DE295158C - - Google Patents

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DE295158C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C8/00Filling stations for steam- or pneumatic-accumulator locomotives or motor railcars

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Cleaning By Liquid Or Steam (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 295158 KLASSE 13 e. GRUPPE 6. ■
OTTO KRAUSE in ELBERFELD
und FRIEDRICH WERNER in ALTENA, Westf.
Vorrichtung zum Auswaschen und Füllen von Lokomotivkesseln.
Zusatz zum Patent 294548.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. April 1914 ab. Längste Dauer: 10.Oktober 1928.
Die Erfindung betrifft eine Ausführungsform einer Vorrichtung zum Auswaschen und Füllen von Lokomotivkesseln gemäß dem Verfahren nach Patent 294548, Das wesentliche Merkmal besteht darin, daß das Füllwasser durch das abgeblasene heiße Lokomotivwasser in zwei oder mehreren Gefäßen angewärmt wird, die bei jedem Auswaschen immer abwechselnd derart umgeschaltet werden, daß die bei dem Abblasen einer Lokomotive vorhandene Wäime nicht teilweise in Dampfform verloren geht, sondern in weitgehendstem Maße für das Füllen der nächstfolgenden Lokomotive nutzbar gemacht wird, und daß gleichzeitig hierbei auch das Abblasewasser in dem zweiten Gefäß bis auf eine Temperatur abgekühlt werden kann, die eine Verwendung des Wassers als Ausspritzwasser ohne jede Gefahr für das Bedienungspersonal gestattet.
Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Warmwasser auswasch- und Füllvorrichtung für Lokomotiven gemäß der Erfindung schematisch dargestellt. Die Wirkungsweise ist wie folgt:
Nach Bereitstellung auf dem Auswaschstande wird die Lokomotive bei mäßig hohem Dampfdruck abgelassen; die Ablaßgeschwindigkeit wird durch größere oder kleinere Öffnung des Vierweghahnes A nach Bedarf derart geregelt, daß eine möglichst weitgehende Abgabe von Wärme stattfinden kann. Der Dampfdruck drückt das heiße Kesselwasser nacheinander durch die Heizschlangen der mit Frischwasser gefüllten Behälter I. und II in den mit einem Entlüftungshahn E versehenen Sammelbehälter III, von welchem das Wasser zum Ausspritzen des Lokomotivkessels entnommen wird. Vor Eintritt in den Kessel III wird dem Abblasewasser gemäß der Erfindung die überschüssige Wärme so weit entzogen, daß es eine für das Bedienungspersonal ungefährliche Temperatur von ungefähr 60 bis 65° erhält.
Dies geschieht in folgender Weise :
In den Frischwasserbehälter I, dessen Heizschlange das heiße Kesselwasser zuerst durchfließt, wird stets ebensoviel Wasser gefüllt, wie der Wasserinhalt der auszuwaschenden Lokomotive L beträgt. Dieses angewärmte Frischwasser reicht dann zum Füllen der ausgewaschenen Lokomotive gerade aus.
Das aus dem Lokomotivkessel kommende Wasser hat aber nach dem Austritt aus der ersten Heizschlange eine für das Ausspritzen noch immer zu hohe Temperatur, weil der Wärmeaustausch höchstens bis zu gleicher Temperatur des heizenden und des geheizten Wassers getrieben werden kann.
Das noch zu heiße Kesselwasser wird hierauf durch die Heizschlange des Behälters II geführt, wobei die zu erwärmende Wassermenge dieses zweiten Behälters so bemessen wird, daß nunmehr die zum Ausspritzen gefahrlose Temperatur von etwas über 60° gewonnen wird.
Die im zweiten Behälter noch über das erforderliche Füllwasser hinaus gewonnene Warmwassermenge kann beliebig verwertet werden;
L-,
vorteilhaft ist es, die Temperatur des Füllwassers der nächstfolgenden auszuwaschenden Lokomotive damit zu erhöhen, indem der Behälter II nach vollständiger Auffüllung und erfolgter Umschaltung des Vierweghahnes A in die Stellung 3 zuerst von dem heißen Ablaßwasser der nächsten Lokomotive angewärmt wird. War also z. B. beim Ablassen der ersten Auswaschlokomotive der Weg des Kesselwassers durch die Behälter I, II, III, so geht er beim nächsten Auswaschen der Reihe nach durch II, I, III und so fort immer abwechselnd weiter. Befindet sich der Vierweghahn A in der Stellung 2 und der Dreiweghahn C der Druckluftleitung in Stellung 2, und ist der Hahn B in der Ausspritzleitung geöffnet, so wird das im Kessel III aufgefangene Wässer von unge·. fähr 60 ° unter den Druck der Preßluft gesetzt und zum Ausspritzen der Lokomotive unter Benutzung eines ,Spritzschlauches: verwendet. Da wegen des hohen Druckes, mit dem das Ausspritzen des Kessels vor sich geht, nur ungefähr die Hälfte des aufgefangenen Wassers verbraucht wird, so bleibt auch hier noch ein Rest heißen Wassers übrig, der für andere Zwecke verfügbar bleibt (z. B. Reinigen des Fahrgestells der Lokomotiven, des Lokomotivschuppenfußbodens, der Kanäle usw.). Steht der Vierweghahn A in der Stellung 2 und ist Hahn B geöffnet, so kann auch das abgelassene Kesselwasser direkt in den Kessel III eintreten, ohne die Heizschlange zu berühren, und kann ebenso schnell mit Hilfe von Druckluft wieder in den Lokomotivkessel zurückgedrückt werden. Hierdurch ist es möglich, schnell kleinere Kesselreparaturen auszuführen, wie das Dichten von Luken, Einschleifen von Hähnen u. dgL, ohne die Lokomotive auf längere Zeit, wie es bisher üblich war, dem Betriebe zu entziehen.
Diese letztere Maßnahme des unmittelbaren Wasserüberganges aus der Lokomotive in den Kessel III wird jedoch zur Vermeidung der durch die Druckentlastung (Entlüftungshahn E geöffnet) auftretenden Wärme Verluste nur in ganz eiligen Fällen angewendet; anderenfalls geht auch hier das Wasser durch die Heizschlangen. Der Sammelkessel III erhält unten eine besondere spitze Form; dieser Teil des Kessels wird mit großkörnigem Sand oder einer anderen körnigen Masse aus geeignetem Stoff gefüllt, um von hier aus durch die Auswaschleitung mitgerissen zu werden und die Lösung des -Kesselsteins zu beschleunigen. Zu diesem Zweck muß der Sand ständig aufgerührt werden. Dies geschieht, indem man entweder das Luftzuführungsrohr bis in den unteren Teil des Kessels führt (vgl. Sammelbehälter III in Fig. 1) oder indem man die Luft zu einem Motor (Luftturbine o. dgl.) führt, der auf dem Ausspritzrohr sitzt und eine Rührvorrichtung bewegt (vgl. Fig. 2). Die Rührvorrichtung besteht aus einer Blechscheibe S, die zwischen sich und dem Mantelblech des Kessels III noch einen gewissen Spielraum läßt. Auf dieser Blechscheibe bleibt der Sand oder die körnige Masse beim Einfüllen in den Kessel liegen. Sobald die Rührvorrichtung durch die eintretende Luft in Drehung versetzt wird, werden die Körner durch die Zentrifugalkraft nach außen gegen die Kesselwand geschleudert und damit in dem Ausspritzwasser herumgewirbelt, mit dem sie dann durch den gleichzeitig im Kessel auftretenden Luftdruck durch die Ausspritzleitung mitgerissen werden.
Nach Beendigung des Auswaschens ist der Kessel III mit einer gewissen Menge Druckluft gefüllt, die zur Erzeugung des für das Ausspritzen erforderlichen Druckes gedient hat. Diese Luft von ziemlich hoher Spannung wird nun-weiter noch dazu benutzt, das in dem Kessel I oder II angewärmte Füllwasser schnell in den Lokomotivkessel zu drücken. Hierzu wird Dreiweghahn C in die Stellung 3 ge-. bracht und Dreiweghahn D in die Stellung 2 ,oder 3 gebracht und einer der Hähne F geöffnet; die Hähne A und B bleiben geschlossen.
Nach Beendigung des Füllens wird schließlich die in den Kesseln I oder II zurückbleibende Preßluft noch zum Anfachen des Feuers beim Anheizen der Lokomotiven benutzt.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Vorrichtung zum Auswaschen und Füllen von Lokomotivkesseln gemäß dem Verfahren nach Patent 294548, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere mit Heizschlangen versehene Behälter vorgesehen sind, in denen das Füllwasser durch das Ausblasewasser erwärmt wird und die bei jedem Auswaschen abwechselnd umge^ schaltet werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausspritzkessel (III) zur Aufnahme von Sandkörnern oder einer anderen körnigen Masse eine am unteren Ende kegelförmig zulaufende Form erhält, und daß das zur Zuführung von Preßluft dienende Rohr bis in diesen besonders geformten Teil geführt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Ausspritzen dienende Preßluft zuerst in einen Motor (Luftturbine 0. dgl.) geführt wird, der eine auf dem Ausspritzrohr selbst sitzende Rühr-Vorrichtung in Umdrehung versetzt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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