DE293209C - - Google Patents

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DE293209C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M3/00Automatic or semi-automatic exchanges
    • H04M3/08Indicating faults in circuits or apparatus
    • H04M3/12Marking faulty circuits "busy"; Enabling equipment to disengage itself from faulty circuits ; Using redundant circuits; Response of a circuit, apparatus or system to an error

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 293209-KLASSE 21 a. GRUPPE
HAMBURG-AMERIKANISCHE UHRENFABRIK in SCHRAMBERG, Schwarzwald.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Dezember 1915 ab.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Einrichtung hat den Zweck, die Dauer jedes Gespräches gleichzeitig auf der betreffenden Sprechstelle und auf einer Kontrollstelle, z.B.
am Büfett, anzuzeigen. Sie besteht aus zwei Kurzzeitmessern, je einem auf der Sprechstelle und auf der Kontrollstelle, die je mit einer elektromagnetischen Vorrichtung zum Einstellen des Zeigers auf Null und zum Auslösen
ίο des Werkes und einer solchen zum Anhalten desselben ausgestattet sind. Ferner besteht die Einrichtung aus einer doppelten Stromschlußvorrichtung auf der Sprechstelle, die vom Hörerhebel bewegt wird, und zwar so, daß sie den Stromkreis einer auf der Kontrollstelle befindlichen Batterie beim Aushängen des Hörers über die Magnete der auf der Kontroll- und der betreffenden Sprechstelle befindlichen Vorrichtungen zum Einstellen des Zeigers auf Null und zum Auslösen des Werkes, und beim Wiedereinhängen des Hörers über die Magnete der auf beiden Stellen befindlichen Vorrichtungen zum Anhalten des Werkes schließt, so daß auf beiden Stellen bei Beginn jedes Gespräches der Zeiger auf Null eingestellt und das Werk ausgelöst, und bei Beendigung des Gespräches das Werk wieder angehalten und so die Gesprächsdauer angezeigt wird.
Auf der Zeichnung ist ein für eine längste Gesprächsdauer von sechs Minuten eingerichtetes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 das Werk und die Stromschlußvorrichtung auf einer Sprechstelle in Vorderansicht, und Fig. 2 das Werk auf der Kontrollstelle ebenfalls in Vorderansicht, aber bei anderer Stellung der Teile.
Zwischen der Vorderplatine 1 und der Hinterplatine 2 befindet sich ein Uhrwerk, das so eingerichtet ist, daß die Welle 3 in sechs Minuten eine halbe Umdrehung nach rechts macht. Auf der Welle 3 sitzen vor der Vorderplatine 1 eine Scheibe 4 und ein feingezahntes Sperrad 5, und zwar die erstere fest, das letztere dagegen lose. An* der Scheibe 4 ist eine Sperrklinke 6 gelagert, die durch eine Feder 7 mit dem Rade 5 in Eingriff. gehalten wird. Mit diesem Rade sind ein radialer Arm 8 und ein Trieb 9 starr verbunden. Das letztere hat einen Hohlwellenansatz, dessen vierkantiges, durch ein Loch des Zifferblattes (Fig. 2) ragendes Vorderende den (nicht gezeichneten) Zeiger trägt. In das Trieb 9 greift ein Zahnbogen 10, der fest auf einer Welle 11 sitzt, und in dessen Nabe ein nach der entgegengesetzten Seite gerichteter, ein Gegengewicht 12 tragender Hebel 13 steckt. Die Welle 11 ist in der Vorderplatine 1 und in dem Verbindungssteg eines an dieser befestigten, zweispuligen Elektromagneten 14 leicht drehbar gelagert. Der Schwinganker 15 dieses Magneten sitzt lose auf der Welle 11 und trägt einen Stift 16, der gewöhnlich an einem in dieser Welle steckenden Stift 17 anliegt. An dem Anker 15 sind ferner ein Gewichtchen 18 und ein federnder Arm 19 angebracht, welch ersteres bestrebt ist, ihn nach links zu drehen;
diese Drehung wird durch den Anschlag des Armes 19 an dem vorstehenden Ende des einen Magnetkernes begrenzt. Ebenso ist das Gewicht 12 bestrebt, den Hebel 13 mit dem Zahnbogen 10 nach links und durch den letzteren das Trieb 9 nach rechts zu drehen, was aber durch das Gesperre 5, 6 verbindert wird, wenn das Uhrwerk nicht im Gang ist, also die Scheibe 4 sich nicht dreht.
Auf der Vorderplatine 1 ist ein kleiner, einspuliger Elektromagnet 20 befestigt, dessen Anker 21 am freien Ende einen abwärts ragenden Stift 22 und auf der Außenseite eine ge zahnte Warze 23 trägt. In die letztere greift eine Nase einer an der Platine 1 gelagerten Schwinge 24. An dieser greift eine Schraubenfeder 25 an, die anderends an der Platine 1 befestigt ist. Die. Schwinge 24 hat einen Aim 26, an dem eine schwache Feder 26a befestigt ist; das obere, rechtwinklig abgebogene Ende dieser Feder ragt in den Drehungsbereich eines an der Unruhe 27 sitzenden Stiftes 28, das untere, stumpfwinklig abgebogene Ende des Armes 26 in den Schwingungsbereich des Armes 19.
An der Sprechstelle befindet sich eine doppelte Stromschlußvorrichtung, die wie folgt eingerichtet ist: An einer Metallplatte 29 ist ein Hebel 30 schwingbar gelagert, und an diesem ist eine Schubstange 31 angelenkt. Die letztere ' ist mit dem Höreraufhängehebel so verbunden, daß sie sich mit dem Hebel 30 beim Aushängen des Hörers nach unten und beim Einhängen desselben nach oben bewegt. An der Platte 29 ist ferner eine Wippe 32 gelagert, die durch eine Feder 33 gewöhnlich in der durch ausgezogene Linien dargestellten Mittellage gehalten wird. Bei dieser Lage ragt die Wippe mit ihrer Nase in den Schwingungsbereich des rechtwinklig aufgebogenen, etwas gewölbten Endes des Hebels 30, so daß sie durch diesen beim Abwärtsgang in die linke, beim Aufwärtsgang in die rechte der beiden durch strichpunktierte Linien angedeuteten Lagen und nach dem Vorbeigang des Hebels durch die Feder 33 in die Mittellage zurückbewegt wird. An dem aufwärts ragenden Arm 32" der Wippe 32 ist eine hakenförmige Kontaktfeder 34 befestigt, die bei der Schwingung nach links mit einer festliegenden Kontaktfeder 35 in Berührung kommt, während bei der Schwingung nach, rechts ein an deni Arm 32s sitzender Isolierknopf 32* zwei festliegende Kontaktfedern 36 und 37 miteinander in Berührung bringt.
Die Elektromagnete 14 und 20 auf derSprech- und der Kontrollstelle und die Kontaktfedern 34, 35, 36 und 37 auf der Sprechstelle sind in den Stromkreis einer auf der Kontrollstelle befindlichen Batterie 38 geschaltet, und zwar so, daß die- Einrichtung wie folgt wirkt:
Es sei angenommen, daß die Teile sowohl auf der Sprech- als auch auf der Kontrollstelle die in Fig. ι dargestellte Lage einnehmen. Beim Aushängen des Hörers und dem hierdurch bedingten Abwärtsgang der Stange 31 wird der Stromkreis durch die Kontaktfedern 34 und 35 auf kurze Zeit geschlossen, so daß der Strom vom einen Pol der Batterie 38 nach der Zweigstelle w (Fig. 2), von da über die Brücken 39 durch die Spulen der größeren, parallel geschalteten Elektromagnete 14 auf der Kontroll- und der Sprechstelle, dann über die Brücken 40 nach der Zweigstellen (Fig. i), von da durch die Federn 35 und 34, die Wippe 32 und die Platte 29 und von der in letzterer sitzenden Klemme y nach' dem anderen Pol der Batterie 38 geht. Infolgedessen werden die Anker 15 der Magnete 14 angezogen, wobei sie durch die Stifte 16 und 17 ihre Wellen 11 samt den Zahnbogen ro mitnehmen, so daß die letzteren die Triebe 9 mit den Armen 8, den Rädern 5 und den Zeigern nach links drehen, bis die Arme 8 an einem an der Platine 1 sitzenden Stift 8a anschlagen. Die Teile 8, 9,10, 12, 13, 15,16,17 und 19 nehmen dann auf der Sprech- sowie auf der Kontrollstelle die in Fig. 2 dargestellte Lage ein, und die Zeiger stehen auf Null.
Kurz vor der Ankunft in dieser Lage' treffen die Arme 19 der Anker 15 auf das untere Ende der Arme 26, so daß die ersteren bei Beendigung der Ankerschwingung die Schwingen 24 ebenfalls aus der Stellung nach Fig. 1 in diejenige nach Fig. 2 bringen; hierbei geben die Federn 26a die Stifte 28 der Unruhen 27 frei, was zur. Folge hat, daß die Uhrwerke sich in Gang setzen. Während nun der Stromkreis 38, w, 39, 14, 40, x> 35. 34» 32> 29> y> 3^ durch die zurückschwingende Wippe 32 zwischen den Federn 34 und 35 wieder unterbrochen wird, so daß die Anker 15 in die Lage nach^-Fig. 1 zurückfallen, werden die Schwingen 24 dadurch in der Lage nach Fig. 2 festgehalten, daß ihre Nase bei der erwähnten Bewegung durch die Arme 19 vom oberen unter den mittleren Zahn der Warze 23 an den zurückgeschwungenen Ankern 21 der kleinen Magnete 20 getreten ist. Die Wellen 3 drehen sieh dann mit den Scheiben 4 Und den Klinken 6 nach rechts, so daß die letzteren auch den Rädern 5 gestatten, sich mit den Trieben 9, den Armen 8 und den Zeigern unter 1.10 der Einwirkung der Gewichte 12 auf die Zahnbogen 10 mit der gleichen Geschwindigkeit in der gleichen Richtung zu drehen. Diese Drehung dauert so lange, wie der Hörer auf der Sprechstelle ausgehängt bleibt. In dieser Weise wird die Dauer des Gespräches auf der Sprech-, sowie auf der Kontrollstelle angezeigt.
Beim Wiedereinhängen des Hörers und dem hierdurch bedingten Aufwärtsgäng der Stange 31 wird der Stromkreis durch die Kontaktfedern 36 und 37 auf kurze Zeit geschlossen; der Strom geht dann von der Batterie 38 nach
der Zweigstelle w, von da über die Zweigstelle ζ (Fig. 2) und die Brücke 41 durch die Spule des Ideinen Magneten 20 auf der Kontrollstelle, dann über die Brücke 42 auf dieser Stelle nach der Sprechstelle, durch die Federn 36 und 37, dann über die Brücke 41 durch die Spule des Magneten 20 auf dieser Stelle, über die Brücke 42 nach der Klemme y und von da zurück nach der Batterie 38. Dies hat zur Folge, daß die Magnete 20 ihre Anker 21 anziehen; deren Warzen 23 lassen hierbei die Schwingen 24 unter der Einwirkung der Federn 25 in die Lage nach Fig. 1 zurückgehen, so daß die Federn 26a wieder in den Bereich der Stifte 28 greifen und so die Unruhen 27 und damit auch die Uhrwerke anhalten. Mit den Wellen 3 bleiben dann auch die Teile 4 bis 13 sowie die Zeiger auf der Sprech- und der Kontrollstelle stehen, so daß die Gesprächsdauer angezeigt bleibt, bis der Hörer von neuem ausgehängt wird.
Dauert das Gespräch sechs Minuten, so drücken bei Ankunft der Zahnbogen 10 in ihrer der Stellung der Zeiger auf der Ziffer 6 entsprechenden Stellung die an den Bogen 10 sitzenden Stifte 43 die Stifte 22 mit den Ankern 21 gegen die Magnete 20, wodurch in der gleichen Weise das Anhalten der Uhrwerke veranlaßt wird.
Selbstverständlich kann die Anlage auch für eine kürzere oder längere Maximalgesprächsdauer als sechs Minuten eingerichtet und in jedem Falle die Einrichtung so getroffen werden, daß der Zeiger bei der Maximäldauer eine ganze Umdrehung oder einen beliebigen Teil einer Umdrehung macht.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Einrichtung zur Messung der Dauer von Ferngesprächen für Gasthäuser, Wirtshäuser u. dgl. mit je einem Kurzzeitmesser auf .der Sprechstelle und auf einer Kontrollstelle, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurzzeitmesser auf beiden Stellen je mit einer elektromagnetischen Vorrichtung (14) zum Ein- 4^ stellen des Zeigers auf Null und zum Auslösen des Werkes, und einer solchen (20) zum Anhalten des Werkes ausgestattet sind, und daß auf der Sprechstelle eine doppelte, vom Hörerhebel bewegte Strom-. Schlußvorrichtung (34, 35 und 36, 37) vorgesehen ist, die einerseits einen Stromkreis (38, w, 39,14, 40, x, 35, 34, 32, 29, y, 38) einer auf der Kontrollstelle (Fig. 2) befindlichen Batterie (38) beim Aushängen des Hörers über die Magnete (14) der auf der Kontroll- und der Sprechstelle (Fig. 1) befindlichen Vorrichtungen zum Einstellen des Zeigers auf Null und zum Auslösen des Werkes, und anderseits einen Stromkreis (38, w, z, 41, 20, 42, 36, 37, 41, 20, 42, y, 38) beim Wiedereinhängen des Hörers über die Magnete (20) der auf beiden Stellen befindlichen Vorrichtungen zum Anhalten des Werkes schließt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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