DE294867C - - Google Patents

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DE294867C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16PSAFETY DEVICES IN GENERAL; SAFETY DEVICES FOR PRESSES
    • F16P3/00Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body
    • F16P3/12Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body with means, e.g. feelers, which in case of the presence of a body part of a person in or near the danger zone influence the control or operation of the machine

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung an Druckpressen aller Art, bei denen die Maschine selbsttätig durch ein Schutzblech ausgerückt wird. Es sind Schutzvorrichtungen an Druckpressen bekannt, bei denen ein Schutzrahmen im Augenblick der Gefahr niedergleitet und als Handschutz wirksam wird. Auch sind aus einem Gitter bestehende Schutzvorrichtungen beispielsweise an Tiegeldruckpressen bekannt geworden, welche die gefährliche Enge zwischen Tiegel und Fundament abdecken und im Gefahrfalle das Ausrücken der Maschine veranlassen. Einen wirksamen Schutz gegen das Hineinfassen in die Walzen gewähren aber diese Vorrichtungen nicht. Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich von diesen bekannten Schutzvorrichtungen dadurch, daß an der Druckpresse ein Schutzblech in annähernd senkrechter Lage angeordnet ist und derart gesteuert wird, daß es für gewöhnlich in gehobener Stellung als Schutz vor den Walzen verbleibt und sich nur im Augenblick der Gefahr zur Abdeckung der gefährlichen Stelle niedersenkt. In gehobener Stellung, in der das Schutzblech als Schutz vor den Walzen dient, wird es unverrückbar gegen Bewegung nach hinten festgehalten, während es in gesenkter Stellung nach hinten und oben nachgeben kann, um jede Fingerverletzung unbedingt auszuschließen. Dieser Zweck konnte mit den bisher bekannt gewordenen Einrichtungen, beispielsweise einer in Federn und Klemmen gelagerten und nur eine wagerechte Bewegung gestattenden Schutzstange, nicht erreicht werden, da zwischen Druckform und Stange stets noch ein genügender Abstand vorhanden ist, so daß dünne Finger oder irgendwelche sonstigen Gegenstände zwischen Druckform und Schutzstange geraten können und ein Quetsehen jener möglich ist, selbst wenn die Maschine noch ausgerückt werden würde. Ihren Grund hat diese Gefährdung darin, daß die Schutzstange oder der Schutzbügel nicht nach oben ausweichen kann. Die Anwendung der Erfindung an Schnellpressen ist dadurch möglich geworden, daß es gelungen ist, die Erfindung mit einer brauchbaren, schnellwirkenden Bremse zu vereinigen, welche imstande ist, die Presse in der für die Schutzwirkung notwendigen kurzen Zeit zum Stillstand zu bringen. Deshalb werden bei der Anwendung an Schnellpressen nicht nur, wie bisher üblich, das Schwungrad, sondern auch durch an sich bekannte Mittel der Druckzylinder und der Karren gebremst.
Die Erfindung ist auf den Zeichnungen in zwei Ausführungsformen dargestellt, und zwar in Fig. ι bis 3 in Anwendung auf eine Tiegeldruckpresse, in Fig. 4 bis 8 in Anwendung auf eine Schnellpresse.
Im besonderen stellen dar:
Fig. ι den zur Erläuterung der Erfindung · erforderlichen Teil einer Tiegeldruckpresse in
Seitenansicht bei gesenktem Schutzgitter und in die Druckstellung vorschwingendem Tiegel, Fig. 2 einen Grundriß zu Fig. i,
Fig. 3 eine der Fig. ι entsprechende Seiten-S ansieht bei gehobenem Schutzgitter und zurückgeschwungenem Tiegel,
Fig. 4 eine mit der Schutzvorrichtung versehene Schnellpresse in Seitenansicht,
Fig. 5 eine Vorderansicht von Fig. 4,
Fig. 6 eine der Fig. 4 entsprechende Seitenansicht bei gesenktem und zurückgeschwungenem Schutzgitter,
Fig. 7 und 8 Einzelheiten in größerem Maßstabe.
In dem durch die Fig. 1 bis 3 dargestellten Beispiel besteht der aus beliebigem Material hergestellte Schutzkörper aus einem Gitter a, das an einem Rahmen b befestigt und drehbar an den Endpunkten der Hebel c aufgehängt ist, die auf der gemeinsamen Spindel d befestigt sind. Die Steuerung des Schutzgitters α findet beispielsweise durch eine am Hauptzahnrad e angebrachte Kurve / mittels der Rolle g des Hebels h und der Zugstange i statt, welche mit ihrem freien Ende an den Hebel c angelenkt ist. Die Verschiebung des .Gitters in annähernd senkrechter Lage wird durch einen Leithebel bewirkt, der aus zwei ineinander verschiebbaren Teilen k und / besteht, deren einer am Maschinengestell und deren anderer an dem Rahmen b angelenkt ist. Beide Teile k und / sind durch eine Feder m miteinander verbunden. Durch diese Einrichtung wird ermöglicht, daß das Schutzgitter nach der Richtung des Fundaments hin nachgeben kann, und daß es in gesenkter oder annähernd senkrechter Lage auf- und abwärts sich bewegen kann, wie aus Fig. 1 und 2 hervorgeht.
An dem Tiegel ist ein mit einem Gegengewicht ausgestatteter Sicherheitshebel j drehbar angeordnet, der einen in den Bereich der unteren Verlängerung 0 des Rahmens b reichenden Stift r trägt. Der Hebel s trägt außerdem eine Nase p, während an dem Ausrückhebel t ein Arm q so angebracht ist, daß j e nach der Stellung des Hebels j die Nase p entweder gegen den Arm q stößt oder über diesen hinweggleitet. Damit das Schutzgitter a in gehobener Stellung gegen Bewegung nach hinten festgehalten wird, kann z. B. an den Hebeln c eine Nase so angeordnet sein, daß der Rahmen b in gehobener Stellung gegen diese Nase stößt; doch kann die Feststellung des Schutzgitters a auch auf andere Weise bewirkt werden.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Bei normalem Gange der Maschine legt sich die Verlängerung 0 des Rahmens b gegen den Stift r des Sicherheitshebeis ί und schwenkt dadurch letzteren so, daß dessen Nase p über den Arm q des Ausrückhebels t hinweggeht. Liegt aber die Hand noch auf dem Tiegel, so bleibt der Sicherheitshebel s in der Ausrückstellung stehen, in welcher die Nase p gegen den Arm q stößt, so daß dadurch der Ausrückhebel t betätigt und die Maschine ausgerückt und gebremst wird.
Bei der in den Fig. 4 bis 8 dargestellten Schnellpresse ist α das hin und her gehende Fundament, b das auf und nieder schwingende Schutzgitter, welches an den beiden Hebeln c hängt. Diese sitzen fest auf in den Seitengestellen e drehbar gelagerten Zapfen d. Die Steuerung erfolgt von der Steuerwelle / aus mittels der Rolle g, des Hebels h und der Stange i. Am Fundament ist eine Schiene k befestigt, welche auf eine in bekannter Weise aus einem festen und einem beweglichen Backen bestehende Reibungskupplung einwirkt. Der obere oder bewegliche Backen p ist gelenkig an einem Hebel aufgehängt, der mit dem Hebel s auf gleicher Achse festsitzt. Auf das Ende des Hebels s wirkt das untere Ende q des Schutzgitters b ein, so daß, je nach der Stellung des Hebels ί (Fig. 4 und 6), die Kupplung aus- bzw. eingerückt ist.
Die Wirkung des Schutzgitters ist ähnlich der vorher für die Tiegeldruckpresse beschriebenen. Bei normalem Gange der Maschine setzt sich die Verlängerung q des Schutzgitters b auf den Winkelhebel s, so daß der Reibungsbacken ρ abgehoben bleibt. Infolgedessen kann die Schiene k ungehindert durch die Kupplung hindurchgleiten. Befindet sich das Schutzgitter in gehobener Stellung, so ist das Fundament in seiner Rückwärtsbewegung begriffen. Obgleich der Reibungsbacken von der Schiene k nicht abgehoben ist, wird diese doch infolge der nur nach einer Richtung wirkenden Reibung hindurchgleiten. Wird im Falle der Gefahr, z. B. wenn die Hand oder irgendein Gegenstand auf dem Fundament liegen bleibt, das Schutzgitter nach hinten bewegt (Fig. 6), so verliert der Reibungsbacken p seine Stütze, er kommt in Reibungs- stellung, und die Maschine wird ausgerückt. Um das Ausrücken zu beschleunigen, ist die Ausrückstange nicht nur mit der Schwungradbremse, sondern durch bekannte Mittel, deren nähere Beschreibung hier überflüssig ist, mit der Karren- und der Zylinderbremse verbunden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Schutzvorrichtung an Druckpressen mit durch ein Schutzblech bewirkter selbsttätiger Ausrückung der Maschine, . dadurch gekennzeichnet, daß ein in annähernd senkrechter Lage befindliches Schutzblech derart zwangläufig gesteuert wird, daß es für gewöhnlich in hochgehobener Stellung als Schutz vor den Wal-
    zen verbleibt und sich nur im Augenblick der Gefahr zur Abdeckung der gefährlichen Stelle niedersenkt.
    Schutzvorrichtung nach Anspruch i,
    dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzblech in hochgehobener Stellung, wo es als Schutz vor den Walzen dient, unverrückbar festgestellt ist,, während es in gesenkter Stellung sowohl nach hinten als auch nach oben nachgiebig gelagert ist.
    3. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ausrücken, der Maschine nicht nur das Schwungrad, sondern auch durch an sich bekannte Mittel der Druckzylinder und der Karren gebremst werden.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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