrichtungen mit je zwei Kupplungsflanschen mit
einander verbunden sind, in Reihe zu einer Antriebseinrich
tung geschaltet sind, und bei der jede Pumpeneinheit einen
Einlaß und einen Auslaß aufweist, wobei Verbindungsleitungen
den Auslaß der jeweiligen Pumpeneinheit mit dem Einlaß der
jeweils nachfolgenden Pumpeneinheit verbinden,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß zwischen den benachbarten Kupplungsflanschen (52,74) der Kupplungseinrichtung (50) eine kreisförmige Scheibe (54) angeordnet ist, die eine innere konzentrische Öffnung mit einer zylindrischen Bohrung und mit einer konischen Fläche (55) besitzt, sowie mindestens drei äquidistant an geordnete Antriebskeile (56) aufweist, die sich radial von der Scheibe (54) weg erstrecken;
- - daß die Antriebskeile (56) in Schlitze (76) eingreifen, die in den Kupplungsflanschen (52, 74) ausgebildet sind;
- - daß der Kupplungsflansch (52) eine konische Fläche (53) aufweist, die der konischen Fläche (55) angepaßt ist, und daß der Kupplungsflansch (74) einen zylindrischen Vorsprung (60) besitzt, der der zylindrischen Bohrung der Scheibe (54) angepaßt ist, derart, daß bei der Ver bindung der Kupplungsflansche (52, 74) durch mechanische Einrichtungen (58) die benachbarten Pumpenwellen (42) in Fluchtung gebracht werden.
2. Mehrstufenpumpenanordnung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch Lager (14) an beiden Enden der Mehr
stufenpumpenanordnung (10).
3. Mehrstufenpumpenanordnung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lager (14) an beiden Enden der
Mehrstufenpumpenanordnung (10) als Lager für alle Pumpen
einheiten (30) einer Gruppe dienen.
4. Mehrstufenpumpenanordnung nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanischen
Einrichtungen (58) zum axialen Längenausgleich je eine
Stellschraube (57) für jeden der mindestens drei Antriebs
keile (56) umfassen.
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