DE295020C - - Google Patents

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DE295020C
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DE
Germany
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plates
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clamping
stamp
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D17/00Caps for supporting mine roofs
    • E21D17/02Cantilever extension or similar protecting devices
    • E21D17/08Cap joints for obtaining a coal-face free of pit-props
    • E21D17/082Cap joints for obtaining a coal-face free of pit-props of sliding type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Finishing Walls (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abstützen des Hangenden in Bergwerken, das darin besteht, daß an einem oder auch gruppenweise an mehreren oder sämtlichen Stempein Träger, Platten, Balken o. dgl. Tragestücke angeklemmt werden. Das Wesentliche der Erfindung ist . ein derartiges Anklemmen der Träger, Platten, d. h. derjenigen Unterstützungsteile, auf welche die das Hangende tragenden Schienen gelegt sind, daß diese Träger usw. größere Gebirgsmassen tragen können, daß sie aber nachgeben können, wenn der Gebirgsdruck eine gewisse Grenze überschreitet. Der Vorgang des Nachgebens
*5 ist so zu verstehen, daß dabei immer noch ein hinreichendes Festhalten stattfindet, um ein gänzliches Hinabgleiten am Stempel zu verhindern. Hieraus ergibt sich der weitere Vorteil, daß trotz des Nachgebens der Träger die Stützung des Hangenden durch die nicht nachgebenden Stempel bestehen bleibt. Wenn die Träger o. dgl. infolge sehr großen Gebirgsdruckes nachgeben, so können sie also ein Stück abwärts rutschen nach Maßgäbe der sich senkenden Gebirgsmassen, bis die Spannung ausgeglichen ist. Dann aber verbleiben sie eine geraume Zeit in der neuen Lage. Aus der Tatsache, daß trotz des Herabrutschens die Stützung des Hangenden durch die Stempel gewahrt bleibt, und daß die Verbindung zwischen Stempel und Klemmen bestehen bleibt, folgt, daß die Klemm- oder Anpreßvorrichtungen der Träger o. dgl. — die zur Abkürzung im nachstehenden mit Ausbautragestücke bezeichnet seien — auch absichtlich vom Bergmann etwas gelöst und alsdann etwa mit Hilfe eines Hebels abwärts geschoben werden können, so daß der Ausbau entspannt wird. Dieses absichtliche geringe Lösen der Ausbautragestücke ist erstens nötig, wenn die vorzuschiebenden Verzugschienen so fest zwischen dem Hangenden und ihrem Auflager geklemmt worden sind, daß sie nicht mehr vorgeschoben werden können. Die Ausbautragestücke können dann etwa r cm tiefer in einer Höhe, wo der Gebirgsdruck vorläufig nicht mehr herabschiebend wirkt, wieder festgeklemmt werden. Zweitens ist das geringe Lösen der Ausbautragestücke und das etwas tiefere Anklemmen geboten, wenn sich z.B. die Träger infolge zu großen Druckes durchbiegen, der aber noch nicht ein Nachgeben des Ausbautragestückes zur Folge hat, was eintreten kann, sobald etwa die Klemmmittel zu fest angetrieben worden sind, wie es immerhin zweckmäßig sein kann. Die Vorgänge des absichtlichen geringen Lösens mit darauf folgendem, tieferem Anklemmen werden am besten mit »Nachstellen« bezeichnet. Während des Nachstellens wird also der Anpreßdruck von den Ausbautragestücken an die Stempel nur so weit verringert, daß ζ. Β. mit Hilfe eines Hebels der Halter tiefer gestellt und so die Spannung in den Ausbauteilen
wieder ausgeglichen wird. Dabei hat es der Bergmann in der Hand, sofort, wenn etwa das Ausbautragestück zu rasch abwärts gleiten will, die Klemmen fester anzutreiben oder anzuziehen, und zwar ganz nach seinem Ermessen. Hierin liegt der große Vorteil gegenüber anderen, zwar auch abnehmbaren, aber nicht in obigem Sinne nachstellbaren Einrichtungen.
ίο Zuletzt werden die Kiemmittel ganz gelöst und abgenommen, wenn der Ausbau wiedergewonnen werden soll. Dabei bietet wieder der Erfindungsgegenstand den Vorteil, daß das endgültige Lösen bzw. Abnehmen kein plötzlicher, sondern ein allmählicher Vorgang ist, bei dem jederzeit, wenn das Hangende nachbrechen will, eine Wiederbefestigung möglich ist.
Werden durch die angeklemmten Ausbautragestücke mehrere Stempel zu Gruppen miteinander verbunden, so ergibt sich der Vorteil, daß bei seitlichem Gebirgsschub, der sonst leicht einen einzelnen Stempel umwerfen kann, sich die versteiften Stempel gegenseitig Halt bieten.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur ■ Ausführung des Verfahrens in der Fig. 1 in der Seitenansicht und in der Fig. 2 in der Aufsicht.
Es ist der Fall gewählt, wo das Ausbautragestück an zwei Stempeln angeklemmt ist, so daß diese beiden Stempel gleichzeitig gegeneinander abgesteift sind und mit dem Träger ein dem Seitenschub widerstehendes Ganzes bilden.
Das Ausbautragestück besteht aus den Platten i, 2 und 3, von denen die Platte 1 so lang gewählt ist, daß sie sich an die beiden Stempel anlegt. Bei gegebener Plattenlänge können auch umgekehrt die Stempel danach gestellt werden. Zum Anklemmen der Platte 1 an die Stempel dienen die ihr gegenüberliegenden Platten 2 und 3. An der Berührungsstelle mit dem Stempel können die Platten eine der Stempelform angepaßte muldenförmige oder bogenförmige Gestalt erhalten. Die Verbindung der Platte 1 mit den Platten 2 und 3 kann natürlich in der verschiedensten Weise erfolgen. So können Schrauben vorgesehen werden, deren Spindeln durch Schlitze oder Löcher 4, 5, 6 und 7 in den Platten hindurchgesteckt werden. Statt durch Schrauben kann aber auch durch irgendwelche anderen, eine Klemmwirkung erzeugenden Einrichtungen, ζ. B. durch Keile, das gegenseitige Verbinden und Anziehen der Platten untereinander und das Anpressen der Platten an die Stempel erzielt werden.
Die Befestigung der Platten durch das Klemmittel geschieht in dem Maße, daß das Tragestück die auf ihm liegenden Schienen 10 trägt und einem nicht allzu großen Gebirgsdrucke noch widersteht, daß es aber am Stempel entlang gleitet, sobald der Gebirgsdruck größer wird. Infolge dieses Abwärtsgleitens des Tragestücks am Stempel wird ein Festklemmen der Vorsteckschienen 10 zwischen dem Hangenden und dem Tragestück nicht eintreten können und ein Verschieben meistens möglich sein. Um im Falle eines zu festen Anklemmens des Tragestückes am Stempel, welches das Abwärtsgleiten verhindern würde, dennoch ein Verschieben der jetzt festgeklemmten Vorsteckschienen zu ermöglichen, braucht nur vom Bergmann die Befestigungsvorrichtung etwas gelöst zu werden. Er kann sie dann, ohne zu befürchten, daß das Hangende hereinbricht, am Stempel ein wenig tiefer stellen. Natürlich muß beim Nachstellen eine gewisse Vorsicht beobachtet werden.
Die Platten liegen entweder, wie in der Zeichnung, gleich oder rechtwinklig zu dem Kohlenstoß 8. Im ersten Falle liegen die Vorsteckschienen 10 rechtwinklig, im zweiten gleich mit dem Stoß. Liegen sie, wie in der Zeichnung dargestellt, rechtwinklig zum Stoß, so können sie in dem Maße, wie der Stoß voranschreitet, vorgeschoben werden. Liegen die Tragestücke rechtwinklig und die Schienen gleich mit dem Stoß, so können noch etwa auf diesen Schienen liegende Ausbauteile gegen den Stoß vorgeschoben werden. Die Stangen oder Schienen 10 sind zweckmäßig so lang, daß jede auf mindestens zwei Tragestücken ruht.
Falls zum Anklemmen Schrauben verwandt werden, geschieht das Abnehmen des Halters zweckmäßig in der Weise, daß die in den offenen Schlitzen 5 und 7 liegenden Schraubenspindeln nach ihrer Lösung aus diesen Schlitzen seitlich herausgeschoben werden. Die Schrauben in den Löchern 4 und 6 werden nur gelockert. Der Halter kann dann durch eine Bewegung nach links von den Stempeln abgenommen werden, ohne daß er etwa ganz auseinandergenommen zu werden braucht.
Fällt die Verbindung von zwei oder mehr Stempeln durch das gemeinsame Klemmstück 1 fort, so erhält man einzelne, für sich allein stehende Stempel mit nur kurzen Klemmstücken, bestehend aus zwei kurzen Platten von der Länge der Platten 2 und 3. Da diese immer noch zwei- bis dreimal so breit sind wie die Stempel, bilden sie Kragstücke, auf welche die Ausbauteile gelegt werden können. Die auf diesen Kragstücken lose aufliegenden Stangen oder Schienen können wieder gleich oder rechtwinklig zum Kohlenstoß gerichtet sein.

Claims (2)

  1. . Patent-Ansprüche:
    ι. Verfahren zum Abstützen des Hangenden in Bergwerken, dadurch gekennzeichnet, daß an einem oder auch gruppenweise an mehreren oder sämtlichen Stempeln Träger, Platten, Balken o. dgl. (i) angeklemmt werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger o. dgl. (i) durch Klemmstücke und Schrauben an einem oder mehreren Stempeln unter starkem Gebirgsdruck nachgiebig angeklemmt sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT295020D Active DE295020C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE749216C (de) * 1941-11-26 1944-11-17 Tuerstockverbindung mittels Kappschuhe fuer den Grubenausbau
DE851036C (de) * 1942-04-10 1952-09-29 Gutehoffnungshuette Oberhausen Grubenstempel mit am Innenstempel angeordneter Konsole
DE1016208B (de) * 1954-10-20 1957-09-26 Hermann Schoettker Streckenausbau mit Unterzuegen
DE973606C (de) * 1944-01-27 1960-05-19 F W Moll Soehne Maschinenfabri Strebausbau mit Kappen und Stempeln

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE749216C (de) * 1941-11-26 1944-11-17 Tuerstockverbindung mittels Kappschuhe fuer den Grubenausbau
DE851036C (de) * 1942-04-10 1952-09-29 Gutehoffnungshuette Oberhausen Grubenstempel mit am Innenstempel angeordneter Konsole
DE973606C (de) * 1944-01-27 1960-05-19 F W Moll Soehne Maschinenfabri Strebausbau mit Kappen und Stempeln
DE1016208B (de) * 1954-10-20 1957-09-26 Hermann Schoettker Streckenausbau mit Unterzuegen

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