DE295018C - - Google Patents
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- DE295018C DE295018C DENDAT295018D DE295018DA DE295018C DE 295018 C DE295018 C DE 295018C DE NDAT295018 D DENDAT295018 D DE NDAT295018D DE 295018D A DE295018D A DE 295018DA DE 295018 C DE295018 C DE 295018C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41D—APPARATUS FOR THE MECHANICAL REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES FOR STEREOTYPE PRINTING; SHAPING ELASTIC OR DEFORMABLE MATERIAL TO FORM PRINTING SURFACES
- B41D3/00—Casting stereotype plates; Machines, moulds, or devices therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Casting Devices For Molds (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 295018 -■ KLASSE 15 c. GRUPPE
GEORG MICHEL in NÜRNBERG-GARTENSTADT.
Gießmaschine für runde Stereotypplatten mit am Gießofen sitzendem Kern.
Bei den bekannten Gießmaschinen für runde Stereotypieplatten mit am Gießofen sitzendem
Kern stehen Formmantel und Kern während des Gusses aufrecht. Bei diesen Maschinen
wird ein einigermaßen dichter und die Form vollständig ausfüllender Guß nur durch besondere
Maßnahmen erreicht, die es gleichwohl nicht gestatten, über ein bestimmtes Maß der Plattenstärke
herabzugehen.
ίο Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, die
Maßnahmen zur Fertigstellung der gegossenen Platten in ununterbrochenem Fortgang ohne
zu hohen Kraftaufwand ausführen 'zu können.
Dies wird dadurch erreicht, daß der am Gießofen sitzende Kern wagerecht angeordnet ist
und mit dem gegen ihn bewegten Mantel beim Guß wagerecht liegt, der Mantel nach dem
Guß mit der gegossenen Platte, deren konkave Seite nach unten gekehrt, gesenkt, hierauf die
Druckplatte mittels eines auf und ab bewegbaren Hebebocks dem Mantel entnommen, gesenkt
und alsdann in bekannter Weise durch einen Schieber den das Abfräsen des Angusses
und das Bearbeiten auf Schrifthöhe bewirkenden Fräsern sowie einer Ausschabevorrichtung
in wagerechter Lage zugeführt wird.
In der Zeichnung ist eine derartige Maschine dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. ι die Maschine in Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Ansicht der Maschine von der Antriebsseite aus,
Fig. 3 die Maschine nach dem Schnitt C-D in Fig. i, und
Fig. 4 dieselbe im Schnitt nach der Linie C-E in Fig. i. . ■
Das sich an den Ofen 1 anschließende, von den Ständern 2 und 3 gebildete Maschinengestell
trägt die Gießformmäntel 7 sowie' sämtliche Triebwerke für die einzelnen Bewegungseinrichtungen.
Von dem Elektromotor 5 wird unter Vermittlung des Schneckentriebwerkes 6 die im Maschinengestell gelagerte Hauptantriebswelle
4 in Umdrehung versetzt. Von dieser Haupfantriebswelle 4 zweigen sämtliche für den
Betrieb der Maschine benötigten Nebentriebe ab. Der erste derselben ist der durch das Kettenrad
8, die Zahnkette 9 und das Kettenrad 10 gebildete Antrieb zur schrittweisen Schaltung
der Gießformmäntel 7, die dadurch erreicht wird, daß an dem sich ständig drehenden Kettenrad
10 ein einen Viertelkreis umschließendes Zahnsegment 12 sitzt, welches mit dem auf
der Schaltwelle 11 befestigten Vollzahnrad 13
nur zeitweise in Eingriff kommt und dabei letzteres und damit die Welle 11 immer nur um
90° verdreht. Zahnketten oder ähnliche Übertragungseinrichtungen sind gewählt worden,
um jeden Schlupf und damit jede Änderung der gegenseitigen Bewegungsverhältnisse zu vermeiden.
Auf die Schaltwelle 11 sind Sternräder
14 aufgekeilt, denen die Weiterschaltung der Gießformmäntel 7 zufällt. Diese Gießformmäntel
7 sind in den Gestellständern 2 und 3 derart verschiebbar gelagert, daß sie mittels
der Tragbolzen 15, 16, 17 in in die Ständer 2
und 3 eingearbeitete Kurvenbahnen eingreifen. Werden die Gießformmäntel 7 durch die Arme
der Sternräder 14, die sich gegen die Tragbolzen
15 legen, bewegt, so gleiten sie, entsprechend dem Teil der Kurvenbahn, in welchem sie sich
gerade befinden, vorwärts. Steht beispielsweise
ein Gießformmantel in der Höchststellung (Fig. i) und wird er durch die Sternräder 14
im Sinne des Pfeiles weiterbewegt, so heben seine Tragbolzen 15 infolge der an ihnen sitzenden
Nasen 18 die Klappen 19 in die Höhe und gleiten in den dadurch freigegebenen Teilen 21 der
Kurvenbahn abwärts. Die Bolzen 17 gleiten in den Teilen 20 der Kurvenbahnen weiter und gelangen,
da sie die Klappen 19 nicht zu heben vermögen, in die Teile 22 der Kurvenbahnen.
Die Bolzen 16 hingegen finden ihre Führung in den Kurven 24 und gleiten um die Nasen 25
ihren Endstellungen zu. In der Endstellung angelangt, wird der Gießformmantel 7 durch
später näher erläuterte Einrichtungen an den Kern 26 angepreßt und nach vollendetem Guß
durch dieselben Einrichtungen wieder an die Sternräder 14 weitergegeben, indem die Bolzen
15 in den Kurvenbahnen 27 in die Kreiskurve 20 zurückgleiten. Die Bolzen 17 finden hierbei
die Klappen 28 geschlossen und müssen deshalb ihren Weg durch die Kurven 23 nehmen, während
die Bolzen 16 um die Nasen 25 in ihre Kurvenbahnen 24 zurückkehren.
Wenn der Gießformmantel 7 am Ende seiner Gleitbewegung gegen den Kern 26 hin angelangt
ist, muß er noch, an denselben angepreßt und nach vollendetem Guß wieder losgebrochen
und in die Kurvenbahnen 20 bzw. 24 zurückbefördert werden. Dies geschieht folgendermaßen
: Auf der Hauptantriebswelle 4 sitzen zwei Kurvenscheiben 40 (Fig. Γ und 4), durch
deren Kurvenbahnen 41 die bei 42 gelagerten doppelarmigen Hebel 43, 44 gesteuert werden.
An den Armen 44 dieser Hebel sind Gabeln 45 angeordnet, die die ihnen zugeführten Tragbolzen
15 erfassen und mittels derselben die Gießformmäntel 7 in ihre Arbeitsstellung bringen.
Den durch die doppelarmigen Hebel 43, 44 bewegten Tragbolzen 15 stehen in ihrer
Arbeitsbahn die bei 46 gelagerten Winkelhebel 47 entgegen, welche die ihnen erteilten Bewegungen
mittels · Stangen 48 auf Winkelhebel 49 übertragen, durch welche der Gießformmantel
7 unter Beanspruchung der Trag-. bolzen 17 vollends gegen den Kern geschoben
wird (Fig. i).
Die beim Gießen erforderliche Anpressung des Gießformmantels 7 gegen den Kern 26 wird
dadurch erzielt, daß am Kern 26 bei 50 gelagerte doppelarmige Hebel 51 mit ihren Gabeln
52 die Führungsbolzen 16 erfassen und sie infolge der Schlitzführung der Gabeln 52 fest
- gegen den Kern 26 ziehen. Ihre Bewegung erhalten die Hebel 51 durch Stangen 53, die
mittels der Winkelhebel 54 an die am Ofen sitzende Welle 55 angelenkt sind, die ihrerseits
durch einen von der Kurvengleitführung 56 gesteuerten, mit ihr verkeilten Hebel 57 in
schwingende Bewegungen versetzt wird (Fig. 1 und 2). Die die Kurvenführung 56 tragende
Scheibe sitzt auf einer durch Zahnketten 58 von der Hauptantriebswelle 4 aus getriebenen
Welle 59.
Der Ofen 1 trägt einen Schmelzkessel 60, in 6g welchen der bei 61 gelagerte und um diesen
Punkt schwenkbare, eine Gießpumpe in sich aufnehmende und einen Gießmund 62 besitzende
Pumpenzylinder 63 eintaucht. Der Kolben 65 ist bei 64 geführt; er wird durch einen bei 67
gelagerten doppelarmigen Hebel 68 bewegt, der ebenfalls von einer auf der Welle 59 sitzenden
Kurvenscheibe 66 gesteuert wird. Der Pumpenzylinder 63 muß vor jedem Guß mit seinem
Gießmund 62 gegen die Gießöffnung 69 geschwenkt werden, was durch die mit der Welle
55 durch kurze einarmige^ Hebel 70 verbundenen Zugstangen 71 erfolgt.
Die gegossene Druckplatte muß zwecks Weiterbearbeitung
aus dem in die Tiefstellung geleiteten Gießformmantel entnommen und anderen
Bearbeitungsmaschinen zugeleitet werden. Das Ausheben der Druckplatte 72 (Fig. 1)
erfolgt durch einen Hebebock 73, welcher, beim Hochgehen unter Vermittlung seiner Anschlagstifte
74 die in Schlitzführungen gleitenden Leisten 75 mitnimmt. Letztere bringen dann
ihrerseits die Gießwinkel 34 und 35 durch an die Lappen 39 derselben stoßende Anschlagstifte
76 zum Umklappen, wodurch die Druckplatte 72 freigegeben wird und auf den mittlerweile
seine Höchststellung einnehmenden Hebebock 73 fällt, der hierauf sofort wieder nach
unten geht. Seinen Antrieb erhält der Hebebock 73 durch einen bei. 77 gelagerten doppel- 95
armigen Hebel 78, der auf die Tragsäule 79 einwirkt und von einer Kurbelscheibe 80 gesteuert
wird. Diese Kurbelscheibe 80 sitzt auf ■ einer nur schrittweise geschalteten Welle 81,
die durch ein Zahnsegment 82 und ein Stirnrad 83 mit der Hauptantriebswelle 4 in Verbindung
steht (Fig. 4).
Die durch den Hebebock 73 ausgehobene Druckplatte 72 muß sodann zwecks Entfernung
des Angusses und des schrifthohen Randes zwischen zwei Fräsern 84 hindurchgeführt werden,
was durch einen Schieber 85 erfolgt. Dieser Schieber 85 wird mittels eines von der Hauptantriebswelle
4 abzweigenden Kegelrädergetriebes bewegt, von dem auf der sich ständig drehen- u0
den Welle 86 ein Kegelradsegment 87 sitzt, so daß der Schieber 85 nur dann bewegt wird, wenn
das Kegelradsegment 87 mit dem Kegelrad 88 kämmt.
Die auf diese Weise .fortgeschobene Druck- u5
platte 72 passiert die Fräser 84, welche ebenfalls von der Welle 4 mittels Riementriebes 89
und Kegeltriebe 90 angetrieben werden. Nachdem die Druckplatte 72 durch die Fräser 84
bearbeitet worden ist, gelangt sie mit Unter-Stützung des Schiebers 85 in das Schabegehäuse
91. Sobald sie in demselben angelangt ist,
Claims (3)
- schaltet der die Maschine bedienende Arbeiter durch den Hebel 92 den Riementrieb 93 ein, wodurch das Schabemesser 94 die Innenseite der Druckplatte 72 genau auf den gewünschten Durchmesser bringt. Die hiermit fertiggestellte Druckplatte wird durch die nächstfolgende Platte aus dem Schabegehäuse ausgestoßen.Paten τ-Ansprüche:i. Gießmaschine für runde Stereotypplatten mit am Gießofen sitzendem Kern, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (26) mit dem gegen ihn bewegten Mantel (7) beim Guß wagerecht liegt, der Mantel nach dem Guß mit der gegossenen Platte, deren konkave Seite nach unten gekehrt, gesenkt, hierauf die Druckplatte mittels eines auf und ab bewegbaren Hebebockes (73) dem Mantel entnommen, gesenkt und alsdann in bekannter Weise durch einen Schieber (85) den das Abfräsen des Angusses und das Bearbeiten auf Schrifthöhe bewirkenden Fräsern sowie einer Ausschabevorrichtung in wagerechter Lage zugeführt wird.
- 2. Gießmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießformmäntel (7), welche in bekannter Weise mittels Führungsbolzen in in die Ständer (2, 3) der Maschine eingearbeiteten Nuten gehalten werden, durch eine Sternräder (14) tragende, schrittweise geschaltete Welle (11) zum und vom Kern geleitet werden und, sobald sie diesem gegenüberliegen, durch von Kurvenscheiben bewegte Hebelgestänge gegen diesen gepreßt und alsdann von ihm entfernt werden.
- 3. Gießmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Entnehmen der Druckplatten durch von Anschlagstiften (74) des Hebebockes (73) mitgenommene Leisten (75) erfolgt, die mit Anschlagstiften (76) an Lappen (39) der äußeren Gießwinkel (34, 35) stoßen und diese dadurch um ihre Achse (36) klappen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE295018C true DE295018C (de) |
Family
ID=549537
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT295018D Active DE295018C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE295018C (de) |
-
0
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