DE292548C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE292548C DE292548C DE1914292548D DE292548DD DE292548C DE 292548 C DE292548 C DE 292548C DE 1914292548 D DE1914292548 D DE 1914292548D DE 292548D D DE292548D D DE 292548DD DE 292548 C DE292548 C DE 292548C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bridge
- wheatstone
- measuring
- bridge according
- several
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000000523 sample Substances 0.000 claims 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 3
- 230000000052 comparative effect Effects 0.000 description 2
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R17/00—Measuring arrangements involving comparison with a reference value, e.g. bridge
- G01R17/10—AC or DC measuring bridges
- G01R17/105—AC or DC measuring bridges for measuring impedance or resistance
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Wheatstoneschen und Thomsonschen Brückenschaltungen sind hinsichtlich des Prinzips
ihrer Anordnung von äußerster Einfachheit. Bei dieser Schaltung sind jedoch nur ein
unveränderter Vergleichswiderstand bzw. nur zwei Paar unveränderliche Nebenschlußwiderstände
vorgesehen. Technisch betrachtet haben diese Anordnungen nur einen einzigen Meßbereich und sind daher für die Zwecke der
ίο Praxis nicht immer ausreichend. Man hat
deshalb den Vergleichswiderstand bzw. die Nebenschlußrheostate aus Teilwiderständen zusammengesetzt,
deren Anzahl durch ein Schaltorgan, z. B. Stöpsel, geändert werden kann,
so daß entweder einzelne oder alle Teilwiderstände als Vergleichswiderstände dienen können.
Hierdurch kommt aber eine Vielheit von kon- - trollbedürftigen und in der Herstellung teuren
Kontaktorganen (Kurbeln oder Stöpsel) in die Apparate, welche die Genauigkeit der Messung
in hohem Grade beeinflussen können. Diese Meßbrücken sind daher vorwiegend für die Hand
technisch geschulter Personen bestimmt und somit an den Arbeitsplätzen ungeschulter Fabrikarbeiter
nicht verwendbar. Um aber auch für solche Werkstätten geeignete Meßbrücken
zu schaffen, muß man die alte Abstufung der Meßwiderstände verlassen und alle in das Meßresultat
eingehenden Kontaktwiderstände beseitigen-Dieses Ziel ist nur dadurch zu erreichen,
daß man die, erforderlichen Kontaktorgane in solche Leitungswege legt, die von den Meßwiderständen
abzweigen, so daß letztere unveränderlich festliegen. Der einfachste hierher gehörige Teil ist die Wheatstone-Brücke mit
ausgespanntem Schleifdraht (Fig. 1). In diesem Schema sind die Punkte gleichen Potentials, ■
zunächst der Punkt α und irgendein Punkt auf dem Schleifdraht d. Infolge der Regulierbarkeit
des Vergleichswiderstandes r ist der Punkt a festliegend und somit auch das eine Ende der
Brücke a-c. Beseitigt man nun das Schaltorgan s, macht man also den Vergleichswiderstand
unverstellbar, so tritt sehr bald der Fall ein, daß bei einem unbekannten Widerstand
von verhältnismäßig geringem Wert auf dem Schleif draht kein Punkt zu finden ist, der gegen
den Punkt α keine Potentialdifferenz hat. Um einen solchen Punkt zu finden, muß der Punkt a
etwa nach dem Punkt g des Vergleichswider-Standes verschoben werden. Unter dem Punkt a
ist nicht nur das Ende des Brückenzweiges zu verstehen, sondern auch immer der Anschlußpunkt
für den unbekannten Widerstand x. Bei weiterer Verminderung des unbekannten Wider-Standes
wird die Notwendigkeit der Verschiebung nochmals auftreten und der Punkt α gelangt
jetzt nach Punkt h. Hieraus ergibt sich, daß bei unregulierbarem Vergleichswiderstand»
der Brückenzweig seine Lage ändern muß, und da jede Lage einem bestimmten Meßbereich
entspricht, so müssen so viele Brückenzweige angelegt werden, wie der Apparat Meßbereiche
hat. Diese Bedingung wird erfindungsgemäß durch entsprechend angelegte Schaltorgane t so
vereinfacht, daß in Wirklichkeit doch nur ein einziger umschaltbarer oder wahlweise schaltbarer
Brückenzweig vorgesehen ist, wie in Fig. 2 dargestellt.
Die hier angewandte Hintereinanderschaltung der Vergleichswiderstände kann mit Rücksicht
auf leichtere Justierung auch durch Parallel-
schalten ersetzt werden. Durch diese Parallelschaltung der Vergleichswiderstände (Fig. 3
und 4), die bei der neuen Anordnung ohne Anwendung besonderer Schaltorgane möglich ist,
erhält jedes Meßbereich seinen eigenen unabhängigen Vergleichswiderstand und je eine besondere
Klemme für den Anschluß des unbekannten Widerstandes. Diese Maßnahmen bringen mehrere Vorteile, welche darin bestehen,
daß die Vergleichswiderstände nur aus festliegendem Material bestehen, keine veränderlichen
Verbindungen erhalten und voneinander unabhängig sind. Hierbei wird eine Sicherheit
und Genauigkeit der Messung, die bei den be-
!5 kannten Anordnungen mit solidesten Schaltorganen
nicht erreicht werden kann, erzielt, weil die veränderlichen Kontaktwiderstände dieser
Schaltorgane als Teile der Vergleichswiderstände in Betracht kommen. Die gegenseitige Unabhängigkeit
der Vergleichswiderstände und die Anlage mehrerer Klemmen für den unbekannten Widerstand sichert ungestörte weitere Gebrauchsfähigkeit
für den Fall, daß einer der Vergleichswiderstände beschädigt wurde.
Die neue Anordnung führt also zu Meßapparaten, deren Genauigkeit und Zuverlässigkeit
durch rauhe Behandlung, Verschmutzung u. dgl. nicht beeinträchtigt werden kann.
Bekanntlich brauchen die Schaltorgane t im Brückenzweig nicht mit besonders guter Kontaktgebung versehen zu sein, so daß an dieser Stelle entweder einfache Drucktaster t oder, wie in Fig. 4, einfache Umschalter' verwendet sind. Ein Ausführurigsbeispiel einer solchen Wheatstoneschen Brücke mit mehreren Drucktastern zeigt Fig. 5. Ähnlich wie hier bei der Wheatstoneschen Brücke beschrieben, läßt sich die Abzweigung der Schaltorgane von den Meßwiderständen auch bei der Thomsonschen Brücke durchführen. Die' entsprechende Anordnung zeigt Fig. 6. Hier sind die sonst üblichen Nebenschlußrheostate ersetzt durch zwei Widerstandsaggregate r, und r2. Die einzelnen Summanden und Teilsummen bilden in beiden Widerständen die gleichen Verhältnisse, wodurch auch hier je vier Teilpunkte entstehen, von denen die gleichliegenden je nach Meßbereich durch das Galvanometer verbunden werden. Dementsprechend sind zweimal vier Taster tx bis ti und ti bis fiv angeordnet, welche zu je vier miteinander und mit je einem Pol des Galvanometers verbunden sind. Diese Taster sind paarweise zu drücken, damit das Galvanometer an beiden gleichliegenden Teilpunkten zum Anschluß kommt. An jedem Tasterpaar ist der Zahlenwert des zugehörigen Widerstandsverhältnisses angeschrieben, so daß nach erreichter Einstellung des Schleifkontaktes c auf dem Meßdraht d die abgelesene Einstellung nur noch mit der Bezeichnung des benutzten Tasterpaares zu multiplizieren ist. Ein Ausführungsbeispiel dieser Einrichtung zeigt Fig. 7.
Bekanntlich brauchen die Schaltorgane t im Brückenzweig nicht mit besonders guter Kontaktgebung versehen zu sein, so daß an dieser Stelle entweder einfache Drucktaster t oder, wie in Fig. 4, einfache Umschalter' verwendet sind. Ein Ausführurigsbeispiel einer solchen Wheatstoneschen Brücke mit mehreren Drucktastern zeigt Fig. 5. Ähnlich wie hier bei der Wheatstoneschen Brücke beschrieben, läßt sich die Abzweigung der Schaltorgane von den Meßwiderständen auch bei der Thomsonschen Brücke durchführen. Die' entsprechende Anordnung zeigt Fig. 6. Hier sind die sonst üblichen Nebenschlußrheostate ersetzt durch zwei Widerstandsaggregate r, und r2. Die einzelnen Summanden und Teilsummen bilden in beiden Widerständen die gleichen Verhältnisse, wodurch auch hier je vier Teilpunkte entstehen, von denen die gleichliegenden je nach Meßbereich durch das Galvanometer verbunden werden. Dementsprechend sind zweimal vier Taster tx bis ti und ti bis fiv angeordnet, welche zu je vier miteinander und mit je einem Pol des Galvanometers verbunden sind. Diese Taster sind paarweise zu drücken, damit das Galvanometer an beiden gleichliegenden Teilpunkten zum Anschluß kommt. An jedem Tasterpaar ist der Zahlenwert des zugehörigen Widerstandsverhältnisses angeschrieben, so daß nach erreichter Einstellung des Schleifkontaktes c auf dem Meßdraht d die abgelesene Einstellung nur noch mit der Bezeichnung des benutzten Tasterpaares zu multiplizieren ist. Ein Ausführungsbeispiel dieser Einrichtung zeigt Fig. 7.
Claims (7)
1. Wheatstonesche bzw. Thomsonsche Brücke mit mehreren Meßbereichen, gekennzeichnet
durch die Anordnung der zur Einstellung der Meßbereiche dienenden Schaltorgane in denjenigen Brückenzweigen,
welche keine Meßwiderstände enthalten.
2. Wheatstonesche Brücke nach Anspruch i, gekennzeichnet durch je einen besonderen
Vergleichswiderstand für jeden Meßbereich.
3. Wheatstonesche Brücke nach Anspruch ι und 2, gekennzeichnet durch mehrere
Brückenzweige, die wahlweise benutzbar sind.
4. Wheatstonesche Brücke nach Anspruch ι bis 3, gekennzeichnet durch die Anordnung
mehrerer Batterie- oder Galvanometertaster im Batterie- oder Galvanometerbrückenzweig.
5. Wheatstonesche bzw. Thomsonsche Brücke nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet
durch Einrichtungen zur Umschaltung der Brückenzweige auf mehrere Verzweigungs-
bzw. Teilpunkte der Meßwiderstände.
6. Wheatstonesche Brücke nach Anspruch ι bis 5, gekennzeichnet durch die Anordnung
von mehr als zwei Klemmen für den unbekannten Widerstand.
7. Thomsonsche Brücke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ebenso viele
Paare von Galvanometertastern vorhanden sind, wie Teilpunkte in den beiden Nebenschlußrheostaten
vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE292548T | 1914-05-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE292548C true DE292548C (de) | 1916-06-16 |
Family
ID=33426629
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1914292548D Expired DE292548C (de) | 1914-05-26 | 1914-05-26 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE292548C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE931844C (de) * | 1950-07-01 | 1955-08-18 | Rohde & Schwarz O H G | Brueckenanordnung fuer Widerstandsmessungen |
| DE1616390B1 (de) * | 1968-02-12 | 1970-08-27 | Krasnod Zd Elektroizmeritelnyc | Kombinierte elektrische Wheatstone-Thomson-Messbruecke |
-
1914
- 1914-05-26 DE DE1914292548D patent/DE292548C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE931844C (de) * | 1950-07-01 | 1955-08-18 | Rohde & Schwarz O H G | Brueckenanordnung fuer Widerstandsmessungen |
| DE1616390B1 (de) * | 1968-02-12 | 1970-08-27 | Krasnod Zd Elektroizmeritelnyc | Kombinierte elektrische Wheatstone-Thomson-Messbruecke |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0011711A1 (de) | Prüfeinrichtung zum stufenweisen Anzeigen einer Messspannung | |
| DE473335C (de) | Anordnung zur Fernuebertragung von Bewegungen | |
| DE959209C (de) | Verfahren und Anordnung zur Messung der Impedanz eines elektromechanischen Wandlers | |
| DE449809C (de) | Widerstandsanordnung, besonders fuer Bruecken- und Kompensationsmessungen | |
| DE830211C (de) | Kurbelwiderstand, insbesondere fuer die Zwecke der elektrischen Messtechnik | |
| DE319258C (de) | Vorrichtung zum Anzeigen des Synchronismus von parallel zu schaltenden Wechselstromgeneratoren | |
| DE1224833B (de) | Schaltungsanordnung zur selbsttaetigen Auswahl der hoechsten Spannung mehrerer veraenderlicher Gleichspannungsquellen | |
| DE287765C (de) | ||
| DE1917337A1 (de) | Vorrichtung zur Kompensation der Ansprechkurve der in Messinstrumenten verwendeten Gleichrichterelemente | |
| DE2125257C3 (de) | Prüf und Justierschaltung für Stromteiler | |
| DE807285C (de) | Empfindlichkeitsregler fuer elektrische Messinstrumente | |
| DE662516C (de) | Vorrichtung zur Messung der Wasserstoffionenkonzentration | |
| AT108363B (de) | Widerstandsanordnung, besonders für Brücken- und Kompensationsmessungen. | |
| DE846415C (de) | Vierpoliges Schaltgebilde mit nichtlinearer Beziehung zwischen den Spannungen oder Stroemen der Eingangs- und der Ausgangsseite | |
| DE1515994A1 (de) | Spannungsteiler | |
| DE3229136C2 (de) | Teilnehmeranschlußschaltung | |
| DE398070C (de) | Vorrichtung zur Bestimmung von je einer der drei Wechselstromgroessen: Wirk-, Blindleistung und Leistungsfaktor oder Phasenverschiebung aus den beiden anderen | |
| DE931187C (de) | Einrichtung zur schnellen Bestimmung des Fehlerortes in elektrischen Leitungsanlagen | |
| AT31336B (de) | Meßbrücke zur direkten Bestimmung des Übergangswiderstandes von Blitzableitererdungen. | |
| DE878954C (de) | Schaltungsanordnung fuer Traegerstromtelegrafenanlagen mit veraenderbarem Pegel | |
| DE967627C (de) | Einrichtung zur beschleunigten Umschaltung der Polaritaeten von elektrischen Maschinen, insbesondere von Gleichstrommaschinen | |
| DE188768C (de) | ||
| DE445530C (de) | Einrichtung zum Pruefen von Verbrauchsleitungen auf Kurzschlussstrom | |
| DE1055119B (de) | Kompensationsschaltung zur Pruefung von Leistungs-, Strom- und Spannungsmessern nachdem Spannungssummen-Kompensationsverfahren | |
| CH434435A (de) | Vorrichtung zum Sichern elektrischer Messinstrumente gegen zu hohe Ströme und/oder Spannungen |