DE293539C - - Google Patents
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J21/00—Vacuum tubes
- H01J21/02—Tubes with a single discharge path
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- Gas-Filled Discharge Tubes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft ein Entladungsgefäß, welches zur Erzeugung bzw. Auslösung oder
zur Gleichrichtung elektrischer Schwingungen dient und dessen Wirkung auf einer Elektronenentladung
beruht, und zwar bezieht sich die Erfindung insbesondere auf jene Art von
Entladungsgefäßen, die ohne Gasionisation bzw:, ohne Gasleitung arbeiten.
Ein solches Entladungsgefäß besteht im wesentlichen aus einer Elektronen aussendenden
Kathode, einer oder mehreren sorgfältig von Gas befreiten Anoden und einer oder mehreren
Hilfselektroden. Die Kathode besteht vorzugsweise aus einem Glühfaden, z. B. aus
AVolframdraht. Die Anoden bestehen vorzugsweise aus Wolframscheiben und die Hilfselektroden
aus Gittern oder Rosten aus feinem. Metalldraht. ' Die Hilfselektroden sind zwischen
der Kathode und der bzw. den Anoden angeordnet. Diese sämtlichen Teile sind in
einem Gefäß untergebracht, welches so stark entlüftet ist, daß von der Kathode zur Anode
oder zu den Anoden eine Elektronenentladung übergehen kann, ohne eine merkliche Gasionisierung
durch Zusammenstöße mit den Molekülen des Gasrestes hervorzurufen.
Eine reine Elektronenentladung besteht aus negativen Elektrizitätsladungen, den sogenannten
Elektronen, die sich in einem in hohem Grade luftleeren Räume von einer Kathode
zu einer Anode bewegen. Diese Elektronen können von einem weißglühenden festen Körper oder von bestimmten Metallen,, insbesondere
Alkalimetallen bei Bestrahlung mit ultraviolettem Licht ausgesendet werden. Da .
jedes dieser Elektronen von einem elektrostatischen Feld und während seiner Bewegung
auch von einem magnetischen Feld umgeben ist, wird die Bewegung der Elektronen durch
elektrostatische und elektromagnetische Kräfte beeinflußt. Jedes der Elektronen eines g&ge- ■
benen Raumes wird daher von dem Feld der anderen Elektronen dieses Raumes beeinflußt.
Diese Erscheinung soll im folgenden als Raumladung bezeichnet werden.
Die Raumladung hat die Wirkung, den Strom, welcher bei einer gegebenen Spannung
fließt, auf einen bestimmten Wert zu begrenzen, welcher oberhalb eines bestimmten Wertes
der Kathodentemperatur von letzterer unabhängig ist. Diese Grenzstromstärke hängt
von der geometrischen Gestalt der Elektroden, ihrem Abstände und anderen Umständen ab.
Ein negativ geladener Körper in der Nähe der Kathode setzt die Entladungsstromstärke für
eine gegebene Spannung herab und kann auch j e nach seiner Lage und Gestalt die Elektronen
aus ihrer Richtung ablenken.
Die Erfindung verfolgt u. a. den Zweck, die Wirkung der Raumladung auf die Elektronenentlädung
zu verringern, die Wirkung negativ geladener Körper in der Nähe der Kathode ab-
zuändern, die Entlädestromstärke für eine gegebene
Spannung zu vergrößern, Elektronen von verhältnismäßig gleichförmiger Geschwindigkeit
zu liefern und dieKathode selbst gegen mechanische Beschädigung bzw. mechanische
Spannungen infolge elektrostatischer Kräfte zu schützen.
Zu diesem Zwecke wird gemäß der Erfin-"dung
in der Nähe der Kathode ein weiterer
ίο leitender Körper vorgesehen und auf einem bestimmten positiven Potential gehalten. Dieser
Leiter erhält vorzugsweise die Form eines die Kathode umfassenden Doppelgitters oder
Doppelrostes und ist mit einer Spannungsquelle verbunden, die vorzugsweise eine niedrige
Spannung liefert.
In der Zeichnung zeigen Fig. 1 und 4 zwei Ausführungsformen der neuen Entladungsröhre,
während die Fig. 2, 3 und 5 die Schal-
ao tung für verschiedene Anwendungszwecke veranschaulichen.
In Fig. ι ist ein Teil der das Entladungsgefäß
bildenden einhüllenden Glocke 1 wegge-■ brachen dargestellt, um das Innere zu zeigen.
Die Kathode 2 besteht aus einem V-förmigen Faden, die Anoden 3 und 4 aus kleinen Scheiben.
Die Kathode wird von einem Rahmen 5 umgeben, welcher passenderweise aus Glas
bestehen kann, und auf welchen ein feiner Draht gewickelt ist, der ein Doppelgitter 6 bildet,
welches mit seinen eng aneinanderliegen- - den Windungen die Kathode 2 umfaßt. Zwischen
diesem Gitter und jeder der Anoden liegt je eine Hilfselektrode 7bzw. 8, die gleichfalls
gitterförmig ausgebildet sind.
Die Kathode ist mit Stromzuführungsdrähten 9 und 10 verbunden, die ihrerseits mit
Stromeinführungsdrähten 11 und 12 verbunden
sind, die in der üblichen Weise in dem ■40 Fuß 13 der Glasglocke eingeschmolzen sind.
Der Kathodenfaden wird durch eine an seiner Biegung angreifende, im Rahmens befestigte
Feder 14 gespannt gehalten. Die Elektroden und die Gitterdrähte bestehen beispielsweise
aus duktilem Wolfram. Die Kathode und die Gitter sitzen mittels Glasstäbchen auf einem
Trag-gestell 15. Die Anodenstiele 16 und 17
bestehen aus Wolfram oder Molybdän und werden in rohrförmigen Ansätzen 18 und 19
der Glasglocke durch Federn 20, welche sich gegen die Wände der Ansätze legen, in ihrer
Lage gehalten. Zu den Anoden wird in der üblichen Weise durch Einführungsdrähte 21
und 22 die stromleitende Verbindung hergestellt, zu dem die Kathode umgebenden1 Gitter
6 durch einen Stromeinführungsdraht 23. Die Gitter 7 und 8 sind vorzugsweise auf metallische
Rahmen 24 und 25 gewickelt, die beispielsweise aus Chromeisen bestehen und die
Windungen der Gitter kurzschließen. Durch die Leiter 26 und 27 wird eine stromleitende
Verbindung zu den Rahmen bzw. Gittern hergestellt.
In der Fig. 2 ist die gegenseitige Lage der Elektroden und Gitter mehr schematisch und
dadurch deutlicher dargestellt. Wie diese Fig. 2 zeigt, wird 4ie Kathode 2 durch eine Batterie
29 oder eine andere geeignete äußere Stromquelle zum Glühen gebracht. Das umgebende
Gitter 6 ist an den positiven Pol einer Spannungsquelle, z. B. einer Batterie 30, angeschlossen,
deren negativer Pol mit der Kathode verbunden ist. Das Entladungsgefäß wird soweit
als möglich entlüftet, wobei die Elektroden von Gas befreit werden, indem das Gefäß
bereits an der Pumpe in Betrieb genommen wird, und zwar zunächst mit einer Spannung
unterhalb desjenigen Wertes, bei welchem eine schädliche, an dem blauen Glimmlicht erkennbare Gasionisierung" eintritt; in dem Maße,
wie aus der Anode durch das Elektrodenbombardement Gas ausgetrieben wird, wird die
angelegte Spannung fortschreitend gesteigert und gleichzeitig das frei gewordene Gas fortlaufend
durch die Pumpe abgeführt. Die angelegte Spannung soll schließlich vor dem Abschmelzen
gewöhnlich so hoch gesteigert werden, daß sie die normale Betriebsspannung übertrifft. Das Vakuum, dessen Grad von der
Art und Anwendung des Entladungsgefäßes abhängt, soll im allgemeinen so niedrig sein,
daß es nur einige hunderttausendstel Millimeter Quecksilber oder noch weniger beträgt.
Die in Fig. 2 dargestellte Anordnung eignet sich im besonderen zu der Umwandlung von
Gleichstrom in Wechselstrom bzw. zur Gewinnung von Wechselstrom aus einer Gleichstromquelle.
Zu diesem Zwecke sind die Anoden 3 und 4 durch Leiter 31 und 32 mit der
Primärwicklung eines Transformators 33 verbunden. Die Gleichstromquelle ist mit 34 bezeichnet
und besteht beispielsweise aus einem Gleichstromerzeuger oder aus einet Batterie,
deren negativer Pol durch einen Leiter 35 mit der Kathode 2, und deren positiver Pol durch
den Leiter 36 mit einem mittleren Punkt der Primärwicklung des Transformators 33 verbunden
ist. Die Gitter 7 und 8 sind durch die Leiter 37 und 38 mit einer Wechselstromquelle
39 verbunden, die diejenige Frequenz besitzt, die man dem zu erzeugenden Wechselstrom
zu geben wünscht. Diese Wechsel-. stromquelle kann beispielsweise, wie gezeichnet,
aus einem Transformator 39 bestehen. Die Kathode 2 ist durch einen Leiter 40 mit
einem mittleren Punkt der Sekundärwicklung dieses Transformators 39 verbunden.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung ist folgende. Wenn die Kathode 2
zum Glühen gebracht wird, sendet sie Elektronen aus, welche unter dem Einfluß der aufgedrückten
elektromotorischen Kraft zu einer
positiven Elektrode wandern. Wenn sich nun aber zwischen der Kathode und einer Anode,
zwischen welchen die Elektronen wandern, ein negativ geladener Leiter befindet, werden die
Elektronen nach Maßgabe der Größe der negativen Ladung zurückgetrieben,· und es wird
hierdurch der Entladungsstrom herabgesetzt oder unterbrochen. Befindet sich andererseits
zwischen der Kathode und einer Anode ein positiv geladener Körper, so wird die Entladung
unterstützt und der Strom verstärkt. Einige der Elektronen gehen zu dem positiv geladenen
Körper; wenn dieser j edoch eine verhältnismäßig kleine, dem Elektronenstrom entgegenstehende
Oberfläche besitzt, was der Fall ist, wenn ein feiner Draht als Gitter bzw. als
sonstiger leitender Körper dient, so wird hierdurch nUr wenig Energie absorbiert. Es kann
beispielsweise ein Wolframdraht mit einem Durchmesser von 0,01 bis 0,025 mm und einem
Windungsabstand von Y4 mm benutzt werden.
Wenn die zwischen Kathode und Anode aufgedrückte
Spannung hoch ist, kann der Energieverlust durch Absorption der Elektronen
durch ein derartiges, eine verhältnismäßig niedrige positive Ladung besitzendes Gitter
vernachlässigt werden.
Da die Gitter 7 .und 8 durch die Wechselstromquelle 39 abwechselnd negativ und positiv
gemacht werden, geht der Entladungsstrom abwechselnd zu den Anoden 3 und 4 und
erzeugt so einen Wechselstrom in der Primärwicklung des Transformators 33. Erforderlichenfalls
kann ein Kondensator 41 parallel zur Gleichstromquelle 34 vorgesehen werden,
um Stromschwankungen aufzunehmen, die induktive Wirkung des Transformators aufzuheben
und einen schnelleren Anstieg und schnelleres Fallen des Stromes zu bewirken.
In jedem Augenblick ist entweder das Gitter 7 oder das Gitter 8 positiv geladen und sucht
infolge seiner Nähe zur Kathode den Elektronenstrom herabzudrücken. Wenn jedoch in
der Nähe des Kathodenfadens durch das Gitter 6 ein positives Feld erzeugt wird, schirmt
dieses Gitter die Kathode gegen das negative Feld der anderen Gitter und unterstützt den
"Elektronenstrom. Die Elektronen werden durch die Kathode mit veränderlicher Geschwindigkeit
ausgesendet; da sie jedoch alle dem nämlichen statischen Feld ausgesetzt sind,
wird ihre Geschwindigkeit gleichförmiger, und die Geschwindigkeitsunterschiede Stellen nur
noch einen verhältnismäßig kleinen Bruchteil der mittleren Geschwindigkeit dar. Da das
positive Feld in der Nähe der Kathode der strombegrenzenden Wirkung der Raumladung
entgegenwirkt, kann der Abstand zwischen der Kathode und den Anoden ohne Verlust am
Wirkungsgrad vergrößert werden. Infolge der Absorption von Elektronen durch das positiv
geladene Gitter 6 geht etwas Energie verloren; da j edoch die Oberfläche des Gitters
klein ist und auch seine positive Spannung im Verhältnis zu der zwischen Kathode und "den
Anoden aufgedrückten Spannung verhältnismäßig klein gewählt werden kann, bildet dieser
Verlust nur einen verhältnismäßig kleinen Bruchteil der Gesamtenergie.
Es ist wünschenswert, daß die Spannung desj enigen der beiden Gitter 7 und 8, welches
jeweilig negativ wird, sehr rasch absinkt, um den Elektronens'trom zur zugehörigen Anode
\Ollständig zu unterbrechen. Dies kann durch Anwendung einer Wechselstromquelle 39 von
hoher Spannung bewirkt werden; hierdurch würde j edoch auch die gleichzeitige positive
Ladung des Gegengitters vergrößert. Hohe Spannung eines Gitters vermehrt jedoch die
Energieabsorption durch dieses Gitter. Durch Einfügung einer Batterie 42 in die die Kathode
mit dem mittleren Punkt der Stromquelle 39 verbindende Leitung 40, und zwar derart, daß der negative Pol dieser Stromquelle
mit dem Transformator verbunden ist, kann die Spannung des negativ geladenen Gitters
vermehrt, diejenige des positiv geladenen Gitters verringert werden, vorausgesetzt selbstverständlich,
daß die Spannung dieser Stromquelle 42 nicht diejenige der Wechselstromquelle
39 übertrifft. Erforderlichenfalls können noch Widerstände 43 und 44 in. die Leitungen
37 und 38, die von der Wechselstromquelle 39 zu den Gittern 7 und 8 führen, oder
ein einziger Widerstand in die Leitung 40 eingeschaltet werden, wodurch der Strom in dieser
Leitung ohne Herabsetzung der Spannung verringert werden kann. Manchmal machen solche Widerstände die Einfügung der Stromquelle
42 überflüssig.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Anordnung dient das Elektronenentladurtgsgefäß zur
Gleichrichtung von Wechselströmen, die von der Sekundärwicklung eines Transformators
45 geliefert werden, dessen äußere Klemmen mit den Anoden 3 und 4 durch die Leiter 46
bzw. 47 verbunden sind. Der positive -(--Leiter 45 des Gleichstromverbrauchskreises ist
mit der Kathode 2 und der negative Leiter
46 mit einem mittleren Punkt der Sekundär-Wicklung des Transformators 45 verbunden.
Die Elektroden 3 und 4 werden abwechselnd positiv und negativ, wobei Strom von der Kathode
zur jeweilig positiven Elektrode fließt. Auch hier würde die jeweilig negative Elekti'ode
den Strom, der v®n der Kathode zur anderen, positiven Elektrode geht, herabzudrücken_
suchen. Diese Wirkung wird durch das positiv geladene Gitter 6 verhütet. Bei
einem Gleichrichter mit einer Mehrheit von als Anoden arbeitenden Elektroden ist die
Stromverminderung durch die jeweilig nega-
tiven Elektroden besonders ausgeprägt, da der Spannungsabfall im Gleichstrombelastungskreis
das Potential der.stromführenden positiven Elektrode herabdrückt. Da zu einer
negativen Elektrode kein Strom fließt, so hat eine solche das volle Potential der Stromquelle.
Aus diesem Grunde könnte eine gefährliche einseitige mechanische Beanspruchung
der in einem unsymmetrischen Feld lie-
ίο genden Kathode eintreten, wenn nicht das
positiv geladene Gitter vorhanden wäre, welches die Kathode dagegen schützt.
Der positiv geladene Leiter muß nicht ngtwendig die Form eines Gitters haben. Die
Fig. 4 veranschaulicht in etwas schematischer Form eine Gleichrichtervorrichtung, bei welcher
eine Plätte 50 zwischen einer Elektronen aussendenden Kathode 48 und einer Anode 49
angeordnet ist. Die Kathode wird wieder durch eine Batterie 29 zum Glühen gebracht.
Als Wechselstromquelle dient wieder ein Transformator 45, welcher in Reihenschaltung
mit dem Gleichstromverbrauchskreis 51 zwischen die Elektroden 48 und 49 geschaltet ist.
Die Kathode wird von einer gekrümmten Platte 52 umgeben, auf welcher eine negative
. Ladung aufrechterhalten wird, am einfachsten,
indem sie mit der Kathode durch einen Leiter 53. verbunden ist. Diese hohlspiegelartige
Platte beeinflußt das elektrostatische Feld derart, daß die Elektronen zu einem ziem-
·. lieh scharf abgegrenzten Strom vereinigt werden, welcher durch eine Öffnung in der Platte
50 zur Anode geht.
■ Dadurch, daß auf der Platte 50 beispielsweise
durch die Batterie 30 eine positive Ladung aufrechterhalten wird, wird der Übergang
der Elektronen von· der Kathode zur Anode unterstützt. Die Spannung der Batterie
30 und daher die Ladung der Platte 50 braucht nur ' einen Bruchteil der Spannung
zwischen der Kathode und Anode zu sein.- Die Elektronen werden wohl zur Platte 50 hingezogen,
gehen aber größtenteils durch deren Öffnung, da diese den mittleren Punkt der statischen Anziehung bildet. Der Energieverlust
durch Absorption von Elektronen durch die Platte 50 ist daher verhältnismäßig gering
und wird durch die Vergrößerung des Entladungsstromes mehr als wettgemacht. Wenn
beide Halbwellen des Wechselstromes ausgenutzt werden sollen, werden zwei Apparate
der dargestellten Art vorgesehen.
Die neue Vorrichtung eignet sich auch, wie Fig. 5 veranschaulicht,· zur Verstärkung schwacher
veränderlicher Ströme, z. B. wellentelegraphischer oder -telephonischer Zeichen. Das
Entladungsgefäß 1 ist mit einer Ortsstromquelle, z. B. einer Batterie 54, welche von sehr
niedriger Spannung sein-kann und zwischen die Kathode 2 und die Anode 3 geschaltet ist,
verbunden. Das Gitter 7 und die Anode 3 sind mit der Sekundärwicklung eines Transformators
55 verbunden, dessen Primärwicklung in den Antennenkreis geschaltet ist, der, wie üblieh,
eine Luftantenne 56 und einen geerdeten Kondensator 57 umfaßt. Durch eine Batterie
58 kann das Gitter 7 auf einem bestimmten Potential gehalten werden. Die Kathode ist
von einem Gitter 6 umgeben, welches durch eine Batterie 30 gegenüber der Kathode auf
■einem bestimmten positiven Potential gehalten werden kann. Wenn die Kathode durch die
Batterie 29 erhitzt wird, sucht Strom von ihr zur Anode zu fließen; dieser Stromfluß wird
aber verhindert oder weit herabgesetzt, wenn das Feld des Gitters 7 negativ ist. Da die
Elektronen von der Kathoden durch das vom Gitter 7 erzeugte positive Feld weggezogen
werden, kann im Anodenkreis eine sehr geringe Spannung angewendet werden. Tatsächlich
genügt für die Batterie 54 manchmal eine einzige Zelle, wie die Zeichnung zeigt.
Das negative Potential an dem Gitter 7 kann andererseits verhältnismäßig hoch gemacht
werden. Die Stromschwankungen im Elektrodenkreis 59, die durch die dem Gitterkreis
aufgedrückten, von den ankommenden Zeichen herrührenden Impulse hervorgerufen werden,
sind verhältnismäßig groß. Die Zeichen können in einem Telephon 60 aufgenommen werden,
welches mit einem Kondensator 61 par- allel
geschaltet ist. Die Empfindlichkeit dieser Anordnung ist besonders groß, da die Elektro- ·
nen das Gitter 6 mit im wesentlichen gleichförmiger Geschwindigkeit verlassen und daher
sämtlich in gleichem Maße durch die Schwankungen in der negativen Ladung des Gitters 7
beeinflußt werden. ,
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Entladungsgefäß für elektrische Schwingungen, dadurch gekennzeichnet, daß es außer der Elektronen aussendenden Kathode, die vorzugsweise in einem glühenden Faden (2 in Fig.. 1) besteht, und.einer oder mehreren Anoden (3,4) sowie gegebenenfalls einer oder mehreren Hilfselektroden, die vorzugsweise aus Drahtgittern (7, 8) bestehen und zwischen der Kathode no und den Anoden liegen, noch einen in nächster Nähe der Kathode angeordneten ■ und ihr gegenüber positiv geladenen leitenden Körper besitzt, welcher vorzugsweise als ein die Kathode umfassendes Doppelgitter (6) ausgebildet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE293539C true DE293539C (de) |
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ID=548196
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT293539D Active DE293539C (de) |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE293539C (de) |
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