DE2934356C2 - Verfahren zum Betrieb von Flüssigkeitstauchungen - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von Flüssigkeitstauchungen

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DE2934356C2
DE2934356C2 DE19792934356 DE2934356A DE2934356C2 DE 2934356 C2 DE2934356 C2 DE 2934356C2 DE 19792934356 DE19792934356 DE 19792934356 DE 2934356 A DE2934356 A DE 2934356A DE 2934356 C2 DE2934356 C2 DE 2934356C2
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operating liquid
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DE19792934356
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DE2934356A1 (de
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Götz-Gerald Dr.-Ing. 4019 Monheim Börger
Werner Dipl.-Ing. 5068 Odenthal Hüning
Erhard Dr.-Ing. 5000 Köln Schellmann
Martin Ing.(grad.) 5071 Blecher Schweitzer
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Bayer AG
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Bayer AG
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C4/00Flame traps allowing passage of gas but not of flame or explosion wave
    • A62C4/02Flame traps allowing passage of gas but not of flame or explosion wave in gas-pipes

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Description

20
Flüssigkeitstauchungen werden als Flammensperren gegen Rückzündungen in explosible Gase führende Rohrleitungen eingesetzt.
Bei vielen chemischen Reaktionen entstehen Abgase, z. B. lösungsmittelhaltige Luft, die nicht ohne weiteres in die Atmosphäre abgeblasen werden können, sondern einer thermischen Reinigung (Abluftverbrennung) zugeführt werden müssen. Solche Abgase fallen in stark schwankenden Zusammensetzungen und Konzentrationen an. Häufig treten Gasgemische auf, die aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung und Konzentration ohne weiteres Brennstoffzufuhr zündfähig sind. Werden solche Gase einer Verbrennung zugeführt, besteht die Gefahr der Rückzündung von der Verbrennungseinrichtung zur Quelle der Gase, d. h. bis in den Reaktor, in dem die Gase entstehen.
Zur Vermeidung solcher Rückzündungen wird der Gasstrom in Flüssigkeitstauchungen in eine Vielzahl Gasblasen, die durch eine Flüssigkeitssäule hindurchtrelen, aufgelöst. Solche Flüssigkeitstauchungen sind z. B. in der deutschen Patentschrift 6 41 332 und der deutschen Offenlegungsschrift 27 21 871 beschrieben.
Im Falle einer Rückzündung kann sich die Rückzündflamme bis zur Flüssigkeitsoberfläche ausbreiten. Ein Hindurchtreten der Flammenfront durch die Blasensäule in der Tauchung soll jedoch vermieden werden.
Die Wirksamkeit solcher Tauchungen hängt davon ab, wie gut die einzelnen Gasblasen in der Tauchung getrennt werden können, d. h. von Blasengröße und Abstand der Blasen, also der Gasbelastung der Tauchung und der Höhe der Blasensäule. Die einzelnen, an die Oberfläche der Tauchung tretenden Gasblasen werden dort gezündet und verbrennen in Form kleiner Explosionen, die zu einer Zündung von noch nicht an der Oberfläche angekommenen Blasen führen können, bis schließlich eine Zündung durch die Tauchung hindurch erfolgen kann.
Es wurde nun gefunden, daß die Wirksamkeit von Flüssigkeitstauchungen wesentlich erhöht werden kann, wenn diese bei erhöhter Temperatur betrieben werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren zum Betrieb von Flüssigkeitstauchungen als Flammensperren für explosible Gasgemische, das dadurch gekennzeichnet ist, daß als flüssiges Flammen-SDerrmedium Wasser bei einer Temperatur von ober
halb 40° C eingesetzt wird
Bevorzugt soll die Temperatur des Wassers zwischen 55 und 70° C liegen.
Aufgabe der Erfindung ist die Verbesserung eines Verfahrens der eingangs genannten Art, bei welchem die Durchzündsicherheit bekannter Flüssigkeitstauchungen für höhere Gasdurchsätze, geringere Bedekkungshöhen, d. h. geringere Blasensäulenhöhe, und/oder Gemische höherer Explosivität gewährleistet ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Verfahrensmerkmale gelöst
Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend anhand von Beispielen näher erläutert.
Die anliegende F i g. 1 zeigt beispielhaft eine Flüssigkeitstauchung im Schnittbild.
F i g. 2 zeigt einen Schnitt 2-2 gemäß F i g. 1.
Die Tauchung nach Fig. 1 und 2 besteht aus einem Gehäuse 10, in dem in Richtung der Längsachse ein Gasverteilungsrohr 11 angebracht ist. Das Gas tritt durch das Einlaßrohr 18 in das Gasverteilungsrohr 11 ein und verläßt dieses durch die öffnungen 12 mit einer Geschwindigkeit V8. Es sind 50 öffnungen mit einem Durchmesser von je 5 mm vorgesehen. Auf der Außenseite der» Gasverteilungsrohres 11 bilden sich vor den öffnungen 12 Blasenschläuche, die in einem bestimmten Abstand von den Austrittsöffnungen in Einzelblasen zerfallen, die durch die im Gehäuse 10 befindliche Flüssigkeit nach oben sprudeln. Die Blasen durchtreten die Flüssigkeitsoberfläche 17. Das Gas verläßt die Tauchung durch die öffnung 14. Damit sich die Blasen, die nach beiden Seiten des Gasverteilungsrohres 11 austreten, nicht über dem Gasverteilungsrohr 11 vereinigen können, sind Ableitbleche 16 vorgesehen. Zur Durchführung der Durchzündversuche wurde das Gehäuse 10 oben aufgeschnitten, so daß eine öffnung 22 entstand. Über der öffnung 22 ist ein Zündbrenner 23 mit leicht nach unten in die öffnung 22 hineinbrennender Flamme angebracht. Die Überdeckungshöhe (Höhe der Blasensäule) A/kann über einen variablen Überlauf 15 verändert werden. Zur Herstellung definierter Gasgemische werden über die Zuleitungen 20 bzw. 21 Brenngas bzw. Luft zugeführt und in dem statischen Mischer 19 vermischt. Auf einem Abzweigrohr am Einlaßrohr 18 ist ein Plastikbeutel 24 angeklebt, der im Falle der Durchzündung abfliegt und diese anzeigt.
Bei Durchzündversuchen mit Äthylen-Luft-Gemischen (Zusammensetzung 1 Teil Äthylen und 13 Teile Luft, laminare Flammenlortpflanzungsgeschwindigkeit 0,73 m/s) wurde bei bei einer Wassertemperatur von 6O0C bei Gasaustrittsgeschwindigkeiten aus den öffnungen 12 zwischen 7 und 27 m/s und bei Überdekkungshöhen zwischen 150 und 300 mm in keinem Fall eine Durchzündung erhalten. Vergleichsversuche bei einer Wassertemperatur von 35°C ergaben Durchzündungen bei Gasaustrittsgeschwindigkeiten von oberhalb 18 m/s bei allen Uberdeckungshöhen. Bei einer Überdeckungshöhe von 150 mm fand bereits bei einer Gasaustrittsgeschwindigkeit von 7 m/s Durchzündung statt.
Entsprechende Versuche mit Propan-Luft-Gemischen (max. lam. Flammenfortpflanzungsgeschwindigkeit 0,43 m/s) ergaben, daß bei Uberdeckungshöhen von N> 150 mm auch ohne Erwärmung des Tauchbades in keinem Durchsatzbereich Durchzündung stattfindet.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betrieb von
Tauchsicherungen erlaubt insbesondere die sichere Verhinderung der Rückzündung von Gasgemischen, die Gase der Explosionskiasse 2 enthalten. Bei Gasen der Explosionsklasse 3 wird in weiten Konzentrationsbereichen die Rückzündsicherheit gewährleisti:L
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Betrieb von Flüssigkeitstauchungen als Flammsperren für explosible Gasgemisehe, dadurch gekennzeichnet, daß als flüssiges Flammensperrmedium Wasser bei einer Temperatur von oberhalb 400C eingesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Wasser einer Temperatur von 55 bis 70° C eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Überdeckungshöhe der Tauchung zwischen 150 und 300 mm beträgt
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gasgemisch eingesetzt wird, dessen laminare Zündgeschwindigkeit zumindest zeitweilig oberhalb 0,43 m/s liegt.
DE19792934356 1979-08-24 1979-08-24 Verfahren zum Betrieb von Flüssigkeitstauchungen Expired DE2934356C2 (de)

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DE2934356A1 DE2934356A1 (de) 1981-03-26
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DE3716224C1 (en) * 1987-05-14 1988-12-08 Overhoff Karl Heinz Dipl Ing Flame trap for ignitable gases

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