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Schiebetür
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Die Erfindung betrifft eine Schiebetür, wie sie in umfangreicher
Weise in den verschiedensten Gebäuden, insbesondere in Kaufhäusern, Bahnhöfen, Flughäfen
usw., eingebaut wird und die durch Lichtschranken, Radarsteuerung und dgl.
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bei Näherung von Personen sich derart öffnet, daß die beiden Teile
der Schiebetür sich seitlich hinter feststehende, vorzugsweise durchsichtige Glasscheiben
enthaltende Türrahmen verschieben. Sobald der Durchlaßvorgang beendet ist, schließt
sich die Tür automatisch wieder.
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Die an sich bekannte Schiebetür ist an ihrem oberen horizontalen
Rahmenteil an einem elektrisch betriebenen Wagen aufgehängt, der vorzugsweise zwei
in einer Führungsschiene laufende Rollen umfaßt, von denen eine mit einem endlosen
Riemen oder einer Kette verbunden ist, so daß bei der Bewegung
der
endlosen Kette, was vermittels eines Elektromotors unter Zwischenschaltung eines
an sich üblichen Getriebes stattfindet, beide Schiebetürhälften voneinander wegbewegt
bzw. beim Schließvorgang wieder aufeinander zubewegt werden.
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Die Schiebetür ist an dem unteren Ende ihres jeweils äußeren Rahmenteiles
mit einem Führungszapfen oder Führungsstollen versehen, der in einer im Fußboden
eingelassenen Schiene zusammen mit der Tür hin- und herläuft.
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Schiebetüren haben jedoch den Nachteil, daß im Panikfall, d. h. im
Falle höchster Gefahr, die große Wahrscheinlichkeit besteht, daß die Tür sich nicht
öffnet und sich auch nicht aufdrücken läßt, so daß die Menschen, die der Gefahr
entweichen wollen, sich vor der Tür ansammeln, einen Druck auf die Tür ausüben,
so daß sie dann völlig verkantet und blockiert und eine Öffnung auch überhaupt nicht
mehr durchführbar ist.
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Selbst wenn sie sich öffnen würde, bestünde dann noch der weitere
Nachteil, daß die seitlichen, normalerweise feststehenden, üblicherweise mit Glasscheiben
versehenen Flügel einen weiteren Anteil der Türöffnung blockieren.
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Auf diese Weise können die sich dort ansammelnden Menschen nicht
nur schwer verletzt werden, sondern durch die in Panik geratene Menschenmenge können
sogar Todesfälle herbeigeführt werden Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es
daher, um einen solchen Leben gefährdenden Fall zu vermeiden, eine Schiebetür zu
schaffen, die sich im Panikfall auf ihrer gesamten Breite sofort öffnet, also sich
auch jene Flügel oder Seitenteile der Schiebetür öffnen, die sich normalerweise
nicht
bewegen und ortsfest angeordnet sind, so daß die gesamte lichte Weite der Türöffnung
für den Durch- und Auslaß freigegeben wird.
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Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, daß jede Schiebetürhälfte
an einem mit dem Wagen der Schiebetürhälfte verbundenen Träger schwenkbar über ein
Seitenteil verbunden ist und das unverschieblich angeordnete Seitenteil, über das
sich der Schiebetürteil hinwegschiebt, als schwenkbarer Türflügel ausgebildet ist,
der im geschlossenen Zustand der Tür mit einer Labyrinthdichtung an den zur Deckung
gelangenden vertikalen Rahmenteilen mit dem Schiebetürteil ineinandergreift.
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In Verfolg des Erfindungsgedankens ist zu diesem Zweck der mit dem
angetriebenen Wagen des Schiebetürteiles verbundene Träger mit einem Teil eines
Scherenlagers versehen, während das andere Teil am oberen horizontalen Rahmenteil
des Schiebetürflügels angeordnet ist, in das sich das Teil des mit dem Wagen verbundenen
Trägers einlagert.
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Am unteren Ende der Schiebetür ist ein Führungsschuh oder Führungszapfen
als Drehlager ausgestaltet oder mit einem Drehgelenk versehen, so daß die Schiebetür
auch am unteren Ende um diesen Schuh oder Zapfen verschwenken kann.
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An den von den Lagerseiten abgelegenen Rahmenteilen sind Zwangskontakte
angeordnet, die sowohl eine lösbare mechanische als auch eine elektrische Verbindung
mit dem Rahmen bzw. mit dem Träger des Antriebswagens der Schiebetür bzw. mit den
elektrischen
Antriebs- und Steuereinrichtungen herstellen bzw. unterbrechen.
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Die Anordnung bei Schiebetüren ist im wesentlichen so getroffen,
daß die sich zur Seite hin verschiebenden Türteile im Innern des Gebäudes liegen
und die bei herkömmlichen Schiebetüren ortsfest, d. h. unbeweglich angeordneten
Türseitenteile, hinter die sich die Schiebetürteile verschieben, außerhalb des Gebäudes
angeordnet sind.
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Wenn daher bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Schiebetür
im Katastrophenfall eine von der Panik auf die Ausgangstür zugetriebene Menschenmenge
sich vor der Schiebetür ansammelt und einen Druck auf die Tür ausübt, wird diese
nach Überwindung eines bestimmten Schwellendruckes nach außen verschwenken und sich
dabei um das obere seitlich im Träger des Antriebswagens gelagerte Drehgelenk des
Schiebeflügels verschwenken, wobei die Labyrinthverbindung zwischen Schiebetürteil
und Seitenteil ebenfalls einen Druck auf dieses Seitenteil ausübt, so daß dieses
unter Auflösung der Zwangsverbindung mit dem darüberliegenden Träger um seine seitlichen
Drehgelenke nach außen verschwenkt. Um diesen Öffnungsvorgang noch besonders schnell
ablaufen zu lassen, ist die Schiebetür mit einem Zugelement mit dem Seitenrahmen
verbunden, beispielsweise mit einer Wendelfeder, die im geschlossenen Zustand der
Schiebetür gespannt ist und bestrebt ist, die Schiebetür zu öffnen. Wenn daher nun
die Schiebetür durch den Druck nach außen aufgeschwenkt wird unter Aufhebung
der
mit dem Träger des Antriebswagens eingehenden Zwangskontakte oder Verriegelung,
tritt das Zugelement in Tätigkeit und zieht den Schiebeflügel schnell seitlich hinter
den verschwenkbar ausgebildeten Seitenflügel, so daß nun beide zusammen aufgeschwenkt
werden können, wobei der Schiebeflügel lediglich um das am Träger des Wagens angeordnete,
das die Schiebetür tragende Gelenk, verschwenkt, wobei das gesamte Gewicht der Schiebetür
und die Halterung von diesem Drehgelenk aufgenommen wird. Wie bereits oben erwähnt,
ist auch das untere Führungsteil der Schiebetür verschwenkbar oder verdrehbar ausgebildet,
so daß auch dieses entsprechend der Bewegung der Schiebetür folgen kann. Der seitliche
nicht verschiebliche Flügel ist an sich vermittels bekannter, für diesen Zweck besonders
ausgestalteter Scharniere oder Drehgelenke aufgehängt, jedoch ohne daß dieser Flügel
von der Schiebetür belastet oder beeinflußt wird.
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Bei der Schwenkbewegung-von Schiebetür und Seitenteil werden alle
elektrischen Kontakte unterbrochen, so daß die Offnungsbewegung nicht durch den
Antrieb oder die automatische Sicht-oder Lichtschrankensteuerung beeinflußt wird.
Der die Schiebetür über den Zwischenträger tragende Wagen läuft dann ebenfalls von
der "Panikfeder" zusammen mit der Schiebetür zur Seite.
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Beim Aufschwenken der Schiebetür leistet die zwischen Schiebetür
und Seitenflügel befindliche Labyrinthdichtung
eine Mithilfe beim
Öffnen des Seitenflügels bzw. im umgekehrten Fall, sofern der Druck auf den Seitenflügel
erfolgt, wird die Schwenkbewegung der Schiebetür unterstützt, indem der jeweilige
Schenkel der aus zwei ineinandergreifenden L-Profilen gebildeten Labyrinthdichtung
gegen die Innentür mit seiner vorzugsweise entsprechend profilierten Kante gegen
die Fläche des vertikalen Seitenteiles des anderen Türteiles drückt. Wird also ein
Druck auf das verschiebliche Türteil ausgeübt, so drückt das an diesem Türteil befindliche
Labyrinthdichtungsteil mit seiner Kante gegen das nicht verschiebliche Seitenteil
und schwenkt es auf, so daß dann auch dieses unabhängig vom Schiebetürteil sich
ganz öffnet.
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Ist der Normalzustand wieder hergestellt und soll die Schiebetür
wieder in ihren normalen Betriebszustand zurückgeführt werden, so wird der nicht
verschiebliche Seitenteil und die Schiebetür wieder zurück in ihre parallelen Betriebsstellungen
geschwenkt. Damit die Schiebetür wieder sicher ihre ordnungsgemäße Betriebsstellung
erreicht, ist zwischen der nach oben weisenden Fläche des oberen horizontalen Rahmenteiles
der Schiebetür und der nach unten weisenden Fläche des am Antriebswagen der Schiebetür
angeordneten Trägers eine Scherenlagerung vorgesehen, die zwar nicht die Last der
Tür trägt, aber eine betriebsgerechte Zurückführung des Schiebetürteiles in die
Betriebsstellung ermöglicht. Durch das Eingreifen der Teile des Scherenlagers ineinander,
gelangt die Schiebetür wieder in die betrieblich richtige Stellung
unter
den Träger, der am Antriebswagen der Schiebetür befestigt ist, wodurch die lösbare
Verriegelung mit diesem Träger wieder hergestellt und auch der oder die erforderlichen
Stromkreise zum Antrieb und zur Steuerung der Tür geschlossen werden.
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Mit der Zurückschwenkung der Schiebetür in ihre Betriebsstellung
wird auch der seitliche nicht verschiebliche, jedoch erfindungsgemäß verschwenkbare
Türteil in seine Stellung parallel zur Schiebetür zurückgeschwenkt, und auch dieser
rastet in eine lösbare Verriegelung an einer über Kopf verlaufenden Schiene oder
Träger ein, und auch dadurch wird der Stromkreis geschlossen, so daß gewährleistet
ist, daß der Betrieb der Schiebetürerst dann wieder aufgenommen wird, wenn beide
Türteile in ihre Betriebsstellung zurückgeführt sind.
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In der obigen Erläuterung der Erfindung ist nur von einem Schiebetürteil
und einem feststehenden Teil gesprochen. Normalerweise besteht eine Schiebetür aus
zwei sich voneinanderweg- und aufeinanderzubewegenden Türteilen und aus zwei feststehenden
Türteilen, hinter die sich die Schiebetürteile bewegen. Da aber beide Hälften einer
Schiebetür identisch ausgestaltet sind und auch identisch bzw. analog arbeiten und
funktionieren, genügt es, wenn nur eine Hälfte der Schiebetür beschrieben wird,
denn die andere Hälfte arbeitet entsprechend.
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Die Erfindung wird nun anhand einer Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel
darstellt, näher erläutert.
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In der Zeichnung steilen dar: Fig. 1 eine Schiebetür der erfindungsgemäßen
Ausgestaltungsform im geschlossenen Zustand und schematischer Darstellungsweise,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schiebetür unter Weglassung des oberen Rahmenteiles
mit den Führungsschienen für die die Schiebetürteile bewegenden Antriebswagen und
sonstige an sich bekannte Einzelheiten, Fig. 3 einen Querschnitt durch den Träger
und das obere horizontale Rahmenteil der Schiebetür mit der Scherenlagerung, Fig.
4 die schwenkbare Anordnung des nicht verschieblichen Türteiles und Fig. 5 die Labyrinthverbindung
zwischen Schiebetür und nicht verschieblichem Türteil.
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Wie aus Fig. 1 und 2 hervorgeht, ist die erfindungsgemäße Schiebetür
an sich üblicher Ausgestaltung und in dem Türrahmen in an sich bekannter Weise angeordnet.
Die Schiebetür besteht aus den beiden nicht verschieblich bewegbaren Seitenteilen
1 und den beiden Schiebetürteilen oder -flügeln 2. Diese Türteile sind in an sich
bekannter Weise hergestellt, beispielsweise
aus einem Rahmen 3
aus Aluminiumprofilen, in die als Füllung eine Glasscheibe 4 eingesetzt ist. Diese
Ausgestaltung ist entsprechend auch bei den verschieblichen Türteilen 2 vorhanden.
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Oberhalb der Schiebetür mit ihren Seitenteilen ist in einem besonderen
Gehäuse 5 der Antrieb vorhanden, der ebenfalls an sich bekannter Art ist, und unterhalb
dieses Gehäuses liegt in an sich bekannter Weise die Führungsschiene 6, in der die
Wagen der verschieblichen Türteile laufen, die ihrerseits in an sich bekannter Weise
von der Antriebsvorrichtung angetrieben werden. Der Wagen ist durch die Rollen 7
gekennzeichnet. Der Antrieb besteht beispielsweise aus einem endlosen Riemen oder
einer endlosen Kette, von deren einem Trum der eine Flügel angetrieben wird und
von deren anderem Trum der andere Flügel angetrieben wird, so daß sich beide Flügel
synchron voneinanderweg oder aufeinanderzu bewegen.
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Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltungsform ist nun im Gegensatz
zur herkömmlichen Schiebetür der Wagen 7 nicht an dem eigentlichen Türflügel angeordnet,
sondern an einem Träger 8, der seinerseits mit dem verschieblichen Türflügel verbunden
ist, und zwar über ein Drehgelenk 9, das ein Verschwenken des Schiebetürflügels
um dieses Gelenk ermöglicht.
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Am unteren Ende des Schiebetürflügels ist etwa lotrecht unter dem
Drehgelenk ebenfalls drehbar ein Führungsschuh 10
angeordnet, der
in einer Führung 11, die an sich bekannter Art ist, gleitet.
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Das Drehgelenk 4 ist mit seinem oberen Ende an dem Träger 8 befestigt
und nimmt die gesamte Last des Drehflügels auf. Die Befestigung des Drehflügels
geschieht dabei so, daß entsprechende evtl. auftretende Verbiegungen durch eine
entsprechende Einbaustellung des Drehgelenks kompensiert werden.
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Zwischen dem Träger 8 und dem oberen Rahmenteil 12 ist in der Nähe
des anderen Endes des Trägers 8 ein weiterer Kontakt 13 vorgesehen, der in Form
einer Einrastverbindung ausgebildet ist und auch elektrische Kontakte enthält, die
beim normalen Schiebebetrieb geschlossen sind, beim öffnen des Schiebetürteiles
aber unterbrochen werden. Außerdem ist zur sicheren Führung des Schiebetürteiles
im geschlossenen Zustand zwischen dem oberen Träger 8 und dem oberen Rahmenteil
12 des Schiebetürteiles ein Scherenlager angeordnet, welches sicherstellt, daß der
Schiebetürflügel in seiner Schiebestellung die richtige Position innehat bzw. bei
ausgeschwenkter Stellung wieder in die richtige Schiebestellung zurückführbar ist.
Dieses Scherenlager ist schematisch in Fig. 3 dargestellt, auf die weiter unten
noch einmal eingegangen werden wird. Das nicht verschiebliche Seitenteil 1 ist nun
über Drehgelenke bzw. Scharniere 14 mit dem Seitenteil 15 des Rahmens der Türöffnung
verbunden. Um diese Scharniere 14
kann das Seitenteil 1 verschwenken.
Es steht seitlich zum verschieblichen Seitenteil der Schiebetür und ist auf seinem
oberen horizontalen Rahmenteil 16 durch einen Aufsatz 17 um die Höhe erhöht, die
der des Trägers 8 entspricht, so daß nun der obere horizontale Rand des Seitenteiles
1 und der obere Rand des Trägers 8 des Schiebetürteiles 2 in einer Ebene liegen.
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Auch dieses Teil 17 des Seitenteiles 1 ist mit einem Zwangskontakt
18 versehen, mit dem das Seitenteil in ein Rahmenteil 19 einrastet. Diese Rastverbindung
ist in ihrer Kraft einstellbar, d. h. der erforderliche Druck zum öffnen des Seitenteiles
ist veränderlich.
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Die Kreuze bei 20 deuten die feste Verbindung zwischen dem Teil 16
und dem Teil 17 an.
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In der obigen Beschreibung unter Bezugnahme auf Fig.
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1 und 2, in welch letzterer ein Schnitt durch die erfindungsgemäße
Schiebetür dargestellt ist, ist nur die linke Hälfte der Schiebetür beschrieben.
Da indessen der rechte Teil ganz analog ausgestaltet ist, genügt für die Beschreibung
der Erfindung die Beschreibung der einen Hälfte. Aus Fig. 2 ist durch den Pfeil
S die Bewegung der Schiebetürteile ersichtlich, während die Pfeile F die Bewegung
des Seitenteiles bei der Aufschwenkbewegung anzeigen.
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Aus Fig. 2 ist ferner in schematischer Darstellung eine Labyrinthdichtung
gezeigt, die für die Auf schwenkbewegung eine besondere Bedeutung hat, nämlich dann,
wenn beispielsweise in Richtung des Pfeiles P eine Kraft auf das Schiebetürteil
2 wirkt. Wie in Verbindung mit Fig. 1 ersichtlich, verschwenkt dann das Teil 2 um
das Drehgelenk 9 unter Aufhebung des Zwangskontakts 13, und es verschwenkt ferner
in dem Führungsschuh 10 zufolge des dort angeordneten Drehlagers 22. Bei dieser
Schwenkbewegung, die dann in Richtung des Pfeiles F erfolgt, drückt die Kante 23
des Schiebetürteiles gegen die entsprechend zugekehrte Fläche des Rahmens 24 des
Seitenteiles, so daß dieses nun ebenfalls um die Scharniere 14 verschwenkt unter
Aufhebung des Zwangskontakts oder der Rastverbindung 18 am oberen Rahmenteil 17.
Beide Flügel schwenken jetzt auf in Richtung der Pfeile F.
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Die oberhalb der Türteile angeordnete, in der Zeichnung nicht dargestellte
"Panikfeder", bei der es sich um ein Zugmittel, beispielsweise um eine Wendelfeder
handelt, zieht nun das Schiebetürteil 2 unter Bezugnahme auf die Zeichnung schnell
nach links über das Seitenteil 1, so daß dann beide Teile in Richtung der Pfeile
F aufschwenken können ~um das Seitenteil um die Scharniere 14 und das Schiebetürteil
2 um das Drehgelenk 9. Da diese Schwenkbewegung mit dem oben geschilderten Ablauf
auch für die rechte Hälfte der Schiebetür in ganz entsprechender Weise stattfindet,
ist in kürzester Zeit bei der Einwirkung eines bestimmten Druckes P auf die
Schiebetür
bzw. auf die noch nicht ganz geöffnete Schiebetür oder auf das bereits hinter das
Seitenteil zurückgegangene Schiebetürteil eine vollständige Öffnung der gesamten
Türöffnung vorhanden, indem die Seitenteile dann auch um die Scharniere 14 zusammen
mit dem Schiebetürteil verschwenken.
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In Fig. 3 ist in einem Vertikalschnitt der Träger 8 dargestellt,
der sich zusammen mit dem Schiebetürteil 2 bewegt und an dem oben nicht gezeig Wagen
7 für die Hin- und Herbewegung des Schiebetürteiles in geeigneter Weise befestigt
ist. Aus dieser Figur ist ebenfalls-in deutlicher Darstellung das Scherenlager zu
erkennen, wobei das eine Teil des Scherenlagers, nämlich 25, mit dem Träger 8 verbunden
ist, während das andere Teil 26 an dem Schiebetürteil 2 befestigt ist. 27 zeigt
eine Dichtung, 28 die Glasscheibe des Schiebetürteiles. Wie aus der Fig. 3 ersichtlich,
ist das Schiebetürteil bzw. die Schiebetür in an sich bekannter Weise aus Aluminiumprofilen
beispielsweise hergestellt.
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Fig. 4 zeigt im Horizontalschnitt den seitlichen Rahmen 29 der Türöffnung,
in den die Schiebetür eingebaut ist, wobei das Rechteckrohr 30 an diesem Rahmen
in geeigneter Weise befestigt ist und eine Hälfte 31 des Scharniers 14 trägt während
die andere Hälfte 32 an dem nicht verschieblichen Seitenteil 1 befestigt ist. Aus
dieser Zeichnung ist ebenfalls wieder ersichtlich, daß die Seitenteile 1 der Schiebetür
aus an sich üblichen Metallprofilen, beispielsweise Aluminiumprofilen,
hergestellt
sind. Bei 33 sind Dichtungen angeordnet, die im Betriebszustand, also in der dargestellten
Stellung, das unverschiebliche Seitenteil zu seinem seitlichen Rahmen 30 bzw. 29
abdichten. Der Pfeil F zeigt die Schwenkbewegung im Panikfall, das Bezugszeichen
34 die Verglasung des Seitenteiles 1.
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In Fig. 5 ist die Verbindungsstelle zwischen dem nicht verschieblichen
Seitenteil 1 dargestellt, dessen seitlicher Rahmen 35 ebenfalls wieder aus einem
Rohrprofil besteht, an dem ein Winkelprofil 36 befestigt ist, das zusammen mit einem
ebensolchen Winkelprofil 37 an dem Seitenrahmen 38 des Schiebetürteiles 2 die Labyrinthdichtung
21 bildet. Wird, wie bereits oben beschrieben, die Schiebetür, deren Normalbewegung
in Richtung des Doppelpfeiles s erfolgt, nun in Richtung des Pfeiles F aufgeschwenkt,
so trifft die vorzugsweise etwas abgerundete Kante 39 gegen die Oberfläche 40 des
Rahmenteiles 35 des feststehenden Seitenteiles 1 der Schiebetür, so daß durch diese
Hebelbewegung nur auch das Seitenteil 1 in Richtung des Pfeiles F um die Scharniere
14 aufgeschwenkt wird. Das Beszugszeichen 34 bezeichnet die Verglasung im Seitenteil
1 und das Bezugszeichen 41 die Verglasung in dem Schiebetürteil.
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Die erfindungsgemäße Schiebetür gibt einer Kraft, die in Richtung
des Pfeiles P wirkt, nach, wobei diese
Kraft stufenlos einstellbar
ist. Über die Labyrinthdichtung 21 werden dabei auch die Seitenteile geöffnet und
wenn die Zwangskontakte bzw. die Tastverbindungen 13 und 18 unterbrochen sind, wird
die gesamte Automatik außer Kraft gesetzt und die ausgeschwenkten Flügel von aner
Panikfeder nach außen gezogen. Die Seitenteile drehen dabei um stationär angeordnet
te einbruchsichere Scharnierbänder 14, die mittleren Schieetürteile hingegen um
mit dem Laufwagen mitbewegte Drehgelenke 9, wobei die Schiebetürteile zusätzlich
auf ihrer ganzen Länge durch Scherenprofile, die ein Scherenlager bilden, gehalten
und geführt sind.
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Die erfindungsgemäße Schiebetür, die man auch als Schiebedrehtür
bezeichnen könnte, gibt also im Panikfall die doppelte Breite der lichten Durchgangsweite
automatisch als Fluchtweg frei. Ist der Gefahrenfall beseitigt und soll der normale
Betrieb wieder aufgenommen werden, dann werden die vier Türteile, nämlich die beiden
Seitenteile und die beiden Schiebetürteile, in ihre normale Betriebslage zurückgeschwenkt,
so daß dann auch die Zwangs- und Rastverbindungen wieder ineinandergreifen, worauf
der Automatikbetrieb wieder in Gang gesetzt werden kann. Die elektrische Schaltung
kann dabei so sein, daß daraufhin erst die Automatik ausgeschaltet wird und bei
erneuter Einschaltung wieder in Tätigkeit tritt. Die Schiebedrehtür wird über Standardzylinder
durch Stangenschlösser in den Mittelflügeln verriegelt. Die Verriegelung
der
Seitenteile erfolgt dann automatisch, nämlich über die Labyrinthdichtung 21.
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Die Schiebedrehtür ist unter Verwendung von Anschlagprofilen betont
energiesparend konstruiert. Vor allem für Kaufhäuser bietet die Schiebetür im Sommer
einen außergewöhnlichen geschäftsfördernden Nebeneffekt. Mit ein paar Handgriffen
läßt sich die Eingangsbreite verdoppeln. Hierdurch wird außerdem an der interessantesten
Stelle eines Kaufhauses, am Ein- und Ausgang, zusätzlicher Verkaufsraum geschaffen.
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Die Schiebedrehtür besteht aus Hookprofilen und ist von einer selbsttragenden,
aluminiumverkleideten Rohrrahmenkonstruktion umfaßt. Die Anschlußprofile für Fenster
und Seitenteile können also von einem Metallbauer auch durch andere Profile gewählt
werden. Besonders erwähnenswert für den Metallbauer ist, daß infolge der selbsttragenden
Türkonstruktion die Tür als auch die Anschluß arbeiten unabhängig voneinander ausgeführt
werden können.
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Sowohl der Programmschalter mit den Schaltungen 1-Aus, 2-Automatik,
3-Ausgang, 4-Offen als auch ein Sicherheitslichttaster sind am Kämpfer angebracht
und brauchen nicht baugebunden installiert zu werden. Als Steuerorgane können die
durch die Eldor bekannten Radarbewegungsmelder, Lichtschranken und Kontaktmatten
verwendet werden. Für die vorliegende Erfindung werden Radarbewegungsmelder vorgeschlagen,
da sie
universell einsetzbar sind und ihre Steuerung im Kämpfer
integriert werden kann. Außerdem ist der Eldor-Melder mit St>arfrequenz von 24
giga Hz nicht gebührenpflichtig. Mit dem Anbringen von Wahlschalter, Sicherheitslichttaster
und Radarbesgungsmelder am Kämpfer läßt sich die komplette Steuerung der Automatiktür
im Kämpfer unterbringen. Kostenspielige, individuelle Installationen und die Abstimmung
über die Lage der Schalter und Sonsoren mit Bauherren und Metallbauer werden überflüssig
Nur noch die Stromzuführung ist baugebunden.