DE293058C - - Google Patents

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DE293058C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D22/00—Shaping without cutting, by stamping, spinning, or deep-drawing
    • B21D22/02—Stamping using rigid devices or tools

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 293058 -KLASSE Ic. GRUPPE
Gegenständen, z. B. Messerbeschlägen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. März 1914 ab.
Um schalenförmige, teilweise, z. B. an drei Seiten umrandete Gegenstände, wie Messerbeschläge, aus einem schrittweise weiterbewegten Blechstreifen herzustellen, in dem zuerst die Vertiefungen ausgepreßt und aus dem dann die Werkstücke ausgeschnitten werden, wird nach der Erfindung in der Weise verfahren, daß zwecks Vermeidung einer, bei teilweiser Randerhöhung entstehenden Krümmung
ίο des Materialstreifens ein Werkstück erzeugt wird, das" einen ringsum laufenden Rand und eine solche Größe besitzt, daß zwei Werkstücke von der endgültigen Gestalt aus ihm gebildet werden können.
Der Umstand nämlich, daß jede Schale nur teilweise, z. B. an drei Seiten, mit einem erhöhten Rand versehen, an der vierten Seite jedoch randlos ausgeführt werden soll, bedingt eine einseitige Materialverschiebung beim Prägevorgang. Das Material des Streifens, welches sich an denjenigen Stellen befindet, wo die auszuprägende Schale mit einer Randerhöhung versehen ist, wird stärker ausgedehnt als an der Stelle, wo der erhöhte Rand fehlt.
Infolgedessen würde sich der Streifen, wenn man nach bekannten Vorschlägen immer nur eine einzige Schale hintereinander aus dem Streifen ausschneiden wollte, nach der Seite hin krümmen, wo die nichterhöhten Ränder liegen. Der Streifen würde also beim Vorwärtsbewegen, statt in der Matrizenebene geradeaus und geradlinig vorzuschreiten, aus der Ebene der Matrize heraus nach einer Seite hin ausweichen und sich dabei krümmen. Diese Schwierigkeit wird nach der Erfindung dadurch beseitigt, daß je ein Schalenpaar so ausgeprägt wird, daß der erhöhte Rand, zunächst ein ringsum geschlossenes Ganzes bildet, aus dem später zwei getrennte Schaleiihälften herausgeschnitten werden.
An Hand der Zeichnung soll das. Verfahren näher erläutert werden.
Ein Blechstreifen α (Fig. ι und 2) wird in eine seiner Breite und Stärke ungefähr entsprechend abgemessene Rinne b einer Matrize c geschoben, welche mit einer oder zwei in einer vertieften Fläche hintereinanderliegenden Vertiefungen d, d1 ausgestattet ist. Die Matrize besitzt ferner hinter den Vertiefungen Stanzlöcher e, e1 zur Herstellung von Öffnungen, sodann Aufreibstifte f, f1 zum konischen Aufreiben der durch das Ausstanzen entstandenen Öffnungen, des weiteren einen federnden Auswerfer g und endlich zwei voneinander durch einen Steg h getrennte, bis zu dem Steg den Umrissen der -55 Vertiefungen d, d1 entsprechend verlaufende . Stanzöffnungen i, i1.
Den verschiedenen Werkzeugteilen der Matrize c entsprechen/in geordneter Reihenfolge reliefartige Erhöhungen k, k1, Lochstempel I, P, Eintrittsöffnungen ψη,ψη1 und Schnittränder n, n1 in der Patrize 0 (Fig. 1).
Wird nun der Blechstreifen α in der Matrizenrinne schrittweise um ein den Entfernungen der Werkzeuge d, d1 voneinander entsprechendes Stück weiterbewegt, so entsteht beim jedesmaligen Niedergang der Patrize in der Matrize bei d, d1 eine schalenförmige, aus der Fläche des
Blechstreifens α reliefartig hervortretende, mit ringsum geschlossenen Rändern versehene Ausprägung p (Fig. 4). Aus deren Fläche werden alsdann beim Passieren des nächsten Werkzeuges durch die Zusammenwirkung der Teile e, e1 und /, I1 die Löcher q ausgestanzt. Die Löcher q werden beim nächsten Arbeitsgang dadurch konisch aufgerieben und so für die spätere Vernietung geeignet gemacht, daß die in der Matrize sitzenden Reibstifte f, f1 durch die Löcher q hindurch in die Eintrittsöffnungen oder Versenkungen m, m1 eindringen (Fig. 3), welche in vorstehenden Bolzen r, r1 der Patrize angebracht sind. Der in der Matrize zwischen
!5 den Aufreibern f, f1 vorgesehene, unter der Wirkung einer Schraubenfeder s stehende Auswerfer g, welcher während des Patrizenniederganges in die Versenkung für seinen unteren . Führungsschaft hineingedrückt wird, drückt beim Hochgehen der Patrize durch die kräftige Feder s den Blechstreifen aus den Stiften f, f1 wieder heraus, so daß er für den nächsten ■ schrittweisen Nachschub frei wird.
Im nächsten Arbeitsgange werden alsdann durch die Schnittwerkzeuge n, n1 zwei Schalen t, t1 aus dem Blechstreifen herausgestanzt, welche je von drei Seiten mit einem erhöhten Rand t1 umgeben sind, während sie an der vierten Seite t2 randlos bleiben.
Das vorstehend geschilderte, paarweise Ausstanzen zweier, durch einen stehenbleibenden mittleren Abfallsteg voneinander getrennter Schalen aus einer von einem in sich geschlossenen Rand umsäumten, vertieft ausgeprägten Fläche bedingt natürlich auch eine gleichbleibende Materialverdrängung an den beiden Randflächen des Ausgangsstoff. Der Blechstreifen wird also trotz der verschiedenen, der Reihe nach und schrittweise mit ihm vorgenommenen Arbeitsoperationen auch nach dem Austritt aus der. Matrize geradlinig bleiben, d. h. der Abfallstreifen kommt in gerader Richtung und ohne irgendwelche Krümmungen oder Verbiegungen aufzuweisen, aus der Matrize heraus.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Pressen und Ausstanzen von schalenförmigen, teilweise umrandeten Gegenständen, z.B. Messerbeschlägen, aus einem schrittweise weiterbewegten Blechstreifen, in dem zuerst die Vertiefungen ausgepreßt und aus dem dann die Werkstücke ausgeschnitten werden, dadurch ge-■ kennzeichnet, daß zwecks Vermeidung einer bei teilweiser Randerhöhung entstehenden Krümmung des Materialstreifens ein Werkstück erzeugt wird, das einen ringsum laufenden Rand und eine solche Größe besitzt, daß zwei Werkstücke von der endgültigen Gestalt aus ihm gebildet werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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