DE2930177C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung
für einen Haarbereich nach
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Die Behandlung nur eines in der Nähe der Haarwurzeln befind
lichen Teiles des Haares bei der Herstellung einer Dauerwelle
ermöglicht es, daß der Frisur ein buschiges Aussehen verliehen
wird, wobei die Haarbereiche, die sich nicht in der Nähe der
Haarwurzeln befinden, glatt bleiben. Der Ausdruck "glatt"
bezieht sich dabei auf einen Haarbereich, der nicht der Ein
wirkung der Dauerwellensubstanz unterworfen ist. Dieser Haar
bereich kann jedoch eine Naturwelle oder eine Welle aufweisen,
die auf eine frühere Behandlung mit einer Dauerwellensubstanz
zurückzuführen ist.
Aus der US-PS 35 48 842 ist ein Verfahren bekannt, bei dem
zusammen mit dem Haar im Bereich der Haarspitzen eine fle
xible, flüssigkeitsundurchlässige Folie und im nachfolgenden
Bereich eine flexible, durchlässige Schicht auf dem Kern ei
nes Lockenwicklers aufgerollt werden. Dabei soll die un
durchlässige Schicht die Haarenden vor den Dauerwellensubstan
zen schützen, während die obere, durchlässige Schicht die An
wendung der Dauerwellensubstanzen in den entsprechenden
Haarbereichen gestattet. Diese Dauerwellensubstanzen werden
direkt auf die durchlässige Schicht aufgebracht. Die Haarbe
reiche in der Nähe der Haarwurzeln werden bei diesemVerfahren
jedoch nicht behandelt. Ein Problem besteht darin, daß die
flüssige Dauerwellensubstanz aufgrund der Kapillarwirkung
aus dem Bereich der durchlässigen Schicht unter die undurch
lässige Folie gelangt und sich entlang der einzelnen Haare
in Richtung auf die Haarspitzen ausbreiten kann.
Aus der US-PS 39 43 946 ist eine weitere Schutzvorrichtung für
einen Haarbereich, der nicht in der Nähe der Haarwurzeln liegt,
vor einer Dauerwellensubstanz bekannt. Dabei weist die bekannte
Schutzvorrichtung eine in bezug auf eine Flüssigkeit undurch
lässige flexible Folie und einen Endstreifen aus einem absor
bierenden flexiblen Material auf, der zur Befestigung auf dem
Lockenwicklerkern dient. Der Endstreifen und die Folie werden
in der genannten Reihenfolge zusammen mit dem Haar auf den
Lockenwicklerkern aufgewickelt, so daß schließlich nur noch der
der Kopfhaut naheliegende Haarbereich zur Behandlung freiliegt.
Es sind keine Maßnahmen getroffen, durch die zuverlässig und
einfach verhindert werden kann, daß die Behandlungssubstanz wäh
rend der Behandlung in den geschützten Haarbereich gelangt.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin,
eine Schutzvorrichtung für einen Haarbereich bei der Erzeugung
von Dauerwellen anzugeben, durch die sicher verhindert werden
kann, daß die Dauerwellensubstanz in den zu schützenden Haar
bereich gelangt.
Diese Aufgabe wird bei einer Schutzvorrichtung der eingangs
genannten Art durch die im kennzeichnenden Teil
des Patentanspruches 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht
darin, daß sicher verhindert werden kann, daß auch bei häufi
geren Anwendungen von Dauerwellensubstanzen, beispielsweise
in drei oder vier Monaten, das Haar brüchig oder spröde wird,
weil nur die zwischen den einzelnen Behandlungen nachgewachse
nen Haarbereiche der Dauerwellensubstanz ausgesetzt werden.
Die Erfindung ermöglicht daher vorteilhafterweise eine häufi
gere Anwendung von Dauerwellensubstanzen im unbehandelten Haarwurzelbereich. Durch diese häufi
geren Anwendungen kann daher immer eine tadellose Frisur sicher
gestellt werden.
Anders ausgedrückt wird bei der Anwendung der erfindungsgemäs
sen Vorrichtung vorteilhafterweise immer nur das Stück des
Haares, das bei der vorangehenden Behandlung nachgewachsen
ist, der Dauerwellensubstanz ausgesetzt, während das Stück
des Haares, das bereits einer früheren Behandlung unterzogen
wurde, vor der Dauerwellensubstanz sicher geschützt wird.
Dieses Stück kann daher nicht brüchig oder spröde werden.
Ein sicherer Schutz vor der Dauerwellensubstanz kann erfin
dungsgemäß vorteilhafterweise dadurch erreicht werden, daß
vermieden wird, daß die Dauerwellensubstanz während der Be
handlung infolge der Kapillarwirkung aus dem zu behandelnden
Haarbereich in der Nähe der Haarwurzeln entlang des Haares
in den zu schützenden Haarbereich fließt.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die erfindungsgemäße
Schutzvorrichtung in einer äußerst einfachen Weise zusammen
mit dem Haar auf dem Kern eines Lockenwicklers aufrollbar
ist. Dagegen müssen bei der US-PS 35 48 842 die undurchlässige
Folie und die durchlässige Folie vor dem Aufwickelvorgang
so gefaltet werden, daß eine Haarsträhne zwischen den gefalte
ten Bereichen enthalten ist. Dieser Faltvorgang erfordert
relativ viel Zeit.
Im folgenden wird die Erfindung im Zusammenhang mit den Fi
guren näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 und 2 Schritte des mit der erfindungsgemäßen
Schutzvorrichtung ausgeführten Verfahrens
und
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung der erfin
dungsgemäßen Schutzvorrichtung.
Obgleich die vorliegende Schutzvorrichtung für verschiedene
Anwendungsfälle geeignet ist, wird sie im folgenden im Zu
sammenhang mit den Anwendungsfällen beschrieben, die sich auf
die Behandlung eines bereits früher einer Dauerwelle ausge
setzten Haares beziehen. Diese Fälle sind im Hinblick auf
den Schutz des Haares am bedeutendsten.
In Fig. 1 ist ein Haar mit 1 bezeichnet. Dieses Haar 1 weist
einen durch eine frühere Dauerwelle, die beispielsweise drei
oder vier Monate zuvor angebracht wurde, ondulierten Bereich 2
und in der Nähe der Wurzel des Haares 1 einen glatten Bereich
3 auf. In dem angenommenen Fall weist dieser glatte Bereich 3
eine Länge von etwa 3 bis 4 cm auf.
Um dem Haar 1 unter Anwendung der vorliegenden Schutzvorrich
tung eine Dauerwelle zu verleihen, wird, falls dies erforder
lich ist, das Haar 1 in herkömmlicher Weise in der durch den
Pfeil 5 angegebenen Richtung auf einen Lockenwickler 4 auf
gewickelt. Der Aufwickelvorgang wird solange fortgesetzt, bis
der Lockenwickel 4 etwa eine vorbestimmte Länge L von dem
Punkt 6 beabstandet ist, der den glatten Bereich 3 von dem
ondulierten Bereich 2 des Haares 1 trennt.
Es wird dann eine Folie 7 in Kontakt zu dem Haar 1 gebracht,
die eine Länge aufweist, die im wesentlichen der Länge L
entspricht. Dann wird der Lockenwickler 4 weitergedreht, um
das Haar 1 und die Folie 7 gemeinsam aufzuwickeln.
Es ergibt sich schließlich, wie dies in Fig. 2 dargestellt
ist, eine Rolle, in der der ondulierte Bereich 2 des Haares
1 durch die um ihn herumgewickelte Folie 7 geschützt ist.
Der glatte bzw. nicht ondulierte Bereich 3 tritt aus der Folie
7 heraus und ist um sie herumgewickelt.
Es ist nun möglich, den glatten Bereich 3 mit einer Dauer
wellensubstanz zu behandeln.
Da die Folie 7 aus einem in Bezug auf Flüssigkeiten undurch
lässigen Material besteht, ist sichergestellt, daß die
Dauerwellensubstanz nicht auf den ondulierten Bereich 2 des
Haares 1 einwirken kann, der bereits früher mit einer Dauer
wellensubstanz behandelt wurde.
Um zu verhindern, daß die Dauerwellensubstanz zwischen die
einander überdeckenden Teile der Folie 7 fließt, weist eine
Endkante der Folie 7 eine Vorrichtung 9 auf, die ein Weiter
fließen der Dauerwellensubstanz verhindert. Diese Vorrich
tung 9 wird später noch ausführlich erläutert werden.
In der Fig. 1 entspricht die genannte Endkante der unteren
Endkante der Folie 7.
Im folgenden wird nun im Zusammenhang mit der Fig. 3
die einfach auf den Lockenwickler 4 aufzubringende Folie 7
näher erläutert. Einzelheiten der Fig. 3, die bereits im Zu
sammenhang mit den Fig. 1 und 2 erläutert wurden, sind ent
sprechend bezeichnet.
Die Folie 7 weist einen flexiblen Bereich 10 auf, dessen Breite
in etwa der zweckdienlichen Länge des Lockenwicklers 4 ent
spricht. Beispielsweise beträgt die Länge etwa 6 bis 7 cm.
Die Länge der Folie 7 ist größer als der Außendurchmesser des
Lockenwicklers 4, so daß die sich an gegenüberliegenden Enden
11 und 12 der Folie 7 in der in der Fig. 2 dargestellten Ar
beitsposition überlappen. Im Beispiel beträgt diese Länge vor
teilhafterweise etwa 8 cm.
Wie bereits angedeutet wurde, ist der flexible Bereich 10
der Folie 7 in bezug auf Flüssigkeiten undurchlässig. Vorteil
hafterweise haftet er leicht an den Körpern, auf denen er auf
gebracht wird. Auf diese Weise wird die Gefahr verringert, daß
die Dauerwellensubstanz zwischen die sich überlappenden Enden
der Folie 7 eindringen kann. Der Bereich 10 der Folie 7 ist
in einer ausreichenden Weise biegsam. Beispielsweise besteht
der Bereich 10 der Folie aus einem Polyvinylchlorid und
weist eine Dicke von einigen 10 µm, typischerweise 10 bis 20 µm
auf.
Die Folie 7 weist, wie dies oben bereits angeführt wurde,
auch eine Vorrichtung 9 auf, die an einer Endkante 8 ange
ordnet ist und das Ende 12 des Bereiches 10 der Folie 7 be
grenzt. Die Vorrichtung 9 verhindert, daß die Dauerwellensub
stanz in Richtung auf den ondulierten Bereich 2 des Haares 1
fließt.
Die Vorrichtung 9 weist vorzugsweise die Form eines Bandes
oder eines Wulstes 13 auf, der sich im wesentlichen über die
gesamte Breite des Bereiches 10 erstreckt und aus einem Flüssig
keit absorbierenden Material, beispielsweise aus einem wasser
aufsaugenden Material, besteht.
Damit die gesamte Schutzvorrichtung billig herstellbar ist
und um den Zusammenbau, beispielsweise durch Verkleben des
Bereiches 10 und der Vorrichtung 9 zu erleichtern, besteht
das Band bzw. der Wulst 13 zweckmäßigerweise aus einem Schaum
stoff, beispielsweise aus Polyurethan.
In der Betriebsposition der Fig. 2 ist das Band bzw. der Wulst
13 zwischen der Rolle und dem Kopf eingeklemmt. Aus diesem
Grunde wird er sich gegen das eingerollte Haar 1 stützend im we
sentlichen auf der Höhe des Punktes 6 gehalten, der den glatten
Bereich 3 und den ondulierten Bereich 2 voneinander trennt. In
Richtung des Pfeiles 14 (Fig. 2) fließende Dauerwellensubstanz
wird durch das Band bzw. den Wulst 13 absorbiert.
Um zu vermeiden, daß eine Seite des durch die absorbierte
Dauerwellensubstanz befeuchteten Bandes bzw. Wulstes 13 in
Kontakt mit dem Bereich 2 des Haares gelangt, das der Ein
wirkung der Dauerwellensubstanz entzogen werden soll, kann
beinahe das gesamte Band bzw. der gesamte Wulst 13 mit einem
schützenden Überzug, der beispielsweise aus demselben Material
wie der Bereich 10 der Folie 7 besteht, bedeckt werden. Unbe
deckt bleibt ein gerader Streifen, der entlang des freien Ran
des des Bandes bzw. Wulstes 13 vorgesehen ist, die (in der in
der Figur dargestellten Lage) nach innen gerichtet ist. Durch
diesen Streifen wird überschüssige Dauerwellensubstanz absor
biert.
Die Folie 7 weist außerdem ein Element 15 zum Anbringen auf,
das an der Endkante des Bereiches 10 festgeklebt ist, die der
Endkante 8 gegenüberliegt oder durch eine Überdicke des Be
reiches 10 der Folie 7 gebildet wird.
Das Element 15 weist die Form einer Dachrinne auf, die sich
vorzugsweise über die ganze Breite des Bereiches 10 der
Folie 7 erstreckt und in Querrichtung gekrümmt ist, wobei
der Krümmungsradius etwa gleich dem Krümmungsradius des
Lockenwicklers 4 ist.
Das Element 15 ist insbesondere starrer als der Bereich 10
der Folie 7, obgleich es eine gewisse Biegsamkeit aufweist.
Es kann aus irgendeinem geeigneten Material, wie beispiels
weise Karton oder einem halbelastischen Kunststoff bestehen.
Das Vorhandensein des Elements 15 erleichtert das Einführen
der Folie 7 unter den Lockenwickler 4, wie dies in der Fig. 1
dargestellt ist.
Die die beschriebene Vorrichtung 9 aufweisende Folie 7 wird
insbesondere in dem Fall vorteilhaft verwendet, in dem eine
Dauerwelle auf die bereits mit einer Dauerwelle versehenen
und einen relativ langen glatten Bereich aufweisenden Haare
1 aufgebracht wird.
Um zu vermeiden, daß sich der Bereich 10 der Folie 7 an seinem
freien Ende faltet, kann ein dachrinnenförmiges, starres und
gebogenes zweites Element an der Endkante 8 des Bereiches 10
der Folie 7 befestigt werden, wobei dann das Band bzw. der
Wulst am freien Rand des zweiten Elementes befestigt ist.
Claims (8)
1. Schutzvorrichtung für einen Haarbereich, der nicht
in der Nähe der Haarwurzeln liegt, vor einer Dauerwellen
substanz, bei der Herstellung einer Dauerwelle in der Nähe
der Haarwurzeln mit der Dauerwellensubstanz, mit einer
flexiblen und in bezug auf Flüssigkeiten undurchlässigen
Folie, dadurch gekennzeichnet, daß
an der einen Endkante der Folie (7) ein starres und dach
rinnenförmig gebogenes Element (15) derart befestigt ist,
daß es sich entlang der Länge der einen Endkante der Folie
(7) erstreckt, daß an der anderen Endkante der Folie (7),
die der einen Endkante gegenüberliegt, eine sich entlang der
Länge der anderen Endkante erstreckende Vorrichtung (9) in
der Form eines Bandes oder eines Wulstes (13) aus einem absorbieren
den Material vorgesehen ist, und daß die Länge der Folie (7)
so bemessen ist, daß die Vorrichtung (9) und das dachrinnenförmig gebogene Element
(15) im wesentlichen einander gegenüberliegen, wenn die Schutz
vorrichtung funktionsgerecht an dem zu schützenden Haar ange
ordnet ist.
2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein starres und dachrinnenförmig gebogenes zwei
tes Element (15) an der anderen Endkante der Folie (7) befestigt
ist und daß die Vorrichtung (9) am freien Rand des zweiten
Elementes befestigt ist.
3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß als absorbierendes Material für die Vor
richtung (9) ein Kunststoffschaum vorgesehen ist.
4. Schutzvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Kunststoffschaum ein Polyurethanschaum vor
gesehen ist.
5. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das Material der Folie (7)
leicht haftet.
6. Schutzvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Material für die Folie (7) Polyvinyl
chlorid vorgesehen ist.
7. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das dachrinnenförmig gebogene Element (15) aus einem halb
elastischen Kunststoffmaterial besteht.
8. Schutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das dachrinnenförmig gebogene Element (15) aus Karton
besteht.
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