DE294090C - - Google Patents

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DE294090C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D79/00Combined heel-pressing and nailing machines

Landscapes

  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
V. St. A.
Die vorliegende Erfindung betrifft Maschinen zur Bearbeitung von Absätzen, bei denen der Schuhträger zunächst bewegt wird, um einen Anfangsdruck auf Schuh und Absatz hervorzurufen, worauf erst dann, ein endgültiger Druck auf das Werkstück ausgeübt wird. Der Abkürzung halber möge im folgenden die Bewegung des Schuhträgers gegen den Absatz zur Erzielung des Anfangsdruckes mit »Meß-Vorgang« bezeichnet werden.
Die bekannten Maschinen obiger Gattung sind so ausgebildet, daß die Bewegung des Schuhträgers zwecks Ausführens des Meßvorganges durch einen Hand- oder Trethebel bewerkstelligt wird. Der Arbeiter ist somit gezwungen, den verhältnismäßig schweren Schuhträger während jedes Arbeitsganges der Maschine durch Körperkraft anzuheben. Hierdurch wird die Leistungsfähigkeit der Maschine herabgesetzt, und außerdem wirkt das wiederholte Anheben des Schuhträgers besonders ermüdend auf den Arbeiter ein. Die Erfindung bezweckt, den Arbeiter von der Notwendigkeit des Anhebens des Schuhträgers zu entlasten.
Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht deshalb darin, daß die Meßbewegung des Schuhträgers durch während des vorhergehenden Arbeitsganges der Maschine aufgespeicherte Federkraft bewerkstelligt wird. In der vorliegenden Ausführungsform ist eine Feder vorgesehen, welche während jedes Arbeitsganges der Maschine gespannt wird, um während des darauffolgenden Arbeitsganges die Meßbewegung des Schuhträgers zu bewerkstelligen. Das Auslösen dieser Feder erfolgt durch Herabdrücken des Anlaßtrethebels der Maschine.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise an einer Maschine nach Patent 218200 veranschaulicht.
Fig. ι ist eine Vorderansicht einer Maschine zur Bearbeitung von Absätzen; die Teile der Maschine sind in der Ausgangslage dargestellt.
Fig. 2 ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, die Teile in derjenigen Lage darstellend, die sie nach Beendigung des Meßvorganges einnehmen.
Fig. 3 ist ein Schaubild der in Fig. 1 dargestellten Teile.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht der Auslöse- und Einrückvorrichtung.
Fig. 5 ist ein Schaubild der in Fig. 4 dargestellten Teile.
An dem Maschinengestell 2 ist ein ortsfestes Stempelwiderlager 4 angebracht, welches eine Anzahl von Treiberführungen (Fig. 3) aufweist. Unter dem Stempelwiderlager befindet sich der Schuhträger 6. Der aufzubringende Absatz wird durch Klemm- ■ vorrichtungen 7 gegen die untere Seite des
Stempelwiderlagers 4 gehalten. Die Treiber 8 sind in einen Kreuzkopf io eingesetzt, der an den oberen Enden zweier Stangen 12 befestigt ist. Die Stangen 12 bewegen sich in senkrechten Lagen des Maschinengestelles auf und ab. An den unteren Enden der Stangen 12 ist ein zweiter Kreuzkopf 14 befestigt, der mit einem Exzenterbügel 16 in Verbindung steht. Der Bügel 16 umfaßt ein auf der Hauptwelle 18 sitzendes Exzenter.
An dem vorderen Teil des Maschinengestelles ist ein ortsfester Block 20 befestigt. Oberhalb des Blockes 20 befindet sich ein den Wagen 24 des Schuhträgers tragendes Glied
22. Das Glied 22 kann begrenzte senkrechte Bewegungen in einer Führung ausführen, die teilweise an dem Maschinengestell und teilweise an an dem letzteren befestigten Führungsplatten 23 ausgebildet ist. Das Glied 22 und die von demselben getragenen Teile werden mit dem Schuhträger durch den Kraftantrieb der Maschine nach dem Meßvorgang in senkrechter Richtung bewegt. Zu diesem Zwecke sind an dem Block 20 und an dem Glied 22 Exzenter angebracht, die durch Verbindungen mit den Stangen 12 während des ersten Teiles der Abwärtsbewegung der Stangen geschwungen werden.
Oberhalb des Gliedes 22 befindet sich der in den Führungen des letzteren bewegbare Wagen 24. Die senkrechte Höhenlage des Wagens 24 wird durch eine Schraube 26 bestimmt, die in den Wagen hineingeschraubt ist und deren unteres Ende auf dem Glied 22 aufliegt. An der Schraube 26 ist eine Verzahnung angebracht, in die eine in der Querrichtung der Schraube 26 bewegbare Zahnstange 28 eingreift. Durch Bewegung der Zahnstange 28 wird der noch zu beschreibende Meßvorgang bewerkstelligt. Der Wagen 24 weist an seiner oberen Seite im wesentlichen wagerechte Gleitwege auf, in denen der Schuhtiäger 6 gleitet. Der Schuhträger kann in bekannter Weise in die Aufnahmestellung und in die Arbeitsstellung bewegt werden.
Die soweit beschriebenen Teile der Maschine entsprechen im wesentlichen der allgemeinen Anordnung und Ausbildung der Maschine des genannten Patentes.
Wie bereits erwähnt, wird durch die durch Bewegung der Zahnstange 28 herbeigeführte Drehung der Schraube 26 ein Anheben des Wagens 24 bewirkt, um den Fersensitz des auf den Schuhträger aufgebrachten, aufgezwickten Schuhes mit dem unter dem Stempelwiderlager 4 befindlichen Absatz in Berührung zu bringen. Beim »Meßvorgang« wird der Schuh gegen den zu befestigenden Absatz bewegt, und die beiden Teile werden unter einem vorherbestimmten Druck gegeneinandergepreßt, der unabhängig von der Dicke des Werkstückes oder von anderen Umständen ist. Die Bewegung der Zahnstange 28 wird durch eine lange Zugfeder 42 bewirkt, deren unteres Ende an einem Teil des Maschinengestelles befestigt ist. Das obere Ende der Feder 42 ist mit einer senkrecht bewegbaren Stange 40 verbunden. Die Stange 40 bewegt sich in einer Bahn, die im wesentlichen gleichlaufend zu der Bewegungsbahn der seitlichen Stangen 12 ist. Das obere Ende der Stange 40 ist in einem Gehäuse 46 geführt, welches an der linken Stange 12 befestigt ist und an der senkrechten Bewegung der letzteren teilnimmt. An der Rückseite der Stange 40 und in der Nähe des oberen Endes derselben ist eine Platte 48 befestigt, deren unteres Ende zu einem Sperrhaken ausgebildet ist. Dieser Sperrhaken wirkt mit einer drehbar an dem Gehäuse 46 angebrachten Klaue 52 zusammen. Während des Arbeitsganges der Maschine werden die seitlichen Stangen 12 mit der Klaue 52 auf und ab bewegt, und die Maschine kommt in einer Lage zum Stillstand, in der sich das Gehäuse 46 mit dem an demselben befestigten Sperrhaken an seiner oberen Bewegungsgrenze befindet. Während der Auf wärtsbewegüng der Klaue 52 wird die Stange 40 unter Überwindung der Spannung der Feder 42 angehoben, so daß beim Stillstand der Maschine die Feder 42 gespannt ist und die Stange 40 an ihrer oberen Bewegungsgrenze gehalten wird (Fig. 4 und 5).
Das untere Ende der Stange 40 weist eine Aussparung auf, welche einen langen Stift 34 aufnimmt. Der Stift 34 ist von einer Druckfeder 36 umgeben, die sich gegen die untere Seite eines Stiftes 32 stützt. Der Stift 32 ist in einen Arm eines Winkelhebels 30 eingesetzt, der um einen an dem ortsfesten Block 20 befestigten Zapfen 31 schwingt. Die Feder 36 sucht den wagerechten Arm des Winkelhebels 30 für gewöhnlich an dem oberen Ende des Schlitzes der Stange 40 zu halten. Die Anordnung ist derart, daß während der unter dem Einfluß der Feder 42 stattfindenden Abwärtsbewegung der 'Stange 40 der Hebel 30 zwangläufig in dem dem Uhrzeiger entgegengesetzten Sinne geschwungen wird. Während der Aufwärtsbewegung der Stange 40 dämpft no die Feder 36 die Bewegung der Stange 40 und läßt ein vorübergehendes Nachgeben zwischen der Stange 40 und dem Winkelhebel 30 zu.
Diese Bauart ist besonders wichtig, da die Querbewegung der Stange 28 nach rechts ohne Vorhandensein eines Totganges während der schnellen Aufwärtsbewegung der Stangen 12 so plötzlich stattfinden könnte, daß die Schraube 26 zu rasch gedreht werden würde. Die Schraube 26 würde dann in den Wagen des Schuhträgers hineingeschraubt werden, ehe der Wagen 24 Gelegenheit gehabt hat sich
zu senken. Die an der Schraube 20 angebrachte Verzahnung würde sich dann oberhalb der Zahnstange 28 befinden und entweder gar nicht oder in unrichtiger Weise mit derselben in Eingriff treten. Die Abwärtsbewegung des Wagens des Schuhträgers wird durch Federn 25 etAvas verzögert, die das Eigengewicht der in Betracht kommenden Teile auszugleichen suchen. Die durch das Vorhandensein der Feder 36 hergestellte nachgiebige Verbindung beseitigt vollständig die erwähnten Schwierigkeiten und verhindert die Möglichkeit der Lösung des Eingriffes der Zahnstangen 28 mit der Verzahnung der Schraube 26.
Damit die Bewegung des Winkelhebels 30 begrenzt wird, im Falle die Klaue 52 ausgelöst wird, wenn sich kein Werkstück in der Maschine befindet, ist in den ortsfesten Block 20 ein Anschlagstift 21 eingesetzt. Der Anschlagstift 21 trifft mit einem herabhängenden Fortsatz des Winkelhebels 30 (Fig. 2) zusammen. In einem Bund des Winkelhebels 30 ist ein federbelasteter Stift 33 (Fig. 2) untergebracht, welcher die Rückbewegung des Winkelhebels 30 in seine Ausgangslage dämpft. Die Verbindung des oberen Endes des Winkelhebels 30 mit der Zahnstange 28 wird durch ein kurzes Lenkstück 29 hergestellt.
Die Klaue 52 ist drehbar an dem Gehäuse 46 angebracht, in dem das Glied 56 gleitet. Ein Stift 54 stellt die Verbindung des oberen Endes der Klaue mit dem Glied 56 her (Fig. 5). An dem rückwärtigen Ende des Gliedes 56 ist ein Querstift 66 angebracht, der über die beiden Seiten des Gliedes 56 hinaus verlängert ist. Wenn das Gehäuse 46 sich in angehobener Lage befindet, so nimmt das Glied 56 eine Lage ein, in der der Stift 66 in der Bewegungsbahn eines abgeflachten An-Schlagstückes 64 liegt. Das Anschlagstück 64 ist in ein bügeiförmiges Gußstück 62 eingesetzt, welches auf einer Querwelle 60 lagert. Das Gußstück 62 ist mit einem Hebel 70 verbunden, an dessen vorderes Ende eine Trethebelstange 72 angelenkt ist. Wenn der mit der Stange 72 verbundene Trethebel 71 herabgedrückt wird, so wird das bügelartige Stück 62 in dem Sinne d>es Uhrzeigers geschwungen, wobei das Anschlagstück 64 mit dem Stift 66 zusammentrifft und das Glied 56 zurückzieht. Hierbei wird der Eingriff der Klaue 52 und der Stange 40 gelöst. Die Stange 40 wird dann unter dem Einfluß der Feder 42 herabbewegt, wobei sie den Meßvorgang durchführt.
An der Welle 60 ist ein Ende eines Armes y6 befestigt, der mit einem Lenkstück 78 verbunden ist. Durch Drehung der Welle 60 in einer Richtung wird das Lenkstück 78 angehoben, um die Kupplung der Maschine einzurücken. Die Kupplung selbst bildet keinen Gegenstand der vorliegenden Erfindung und ist demzufolge nicht näher beschrieben.
Die zum Anlassen der Maschine dienende Drehbewegung der Welle 60 wird durch fortgesetztes Herabdrücken des Trethebels herbeigeführt. An der Welle 60 ist ein Bund 57 befestigt, der sich zwischen den Bügelarmen des Stückes 62 befindet. Die untere Seite des Bundes 57 ist ausgeschnitten und trägt einen Stift 68, der in der Bewegungsbahn des inneren Endes des Stiftes 66 des Gliedes 56 liegt. Durch nach dem Auslösen der Klaue 52 fortgesetzte Drehung des Gliedes 62 trifft der Stift 66 mit dem Stift 68 zusamnien und dreht den Bund 57 und mit demselben die Welle 60. Der Bund 57 ist durch einen Stift und durch eine Feder 63 nachgiebig mit dem Bügelstück 62 verbunden. Diese beiden Teile werden in ihre Ausgangslage zurückgeführt, wenn der Trethebel freigegeben wird.
Damit der Meßvorgang beendet wird, ehe die Maschine ihren Arbeitsgang beginnt, ist an der Rückseite der Stange 40 ein Fortsatz 50 ausgebildet, der in der Bewegungsbahn des unteren Endes der Klaue 52 liegt und Drehung der Welle 60 zur Folge habende Bewegungen der Klaue 52 verhindert, bis die Stange 40 die für, den Meßvorgang erforderliche Abwärtsbewegung ausgeführt hat.
Mitunter kommt es vor, daß der Arbeiter das Werkstück nach dem Meßvorgang freigeben will, um die relative Lage des Absatzes und des Schuhes zu verändern. Zu diesem Zwecke ist an der Stange 40 ein Handgriff 44 befestigt, mittels dessen die- Stange 40 angehoben werden kann. Fig. 2 läßt erkennen, daß durch Anheben des Handgriffes 44 der Hebel 30 in dem Sinne des Uhrzeigers geschwungen und die Schraube 26 so gedreht wird, daß sich der Schuhträger senkt. Wenn der Handgriff 44 freigegeben wird, so hebt die Feder 42 den Schuhträger wieder an.
Mittels des Handgriffes 44 kann auch die Feder 42 wieder gespannt werden, im Falle dies ohne Einrücken der Maschine durchgeführt werden soll. Wenn die Stange 40 unter Zuhilfenahme des Handgriffes 44 so weit angehoben wird, daß die Platte 48 über die Klaue 52 bewegt wird, so hält die letztere die Stange 40 in angehobener Lage.
Der Arbeitsgang der Maschine ist folgender: Der Absatz und der aufgezwickte Schuh werden unter dem Stempelwiderlager 4 in die Maschine eingeführt. Durch Herabdrücken des Trethebels 71 wird die Klaue 52 ausgelöst, so daß die Stange 40 herabbewegt wird und den Meßvorgang durchführt, d. h. durch die Verbindung 30, 28 die Schraube 26 dreht und hierdurch den Schuhträger mit dem Schuh gegen den Absatz mit. dem Anfangsdruck andrückt. Durch fortgesetztes Herabdrücken
des Trethebels 51 wird der Bund oder die Muffe 57 geschwungen, wobei die Welle 60 die Kuppking der Maschine einrückt. Der Kreuzkopf 10 wird augenblicklich gesenkt, und während des ersten Teiles seiner Bewegung wird der Wagen 'des Schuhträgers durch die Exzenter 19 angehoben, wobei ein vorherbestimmter, endgültiger Druck auf das Werkstück ausgeübt wird. Während dieser Abwärtsbewegung des Kreuzkopfes 10 gelangt die Klaue 52 unter das untere Ende der an der Stange 40 angebrachten Platte 48, so daß während der Aufwärtsbewegung des Kreuzkopfes und der mit demselben verbundenen Stangen 12 die Stange 40 angehoben wird. Hierbei wird die Feder 42 gespannt und der Schuhträger gesenkt, und die Teile nehmen wieder ihre Ausgangslage ein (Fig. τ und 3). Das Herabdrücken des Trethebels kann durch eine fortgesetzte Abwärtsbewegung herbeigeführt werden,, und zwar folgt das Einrücken der Kupplung unmittelbar dem Meßvorgang. Der Fortsatz 50 der Stange 40 verhindert ein Einrücken der Maschine, ehe der Meßvorgang vollendet ist.

Claims (4)

Patent-An Sprüche:
1. Maschine zur Bearbeitung von Absätzen, bei denen der Schuhträger zunächst bewegt wird, um einen Anfangsdruck auf das Werkstück auszuüben, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Erzielung des Anfangsdruckes nötige Bewegung des Schuhträgers (6) durch eine während des vorhergehenden Arbeitsganges der Maschine angespannte Federkraft (42) erzielt wird.
2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (42) durch Herabdrücken des Anlaßtrethebels (71) ausgelöst wird.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (42) mittels einer Handhabe (44) von Hand aus unabhängig von dem. Arbeitsgang der Maschine spannbar ist.
4. Masqhine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Schuhträger« (6) senkende Vorrichtung durch eine besondere Feder (36) nachgiebig mit dem Kraftantrieb der Maschine verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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