DE2948172C2 - Schließblock für die geteilte Metallfassung eines Brillengestells einer optischen Brille - Google Patents
Schließblock für die geteilte Metallfassung eines Brillengestells einer optischen BrilleInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Schließblock für die geteilte Metallfassung eines Brillengestells einer optischen
Brille, bestehend aus einer ersten, mit dem oberen, freien Ende der Fassung Verbundenen Schließbacke und
einer zweiten, mit dem unteren, freier! Ende der Fassung
verbundenen Schließbacke, wobei beide Schließbacken durch eine die Schließbacken lösbar zusammenhaltende
Verbindurigslasche verbindbar sind und die erste Schließbacke mit einem — bezüglich der Tragestellung
der Brille — vertikal nach unten abragenden Stift
verbunden ist, der in eine zugeordnete Bohrung der zweiten Schließbacke mit Feinpassung eingreift.
Ein eingangs genannter Schließblock ist beispielsweise mit der DE-OS 17 72 052 bekanntgeworden. Hier
besteht jedoch der Nachteil, daß die Verbindungslasche die beiden Schließblöcke fest und zueinander verdrehungsgesichert
verbindet, so daß ein solcher Schließblock keine Verwindungskräfte aufnehmen kann. Sofern
das Bügehcharnier entfernt ist, kann sich diese bekannte
ίο Verbindung von selbst lösen, weil die eigentliche
Sicherung durch das Bügelscharnier, welches aufgeschraubt wird, gegeben ist Es fehlt also an einem
selbstsichernden Schließblock, der ohne weitere Sicherungsmittel in seiner Schließlage verbleibt Auf Grund
der Tatsache, daß der bekannte Schließblock keine Verwindungskräfte aufnehmen kann, besteht die Gefahr,
daß beim Aufbringen von Verwindungskräften auf den Schließblock der Rand des optischen Glases der
Metallfassung an dieser Stelle splittert und ausbricht
Die Erfindung hat sich ausgehend von einem Schließblock nach der DE-OS 17 72 052 die Aufgabe
gestellt, einen solchen Schließblock so weiter zu entwickeln, daß er in der Lage ist, Verbindungs- und
Verdrehungskräfte aufzunehmen, ohne daß hierbei die geteilte Metallfassung des Brillengestells im wesentlichen
beansprucht wird.
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet,daß die Verbindungslasche aus
einem etwa rechtwinklig abgebogenen Teil besteht, das mit seinem oberen, horizontal abgebogenen Ende in
einen Schlitz in der ersten Schließbacke eingreift und dort von dem Stift durchsetzt ist und das mit seinem
unteren, geraden Teil mit einer Loch-Zapfen-Verbindung auf die zweite Schließbacke aufrastbar ist.
Es wird also eine selbstsichernde Rastverbindung vorgeschlagen, wobei als Verbindungsglied eine etwa
rechtwinklig abgebogene Verbindungslasche dient, die
fest — aber in horizontaler Ebene — drehbar mit der oberen, (ersten) Schließbacke verbunden ist und die
lösbar über eine Rastverbindun," mit der unteren (zweiten) Schließbacke verbunden ist. Hierdurch ergibt
sich der wesentliche Vorteil, daß der Schließblock auch
in der Lage ist. Torsionskräfte aufzunehmen, ohne diese an die geteilte Metallfassung des Brillengestells
weilerzuleiten. Es besteht also nicht die Gefahr, daß das Brillenglas bei Aufbringen von Torsionskräften splittert
oder aus der Fassung ausbricht. Der Schließblock ist auf Grund seiner Rastverbindung selbstsichernd: er verlangt
deshalb nicht noch zusätzliche Sicherungsmittel, wie z. B. ein aufgeschraubtes Bügelscharnier.
Die Verbindungslasche wird mit dem horizontalen Halterungsteil in den horizontalen Schlitz der ersten
Schließbacke an der Metallfassung eingesetzt, so daß die Verbindungslasche an der ersten Schließbacke
einfach und feit an dieser angebracht werden kann, wenn der Schlitz der Verbindungslasche entsprechend
dimensioniert ist. Der Stift kann an der ersten Schließbacke auf geeignete Weise befestigt werden,
zum Beispiel mittels einer Bohrung in der ersten Schließbacke und durch das horizontale Befestigungsteil
der Verbindungslasche greifen, wobei der Stift unter Preßpassung in die Bohrung eingesetzt wird. Als
weitere Ausführung ist eine Bohrung durch das obere Teil der ersten Schließbacke oberhalb des Schlitzes Und
das horizontale Befestigungsteil der Verbindungslasche vorgesehen sowie mit einer Gewindebohrung durch das
untere Teil der ersten Schließbacke unterhalb des Schlitzes für die Verschraubung des Stiftes in dieser
Gewindebohrung, wobei der Stift zu diesem Zweck teilweise mit ei.idm Außengewinde vorgesehen ist
Die als erste und zweite bezeichneten aneinanderliegenden
Schließbacken können mittels einem in einen Zapfen an der zweiten Schließbacke eingreifenden Loch
im federnden Teil der Verbindungslasche rastend miteinander verbunden werden.
Die vor dem Verbinden der beiden Schließbacken in einer Nut der Metallfassung einzusetzenden optischen
Gi5ser werden dann nach Herstellung der Verbindung zwischen den beiden Schließbacken von der Metallfassung
gehalten. Es bewegt sich das vertikale federnde Teil der Verbipdungslasche dann nicht mehr relativ zu
der ersten und zweiten Schließbacke, wenn das Brillengestell auf übliche Weise gehandhabt wird,
vorausgesetzt, daß die Loch-Zapfen-Verbindung in der
Verbindungslasche verrastet bleibt. Diese Anordnung stellt sicher, daß die Schließbacken zusammengehalten
werden. Ein Lösen oder Trennen der Schließbacken ist nicht möglich; aus diesem Grand werden die optischen
Gläser in der Metallfassung zuverlässig gehalten.
Es ist außerdem ein Anschlag zum Arretieren der ersten und zweiten Schließbacke vorgesehen damn ist
das vertikale federnde Teil der Verbindungslasche frei von den von außen einwirkenden, eine Verwindung des
federnden Teils um den Stift hervorrufenden Kräften. Dieser Anschlag ermöglicht eine verbesserte Verrastung
der Loch-Zapfen-Verbindung.
Das optische Glas wird mit größerer Zuverlässigkeit gehalten, wenn das vertikale federnde Teil der
Verbindungslasche nicht in gebogener Form, sondern plan ist, da ein plan ausgeführtes federndes Teil in
Längsrichtung nicht deformiert werden kann (d. h..in einer vertikalen Richtung) und eine Bewegung der
Schließbacken voneinander weg in gleicher Richtung nicht zuläßt. Damit wird ein Zwischenraum zwischen
den zwei Schließbacken vermieden und der Brillenrahmen verbessert.
Das vertikal federnde Teil der Verbindungslasche hat derartige Federeigenschaften, daß bei Einwirkung einer
Verwindungskraft auf die Metallfassung in einem eingerasteten, die Schließbacken miteinander verbindenden
Zustand der Loch-Zapfen-Verbindung das federnde Teil sich mit der daraus resultierenden Torsion
elastisch verformt. Damit wird die Verwindungskraft an der Metallfassung durch das federnde Teil absorbiert
und nicht auf die Randzone des optischen Glases übertragen. Dadurch wird erreicht, daß der Umfangsrand
des optischen Glases vor unerwünschten, einer. Abrieb oder ein Absplittern hervorrufenden Kräften
geschützt wird. Eine solcSe Verwindungskraft kann die
Fassung in der Formgebung wie einen Propeller verwinden Wenn daraus folgernd also eine Hälfte der
Fassung nach einer Richtung und die andere Hälfte in entgegengesetzter Richtung verwunden wird und
nachfolgend die Linse einer unbeabsichtigt einwirkenden Kraft ausgesetzt wird, so führt dies unweigerlich zu
einem begrenzten Bruch der Linse oder Abrieb oder Absplittern an den Kanten des optischen Glases.
Wenn das federnde Teil der Verbindungslasche jedoch mit größerer Federeigenschaft ausgestattet ist,
kann die Verbindungslasche insgesamt eine wesentlich geringere Dicke erhalten. Dies ermöglicht die Befesti*
gung der Verbindungslasche an der ersten Schließbacke in einem sehr engen in dieser Schließbacke eingeformten
Schlitz, Diese Verbindungslaschen*Anordnung ist kompakter und bietet daher auch hinsichtlich der Größe
Vorteile gegenüber einer Anordnung mit einer Verbindungslasche mit insgesamt größerer Dicke, deren
horizontales Teil oben auf der Schließbacke mit einer Schraube befestigt ist.
Wenn ein federndes Teil der Verbindungsteile
jedoch nachgiebige Federeigenschaften besitzt, dann setzt die Befestigungslasche der Verschiebung der
ersten und zweiten Schließbacke relativ zueinander in lateraler Richtung einen unzureichenden Widerstand
entgegen, die Verbindungslasche selbst findet dann keinen Halt gegen seitliche Verschiebung. Nachfolgend
wird aufgezeigt, wie dieses Problem gelöst wurde.
Der in der erster Schließbacke befestigte Stift sitzt in
einer in der zweiten Schließbacke angeordneten Bohrung mit Paßsitz. Der Stift verhindert die seitliche
Verschiebung der Schließbacken relativ zueinander und hält die Loch-Zapfen-Verbindung wirksam zusammen.
Folglich können die zwei Schließbacken unter Verwendung des Verbindungselements in Form einer federnden
Lasche einwandfrei und wirksam zusammengehahen werden.
Wenn der Stift mit seinem vordere^ Ende eine Länge
aufweist, die zumindest mit der Bodeii'Iäche der zweiten
Schließbacke fluchtet, ist der Stift auch fur das Einsetzen des optischen Glases in die Metallfassung vorteilhaft,
auch wenn das Glas kleiner ist als für die Frssung spezifiziert. Wenn das optische Glas geringfügig kleiner
ist, wini ein als Packung oder Dichtung dienender Ring geringer Dicke in die. Nut der Fassung um das Glas
gelegt, um ein Spiel des Glases in der Fassung zu eliminieren. Beim Einsetzen des Rings vor dem
Verbinden der ersten Schließbacke mit der zweiten Schließbacke treten oft Schwierigkeiten auf. wenn die
Fassung in einem vollständig entspannten Zustand ist. da die Fassung in Richtung der Dicke des Glases durch
den Kontakt mit einem anderen Artikel zur Deformierung neigt. Wenn jedoch der Stift die vorher
spezifizierte Länge aufweist und der Stift in die Bohrung der zweiten Schiießbacke eingeführt ist, verhindert dies
die Deformierijng der Metallfassung. Außerdem erleichtert
der Stift, der in der Bohrung durch Paßsitz gegen unbeabsichtigtes Herausgleiten gesichert ist. das Einsetzer
des Rings in die Nut der Fassung um das Glas herum. Der Stift kann geringfügig an der Bodenfläche
der zweiten Schließbacke überstehen, üblicherweise um maximal 0,5 mm.
Die erste und die zweite Schließbaci.e ist bevorzugt
jeweils an der äußeren Kante an der vorderen Seite abgefast. Dies erleichtert die Lötung des Bügelteils an
die Metallfassung oder das Ausrasten des federnden Teils der Verbindungslasche aus der Loch-Zapfen-Verbindung.
Eine Ausführungäform der Erfindung wird nachfolgend
mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben, und zwar zeigt
F ι g. 1 eine Perspektivansicht einer Ausführungsform
der Erfindung vor dem Verbinden der ernten Scl/Iießbacke
mit der zweiten Schließbacke,
Fig. 2 eine vergrößerte Perspektivansicht in der gleichen Anordnung und
F i g. 3 eine ver!:kale Schnittansicht derselben Anordnung
mit den miteinander verbundenen Schließbacken.
Das in Fig. 1 dargestellte Brillengestell besteht aus
einer Metallfassung 1 in Form eines ge'.eilten Ringes, Eine erste Schließbacke 2 und zweite Sehließbacke 3
sind an den gegenüberliegenden Enden der Fassung 1 an diesem geteilten Abschnitt angeformt. Beide Schließbacken
2 und 3 sind an der äußeren Kante an der Vorderseite abgefast. Diese Fasen sind in Fi g. 2 mit 2a
und 3a bezeichnet.
Die erste Schließbacke 2 ist mit einem horizontalen Schlitz 4 ausgestattet. Ein in der ersten Schließbacke 2
fest angeordneter Stift 5 ist in seiner Länge so ausgelegt, daß, wenn die Schließbacken 2 und 3 miteinander
verbunden sind( das vordere Ende geringfügig die untere Fläche der zweiten Schließbacke überragt.
Eine Verbinduhgslasche 6 geringer Dicke besitzt ein
horizontales Befestigungsteil 6a und ein vertikales federndes Teil 6b, letzleres erstreckt sich gemäß F i g. 3
vom Teil 6a längs der Schließbacken 2 und 3. Die Verbindungslasche 6 ist an der ersten Schließbacke 2
mit dem Befestigungsteil 6a in den Schlitz 4 eingesetzt
und durch den Stift 5 gesichert. Die Verbindungslasche besitzt ein Loch 7, das in einen Zapfen 9 einrastbar ist.
Die Verbindungsteile 6 besitzt Federeigenschaften derart, daß, wenn die Metallfassung I einer Verwindungskraft
ausgesetzt ist, die Verbiiiduiigslasche 6 durch
die daraus resultierende Torsion elastisch verformbar ist.
Die zweite Schließbacke 3 besitzt eine Bohrung 8 mit Paßsitz für die Aufnahme des Stiftes 5 und einen Zapfen
9 für das Einrasten des Loches 7 der Verbindungslasche 6. Vorzugsweise ist der Zapfen 9 an seiner Oberseite mit
einer von der Basis geneigt nach dem vorderen Ende führenden Keilfläche 10 versehen. Der Zapfen 9 kommt
dann automatisch in Eingriff mit dem Loch 7 beim Zusammendrücken der Metallfassung I1 wobei die
Schließbacken 2 und 3 zueinander bewegt werden.
Ein Anschlag 11 ist an der ersten Schließbacke 2 oder
der zweiten Schließbacke 3 vorgesehen, der die Bewegung der Schließbacken 2 und 3 relativ zueinander
um den Stift 5 verhindert. In der dargestellten Ausführungsform ist der Anschlag 11 seitlich an der
ersten Schließbacke 2 und erstreckt sich nach unten zur Anlage an der entsprechenden Seite der Schließbacke 3.
Die Schließbacken 2 und 3 können durch Einrasten
des Zapfens 9 an der zweiten Schließbacke 3 in das Loch
7 des federnden Teils 6b der Verbindungslasche 6 an der Schlicßbacke 2 mit dem vorderen Ende des Stiftes 5 in
die Bohrung 8 in der zweiten Schließbacke 3 miteinander verbunden werden.
In einer anderen nicht näher gezeigten Ausführungsform kann zum Beispiel die Loch-Zapfen-Verbindung
als klinkenverbindung ausgebildet sein. Zur Arrelie-
rung der Bewegung der Schließbacken 2 und 3 relativ zueinander um den Stift 5 kann der Stift 5 und die
Bohrung 8 in der zweiten Schließbacke 3 zur Aufnahme des Stifts auch einen anderen Querschnitt als rund
haben, zum Beispiel mit mehreren Ecken, elliptisch oder
2.5 oval. Der Stift ist dann in letztgenannten Querschnitten auch an Stelle des Anschlags verwendbar.
Hierzu
Claims (9)
1. Schließblock für die geteilte Metallfassung eines
Brillengestells einer optischen Brille, bestehend aus einer ersten, mit dem oberen, freien Ende der
Fassung verbundenen Schließbacke und einer zweiten, mit dem unteren, freien Ende der Fassung
verbundenen Schließbacke, wobei beide Schließbakken durch eine die Schließbacken lösbar zusammenhaltende
Verbindungslasche verbindbar sind und die erste Schließbacke mit einem — bezüglich der
Tragestellung der Brille — vertikal nach unten abragenden Stift verbunden ist, der in eine
zugeordnete Bohrung der zweiten Schließbacke mit Feinpassung eingreift, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungslasche (6) aus einem etwa rechtwinklig abgebogenen Teil besteht,
das mit seinem oberen, horizontal abgebogenen Ende in einen Schlitz (4) in der ersten Schließbacke
(2) eingreift und dort von dem Stift (5) durchsetzt ist und das mif seinem unteren, geraden Teil mit einer
Loch-Zapkij-Verbindung (7, 9) auf die zweite
Schließbacke (3) aufrastbar ist.
2. Schließblock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der untere, gerade Teil der
Verbindungslasche (6) das Loch (7) aufweist und daß an der zweiten Schließbacke (3) der Zapfen (9)
angeformt ist
3. Schließblock nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungslasche (6)
federnd ausgebildet ist
4. Schließblock nach Anspruch 1 oder 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungslasche (6) aus
einem Flacbmaterial besteht.
5. Schließblock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlic vorderen Kanten
der Schließbacken (2, 3) Anfasungen (2a, Za) aufweisen.
6. Schließblock nach einem der Ansprüche 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen (9) eine in
Schließrichtung der Rastverbindung angeschrägte Keilfläche (10) aufweist.
7. Schließblock nach einem der Ansprüche 1—6. dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (5) einen
runden Querschnitt aufweist.
8. Schließblock nach einem der Ansprüche 1—6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (5) einen
eckigen oder unrunden Querschnitt aufweist.
9. Schließblock nach einem der Ansprüche 1—8. dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung der
Rastverbindung in Schließrichtung an der ersten Schließbacke (2) ein Anschlag (11) angeordnet ist.
der in Schließrichtung an der zweiten Schließbacke
(3) anschlägt.
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