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EINRICHTUNG ZUM VISUELLEN OBERWACHEN EINES
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PROZESSABLAUFES Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Bei Prozessen, bei denen mehrere Vorgänge zeitlich prallel oder nacheinander
koordiniert und gesteuert ablaufen müßten, ist im allgemeinen eine übersichtliche
Darstellung des Gesamtprozesses für den Operateur erwünscht. In besonderem Maße
gilt dies für Prozeßabläufe im Rundfunk- und Fernsehbetrieb, beispielsweise Sendeablaufsteuerungen
oder Schnittsteuereinrichtungen für Magnetbänder.
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Die Darstellung derartiger Prozeßabläufe erfolgt größtenteils auf
Bildschirmsichtgeräten in Form von Listen oder Tabellen. Jeder einzelne Vorgang
wird neben seiner Bezeichnung mit einer Beginn-und
einer Endezeit
versehen. Im Kopf der Sichtgeräte-Darstellung wird dann aligemein die aktuelle Zeit
und eventuell die noch verbleibende Zeit bis zum nächsten Ereignis angezeigt.
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Solche Listen- oder Tabellen-Darstellungen von Prozeßabläufen sind
nicht sehr übersichtlich, da stets Zahlen abgelesen und möglicherweise auch noch
verglichen werden müssen. Während des Ablaufs verändern sich diese Zahlen laufend
und können dadurch nur schlechter abgelesen werden. Erfahrungsgemaß ist eine digitale
Zeitanzeige, speziell im Sekundenbereich, sehr viel weniger komfortabel als eine
analoge Zeitanzeige mit einer Zeiger-Uhr. Besonders wenn von einem Operateur in
einem bestimmten Zeitpunkt ein Vorgang ausgelöst werden soll, ist eine analoge Zeitanzeige
wenigstens im Sekundenbereich uneläßl ich.
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Beim gleichzeitigen Ablauf mehrerer Vorgänge bei denen auch noch manuelle
Eingriffe zu bestimmten Zeitpunkten erforderlich sind, ist eine analoge Darstellung
des Prozeßablaufes noch wichtiger als bei einem Einzelereignis bzw. einer Einzelereignisfolge.
Als Beispiel sei hier nun die Endabmischung mehrerer Ton-Ereignisfolgen zu einer
Ton-Endfassung eines Fernsehfimes genannt, wo bis zu 12 Ton-Spuren parallel zum
Bild ablaufen und dem Bildereignis entsprechend in ihrem Pegel manuell beeinflußt
werden müssen. Hier wäre es für den
Toningenieur sehr hilfreich,
wenn er die in den nächsten Sekunden zu erwartendenTonereignisse vorher angezeigt
bekäme, um dann gezielter und konzentrierter reagieren zu können. Das gleiche gilt
sinngemäß auch für das Mischen mehrerer Bildereignisse oder andere Prozeßabläufe.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht demgegenüber darin, eine Einrichtung
der eingangs erwähnten Art zu schaffen, welche in übersichtlicher Weise die analoge
Darstellung zumindest eines Prozeßablaufs ermöglicht.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst.
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Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Einrichtung nach
Anspruch 1 ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung ist ein Bildschirmsichtgerät
am Bedienplatz vorgesehen, auf welchem die Vorgänge auf einer Zeitachse getreu ihrem
Erscheinen und Verschwinden in Form eines dynamischen Balkendiagrammes dargestellt
werden. Durch die Bezeichnung "dynamisch" für das Balkendiagramm soll zum Ausdruck
gebracht werden4 daß es sich auf einer Zeitachse in Richtung auf den aktuellen Zeitpunkt
verschiebt
und somit eine zeitproportionale Vorschau auf alle kommenden Vorgänge ermöglicht
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt: Bild 1 ein
Beispiel für die Darstellung eines Prozeßablaufs auf dem Bildschirm einer erfindungsgemäßen
Einrichtung; Bild 2 ein Blockschaltbild einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Einrichtung, und Bild 3 ein weiteres Beispiel für die Darstellung eines Prozeßablaufs
bei einer elektronischen Schnittsteuerung für Fernseh-B11d- und Tonbandaufzeichnungen.
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Bei dem Diagramm gen(ß Bild 1 sind am linken Rand Kurzbezeichnungen
für die am Prozeß beteiligten Vorgänge angegeben. Die Linie to markiert die Istzeit.
Die Vorgänge 1 bis n sind auf der Zeitachse maßstabsgerecht dargestellt. Hier ist
der Vorgang 1 bereits aktuell und wird zum Zeitpunkt t4 beendet. Der Vorgang 1 wird
zum Zeitpunkt t7 bis tg noch einmal aktuell. Der Vorgang 3 beginnt zum Zeitpunkt
t2 und endet zum Zeitpunkt t3, während der Vorgang n zum Zeitpunkt t5 beginnt und
zum Zeitpunkt t8 endet.
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Die Darstellung des Diagrammes kann selbstverständlich auch in jeder
anderen Form erfolgen. So kann sich die Zeitachse z.B.
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nicht, wie in Bild 1 dargestellt, von rechts nach links bewegen, sondern
auch in jeder anderen Richtung, z.B. von unten nach oben.
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Ein zweckentsprechender Maßstab der Zeitachse kann z.B. auch bedeuten,
daß die letzten Minuten oder Sekunden vor Eintritt der Ereignisse stark gedehnt
dargestellt werden oder umschaltbar mehrere Maßstäbe darstellbar sind. Weitere Möglichkeiten
sind gegeben durch eine logarithmische Darstellung der Zeitachse oder durch Aufteilung
in gedehntere und gedrängtere Bereiche.
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Weiterhin kann es unter Umständen hilfreich sein, bestimmte Zeiten
to, z.B. Sekunden oder Minuten durch feste - im Bild 1 senkrechte -Linien zu kennzeichnen
Ebenso können weitere Markierungen auf den Balken eines oder mehrerer Vorgänge für
den Bediener nützlich sein, wenn dort bereits vorher festgestellte besondere Vorkommnise
zu erwarten sind, die später beim Eintritt in die Aktualität zu beachten sind (z.B.
Oberpegel
gem.Bild 1 bei Vorgang 2 und t4). Auch andere Marken, z.B.
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für Blenden am Anfang oder Ende sind realisierbar (Bild 1, Vorgang
n bei t8 "Ausblende").
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Die Obersichtlichkeit wird sicherlich auch dadurch noch erheblich
gesteigert, daß ein Farbbild-Sichtgerät zur Verwendung kommt.
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Es könnte sogar der gleiche Monitor zur Darstellung des Diagramms
genutzt werden, auf dem auch das Bildsignal des Prozesses abgebildet wird, so daß
im Hintergrund das Bild und im Vordergrund das Diagramm zu sehen sind, Bestimmte
besondere Vorgänge können dann farbig dargestellt oder hinterlegt werden z.B. bei
einem elektronischen Schnitt von Bildmagnetbandaufzeichnungen die aufzeichnende
Maschine rot, die Bild-zuspielenden Maschinen grün und die Ton-zuspielenden Maschinen
blau Es ist ferner zweckm(ßig0 das Diagramm mit Statusmeldungen der Vorgangsquellen
oder -Abnehmer zu versehen und aktuelle oder korrespondierende Zeitangaben in digitaler
Form mit anzuzeigen. Gleiches gilt für weitere Prozeßdaten, die mit angezeigt werden
müssen, um dem Operateur einen optimalen Prozeßüberblick zu verschaffen.
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In Bild 2 ist ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Einrichtung
unter Verwendung eines Fernsehmonitors als Sichtgerät dargestellt. Der mit einem
Block t symbolisierte Prozeß 1 wird durch die Prozeßsteuerung 2 gesteuert. Alle
aktuellen Vorgangs- und Zeitdaten sind in der Prozeßsteuerung 2 gespeichert und
werden laufend aktualisiert.
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Die Vorgangs-Ereignisbalken und Markierungen werden in einem Balken-und
Markengenerator 3 erzeugt. Geht man von einem üblichen Fernsehmonitor aus und legt
eine Darstellung gemäß Bild 1 zugrunde, so müssen die Vorgangsbalken in Zeilenrichtung
dargestellt werden.
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Die Prozeßsteuerung 2 erhält von einem Festmarkengenerator 4 den jeweiligen
Zeitmaßstab mitgeteilt. Daraufhin berechnet die Prozeßsteuerung 2 jeweils Beginn
und Ende der Vorgangsbalken sowie den Marken-Einblendpunkt und teilt diese Daten
für jeden Vorgang getrennt im 40 Millisekunden-Zyklus (oder länger) dem Balken-
und Markengenerator 3 mit. Dieser erzeugt daraus die Balken- und Markensignale,
ggfs. auf drei Kanälen, aus denen in einem Signalmischer 5 ein Farb-Fernsehsigmizur
Steuerung des Bildschirmsichtgerätes 6 erzeugt wird.
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Die übrigen alpha-numerischen Zeichen werden formatgerecht durch Vorgabe
vom Fest-Markengenerator 4 sowie Datenvorgabe von der Prozeßsteuerung 2 in einem
Charakter(Zeichen-)generator 7 erzeugt und bei Bedarf ebenfalls 3-kanalig an den
Signalmischer 5 abgegeben. Desgleichen
werden die Festmarken im
Fest-Markengenerator 4 erzeugt und an den Signalmischer 5 abgegeben. Soll der Zeitmaßstab
umschaltbar gestaltet werden, so ist eine Umschalteinrichtung 8 vorgesehen.
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Die Generatoren 3, 4, 7 und der Signalmischer 5 werden durch eine
gemeinsame Taktsignalquelle 9 getaktet. Die Datenübertragung von und zur Prozeßsteuerung
2 kann asynchron erfolgen.
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Anhand von Bild 3 soll als Beispiel ein Bildschirmsichtgerät für eine
elektronische Schnittsteuer-Einrichtung für Fernseh-Bild- und Tonbandaufzeichnungen
erläutert werden.
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In diesem Beispiel wird angenommen, daß bis zu 10 Bild- oder Tonbandmaschinen
an die Steuerung angeschlossen werden können. Jede Bild-Maschine verfügt über eine
Bildspur und zwei Tonspuren. Jede Tonbandmaschine besitzt zwei Tonspuren. Alle Aufzeichnungen
sind auf einer dritten Tonspur mit einem Zeitcode versehen, der in acht Stellen
Stunde, Minute, Sekunde und Anzahl der Bilder enthält. Weiterhin sind Kontroll-Bits
vorhanden, in denen Angaben über die jeweilige Bandnummer, die Szenen-(Take)-Nummer
und die Fassungs(Pick up)-Nummer codiert werden können.
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Der Bildschirm wird beispielsweise in drei Hauptfelder eingeteilt:
Das Kopffeld TO, das Statusfeld 11 und das Zeitfeld 12 in gedehnter Form, das Feld
13 in geraffter Darstellung und das Endfeld 14, welches
noch über
die Vorgänge Auskunft gibt, welche über die insgesamt in den Feldern 12 und 13 dargestellte
Zeitdauer hinausragen.
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Im Kopffeld 10 werden alle übergeordneten Prozeßdaten angezeigt, wie
Titel, Uhrzeit, Gesamtprozeßstatus (S = Stop, PP = Prozeßpositionierung, PS = Prozeßsimulation,
PR = Prozeßrecord), sowie die für einen Schnitt einzurichtenden korrespondierenden
Zeitcode-Werte für Master (aufzeichnende Maschine) und Slave (zuspielende Maschine).
Weiterhin können noch Angaben gemacht werden über den α Bandvorrat der aufzeichnenden
Maschine ("Tot#l-Length"), den noch verbliebenen Rest zur Aufzeichnung ("Reminded-Length"),
die bereits vorprogrammierte Länge und die bereits aufgezeichnete Länge.
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Für jede einzelne Maschine ist im Statusfeld 11 angegeben: die Nummer
0 bis 9, die Art der Maschine (Master = M oder Slave S), der Status (S = Stop, P
= Play, R = Record, W = schnell Rückwärts und F = schnell Vorwärts), der aktuelle
Zeitcode und der Inhalt der Kontroll-Bits. Kurz vor dem Zeitfeld wird angezeigt,
ob die Maschine über Bild = B und/oder Tonspuren = T verfügt. Für jede Spur 1 x
Bild und 2 x Ton wird ein Vorgangsbalken im Zeitfeld angezeigt.
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Wenn der Cursor 15 in der dargestellten Weise im Kopffeld 10 steht,
wird der Gesamt-Prozeß gesteuert. Steht der Cursor 15 im Statusfeld einer angeschlossenen
Maschine, z.B. im Feld 16, so wird nur diese gesteuert.
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Auf dem Bildschirm werden nur die am Prozeß tatsächlich beteiligten
Maschinen angezeigt, im dargestellten Beispielsfall die Maschine Nr. O als Bild-
und Ton-Master, die Maschine Nr. 1 und Nr. 2 als Bild- und Ton-Slave, die Maschine
Nr. 5 als zusätzlicher Ton-Master und die Maschine Nr. 9 als zusätzlicher Bild-
und Ton-Master.
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Die in den Bildern 2 und 3 veranschaulichten Ausführungsformen stellen
jeweils nur eine von vielen Möglichkeiten zur Anwendung des Erfindungsgegenstandes
dar.
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