DE295228C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R11/00—Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
- G01R11/56—Special tariff meters
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- G—PHYSICS
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- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die neue Einrichtung ermöglicht es, die Hochspannungsenergie des Transformators,
gegebenenfalls einschließlich der Kupferverluste in einer zum Transformator führenden
Hochspannungsleitungsstrecke von der Niederspannungsseite des Transformators aus zu
bestimmen. Sie dient damit zur Befriedigung eines Bedürfnisses der Meßtechnik, das mit
den Überlandzentralen entstanden ist.
Wenn eine solche Zentrale einer entfernten Ortschaft elektrische Energie liefert, z. B.
durch eine Hochspannungsleitung und einen Transformator, an dem das Ortsnetz angeschlossen
ist, so wird dem Ortsnetz die Ener-
*5 gie zugeführt, die durch einen Elektrizitätszähler
auf der Niederspannungsseite des Transformators gemessen werden kann. Die Zentrale muß aber eine größere Energie aufwenden,
um dem Ortsnetz diese Energiemenge zuzuführen. Der Mehraufwand geht im
Transformator und in der Hochspannungsleitung verloren.
Da dieser Mehraufwand von der Benutzung des Ortsnetzes unzertrennlich ist, so erscheint
eine Art der Abrechnung zwischen der Zentrale und dem Besitzer des Ortsnetzes, dem Abnehmer, gerechtfertigt, bei der die
Transformatorverluste und gegebenenfalls auch die Verluste in der Hochspannungsleitung
zu Lasten des Abnehmers gehen.
Um für diese Abrechnung die Unterlagen zu schaffen, könnte man einen Zähler auf der
Hochspannungsseite des Transformators oder, wenn die Leitungsverluste mit bestimmt.wer-.
■den sollen, am Anfang der Hochspannungsleitung
einbauen. Das letztere hätte schon den Nachteil, daß es dem Abnehmer sehr erschwert
wäre, sich fortlaufend über seinen Energiebezug zu unterrichten. In beiden Fällen müßte man zum Betrieb des Zählers
Meßtransformatoren benutzen; sie würden Kosten verursachen, die Anlage verwickelter
und jedenfalls nicht betriebssicherer machen.
Alle diese Nachteile lassen sich vermeiden, wenn man nach vorliegender Erfindung auf
der Niederspannungsseite des der Einfachheit halber als Einphasentransformator gedachten
Transformators neben dem Zähler zur Bestimmung der Energie, die der Transformator auf
seiner Niederspannungsseite abgibt (Nieder-Spannungsenergie), noch einen Zähler der aus
Patent 243599 der Klasse 21 e bekannten Art
einschaltet. Einem solchen Zähler kann man in Analogie zu den Bezeichnungen »Amperestundenzähler,
Wattstundenzähler« anderer Zählerarten, die Bezeichnung »Amperequadratstundenzähler«
geben.
Der Amperecjuadratstundenzähler wird erfindungsgemäß
so eingeschaltet, daß er von dem sekundären Belastungsstrom des Transformators beeinflußt wird. Er zeigt dann das
Zeitintegral des Quadrates des sekundären Belastungsstromes an.
Die Eignung eines solchen Zählers für den oben angegebenen Zweck ergibt sich aus folgender
Überlegung. Die Verluste in dem Transformator zerfallen in Eisenverluste und
Kupferverluste. Die Eisenverluste hängen von
der Spannung- ab und sind praktisch unveränderlich, sie sind also auf Grund einer einfachen
Prüfung des Transformators für jede beliebige Zeit leicht zu berechnen, wenn der
Transformator während dieser Zeit dauernd an der Hochspannungsleitung gelegen hat. Bei
zeitweiliger Abschaltung kann man die Benutzungsdauer des Transformators mit einem
Zeitzähler bestimmen und damit dann die
ίο Eisenverluste in Kilowattstunden berechnen.
Für die obengenannte Abrechnung bedarf es also noch einer Bestimmung der Kupferverluste
in dem Transformator und gegebenenfalls in1 der Hochspannungsleitung. Diese
Kupferverluste sind dem Quadrat der Verbrauchsstromstärke auf der Niederspannungsseite des Transformators annähernd proportional,
da, vom Leerlaufstrom und vom Ladestrom der Leitung abgesehen, der Strom in der Hochspannungswicklung des Transformators
und in der Leitung dem Verbrauchsstrom in der Niederspannungswicklung proportional
ist. Kennt man also das Zeitintegral des Quadrates der Verbrauchsstromstärke niederspannungsseitig, so braucht man diese
Zahl nur mit dem mittleren Wert des für die Niederspannungsseite umgerechneten Gesamtwiderstandes
vom Anfang- der Hochspannungsleitung bis zu den Sekundärklemmen des Transformators zu multiplizieren, um die
Kupferverluste in Kilowattstunden zu erhalten. Bei der Ausführung des neuen Amperequadratstundenzählers
wird man zweckmäßig die Übersetzung zum Zählwerk so wählen, daß man gleich diese Kilowattstundenzahl ablesen
kann.
Für die neue Einrichtung kann der bekannte Amperequadratstundenzähler nach dynamometrischem
Prinzip benutzt werden. Zweckmäßig ist es jedoch, einen Amperequadratstundenzähler
nach Ferrarisprinzip zu verwenden, da ein solcher Zähler außerordentlich einfach und billig herzustellen ist. Alan
braucht nur einen vom Verbrauchsstrom erregten Triebmagneten mit unsymmetrischem
Feld (keilförmigen Luftspalt, seitlich sitzenden Kurzschlußring 0. dgl.) auf eine in festen
Lagern sich drehende Triebscheibe, die ein Zählwerk antreibt, einwirken zu lassen.
Es kann unter Umständen erwünscht sein, die Angaben des Amperequadratstundenzählers
und die Ang-aben des gewöhnlichen Verbrauchsmessers für das Ortsnetz an einem einzigen
Zifferblatt abzulesen. Man kann für diesen Zweck den Verbrauchsmesser und den Amperequadratstundenzähler über ein Differentialgetriebe
o. dgl. ein Zählwerk antreiben lassen.
Da bei einem Mehrphasentransformator der sekundäre Belastungsstrom aus mehreren im
allgemeinen ungleichen Teilströmen besteht, so wird man entsprechend den mehrgliederigen
Formeln für die Kupferverluste eines solchen Transformators und in Analogie zu den
Verbrauchsmessern für Mehrphasenstromkreise auch einen Amperequadratstundenzähler
mit mehreren auf ein gemeinsames Zählwerk einwirkenden messenden Systemen verwenden.
Claims (2)
1. Einrichtung zum Bestimmen der Hochspannungsenergie eines Transformators,
gegebenenfalls einschließlich der Kupferverluste einer zum Transformator führenden
Hochspannungsleitungsstrecke, von der Niederspannungsseite des Transformators aus, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Niederspannungsseite des Transformators neben dem Zähler zur Bestimmung
der Niederspannungsenergie des Transformators ein besonderer, vom Belastungsstrom
der Niederspannungsseite beeinflußter Amperequadratstundenzähler zur Bestimmung der Kupferverluste des
Transformators, gegebenenfalls einschließlich der Kupferverluste in einer zum Transformator
führenden Hochspannungsleitungsstrecke, vorhanden ist, zweckmäßig mit solcher Übersetzung zwischen seinem
Triebwerk und seiner Anzeigevorrichtung, daß die Kupferverluste gleich in Energieeinheiten
ablesbar sind.
2. Eine Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Angaben des Zählers zur Bestimmung der Niederspannungsenergie des Transformators und die Angaben des
Amperequadratstundenzählers mechanisch summiert werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE295228C true DE295228C (de) |
Family
ID=549725
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT295228D Active DE295228C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE295228C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1132654B (de) * | 1959-04-08 | 1962-07-05 | Bbc Brown Boveri & Cie | Messanordnung zum Messen der induzierten Leistung bei Induktionsoefen oder anderen induktiven Erhitzungs-einrichtungen |
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- DE DENDAT295228D patent/DE295228C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1132654B (de) * | 1959-04-08 | 1962-07-05 | Bbc Brown Boveri & Cie | Messanordnung zum Messen der induzierten Leistung bei Induktionsoefen oder anderen induktiven Erhitzungs-einrichtungen |
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