DE295018C - - Google Patents

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DE295018C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41DAPPARATUS FOR THE MECHANICAL REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES FOR STEREOTYPE PRINTING; SHAPING ELASTIC OR DEFORMABLE MATERIAL TO FORM PRINTING SURFACES
    • B41D3/00Casting stereotype plates; Machines, moulds, or devices therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 295018 -■ KLASSE 15 c. GRUPPE
GEORG MICHEL in NÜRNBERG-GARTENSTADT.
Gießmaschine für runde Stereotypplatten mit am Gießofen sitzendem Kern.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Dezember 1912 ab.
Bei den bekannten Gießmaschinen für runde Stereotypieplatten mit am Gießofen sitzendem Kern stehen Formmantel und Kern während des Gusses aufrecht. Bei diesen Maschinen wird ein einigermaßen dichter und die Form vollständig ausfüllender Guß nur durch besondere Maßnahmen erreicht, die es gleichwohl nicht gestatten, über ein bestimmtes Maß der Plattenstärke herabzugehen.
ίο Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, die Maßnahmen zur Fertigstellung der gegossenen Platten in ununterbrochenem Fortgang ohne zu hohen Kraftaufwand ausführen 'zu können.
Dies wird dadurch erreicht, daß der am Gießofen sitzende Kern wagerecht angeordnet ist und mit dem gegen ihn bewegten Mantel beim Guß wagerecht liegt, der Mantel nach dem Guß mit der gegossenen Platte, deren konkave Seite nach unten gekehrt, gesenkt, hierauf die Druckplatte mittels eines auf und ab bewegbaren Hebebocks dem Mantel entnommen, gesenkt und alsdann in bekannter Weise durch einen Schieber den das Abfräsen des Angusses und das Bearbeiten auf Schrifthöhe bewirkenden Fräsern sowie einer Ausschabevorrichtung in wagerechter Lage zugeführt wird.
In der Zeichnung ist eine derartige Maschine dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. ι die Maschine in Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Ansicht der Maschine von der Antriebsseite aus,
Fig. 3 die Maschine nach dem Schnitt C-D in Fig. i, und
Fig. 4 dieselbe im Schnitt nach der Linie C-E in Fig. i. . ■
Das sich an den Ofen 1 anschließende, von den Ständern 2 und 3 gebildete Maschinengestell trägt die Gießformmäntel 7 sowie' sämtliche Triebwerke für die einzelnen Bewegungseinrichtungen. Von dem Elektromotor 5 wird unter Vermittlung des Schneckentriebwerkes 6 die im Maschinengestell gelagerte Hauptantriebswelle 4 in Umdrehung versetzt. Von dieser Haupfantriebswelle 4 zweigen sämtliche für den Betrieb der Maschine benötigten Nebentriebe ab. Der erste derselben ist der durch das Kettenrad 8, die Zahnkette 9 und das Kettenrad 10 gebildete Antrieb zur schrittweisen Schaltung der Gießformmäntel 7, die dadurch erreicht wird, daß an dem sich ständig drehenden Kettenrad 10 ein einen Viertelkreis umschließendes Zahnsegment 12 sitzt, welches mit dem auf der Schaltwelle 11 befestigten Vollzahnrad 13 nur zeitweise in Eingriff kommt und dabei letzteres und damit die Welle 11 immer nur um 90° verdreht. Zahnketten oder ähnliche Übertragungseinrichtungen sind gewählt worden, um jeden Schlupf und damit jede Änderung der gegenseitigen Bewegungsverhältnisse zu vermeiden. Auf die Schaltwelle 11 sind Sternräder
14 aufgekeilt, denen die Weiterschaltung der Gießformmäntel 7 zufällt. Diese Gießformmäntel 7 sind in den Gestellständern 2 und 3 derart verschiebbar gelagert, daß sie mittels der Tragbolzen 15, 16, 17 in in die Ständer 2 und 3 eingearbeitete Kurvenbahnen eingreifen. Werden die Gießformmäntel 7 durch die Arme der Sternräder 14, die sich gegen die Tragbolzen
15 legen, bewegt, so gleiten sie, entsprechend dem Teil der Kurvenbahn, in welchem sie sich gerade befinden, vorwärts. Steht beispielsweise
ein Gießformmantel in der Höchststellung (Fig. i) und wird er durch die Sternräder 14 im Sinne des Pfeiles weiterbewegt, so heben seine Tragbolzen 15 infolge der an ihnen sitzenden Nasen 18 die Klappen 19 in die Höhe und gleiten in den dadurch freigegebenen Teilen 21 der Kurvenbahn abwärts. Die Bolzen 17 gleiten in den Teilen 20 der Kurvenbahnen weiter und gelangen, da sie die Klappen 19 nicht zu heben vermögen, in die Teile 22 der Kurvenbahnen. Die Bolzen 16 hingegen finden ihre Führung in den Kurven 24 und gleiten um die Nasen 25 ihren Endstellungen zu. In der Endstellung angelangt, wird der Gießformmantel 7 durch später näher erläuterte Einrichtungen an den Kern 26 angepreßt und nach vollendetem Guß durch dieselben Einrichtungen wieder an die Sternräder 14 weitergegeben, indem die Bolzen 15 in den Kurvenbahnen 27 in die Kreiskurve 20 zurückgleiten. Die Bolzen 17 finden hierbei die Klappen 28 geschlossen und müssen deshalb ihren Weg durch die Kurven 23 nehmen, während die Bolzen 16 um die Nasen 25 in ihre Kurvenbahnen 24 zurückkehren.
Wenn der Gießformmantel 7 am Ende seiner Gleitbewegung gegen den Kern 26 hin angelangt ist, muß er noch, an denselben angepreßt und nach vollendetem Guß wieder losgebrochen und in die Kurvenbahnen 20 bzw. 24 zurückbefördert werden. Dies geschieht folgendermaßen : Auf der Hauptantriebswelle 4 sitzen zwei Kurvenscheiben 40 (Fig. Γ und 4), durch deren Kurvenbahnen 41 die bei 42 gelagerten doppelarmigen Hebel 43, 44 gesteuert werden.
An den Armen 44 dieser Hebel sind Gabeln 45 angeordnet, die die ihnen zugeführten Tragbolzen 15 erfassen und mittels derselben die Gießformmäntel 7 in ihre Arbeitsstellung bringen. Den durch die doppelarmigen Hebel 43, 44 bewegten Tragbolzen 15 stehen in ihrer Arbeitsbahn die bei 46 gelagerten Winkelhebel 47 entgegen, welche die ihnen erteilten Bewegungen mittels · Stangen 48 auf Winkelhebel 49 übertragen, durch welche der Gießformmantel 7 unter Beanspruchung der Trag-. bolzen 17 vollends gegen den Kern geschoben wird (Fig. i).
Die beim Gießen erforderliche Anpressung des Gießformmantels 7 gegen den Kern 26 wird dadurch erzielt, daß am Kern 26 bei 50 gelagerte doppelarmige Hebel 51 mit ihren Gabeln 52 die Führungsbolzen 16 erfassen und sie infolge der Schlitzführung der Gabeln 52 fest - gegen den Kern 26 ziehen. Ihre Bewegung erhalten die Hebel 51 durch Stangen 53, die mittels der Winkelhebel 54 an die am Ofen sitzende Welle 55 angelenkt sind, die ihrerseits durch einen von der Kurvengleitführung 56 gesteuerten, mit ihr verkeilten Hebel 57 in schwingende Bewegungen versetzt wird (Fig. 1 und 2). Die die Kurvenführung 56 tragende Scheibe sitzt auf einer durch Zahnketten 58 von der Hauptantriebswelle 4 aus getriebenen Welle 59.
Der Ofen 1 trägt einen Schmelzkessel 60, in 6g welchen der bei 61 gelagerte und um diesen Punkt schwenkbare, eine Gießpumpe in sich aufnehmende und einen Gießmund 62 besitzende Pumpenzylinder 63 eintaucht. Der Kolben 65 ist bei 64 geführt; er wird durch einen bei 67 gelagerten doppelarmigen Hebel 68 bewegt, der ebenfalls von einer auf der Welle 59 sitzenden Kurvenscheibe 66 gesteuert wird. Der Pumpenzylinder 63 muß vor jedem Guß mit seinem Gießmund 62 gegen die Gießöffnung 69 geschwenkt werden, was durch die mit der Welle 55 durch kurze einarmige^ Hebel 70 verbundenen Zugstangen 71 erfolgt.
Die gegossene Druckplatte muß zwecks Weiterbearbeitung aus dem in die Tiefstellung geleiteten Gießformmantel entnommen und anderen Bearbeitungsmaschinen zugeleitet werden. Das Ausheben der Druckplatte 72 (Fig. 1) erfolgt durch einen Hebebock 73, welcher, beim Hochgehen unter Vermittlung seiner Anschlagstifte 74 die in Schlitzführungen gleitenden Leisten 75 mitnimmt. Letztere bringen dann ihrerseits die Gießwinkel 34 und 35 durch an die Lappen 39 derselben stoßende Anschlagstifte 76 zum Umklappen, wodurch die Druckplatte 72 freigegeben wird und auf den mittlerweile seine Höchststellung einnehmenden Hebebock 73 fällt, der hierauf sofort wieder nach unten geht. Seinen Antrieb erhält der Hebebock 73 durch einen bei. 77 gelagerten doppel- 95 armigen Hebel 78, der auf die Tragsäule 79 einwirkt und von einer Kurbelscheibe 80 gesteuert wird. Diese Kurbelscheibe 80 sitzt auf ■ einer nur schrittweise geschalteten Welle 81, die durch ein Zahnsegment 82 und ein Stirnrad 83 mit der Hauptantriebswelle 4 in Verbindung steht (Fig. 4).
Die durch den Hebebock 73 ausgehobene Druckplatte 72 muß sodann zwecks Entfernung des Angusses und des schrifthohen Randes zwischen zwei Fräsern 84 hindurchgeführt werden, was durch einen Schieber 85 erfolgt. Dieser Schieber 85 wird mittels eines von der Hauptantriebswelle 4 abzweigenden Kegelrädergetriebes bewegt, von dem auf der sich ständig drehen- u0 den Welle 86 ein Kegelradsegment 87 sitzt, so daß der Schieber 85 nur dann bewegt wird, wenn das Kegelradsegment 87 mit dem Kegelrad 88 kämmt.
Die auf diese Weise .fortgeschobene Druck- u5 platte 72 passiert die Fräser 84, welche ebenfalls von der Welle 4 mittels Riementriebes 89 und Kegeltriebe 90 angetrieben werden. Nachdem die Druckplatte 72 durch die Fräser 84 bearbeitet worden ist, gelangt sie mit Unter-Stützung des Schiebers 85 in das Schabegehäuse 91. Sobald sie in demselben angelangt ist,

Claims (3)

  1. schaltet der die Maschine bedienende Arbeiter durch den Hebel 92 den Riementrieb 93 ein, wodurch das Schabemesser 94 die Innenseite der Druckplatte 72 genau auf den gewünschten Durchmesser bringt. Die hiermit fertiggestellte Druckplatte wird durch die nächstfolgende Platte aus dem Schabegehäuse ausgestoßen.
    Paten τ-Ansprüche:
    i. Gießmaschine für runde Stereotypplatten mit am Gießofen sitzendem Kern, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (26) mit dem gegen ihn bewegten Mantel (7) beim Guß wagerecht liegt, der Mantel nach dem Guß mit der gegossenen Platte, deren konkave Seite nach unten gekehrt, gesenkt, hierauf die Druckplatte mittels eines auf und ab bewegbaren Hebebockes (73) dem Mantel entnommen, gesenkt und alsdann in bekannter Weise durch einen Schieber (85) den das Abfräsen des Angusses und das Bearbeiten auf Schrifthöhe bewirkenden Fräsern sowie einer Ausschabevorrichtung in wagerechter Lage zugeführt wird.
  2. 2. Gießmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießformmäntel (7), welche in bekannter Weise mittels Führungsbolzen in in die Ständer (2, 3) der Maschine eingearbeiteten Nuten gehalten werden, durch eine Sternräder (14) tragende, schrittweise geschaltete Welle (11) zum und vom Kern geleitet werden und, sobald sie diesem gegenüberliegen, durch von Kurvenscheiben bewegte Hebelgestänge gegen diesen gepreßt und alsdann von ihm entfernt werden.
  3. 3. Gießmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Entnehmen der Druckplatten durch von Anschlagstiften (74) des Hebebockes (73) mitgenommene Leisten (75) erfolgt, die mit Anschlagstiften (76) an Lappen (39) der äußeren Gießwinkel (34, 35) stoßen und diese dadurch um ihre Achse (36) klappen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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