DE2947792C2 - Spülvorrichtung für manuell geführte Farbspritzpistolen - Google Patents
Spülvorrichtung für manuell geführte FarbspritzpistolenInfo
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Description
2. Spülvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnellkupplung (15)
wenigstens annähernd unbeweglich in der Haltevorrichtung (8) angeordnet ist und daß die Haltevorrichtung
(8) derart ausgebildet ist, daß die Einführrichtung (16) der Farbspritzpistole (1) in die Haltevorrichtung
(8) mit der Einführrichtung des Farbanschlusses (10) in die Schnellkupplung (15) übereinstimmt
3. Spülvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückzugsvorrichtung
(13) mit einem das Koppelungselement (5) der Düsennadel (4) durch eine radiale Relativbewegung
formschlüssig-zugfest erfassende Gegen-Koppelungselement
(17) versehen ist.
"4. Spülvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 —3, dadurch gekennzeichnet, daß das Auffangmundstück
(12) mittels eines Kolbens (18) pneumatisch anpreßbar ist.
5. Spülvorrichtung nach einem, der Ansprüche 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückzugsvorrichtung
(13) mittels eines Kolbens (20) pneumatisch betätigbar ist.
6. Spülvorrichtung nach einem der Ansprüche 1—5, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Haltevorrichtung (8) ein am Ende der Einführrichtung (16) der Farbspritzpistole (1) in die Haltevorrichtung
(8) ansprechender, den selbsttätigen Ablauf des Spülvorganges wenigstens mittelbar auslösender
Endanschlagsschalter (22) angeordnet ist.
7. Spülvorrichtung nach einem der Anspruch 1—6,
dadurch gekennzeichnet, daß am Auffangmundstück (12) ein Rückschlagventil (23) und/oder an der
Schnellkupplung (15) ein Selbstschlußventil vorgesehen ist.
Die Erfindung betrifft eine Spülvorrichtung für manuell geführte Farbspritzpistolen, insbesondere solche
für Zweikomponentenlacke.
An Arbeitsplätzen zum serienmäßigen Verarbeiten von Lacken wechselnder Farbe mittels manuell
geführter Farbspritzpistolen hat man bisher für jede zu verarbeitende Farbe eine gesonderte relativ lange,,
einzeln an die Farbspritzpistole über eine Schnellkupplung ansteckbare Farbleitung vorgesehen. Bei einem
Farbwechsel wurde lediglich die Farbleitung ausgetauscht und mittels der neuen Farbe die alte Farbe aus
der Farbspritzpistole herausgedrängt Man hat während dieser Zeit die Farbspritzdüse in den an der Farbspritzkabine
entlangführenden Kanal gehalten, bei dem das abgesprühte Farbgemisch durch Wasser fortgeschwemmt
wurde. Dadurch gelangen relativ große Mengen an Lack und Lösungsmittel in das zu reinigende
Abwasser und in die zu reinigende Hallenluft Eine ähnliche Anordnung zeigt — allerdings für maschinengeführte
Farbspritzpistolen — die US-PS 36 74 207.
Zur Reduzierung der Emission von Lösungsmitteln benutzt man teilweise auch Zweikomponentenlacke, die
mit einem geringeren Anteil an Lösungsmitteln im Stammlack auskommen. Hierzu ist es jedoch erforderlich,
daß die zweite Komponente — der Härter — über eine gesonderte Schlauchleitung ebenfalls der Farbspritzpistole
zugeführt und mit dem Stammlack in der Farbspritzpistole vermischt wird. Nach Wissen der
Anmelderin ist jedoch bei der serienmäßigen Verarbeitung von Zweikomponentenlacken ein Farbwechsel
bisher noch nicht praktisch ausgeführt worden. Abgesehen davon, daß bei der serienmäßigen Verarbeitung von
Zweikomponentenlacken mit einer bestimmten Farbspritzpistole aus praktischen Gründen bisher nur ein
bestirrmts_r Farbton versprüht werden kann, haftet den
Zweikomponentenlacken außerdem der Nachteil an, daß nur sehr kurze Arbeitsunterbrechungen zulässig
sind, in denen das in der Farbspritzpistole enthaltene Gemisch beider Komponenten nicht auszuhärten
beginnt. Bei größeren Arbeitsunterbrechungen muß zwischendurch immer wieder die Farbspritzpistole kurz
betätigt und der nicht benötigte Lack in den Kanal abgespritzt werden, was einen Lackverlust und eine
Umweltbelastung darstellt.
Eine bekannte manuell führbare Farbspritzpistole zum Verarbeiten von Zweikomponentenlacken weist
eine durch einen manuell betätigbaren Abzugshebel sich öffnende bzw. schließbare Düsennadel für das Zweikomponentengemisch
sowie ein ebenfalls von dem Abzugshebel betätigbares, jedoch mechanisch von der Düsennadel gesondertes Ventil für den Härter auf. Ein
Farbwechsel mit einer solchen Spritzpistole ist zwar möglich, jedoch recht zeitraubend und daher beim
Einsatz in der Lackierung von Serienteilen kaum, vertretbar. Zweikomponentenlacke sind wegen ihres
hohen Festkörperanteiles hoch viskos und benötigen für eine Durchmischung von Stammlack und Härter einen
stark verwinkelten labyrinthartigen Mischraum. Dieser läßt sich bei Farbwechsel nicht durch Neulack von
Altlackresten reinigen. Vielmehr ist eine Spülung mittels Lösungsmittel unumgänglich. Für einen Farbwechsel
wäre daher bei der bekannten Farbspritzpistole die alte Farbleitung gegen eine Lösungsmittelleitung an der
Farbspritzpistole auszutauschen und das Härterventil manuell in der Schließstellung zu blockieren. Sodann
könnte der Mischraum durch Betätigen des Abzugshebels durchgespült werden, wobei das abgesprühte
Lösungsmittel und die Farbreste in den Kanal abgespritzt werden müßten. Wegen der starken
Zerklüftung des Mischraumes ist eine lange Spülzeit erforderlich. Erst wenn sichergestellt ist, daß alle alten
Farbreste ausgespült sind, kann die Lösungsmittelleitung an der Farbspritzpistole gegen eine neue
Farbleitung ausgetauscht und mit der neuen Farbe
weitergespritzt werden. Abgesehen von der starken Umweltbelastung durch das in den Kanal abgespritzte
Lösungsmittel beim Spülen ist der Bedienungsmann bei einem Farbwechsel an der bekannten Farbspritzpistole
dadurch aufgehalten, daß er mit der einen Hand ständig den Abzugshebel und mit der anderen Hand das
Härterventil — letzteres im Schließsiiine — betätigen
muß. Durch eine solche relativ lange andauernde Spültätigkeit beim Farbwechsel geht wertvolle Taktzeit
verloren, weshalb die aus Gründen der Umweltfreundlichkeit an sich begrüßenswerte Verarbeitung von
Zweikomponentenlacken bisher in der Großserienfertigung noch keinen Eingang gefunden hat Zwar lassen
sich maschinengeführte Farbspritzpistolen auf Zweikomponentenbetrieb umrüsten, jedoch setzt eine
entsprechende Serieneinführung immer auch voraus, daß ein entsprechender Handspritzbetrieb serienreif
entwickelt ist
Bei maschinell geführten Farbspritzpistolen braucht keine Rücksicht auf die Größe, Gewicht und Beweglichkeit
der Farbspritzpistole genommen zu werden. Maschinell geführte Farbspritzpistolen dürfen ohne
weiteres relativ groß und schwer sein, da der die Farbspritzpistole führende Maschinenarm entsprechend
ausgelegt sein kann. Eine große Beweglichkeit maschinell geführter Farbspritzpistolen erübrigt sich,
weil schwer zugängliche Stellen mittels manuell geführter Farbspritzpistolen nachlackiert werden und/
oder, weil bei größeren ungünstig erreichbaren zu lackierenden Flächen ohne weiteres auch Sonderkonstruktionen
von maschinell geführten Farbspritzpistolen einsetzbar sind, die aufgrund eines steuerbaren
beweglichen oder abgewinkelten Mundstückes auch schwer zugängliche Flächen ohne große Beweglichkeit
der Farbspritzpistole als Ganzes erreichen. Bei einer bekannten Spüleinrichtung für maschinengeführte
Farbspritzpistolen (vergleiche DE-OS 27 47 707) ist in nur sehr geringer Entfernung von der Farbspritzpistole
über eine kurze Farbleitung ein sogenannter Farbwechselblock vorgesehen, über den eine Vielzahl von zu
verarbeitenden Farben sowie Lösungsmittel wahlweise der Farbspritzpistole über die Farbleitung zugeführt
werden können. An den farbführenden Räumen der Farbspritzpistole ist ein steuerbares Bypassventil zum
Auslaß des Gemisches aus Altfarbe und Lösungsmittel vorgesehen. Beim Farbwechsel wird die Leitung
zwischen Farbwechselblock und Farbspritzpistole nichi gewechselt. Vielmehr wird die darin enthaltene Farbe
mit ausgespült und über das Bypassventil in der Spülleitung aufgefangen. Das Auffangen des Spülgemisches
ohne Vermischung mit Umgebungsluft ist aus Gründen der Reduzierung der Emission von Lösungsmitteldämpfen
in die Umgebung besonders wichtig. Die geschilderte Anordnung macht es erforderlich, daß eine
Vielzahl von Schlauchleitungen für Farbe, Arbeitsluft, Steuerluft und Spülmittelgemisch zu der Farbspritzpistole
hinführen und daß auch der Farbwechselblock in nur geringer Entfernung von der Farbspritzpistole
angeordnet ist. Dies sind Bedingungen bzw. Voraussetzungen, die für eine manuell geführte Farbspritzpistole
absolut unzumutbar sind, weil dadurch die Größe, das Gewicht und die Beweglichkeit einer manuell zu
führenden Farbspritzpistole in unvertretbarer Weise beeinträchtigt werden würden.
Die DE-OS 20 64 238 zeigt eine Spüleinrichtung, bei der einer maschinell geführten Farbspritzpistole zwei
parallel geschaltete, an sämtliche Farbtöne, Spülmittel und Arbeitsluft angeschlossene Farbwechselblocks
zugeordnet sind, die wechselweise mittels eines Wechselventiles mit der Farbspritzpistole oder mit
einer zu einem Auffangbehälter führenden Spülmittel-Auffangleitung verbindbar sind. Das Wechselventil ist
mit der Farbspritzpistole über nur eine einzige Leitung verbanden. Beim Lackieren wird die Farbe der Pistole
über den einen der beiden Farbwechselblocks zugeführt; währenddessen wird der andere Farbwechselblock
gereinigt und bereits mit der nächstfolgenden
ίο Farbe beaufschlagt Die Verbindungsleitung zwischen
Wechselventil und Pistole sowie die farbführenden Räume der Pistole selber können jedoch bei einem
Farbwechsel nicht gespült werden. Die Verbindungsleitung wird man also möglichst kurz halten, um ein
geringes Leitungsvolumen zu haben, was die Anordnung auf maschinengeführte Farbspritzpistolen beschränkt
Die Verbindungsleitung und die Pistole müssen von Altfarbe durch die neue Farbe gereinigt
werden, wobei bis zum sauberen Austritt der Neufarbe der Sprühkegel der Pistole in den ICanal zu richten ist.
Farbverlust und Umweltbelastung sind die unvermeidbare Folge. Abgesehen davon ist diese Anordnung —
wie dargelegt — bei der Verarbeitung von Zweikomponentenlacken nicht möglich; hier ist eine Spülung des
Mischraumes mit Lösungsmittel unumgänglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Spülvorrichtung anzugeben, mit der nicht nur bei der Verarbeitung von
Zweikomponentenlacken, sondern auch bei konventionellem Betrieb ein rationeller umweltfreundlicher
Farbwechsel an manuell geführten Farbspritzpistolen möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
kennzeichnenden Merkmale gemäß Anspruch 1 gelöst.
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Spülvorrichtung können den Unteransprüchen entnommen
werden. Ein Ausführungsbeispiel — eine Spülvorrichtung zusammen mit einer darin eingesetzten Handspritzpistole
— wird in der Zeichnung erläutert.
Die in de:· Figur dargestellte manuell geführte Farbspritzpistole 1 enthält an einer Luftkappe 3 eine Farbspritzdüse 2, die durch eine Düsennadel 4 verschließbar ist. Durch manuellen Druck auf den Abzugshebel 7 kann die Düsennadel 4 entgegen der Kraft der Schließfeder 25 abgehoben werden. Normalerweise wird durch eine Betätigung des Abzugshebels 7 auch die über den Arbeitsluftanschluß 9 zugeführte Arbeitsluft zugeschaltet. Sofern es sich um eine Farbspritzpistole zur Verarbeitung von Zweikomponentenlacken handelt, wird durch den Abzugshebel gleichzeitig auch das Härterventil betätigt Die Farbe wird der Farbspritzpistole 1 über eine bei der Benutzung an den Farbanschluß 10 angekuppelte Farbleitung zugeführt, der unmittelbar in die farbführenden Räume 24 übergeht. Um ein Öffnen der Düsennadel 4 unabhängig von dem Arbeitsluftventil und — gegebenenfalls — von dem Härterventil zu ermöglichen, ist die Düsennadel 4 mit einem herausragenden Teil 6 aus dem Gehäuse der Farbspritzpistole 1 rückwärtig herausgeführt und trägt dort ein in Form eines flachen breiten Schraubenkopfes ausgebildetes Koppelungselement 5, so daß durch rückwärtigen Zug die Düsennadel 4 isoliert, d. h. ohne Betätigung der sonstigen in der Farbspritzpistole 1 enthaltenen Ventile geöffnet werden kann.
Die in de:· Figur dargestellte manuell geführte Farbspritzpistole 1 enthält an einer Luftkappe 3 eine Farbspritzdüse 2, die durch eine Düsennadel 4 verschließbar ist. Durch manuellen Druck auf den Abzugshebel 7 kann die Düsennadel 4 entgegen der Kraft der Schließfeder 25 abgehoben werden. Normalerweise wird durch eine Betätigung des Abzugshebels 7 auch die über den Arbeitsluftanschluß 9 zugeführte Arbeitsluft zugeschaltet. Sofern es sich um eine Farbspritzpistole zur Verarbeitung von Zweikomponentenlacken handelt, wird durch den Abzugshebel gleichzeitig auch das Härterventil betätigt Die Farbe wird der Farbspritzpistole 1 über eine bei der Benutzung an den Farbanschluß 10 angekuppelte Farbleitung zugeführt, der unmittelbar in die farbführenden Räume 24 übergeht. Um ein Öffnen der Düsennadel 4 unabhängig von dem Arbeitsluftventil und — gegebenenfalls — von dem Härterventil zu ermöglichen, ist die Düsennadel 4 mit einem herausragenden Teil 6 aus dem Gehäuse der Farbspritzpistole 1 rückwärtig herausgeführt und trägt dort ein in Form eines flachen breiten Schraubenkopfes ausgebildetes Koppelungselement 5, so daß durch rückwärtigen Zug die Düsennadel 4 isoliert, d. h. ohne Betätigung der sonstigen in der Farbspritzpistole 1 enthaltenen Ventile geöffnet werden kann.
Die ebenfalls in der Figur dargestellte Spülvorrichtung 11 besteht im wesentlichen aus drei Teilen, nämlich
aus einer im mittleren Teil angeordneten Haltevorrichtung 8, einer im rückwärtigen Teil angeordneten
Rückzugsvorrichtung 13 sowie einer im vorderen Teil angeordneten Einrichtung zur Halterung und Bewegung
des Auffangmundstückes 12.
Die Haltevorrichtung 8 ist der verwendeten Farbspritzpistole angepaßt; sie vermag diese reproduzierbar
lagegenau und sicher zu haltern, wozu ein Paar von die Farbspritzpistole aufnehmenden Haltebügeln 8a vorgesehen
ist. Der Pistolengriff und die an ihr verbleibenden Schlauchleitungen für Arbeitsluft — und gegebenenfalls
— für Härter werden von der Haltevorrichtung 8 behinderungsfrei aufgenommen. Die Haltevorrichtung 8
ist mit einer Lösungsmitteileitung 14 versehen, die in eine Schnellkupplung 15 ausmündet. Die Schnellkupplung
15 ist wenigstens angenähert unbeweglich in der Haltevorrichtung 8 angeordnet und stimmt ihrer Lage
und Richtung nach mit dem Farbanschluß 10 an der in die Haltevorrichtung 8 eingesetzten Farbspritzpistole !
überein. In der Schnellkupplung 15 kann zweckmäßigerweise — ebenso wie in den nicht dargestellten
Farbleitungen — ein Selbstschlußventil vorhanden sein, welches sich beim Entnehmen einer Farbspritzpistole 1
aus der Haltevorrichtung 8 selbsttätig schließt. Die Einführrichtung 16 der Farbspritzpistole in die Haltevorrichtung
8 stimmt mit der Einführrichtung des Farbanschlusses 10 in die Schnellkupplung 15 überein,
so daß durch das Einsetzen der Farbspritzpistole 1 in die Haltevorrichtung 8 auch die Lösungsmittelleitung 14
mit dem Farbanschluß 10 selbsttätig verbunden wird. Ebenfalls im Bereich der Haltevorrichtung 8 ist ein
Endanschlagschalter 22 vorgesehen, der anspricht, sobald die Farbspritzpistole 1 sicher in die Haltevorrichtung
8 eingesetzt und die Verbindung zwischen Schnellkupplung 15 und Farbanschluß 10 hergestellt ist.
Durch den Endanschlagschalter 22 wird der vorprogrammierte Verfahrensablauf beim Spülen einer Farbspritzpistole
selbsttätig in Gang gesetzt.
Die im vorderen Teil der Spülvorrichtung 11 angeordnete Auffangvorrichtung weist ein der beweglichen
Führung und dem Anpressen dienendes aus Kolben 18 und Zylinder bestehendes pneumatisches
Arbeitselement auf, das etwa gleichachsig mit der Farbspritzdüse 2 der in der Haltevorrichtung 8
eingespannten Farbspritzpistole 1 liegt. Die Kolbenstange des pneumatischen Arbeitselementes trägt das
Auffangmundstück 12, welches dichtend auf die Farbspritzdüse 2 aufsetzbar ist Im Innern des
Auffangmundstückes 12 ist ein Rückschlagventil 23 angeordnet, welches ein Auslaufen von Spülmittel nach
Entnahme einer Farbspritzpistole 1 aus der Spülvorrichtung 11 selbsttätig verhindert Nach Entlastung des
pneumatischen Arbeitselementes wird das Auffangmundstück 12 durch die Rückholfeder 19 von der
Farbspritzpistole 1 abgehoben. Das Auffangmundstück 12 leitet das aufgefangene Gemisch aus Luft, Lösungsmittel
und Farbresten über eine Spülleitung 26 zu einer Ringsammelleitung und einem Auffangbehälter weiter.
Die Rückzugsvorrichtung 13 weist ebenfalls ein etwa gleichachsig mit der Düsennadel 4 bzw. ihrem
herausragenden Teil 6 pneumatisches aus Kolben 20 und Zylinder bestehendes Arbeitselement auf, welches
10
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50 durch eine Rücklauffeder 21 bei Druckentlastung in die in der Figur dargestellte aufnahmebereite Lage durch
die Rücklauffeder 21 geschoben wird. An der Kolbenstange ist ein dem Koppelungselement 5 entsprechen
ausgebildetes Gegen-Koppelungselement 17 angebracht,
welches durch radiale Relativverschiebung von herausragendem Teil 6 der Düsennadel 4 und
Kolbenstange in Einführrichtung 16 zu einer zugfesten formschlüssigen Verkoppelung von Kolbenstange und
Düsennadel 4 führt. Durch Druckbeaufschlagung der linken Seite des Arbeitskolbens 20 kann die Düsennadel
4 isoliert geöffnet werden, so daß die farbführenden Räume in das Auffangmundstück 12 hinein durchgespült
werden können.
Die Wirkungsweise bzw. Arbeitsweise mit der beschriebenen Anordnung ist nun kurz folgende: Bei
einem Farbwechsel wird die bisher benutzte Farbleitung von dem Farbanschluß 10 der bisher benutzten
Farbspritzpistole 1 getrennt und — unter Belassung der übrigen Schlauchleitungen beispielweise für Arbeitsluft
und Härter an der Farbspritzpistole 1 — diese in die Spülvorrichtung 11 eingesetzt, wobei selbsttätig der
Farbanschluß 10 über die Schnellkupplung 15 mit der Lösungsmittelleitung 14 verbunden und die herausragende
Düsennadel 4 mit der Rückzugsvorrichtung 13 verkoppelt wird. Die zuvor aus der Spülvorrichtung 11
entnommene gereinigte und an den sonstigen Schlauchleitungen noch befestigte andere Farbspritzpistole kann
nun mit der Farbleitung des neuen gewünschten Farbtones verbunden werden, so daß nach sehr kurzer
Arbeitsunterbrechung rasch mit dem neuen Farbton weitergearbeitet werden kann. Während dessen wird —
ausgelöst durch den Endanschlagschalter 22 — der selbsttätige Spülvorgang eingeleitet, nämlich zunächst
das Auffangmundstück 12 an die Farbspritzdüse 2 angepreßt und dann isoliert die Düsennadel 4
zurückgezogen, woraufhin in einem abwechselnden Pulsstrom von Luft und Lösungsmittel die farbführenden
Räume 24 der Farbspritzpistole 1 durchgespült werden. Dabei wird das austretende Gemisch ohne
Vermischung mit Umgebungsluft aufgefangen und in der Spülleitung 26 abgeführt Nach einer durch
Erfahrung festlegbaren Zeit schaltet sich die Spülvorrichtung 11 selbsttätig ab, d h. das Auffangmundstück 12
fährt in eine linke abgehobene Position, wohingegen die Rückholvorrichtung in die dargestellte aufnahmebereite
Position zurückkehrt Die geschilderte Anordnung bzw. Arbeitsweise ist auch und insbesondere dann anwendbar,
wenn die Farbspritzpistole einen kompliziert gestalteten Mischraum zur Vermischung der beiden
Komponenten eines Zweikomponentenlackes aufweist Gerade ein solcher Raum kann nur ausreichend mit
Lösungsmittel von Altfarbresten gereinigt werden.
Die Betätigung der Rückzugsvorrichtung 13 und des Auffangmundstückes 12 mittels pneumatischer Hilfskraft
ist wegen der Explosionsgefahr besonders vorteilhaft Aus diesem Grunde kann es auch zweckmäßig
sein, den Endanschlagschalter 22 und die zugehörige in einem abgelegenen Schaltschrank oddgL untergebrachte
Steuerung teilweise pneumatisch auszubilden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1
Patentansprüche:
Patentansprüche:
!. Spülvorrichtung für manuell geführte Farbspritzpistolen, gekennzeichnet durch die
Kombination folgender Merkmale:
a) Eine an die Form der verwendeten Farbspritzpistolen (1) angepaßte diese durch manuelles
Einsetzen in definierter reproduzierbarer Lage sicher haltemde Haltevorrichtung (8);
b) ein beweglich gelagertes an die Farbspritzdüse (2) der Farbspritzpistole (1) dichtend anpreßbares
mit der Spülleitung (26) verbundenes Auffangmundstück (12);
c) eine mit einem rückwärtig aus der Farbspritzpistole (1) herausragenden Kopplungselement (5)
der Düsennadel (4) zu deren isoliertem öffnen zugfest verkoppelbare Itückzugsvor-ichtung
(13); ■
d) eine.mit einer Lösungsmittelleitung (14) verbundene an den Farbanschluß (10) der Farbspritzpistole
(1) anschließbare Schnellkupplung (15).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2947792A DE2947792C2 (de) | 1979-11-28 | 1979-11-28 | Spülvorrichtung für manuell geführte Farbspritzpistolen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2947792A DE2947792C2 (de) | 1979-11-28 | 1979-11-28 | Spülvorrichtung für manuell geführte Farbspritzpistolen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2947792A1 DE2947792A1 (de) | 1981-06-04 |
| DE2947792C2 true DE2947792C2 (de) | 1982-08-12 |
Family
ID=6087010
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2947792A Expired DE2947792C2 (de) | 1979-11-28 | 1979-11-28 | Spülvorrichtung für manuell geführte Farbspritzpistolen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2947792C2 (de) |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2064238C3 (de) * | 1970-02-02 | 1979-07-12 | Champion Spark Plug Co., Toledo, Ohio (V.St.A.) | Mehrfarbenspruheinrichtung |
| US3674207A (en) * | 1970-11-06 | 1972-07-04 | Emidio J Carbonetti Jr | Automated paint spray system |
| DE2747707C2 (de) * | 1977-10-25 | 1982-10-21 | Daimler-Benz Ag, 7000 Stuttgart | Anlage zum Farbspritzen von Serienteilen wechselnder Farbe |
-
1979
- 1979-11-28 DE DE2947792A patent/DE2947792C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2947792A1 (de) | 1981-06-04 |
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Legal Events
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| AH | Division in |
Ref country code: DE Ref document number: 2953530 Format of ref document f/p: P |
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