DE2952946C2 - Maschine zum Aufrauhen des Schaftzwickrandes einer Schuheinheit - Google Patents

Maschine zum Aufrauhen des Schaftzwickrandes einer Schuheinheit

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DE2952946C2
DE2952946C2 DE19792952946 DE2952946A DE2952946C2 DE 2952946 C2 DE2952946 C2 DE 2952946C2 DE 19792952946 DE19792952946 DE 19792952946 DE 2952946 A DE2952946 A DE 2952946A DE 2952946 C2 DE2952946 C2 DE 2952946C2
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DE19792952946
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Michael M. Nashua N.H. Becka
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International Shoe Machine Corp
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D37/00Machines for roughening soles or other shoe parts preparatory to gluing
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B1/00Manufacture of leather; Machines or devices therefor
    • C14B1/44Mechanical treatment of leather surfaces
    • C14B1/48Roughening

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  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Aufrauhen des Schaftzwickrandes einer Schuheinheit gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Die DE-OS 26 50 079 (US-PS 40 90 378) veranschaulicht eine Maschine zur Bearbeitung einer Schuheinheit, welche einen Leisten aufweist, an dessen Boden eine Brandsohle angeordnet und über den ein Schuhschaft gezogen ist, wobei der Zwickrand des Schuhschaftes an dem Boden der Brandsohle derart befestigt ist, daß der Schaftzwickrand und die Brandsohle den Boden der Schuheinheit bilden. Die Maschine dient zum Aufrauhen des Schaftzwickrandes. Der Boden der Schuheinheit weist zwei im Abstand zueinander stehende, im wesentlichen ebene und flache Endbereiche auf, die von einem Fersenbereich (Fersensitz) und einem Spitzenbereich (Vorfußteil) gebildet sind, sowie einen Gewölbe- oder Gelenkbereich zwischen diesen beiden Endbereichen, wobei die drei genannten Bereiche in verschiedenen Ebenen liegen. Die Maschine enthält folgende Elemente: einen die Schuheinheit mit dem Schuhboden nach oben weisend zu unterstützenden Schuhträger, der längs eines nach oben zu konkaven Bewegungsweges schwenkbar gelagert ist; ein oberhalb der Schuheinheit angeordnetes Aufrauhwerkzeug; eine Einrichtung, um das Aufrauhwerkzeug elastisch nach unten gegen die Schuheinheit abzudrücken; und eine Einrichtung, um die Schuheinheit derart zu bewegen und die Stellung des Aufrauhwerkzeuges derart einzujustieren, daß der Schaftzwickrand von einem Ende des Bodens der Schuheinheit zu dem anderen Ende des Bodens der Schuheinheit an dem Aufrauhwerkzeug vorbeigeführt und von diesem aufgerauht wird, wobei ein erster Endbereich, der Gewölbe- oder Gelenkbereich und der zweite Endbereich des Bodens der Schuheinheit an dem Aufrauhwerkzeug vorbeibewegt werden.
  • Bei der bekannten Maschine wird der Schuhträger zunächst um 180° um eine Vertikalachse gedreht, um damit einen ersten Endbereich des Schaftzwickrandes an dem Aufrauhwerkzeug vorbeizuführen; er wird sodann zur Vorbeiführung einer Seite des Schaftzwickrandes an dem Aufrauhwerkzeug horizontal linear bewegt; anschließend wird er wiederum um 180° um die Vertikalachse gedreht, um damit den zweiten Endbereich des Schaftzwickrandes an dem Aufrauhwerkzeug vorbeizubewegen, worauf sich wiederum eine horizontale lineare Bewegung anschließt. Während dieser ersten linearen Horizontalbewegung hält der Schuhträger den ersten Endbereich der Schuheinheit in einer horizontalen Ebene, wobei im Verlaufe dieser Linearbewegung die Schuheinheit längs des nach oben zu konkaven Bewegungsweges derart verschwenkt wird, daß der zweite Endbereich der Schuheinheit während seiner Drehbewegung sodann ebenfalls in einer horizontalen Ebene liegt. Der Sinn der Maßnahme, die beiden Endbereiche der Schuheinheit während ihrer Verdrehung jeweils in einer horizontalen Ebene zu halten ist der, zu gewährleisten, daß das Aufrauhwerkzeug auf den Schaftzwickrand in immer gleichem Abstand von dessen Außenumriß einwirkt.
  • Wegen des in mehreren Ebenen liegenden Aufbaus des Bodens der Schuheinheit sind Teile des Schuhbodens bei ihrer Vorbeibewegung an dem Aufrauhwerkzeug schräg nach oben bzw. nach unten zu geneigt. Es ist nun zweckmäßig, daß der Schaftzwickrand an dem Aufrauhwerkzeug mit gleichmäßiger Geschwindigkeit vorbeibewegt wird, um sicherzustelen, daß das Aufrauhwerkzeug auch eine gleichmäßige Aufrauhung des Schaftzwickrandes bewirkt. Wegen der elastischen, nach unten zu gerichteten Anpressung des Aufrauhwerkzeuges an den Schaftzwickrand besteht aber die Gefahr, daß bei der Vorbeibewegung eines nach oben oder nach unten zu geneigten Zwickrandbereiches an dem Aufrauhwerkzeug die Relativgeschwindigkeit des Zwickrandbereiches zu dem Aufrauhwerkzeug verringert bzw. erhöht wird.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, ein gleichmäßiges Aufrauhen des Schaftzwickrandes bei der Vorbeibewegung an dem Aufrauhwerkzeug zu erzielen.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe ist die eingangs genannte Maschine durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gekennzeichnet.
  • Bei dieser Aufrauhmaschine ist die Anordnung derart getroffen, daß der Schuhträger längs eines nach oben zu konkaven Bewegungsweges zusätzlich in eine dritte Stellung verstellbar ist, in der der Gewölbe- oder Gelenkbereich des Schuheinheitsbodens in einer im wesentlichen horizontalen Ebene liegt. Dadurch, daß alle Bereich des Schaftzwickrandes bei der Vorbeibewegung an dem Aufrauhwerkzeug jeweils in einer im wesentlichen horizontalen Ebene liegen, ist eine gleichmäßige Aufrauhung des Schaftzwickrandes durch das Aufrauhwerkzeug gewährleistet.
  • Eine Weiterbildung der neuen Maschine ist Gegenstand eines Unteranspruches.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigt
  • Fig. 1 eine Aufrauhmaschine gemäß der Erfindung in einer Vorderansicht,
  • Fig. 2 und 3 die Maschine nach Fig. 1 in Seitenansichten längs der Linie 2-2 bzw. 3-3 der Fig. 1,
  • Fig. 4 den Antriebsmechanismus eines Drehtisches der Maschine nach Fig. 1 in einer Seitenansicht,
  • Fig. 5 die Anordnung nach Fig. 4, geschnitten längs der Linie 5-5 der Fig. 4 in einer Seitenansicht,
  • Fig. 6 den Schuhträger und einen Schlitten sowie eine Wiege zur Halterung des Schuhträgers der Maschine nach Fig. 1 in einer Seitenansicht,
  • Fig. 7 die Anordnung nach Fig. 6 in einer Draufsicht längs der Linie 7-7 nach Fig. 6,
  • Fig. 8 die Anordnung nach Fig. 6, geschnitten längs der Linie 8-8 der Fig. 6 in einer Seitenansicht,
  • Fig. 9 eine auf den Schuhträger der Maschine nach Fig. 1 aufgesetzte Schuheinheit in einer Seitenansicht,
  • Fig. 9A die Schuheinheit in einer Ansicht längs der Linie 9A-9A der Fig. 9,
  • Fig. 10 die Schuheinheit nach Fig. 9 bei der Bearbeitung durch das Aufrauhwerkzeug im Querschnitt in einer Seitenansicht und
  • Fig. 10A die Anordnung nach Fig. 10 in einer Ansicht längs der Linie 10A-10A der Fig. 10 sowie im Ausschnitt.
  • Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Maschine weist einen Schuheinheits-Halterungsteil 10 und einen Werkzeugteil 12 auf, der hinter dem Schuheinheits-Halterungsteil 10 angeordnet ist.
  • Aus den Fig. 1 bis 5 ist zu ersehen, daß der Schuheinheits-Halterungsteil 10 über einen ortsfesten Sockel 14 verfügt. Auf einer Welle 18, die drehbar auf einem in dem Sockel 14 verankerten Gehäuse 20 gelagert ist, ist ein Drehtisch 16 befestigt. Auf der Welle 18 ist ein Ritzel 22 drehbar gelagert, das mit einer Zahnstange 24 in Eingriff steht. Die Zahnstange 24 ist an der Kolbenstange 26 eines pneumatischen Schubkolbenmotors 28 befestigt. Mit der Welle 18 und dem Ritzel 22 ist eine einsinnig wirkende Kupplung 30 derart verbunden, daß eine nach links gerichtete Bewegung (Fig. 4) der Zahnstange 24 durch den Schubkolbenmotor 28 eine Verdrehung um 180° der Welle 18 und des Drehtisches 16 hervorruft, während eine nach rechtsgerichtete Bewegung (Fig. 4) der Zahnstange 24 durch den Motor 28 keine Verdrehung der Welle 18 oder des Drehtisches 16 bewirkt.
  • Die Fig. 1 bis 3, 6 und 7 zeigen, daß auf dem Drehtisch 16 ein Schlitten 32 in einer Horizontalebene zwischen zwei Endstellungen auf dem Drehtisch 16 mittels an dem Schlitten 32 vorgesehener Führungsbuchsen 34 hin- und herbeweglich gelagert ist, die auf Stangen 36 verschieblich geführt sind, welche an dem Drehtisch 16 befestigt sind. Die Kolbenstange 40 eines pneumatischen Schubkolbenmotors 38 ist an einem Fortsatz 42 des Schlittens 32 befestigt, um die hin- und hergehende Horizontalbewegung des Schlittens 32 längs des Drehtisches 16 zu erzeugen.
  • In im Abstand angeordneten, gekrümmten, nach oben zu konkaven Führungselementen 44 des Schlittens 32 (vergl. Fig. 6, 8) ist eine Wiege 46 längs der Führungselemente 44 auf einem gekrümmten Bewegungsweg verschieblich mittels an den Führungselementen 44 vorgesehener Rollen 48 gelagert, die in bogenförmige Nuten 50 der Wiege 46 eingreifen.
  • Aus Fig. 7 ist zu ersehen, daß die Kolbenstange 52 eines pneumatischen Schubkolbenmotors 54 an einen Fortsatz 56 der Wiege 46 angelenkt ist. Das der Kolbenstange 52 abgewandte Ende des Schubkolbenmotors 54 ist schwenkbar an einem Ende einer Lasche 58 befestigt. Das andere Ende der Lasche 58 ist an der Kolbenstange 60 eines pneumatischen Schubkolbenmotors 62 angelenkt. Das Kopfteil des Schubkolbenmotors 62 ist schwenkbar an einem Ansatz 64 des Schlittens 32 gelagert.
  • Auf der Wiege 46 ist eine Säule 66 mit einem nach oben vorragenden Leistenstift 68 angeordnet. Außerdem ist an der Wiege 46 ein ein oben vorragendes Spitzenkissen 72 tragender Ständer 70 befestigt. Der Leistenstift 68 und das Spitzenkissen 72 sind in der Längsrichtung der Wiege 46 im Abstand zueinander angeordnet, sie bilden gemeinsam einen Schuhträger.
  • Aus den Fig. 1 bis 3 ist zu entnehmen, daß der Werkzeugteil 12 der Maschine ein Aufrauhwerkzeug in Gestalt einer umlaufenden Drahtbürste 74 aufweist. Ein Zwickrandfühler in Gestalt zweier Gabelzinken 76 ist auf beiden Seiten der Drahtbürste 74 angeordnet, während ein Seitenfühler 78 unterhalb des Zwickrandfühlers 76 vorgesehen ist. In der in der US-PS 40 20 660 erläuterten Weise gilt:
    • a) Die Drahtbürste 74, der Zwickrandfühler 76 und der Seitenfühler 78 sind gemeinsam höhen- und vorwärts- rückwärtsverstellbar gelagert und
    • b) das Werkzeug 74 ist bezüglich des Zwickrandfühlers 76 und des Seitenfühlers 78 höhenbeweglich gelagert.

  • Im Leerlaufzustand der Maschine gilt folgendes: Die Kolbenstange 26 ist in den Schubkolbenmotor 28 eingeschoben und der Drehtisch 16 steht still; die Kolbenstange 40 ist in den Schubkolbenmotor 38 zurückgezogen, womit der Schlitten 32 an einem Ende seines horizontalen Bewegungsweges längs des Drehtisches 16 gehalten ist; die Kolbenstange 52 ist in den Schubkolbenmotor 54 eingeschoben, während die Kolbenstange 60 in den Schubkolbenmotor 62 zurückgezogen ist, wie dies in Fig. 7 veranschaulicht ist; der Leistenstift 68 ist im wesentlichen auf die Achse der Drehbewegung des Drehtisches 16 um die Achse der Welle 18 ausgerichtet; und die Drahtbürste 74, der Zwickrandfühler 76 und der Seitenfühler 78 sind in einer jeweils hinteren und oberen Stellung gehalten, wobei die Drahtbürste 74 bzgl. des Zwickrandfühlers 76 und des Seitenfühlers 78 durch einen in der US-PS 40 20 660 beschriebenen Mechanismus angehoben ist.
  • Die Fig. 9, 9A zeigen eine Schuheinheit 82, die einen Leisten 84 mit einem darübergezogenen Schuhschaft 86 und einer am Leistenboden angeordneten Brandsohle 88 aufweist. Der Schuhschaft 86 ist gezwickt, so daß der Zwickrand 90 an der Brandsohle 88 anliegt und an dieser befestigt ist und sich von dem Umfang der Brandsohle 88 und des Leistenbodens aus nach innen erstreckt.
  • In der in der US-PS 40 20 660 näher beschriebenen Weise ist die Schuheinheit 82 auf dem Leistenstift 68 und dem Spitzenkissen 72 in der Stellung nach Fig. 9 abgestützt, wobei der Leistenstift 68 in das übliche Leistenstiftloch auf der obersten Seite des Fersenteiles des Leisten 84 eingreift und das Spitzenkissen 72 den Vorfußteil der Schuheinheit auf der Oberseite unterstützt. Zu diesem Zeitpunkt liegt der Fersenbereich 92 der Schuheinheit in einer im wesentlichen horizontalen Ebene, wobei der Gewölbe- oder Gelenkteil 94 des Bodens der Schuheinheit von der Ferse zur Spitze hin gerichtet nach oben zu ansteigt und der Vorfußteil oder Spitzenbereich 96 des Bodens der Schuheinheit von der Ferse zur Spitze zu gerichtet nach unten zu abfällt.
  • Das Aufrauhwerkzeug 74, der Zwickrandfühler 76 und der Seitenfühler 78 werden nun in der in der US-PS 40 20 660 näher beschriebenen Weise gemeinsam derart abgesenkt und vorbewegt, daß der Zwickrandfühler 76 am Schaftzwickrand 90 zur Anlage kommt, während der Seitenfühler 78 an der entsprechenden Seite der Schuheinheit 82 anliegt. Das Aufrauhwerkzeug 74 wird sodann bezüglich des Zwickrandfühlers 76 und des Seitenfühlers 78 weiter abgesenkt bis radial vorstehende Borsten 98 auf den Schaftzwickrand 90 zwischen den Zinken des Zwickrandfühlers 76 Eingriff nehmnen, wie dies in den Fig. 10, 10A veranschaulicht ist.
  • Anschließend wird der Schubkolbenmotor 28 betätigt, um zunächst seine Kolbenstange 26 nach links vorzuschieben und die Kolbenstange 26 sodann nach rechts zurückzuziehen wie dies in Fig. 4 dargestellt ist. Die nach links gerichtete Bewegung der Kolbenstange 26 bewirkt mittels der Zahnstange 24, des Ritzels 22, der einsinnig wirkenden Kupplung 30 und der Welle 18, daß der Drehtisch 16 sich um 180° um die Achse der Welle 18 dreht und damit den Schlitten 32, die Wiege 46 und die Schuheinheit 82 ebenfalls um 180° um einen Mittelpunkt verdreht, der im wesentlichen auf den Leistenstift 68 ausgerichtet ist und näherungsweise in dem mit 100 in Fig. 9A bezeichneten Krümmungsmittelpunkt des Fersenbereiches 92 des Bodens der Schuheinheit 82 liegt. Das Ergebnis ist, daß der Fersenbereich 92 des Schaftzwickrandes 90 an dem rotierenden Werkzeug 94 vorbeigeschwenkt wird und die Borsten 98 des Werkzeuges 94 den Schaftzwickrand 90 bei seiner Vorbeibewegung an dem Werkzeug 74 abschleifen oder aufrauhen.
  • Während der Vorbeibewegung des Fersenbereiches 92 des Schaftzwickrandes 90 an dem umlaufenden Werkzeug 74, wie auch während der Vorbeibewegung der anderen Bereiche des Schaftzwickrandes 90 an dem rotierenden Werkzeug 74 in der unten beschriebenen Weise muß das Werkzeug 74 sich entsprechend der jeweiligen Höhenlage der gerade aufzurauhenden Bereiche des Schaftzwickrandes 90 nach oben und unten bewegen; außerdem muß sich das Werkzeug 74 derart vor- und zurückbewegen, daß es immer in dem richtigen Abstand innerhalb des Außenumfanges der gerade aufzurauhenden Schaftzwickrandbereiche steht. Diese Zuordnungen werden durch den in der US-PS 40 20 660 beschriebenen Mechanismus gewährleistet.
  • Am Ende der 180°-Vorbeibewegung des Fersenbereiches 92 der Schuheinheit 82 an dem Werkzeug 74 kommt ein nicht dargestellter erster Nocken eines Nockenhalters 102 (Fig. 3) des Drehtisches 16 mit einem auf dem Sockel 14 angeordneten Ventil 104 in Eingriff. Zu diesem Zeitpunkt steht das Werkzeug 74, nachdem die 180°-Vorbeidrehung des Fersenbereiches 92 der Schuheinheit 82 an dem Werkzeug 74 abgeschlossen ist, auf einer Seite 106 (Fig. 9A) des Schaftzwickrandes 90 an dem Übergangsbereich zwischen dem Fersenbereich 92 und dem Gewölbe- oder Gelenkbereich 94 des Bodens der Schuheinheit 82.
  • In Abhängigkeit von der Eingriffnahme des ersten Nockens des Nockenhalters 102 auf das Ventil 104 wird die Kolbenstange 60 von dem Schubkolbenmotor 62 vorgeschoben, während die Kolbenstange 52 in dem Schubkolbenmotor 54 zurückgezogen bleibt, so daß die Wiege 46 auf den Führungselementen 44 nach links (Fig. 6) auf einem nach oben gerichteten, konkaven, durch die Führungselemente 44 bestimmten Weg so weit nach oben bewegt wird, bis ein Fortsatz 108 (Fig. 6, 7) der Wiege 46 mit einer Stange 110 in Eingriff kommt, die an dem Schlitten 32 verstellbar gehaltert ist. Dies hat zur Folge, daß die Schuheinheit 82 derart verschwenkt wird, daß der Gewölbe- oder Gelenkbereich 94 des Bodens der Schuheinheit nunmehr in einer im wesentlichen horizontalen Ebene liegt.
  • Ebenfalls in Abhängigkeit von der Eingriffnahme des ersten Nockens des Nockenhalters 102 mit dem Ventil 104 wird der Schubkolbenmotor 38 betätigt, der seine Kolbenstange 40 vorschiebt und damit den Schlitten 32 linear horizontal bewegt, womit die Wiege 46 und die Schuheinheit 82 ebenfalls linear bewegt werden, so daß das Werkzeug 74 mit der ersten Seite 106 des Schaftzwickrandes 90 der in einer von der Ferse zur Spitze weisenden Richtung an dem Werkzeug 74 vorbeibewegten Schuheinheit 82 in Eingriff kommt, womit das Werkzeug 74 den Schaftzwickrand 90 auf der ersten Seite 106 aufrauhen kann.
  • Etwa zu dem Zeitpunkt, zu dem der Ballenknick des Schaftzwickrandes auf der ersten Seite 106, der den Verbindungsbereich zwischen dem Gewölbe- oder Gelenkbereich 94 und dem Spitzenbereich 96 des Bodens der Schuheinheit bildet, sich an dem Werkzeug 74 vorbewegt, kommt ein an dem Schlitten 32 verstellbar gehalterter Nocken 112 (Fig. 6, 7) mit einem auf dem Drehtisch 16 angeordneten Ventil 114 in Eingriff. Die Eingriffnahme des Nockens 112 auf das Ventil 114 bewirkt eine Betätigung der Schubkolbenmotoren 54, 62 in dem Sinne, daß die Kolbenstange 60 in den Schubkolbenmotor 62 in die Ruhestellung zurückgezogen und die Kolbenstange 52 von dem Schubkolbenmotor 54 vorgeschoben wird, womit die Wiege 46 längs der Führungselemente 44 nach rechts (Fig. 6) auf nach oben zu konkaven, durch die Führungselemente 44 gegebenem Bewegungsweg so lange bewegt wird, bis der Fortsatz 108 mit einer Stange 116 in Eingriff kommt, die auf dem Schlitten 32 verstellbar angeordnet ist. Dies hat zur Folge, daß die Schuheinheit 82 derart verschwenkt wird, daß der Spitzenbereich 96 des Bodens der Schuheinheit nunmehr in einer im wesentlichen horizontalen Ebene liegt.
  • Die längs gerichtete, von der Ferse zur Spitze weisende Vorbeibewegung der Schuheinheit 82 an dem Werkzeug 74 hält solange an, bis ein Anschlag 118 (Fig. 7) an dem Schlitten 32 mit einem Ring 120 an einer der Stangen 36 an einer Stelle in Eingriff kommt, an der die Drehachse des Drehtisches 16 im wesentlichen auf den Krümmungsmittelpunkt des Spitzenbereiches des Bodens der Schuheinheit ausgerichtet ist, der in Fig. 9A mit 122 bezeichnet ist.
  • Nunmehr wird der Schubkolbenmotor 28 wiederum derart betätigt, daß er seine Kolbenstange 26, wie oben beschrieben, hin- und herbewegt, um wiederum den Drehtisch 16 um 180° in der gleichen Drehrichtung, in der er vorher gedreht worden war, zu verdrehen und um damit den Schlitten 32, die Wiege 46 und die Schuheinheit 82 ebenfalls um 180° um den Krümmungsmittelpunkt 122 zu drehen, so daß der Spitzenbereich 96 des Schaftzwickrandes 90 an dem Aufrauhwerkzeug 74 vorbeigeschwenkt und dabei aufgerauht wird. Am Ende dieser 180°-Verdrehung kommt ein an dem Nockenhalter 102 und damit an dem Drehtisch 16 sitzender, nicht dargestellter zweiter Nocken mit einem Ventil in Eingriff, daß ähnlich dem Ventil 104 auf dem Sockel 14 angeordnet ist. Zufolge dieser Eingriffnahme wird der Schubkolbenmotor 38 betätigt, der seine Kolbenstange 40 wieder in die Ruhestellung zurückführt und damit die zweite Seite 124 des Schaftzwickrandes 90 in einer von der Spitze zur Ferse weisenden Richtung an dem Aufrauhwerkzeug 74 vorbeibewegt, so daß die zweite Seite 124 des Schaftzwickrandes von dem Aufrauhwerkzeug 74 aufgerauht werden kann.
  • Etwa zu dem Zeitpunkt, zu dem der Ballenknick der zweiten Schaftzwickrandseite 124, d. h. der Übergangsbereich zwischen dem Gewölbe- oder Gelenkbereich 94 und dem Spitzenbereich 96 des Bodens der Schuheinheit, an dem Aufrauhwerkzeug 74 vorbeigeht, kommt ein an dem Schlitten 32 verstellbar gehalterter Nocken 126 (Fig. 6, 7) mit einem auf dem Drehtisch 16 sitzenden Ventil 128 in Eingriff. Zufolge dieser Eingriffnahme werden die Schubkolbenmotoren 54, 62derart betätigt, daß die Kolbenstange 60 aus dem Schubkolbenmotor 62 vorgeschoben und die Kolbenstange 52 in den Schubkolbenmotor 54 zurückgezogen wird, womit die Wiege 46 in dem Schlitten 32 wiederum nach links auf dem von den Führungselementen 44 gebildeten, nach oben zu konkaven Bewegungweg so weit bewegt wird, bis der Fortsatz 108 mit der Stange 110 in Eingriff kommt, so daß die Schuheinheit 82 wiederum derart verschwenkt wird, daß der Gewölbe- oder Gelenkbereich 94 des Bodens der Schuheinheit nunmehr in einer im wesentlichen horizontalen Ebene liegt.
  • Etwa zu dem Zeitpunkt, zu dem die Schuheinheit 82 ihre von der Spitze zur Ferse gerichtete Bewegung beendet und die zweite Schaftzwickrandseite 124 an dem Übergangsbereich zwischen dem Fersenbereich 92 und dem Gewölbe- oder Gelenkbereich 94 mit dem Aufrauhwerkzeug 74 in Eingriff steht, kommt ein an dem Schlitten 32 verstellbar gehalterter Nocken 130 (Fig. 7) mit einem auf den Drehtisch 16 angeordneten Ventil 132 in Eingriff. Zufolge dieser Eingriffnahme wird der Schubkolbenmotor 62 betätigt, der seine Kolbenstange 60 zurückzieht und damit die Wiege 46 in ihre Leerlaufstellung zurückbringt, in der der Fersenbereich 92 des Bodens der Schuheinheit 82 in einer im wesentlichen horizontalen Ebene liegt.
  • Der Aufrauhvorgang ist nun abgeschlossen. Die Maschinenteile werden nunmehr in ihre jeweilige Leerlaufstellung zurückgeführt, während die Schuheinheit 82 mit dem aufgerauhten Schaftzwickrand aus der Maschine entnommen wird.
  • Wie in der US-PS 40 20 660 erläutert, ist das Werkzeug 74 von einem Motor konstanter Drehzahl angetrieben; es wird während der Vorbeibewegung des Schaftzwickrandes 90 an dem Werkzeug 74 von einem pneumatischen Schubkolbenmotor elastisch nach unten auf den Boden der Schuheinheit zu gedrückt. Um dem Werkzeug 74 eine gleichmäßige Aufrauhung des Schaftzwickrandes 90 zu ermöglichen, ist es zweckmäßig, daß der Schaftzwickrand 90 an dem Werkzeug 74 mit gleichmäßiger Geschwindigkeit vorbeibewegt wird. Während der linearen, von der Ferse zur Spitze und von der Spitze zur Ferse gerichteten Bewegung der Schuheinheit 82 wird die Vorbeibewegung der Schaftzwickrandseitenteile 106, 124 an dem Aufrauhwerkzeug 74 von dem Schubkolbenmotor 38 bewirkt. Wenn nun ein Bereich auf einer Schaftzwickrandseite bei der linearen Vorbeibewegung an dem Werkzeug 74 nach oben ansteigt, bewirkt die nach unten zu von dem Werkzeug auf den Schaftzwickrand ausgeübte elastische Kraft einen der linearen Bewegung entgegenwirkenden Widerstand, der die lineare Bewegung verlangsamt und damit bewirkt, daß das umlaufende Werkzeug den Schaftzwickrand übermäßig aufrauht. Wenn auf der anderen Seite ein Bereich einer Schaftzwickrandseite nach unten zu bei der Vorbeibewegung an dem Werkzeug 74 abfällt, tritt eine Verringerung des der linearen Bewegung entgegenwirkenden, von dem Werkzeug auf den Schaftzwickrand ausgeübten Widerstandes auf, so daß der Schubkolbenmotor 38 die Geschwindigkeit der linearen Vorbeibewegung des Schaftzwickrandes an dem Werkzeug erhöhen will, mit der Folge, daß das umlaufende Werkzeug den Schaftzwickrand zu wenig aufrauht. Um diesen Schwierigkeiten abzuhelfen und zu gewährleisten, daß der gesamte Schaftzwickrand an dem Werkzeug mit gleichmäßiger Geschwindigkeit vorbeibewegt wird, werden die Schaftzwickrandbereiche von den oben beschriebenen Mechanismen jeweils in eine horizontale Ebene gebracht.

Claims (2)

1. Maschine zum Aufrauhen des Schaftzwickrandes einer aus einem Leisten, einer am Leistenboden angeordneten Brandsohle und einem über den Leisten gezogenen und mit dem Schaftzwickrand am Brandsohlenboden befestigbaren Schuhschaft bestehenden Schuheinheit, deren Schuhboden einen ersten und einen zweiten, in verschiedenen Ebenen liegenden, im wesentlichen ebenen Endbereich (Fersen- bzw. Spitzenbereich) und einen dazwischen verlaufenden Gewölbe- oder Gelenkbereich aufweist, mit einem Schuhträger, auf den die Schuheinheit mit dem Schuhboden nach oben weisend aufsetzbar ist und der längs eines nach oben zu konkav gekrümmten Bewegungsweges verschwenkbar gelagert ist, sowie mit einem über dem Schuhträger angeordneten, elastisch nach unten gegen den Schuhboden andrückbaren Aufrauhwerkzeug und mit Antriebsmitteln für den Schuhträger, durch die der Schuhträger derart bewegbar ist, daß, aufeinanderfolgend, der Schaftzwickrand in dem ersten Endbereich (Fersen- oder Spitzenbereich), in dem Gewölbe- oder Gelenkbereich und in dem zweiten Endbereich (Spitzen- oder Fersenbereich) an dem Aufrauhwerkzeug vorbei bewegt wird, wobei der Schuhträger folgegesteuert zwischen einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung verschwenkbar ist, in der der erste bzw. der zweite Endbereich während der Vorbeibewegung an dem Aufrauhwerkzeug jeweils in einer im wesentlichen horizontalen Ebene liegt, dadurch gekennzeichnet, daß der Schuhträger (68, 72) längs seines Bewegungsweges zusätzlich in eine dritte Stellung verstellbar ist, in der der Gewölbe- oder Gelenkbereich (94) in einer im wesentlichen horizontalen Ebene liegt und daß der Schuhträger (68, 72) folgegesteuert aus der ersten in die dritte und von dieser in die zweite Stellung verstellbar ist, sobald ein Übergangsbereich des Schaftzwickrandes zwischen dem ersten Endbereich (92) und dem Gewölbe- oder Gelenkbereich (94) bzw. zwischen dem Gewölbe- oder Gelenkbereich (94) und dem zweiten Endbereich (96) im Verlaufe der Vorbeibewegung auf das Aufrauhwerkzeug (74) ausgerichtet ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Endbereich der Fersenbereich (92) und der zweite Endbereich der Spitzenbereich (96) des Schuhbodens ist und die Maschine einen um eine vertikale Achse drehbar gelagerten Drehtisch (16) aufweist, auf dem ein zwischen zwei Schlittenendstellungen linear horizontal verstellbarer Schlitten (32) gelagert ist, welcher eine längs des gekrümmten Bewegungsweges zwischen zwei Wiegenendstellungen verstellbare Wiege (46) trägt, auf welcher der Schuhträger (68, 72) sitzt, dessen Bewegung längs des gekrümmten Bewegungsweges durch die Schwenkbewegung der Wiege (46) erzeugbar ist und daß
bei in einer ersten Schlittenendstellung gehaltenem Schlitten (32) der Drehtisch (16) um 180° in einem vorbestimmten Drehsinn, unter Vorbeibewegung des Fersenbereiches (92) des Schaftzwickrandes an dem Aufrauhwerkzeug (74) verdrehbar ist,
anschließend der Schlitten (32), unter Vorbeibewegung einer ersten Seite des Schaftzwickrandes an dem Aufrauhwerkzeug (74), aus der ersten Schlittenendstellung in die zweite Schlittenendstellung in einer von der Ferse zur Spitze weisenden Richtung linear horizontal verstellbar ist, dabei
die Wiege (46) auf dem Schlitten (32) zunächst in einer von den Wiegenendstellungen entfernten, der ersten Stellung des Schuhträgers (68, 72) entsprechenden Mittelstellung gehalten ist, sie anschließend an die 180°-Verdrehung des Drehtisches (16), unter Überführung des Schuhträgers (68, 72) aus seiner ersten Stellung in seine dritte Stellung, aus dieser Mittelstellung in eine erste Wiegenendstellung bewegbar ist und sie schließlich, unter Überführung des Schuhträgers (68, 72) aus seiner dritten Stellung in seine zweite Stellung im Verlaufe der linearen horizontalen Schlittenbewegung aus der ersten Wiegenendstellung in die zweite Wiegenendstellung verstellbar ist,
der Drehtisch (16), anschließend an die von der Ferse zur Spitze gerichtete Schlittenbewegung, unter Vorbeibewegung des Spitzenbereiches (96) des Schuhschaftes an dem Aufrauhwerkzeug (74), in dem vorbestimmten Drehsinn um die Vertikalachse um weitere 180° verdrehbar ist,
sodann der Schlitten (32), unter Vorbeibewegung der zweiten Seite des Schaftzwickrandes an dem Aufrauhwerkzeug (74), in einer von der Spitze zur Ferse weisenden Richtung horizontal linear verstellbar ist und dabei
im Verlaufe dieser von der Spitze zur Ferse gerichteten Bewegung die Wiege ( 46) aus der zweiten Wiegenendstellung in die erste Wiegenendstellung überführbar ist, wenn der Übergangsbereich zwischen dem Spitzenbereich (96) und dem Gewölbe- oder Gelenkbereich (94) auf das Aufrauhwerkzeug (74) ausgerichtet ist und
die Wiege (46) sodann aus der ersten Wiegenendstellung in die Mittelstellung überführbar ist, wenn der Übergangsbereich zwischen dem Gewölbe- oder Gelenkbereich (94) und dem Fersenbereich (92) der zweiten Seite des Schaftzwickrandes auf das Aufrauhwerkzeug (74) ausgerichtet ist.
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