DE2929192C2 - Anordnung zur Betriebsversorgung eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
Anordnung zur Betriebsversorgung eines KraftfahrzeugsInfo
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Description
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Betriebsstoffversorgung eines Kraftfahrzeugs, das zumindest eine Versorgungskupplung aufweist, durch eine
Versorgungsstation, die eine relativ zum Fahrzeug bewegbare Versorgungskupplung hat.
Bei einer derartigen bekannten Anordnung (US-PS 30 95 020) ist die stationsseitige Versorgungskupplung
selbsttätig auf die fahrzeugseitige Versorgungskupplung ausrichtbar und in die Kupplungsstellung bewegbar. Jed&ch bietet diese Anordnung keine hinreichende
Sicherheit gegen Anschlußfehler, die beispielsweise auf unrichtige Positionierung des Fahrzeugs oder Störungen in der Bewegungsführung der stationsseitigen
Versorgungskupplung zurückgehen mögen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der eingangs genannten Axt so zu
verbessern, daß eine hohe Anschlußsicherung auch bei weitgehend automatisiertem Betrieb gewährleistet ist
Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einer Anordnung der eingangs genannten Art vorgesehen, da3 stationsseitig eine zur selbsttätigen Verbindung mit dem
Fahrzeug gesteuerte Kupplungseinheit vorgesehen ist, daß die stationsseitige Versorgungskupplung relativ zu
der Kupptungseinheit zwischen einer passiven, zurückgezogenen und einer aktiven, zur fahrzeugseitigen
Versorgungskupplung vorgeschobenen Stellung bewegbar ist, wobei eine Einrichtung zur Steuerung ihrer
Bewegung so ausgebildet ist, daß sie nur dann aus der passiven in die aktive Stellung bewegbar ist, wenn die
stationsseitige Kupplungseinheit an das Fahrzeug angeschlossen ist, und daß die stationsseitige Kupplungseinheit nur dann von dem Fahrzeug lösbar ist,
wenn sich die stationsseitige Verbindungskupplung in der passiven Stellung befindet Vorteilhafte weitere
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
Dieser Lösung liegt der Erfindungsgedanke zugrunde, die Gesamtbewegung aufzuspalten in denjenigen
Bewegungsteil, der die Annäherung und Positionierung in bezug auf das Fahrzeug betrifft, und einen anderen
Bewegungsteil, der die Bewegung zur eigentlichen Verbindung der Versorgungskupplungen betrifft, wobei
diese Bewegungsteile unterschiedlichen Organen zugeordnet sind und steuerungsmäßig von einander
abhängig, zeitlich gestaffelt, ablaufen. Die stationsseitige
Versorgungskupplung kann nur dann die Steuerungsbewegung zur Verbindung mit der fahrzeugseitigen
Versorgungskupplung beginnen, wenn zuvor sichergestellt ist, daß die Kupplungseinheit die korrekte
Ausgangsstellung erreicht hat Umgekehrt kann sich die Kupplungseinheit vom Fahrzeug erst dann wieder lösen,
wenn zuvor sichergestellt ist, daß die stationsseitige Versorgungskupplung sich von der fahrzeugseitigen
Versorgungskupplung gelöst hat Dadurch wird ein hohes Maß an Sicherheit im automatischen Bewegungsablauf erreicht. Gleichzeitig wird dadurch erzielt, daß
die Steuerungs- und Bewegungseinrichtungen verhältnismäßig einfach gestaltet sein können, weil einerseits
die Bewegung zur Verbindung der Kupplungseinheit mit dem Fahrzeug nicht mit den hohen Genauigkeitsanforderungen belastet ist, die für die gegenseitige
Verbindung der Versorgungskupplungen gilt, und weil andererseits eine genaue Steuerung der Versorgungskupplungen leicht möglich ist, weil die zugehörige
Bewegungsstrecke gering gehalten werden kann.
Ein weiterer Vorteil dieser Ausführung besteht darin, daß die stationsseitige Kupplungseinheit als mehr oder
weniger geschlossener Kopf ausgebildet werden kann. in welchem die Versorgungskupplung während der
Bewegungsphase geschützt enthalten ist, wobei sie sich nur dann aus diesem Kupplungskopf in die Kupplungsstellung zu der zugehörigen Versorgungskupplung hin
bewegt, wenn der Kupplungskopf seine Bewegung beendet und ordnungsgemäß an die Kupplungseinheit
des Fahrzeugs angeschlossen ist Beschädigungen an der empfindlichen Versorgungskupplung werden dadurch
vermieden. Ferner werden die empfindlichen Versorgungskupplungen befreit von der Aufgabe, den Eingriff
der stationsseit'ijan Kupplungseinheit mit der fahrzeug- '°
seitigen Kupplungseinheit aufrechtzuerhalten. Vielmehr können die Kupplungseinheiten durch von den Versorgiingskdpplungen
gesonderte mechanische Einrichtungen zusammengehalten werden. Statt dessen kann die
stationsseitige Kupplungseinheit auch durch ständige Krafteinwirkung in sicherer Anlage an der Kupplungseinheit des Fahrzeugs gehalten werden, wobei die
Aufrechterhaltung dieser Stellung automatisch kontrolliert wird.
Schließlich besteht ein Vorteil der erfindungsgemä-Ben
Anordnung darin, daß bei Anordnung der fahrzeugseitigen Kupplungseinheit in einem vertieften
Versorgungsfach in der Fahrzeugseite die Bevegungseinrichtungen für die stationsseitige Kupplungseinheit
im wesentlichen auf eine Querbewegung zur Fahrzeugseite beschränkt sein können, während die Mittel, durch
die die Versorgungskupplungen in Eingriff miteinander bewegt werden, ausschließlich bei diesen Versorgungskupplungen konzentriert sind.
Zweckmäßigerweise sind nach einer vorteilhaften w Ausgestaltung der Erfindung zur Bewegungssteuerung
der stationsseitigen Kupplungseinheit fernwirkende Sensoreinrichtungen vorgesehen, deren Empfangsbereich
nicht größer als der Bewegungsbereich der stationsseitigen Kupplungseinheit ist. Dadurch wird
erreicht, daß der Verbindungsvorgang nicht erst eingeleitet wird, wenn sich das Fahrzeug in einer zu weit
entfernten Stellung befindet.
Ferner kann nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung eine Rückmeldeeinrich- ^0
tung zur Fes'stellung eines ordnungsgemäßen Verbindungszustands der stationsseitigen Kupplungseinheit
mit der fahrzeugseitigen Kupplungseinheit vorgesehen sein, wobei die Bewegung der Versorgungskupplung aus
der passiven in die aktive Stellung durch das Signal der Rückmeldeeinrichtung auslösbar ist. Bleibt das Rückmeldesigna!
aus, so wird ein Alarmsignal ausgelöst.
Zweckmäßigerweise sind nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die Betriebsstofftanks
des Fahrzeugs mit Füllstandssensoren versehen, wobei die Betriebsstoffversorgung des Fahrzeugs
abhängig von den über eine Datenübertragungskupplung übertragenen Signalen dieser Sensoren gesteuert
ist Der Versorgungsvorgang wird nur dann eingeleitet, wenn der Füllstandssensor keine Vollanzeige liefert.
Der Füllgang wird beendet, wenn das Vollsignal eintrifft. Auch die Lösebewegung der stationsseitigen
Versorgungskupplung und die Lösebewegung der stationsseitigen Kupplungseinheit werden vorteilhafterweise
abhängig von einem die Beendigung des Versorgungsvorgangs anzeigenden Signal gesteuert.
Der Impuls, durch den die Versorgungsstation eingeschaltet wird, geht zweckmäßigerweise vom
Fahrzeug aus, wobei ferner vorgesehen sein kann, daß
die Impulsübermittlung nur dann möglich ist, wenn sich b5
das Fahrzeug in kupplungsgerechter Stellung befindet, um auf diese Weise zu vermeiden, daß die stationsseitige
Kuppiungseinheit vergeblich nach der Anschlußslcliung
sucht
Schließlich kann zur vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, daß eine Sperre zum
Verhindern des Anlassens des Motors oder Wegfahrendes Fahrzeugs während des Verbindungszustands der
Kupplungseinheiten vorgesehen ist
Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die schematische Zeichnung erläutert,
die eine Versorgungsstation mit einem daran angeschlossenen Teil des Fahrzeugs in drei unterschiedlichen
Funktionsstadien veranschaulicht
Das Fahrzeug 1 ist mit seinen Rädern 2 in Querrichtung durch eine Fahrrinne 3 im Boden
positioniert Die Fahrrinne 3 enthält ferner eine Delle zur Positionierung des Fahrzeugs in Längsrichtung.
In der Fahrzeugseitenwand befindet sich ein Versorgungsfach 4, das normalerweise durch eine Klappe 5
bündig mit der Seitenwand verschlossen ist Die Klappe ist vom Fahrerplatz aus zu öffnen. Sie gelangt dann
selbsttätig in die dargestellte Öffnungsstellung, in der sie durch ein Organ 6 der Versorgungss«o»ion 7 festgehalten
wird. Dieses öffnen der Klappt· kann mit dem
Impuls verbunden sein, durch den die Versorgungsstation eingeschaltet wird. Der Impuls kann von der
Versorgungsstation nicht aufgenommen werden, wenn sich das Fahrzeug in derart unkorrekter Lage befindet,
daß die Klappe von dem Organ 6 nicht gefangen werden kann. Solange die Klappe offen ist, kann der
Fahrzeugmotor nicht wieder angelassen werden.
Das Versorgungsfach 4 enthält eine Kuppiungseinheit 8, die von der inneren Wand 9 des Versorgungsfachs 4
und dessen Bodenwand gebildet wird, die die Versorgungskupplung 10 enthält. An der Wand 9 ist ein
Positionierungskeil 11 vorgesehen. Weitere, nicht dargestellte Versorgungskupplungen, Datenübertragungskontakte,
Identifizierungscodes etc. mögen auch in der Wand 9 vorgesehen sein.
Die Versorgungseinheit 7 enthält eine Kuppiungseinheit, die in Fig. 1 nicht sichtbar ist, weil sie in das
Gehäuse der Station zurückgezogen ist. Hingegen sieht man die stationsseitige Kuppiungseinheit 12 in den
F i g. 2 und 3 gänzlich vorgeschoben und im ordnungsgemäßen Kontakt mit der Kuppiungseinheit 8 des
Fahrzeugs. Sie hat die Stellung gemäß F i g. 2 gefunden dank ihrer Horizontalbeweglichkeit in ihrer Längsrichtung
(quer zur Seitenwand des Fahrzeug"» 1) und durch eine gewisse Seitenbeweglichkeit, durch die Stellungstoleranzen des Fahrzeugs ausgeglichen werden. Dabei
wurde sie gesteuert durch optiscile, zusammenwirkende Leitmittel an den beiden Kupplungseinheiten, die in der
Zeichnung nicht erscheinen.
Die Kupplungseinriieit der Station 7 wird durch einen
Schlauch 13 mit den Versorgungsmedien gespeist. Sie enthält in einem Gehäuse die Versorgungskupplungen
14, die wahrend der Bewegung der Kuppiungseinheit 12
zur Kuppiungseinheit 8 darin verborgen und geschützt sind. Die Kuppiungseinheit 12 kann sich daher im
wesentlichen auf eine Längsbewegung beschränken.
Die Querbewegungseinrichtungen brauchen nicht mit sonderlicher Gena»igkeit ausgeführt zu sein, da die
genaue Endpositionierung durch die mechanischen Pösitiönierhilfen 11 gewährleistet wird.
Nachdem die Kuppiungseinheit 12 ihr 7Je! erreicht
hat und ihre ordnungsgemäße Stellung ggf. elektronisch rückgemeldet ist, werden die Versorgungskupplungen
14 gemäC Γ i g. 3 abg"senkt in die VersorgungskiippUmgen
10 des Fahrzeugs. Wenn auch dieser Zustand gemäß elektronischer Rückmeldung richtig erreicht ist und
vom jeweiligen Rillslandssensor der f'ahrzeugtanks das
Signal erhallen wurde, daß der gewünschte Füllstand nicht erreicht ist, werden die Rillpumpen eingeschaltet.
Nach Beendigung des Versorgungsvorgangs wiederholt sich das Spiel in umgekehrter Reihenfolge, bis
schließlich die Versorgungsstation die Klappe 5 freigibt und diese das Versorgungsfach wieder sicher verschließt.
Mehrere Versorgungskupplungen am Fahrzeug und an der Versorgungsstation können zu jeweils einheitlichen
Kupplungseinheiten vereinigt sein. Da auf diese Weise die Versorgung des Kraftfahrzeugs an einer
Vielzahl unterschiedlicher Stellen mit unterschiedlichen Stoffen entfällt, wird die Versorgungszeil beträchtlich
abgekürzt.
Im dargestellten Beispiel sind die Versorgungskupplungen
für flüssiges Gut mit fallender .Strötnungsrichtung
angeordnet. Dies hat den Vorteil, daß ein absolut dichter Anschluß für diejenigen Medien, die nicht mit
Überdruck gefüllt werden, nicht erforderlich ist.
Wenn im Zusammenhang der Erfindung von Versorgung des Fahrzeugs gesprochen wird, so ist dies in
weitem Umfang zu verstehen und soll die Abfuhr von im
Fahrzeug angefallenen Stoffen (beispielsweise Altöl. Fäkalien) einschließen. Auch Daten- und Finergieübertragung
sollen ei"geschlossen sein.
Claims (8)
1. Anordnung zur Betriebsstoffversorgung eines Kraftfahrzeugs, das zumindest eine Versorgungskupplung aufweist, durch eine Versorgungsstation,
die eine relativ zum Fahrzeug bewegbare Versorgungskupplung hat, dadurch gekennzeichnet, daß stationsseitig eine zur selbsttätigen
Verbindung mit dem Fahrzeug gesteuerte Kupp- ι ο Iungseinheit (12) vorgesehen ist, daß die stationsseitige Versorgungskupplung (14) relativ zu der
Kupplungseinheit (12) zwischen einer passiven, zurückgezogenen und einer aktiven, zur fahrzeugseitigen Versorgungskupplung (10) vorgeschobenen is
Stellung bewegbar ist, wobei eine Einrichtung zur Steuerung ihrer Bewegung so ausgebildet ist, daß sie
nur dann aus der passiven in die aktive Stellung bewegbar ist, wenn die stationsseitige Kupplungseinheit (12) an das Fahrzeug angeschlossen ist, und
daß die iaiionsseitige Kupplungseinheit (12) nur
dann von dem Fahrzeug lösbar ist, wenn sich die stationsseitige Versorgungskupplung (14) in der
passiven Stellung befindet.
2. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bewegungssteuerung der stationsseitigen Kupplungseinheit (12) fernwirkende Sensoreinrichtungen vorgesehen sind, deren Empfangsbereich nicht größer als der Bewegungsbereich der
stationsseitigen Kupplungseinheit (12) ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rückmeldeeinrichtung zur
Feststellung eines ordnungsgemäßen Verbindungszustandes der KupplungseirTiieiten (8, 12) vorgesehen ist und die Bewegung der Versorgungskupplung
(14) aus der passiven in die akti ,e Stellung durch das
Signal der Rückmeldeeinrichtung auslösbar ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebsstofftanks
des Fahrzeugs Füllstandssensoren aufweisen und *o daß die Betriebsstoffversorgung des Fahrzeugs
abhängig von den über eine Datenübertragungskupplung übertragenen Signalen dieser Sensoren
gesteuert ist.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche I bis 4, «
dadurch gekennzeichnet, daß die Lösebewegung der stationsseitigen Versorgungskupplung (14) und die
Lösebewegung der stationsseitigen Kupplungseinheit (12) abhängig von einem die Beendigung des
Versorgungsvorganges anzeigenden Signal gesteuert sind.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungsstation durch einen vom Fahrzeug ausgehenden Impuls
einschaltbar ist.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Impuls nur bei kupplungsgerechter
Stellung des Fahrzeugs übermittelbar ist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche I bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Sperre zum w Verhindern des Anlassens des Motors oder Wegfahrens des Fahrzeugs während des Verbindungszustands der Kupplungseinheiten vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
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| DE19792929192 DE2929192C2 (de) | 1979-07-19 | 1979-07-19 | Anordnung zur Betriebsversorgung eines Kraftfahrzeugs |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19792929192 DE2929192C2 (de) | 1979-07-19 | 1979-07-19 | Anordnung zur Betriebsversorgung eines Kraftfahrzeugs |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2929192A1 DE2929192A1 (de) | 1981-04-09 |
| DE2929192C2 true DE2929192C2 (de) | 1983-03-10 |
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Family Applications (1)
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