DE2953445C2 - Tonabnehmer für Schallplatten - Google Patents
Tonabnehmer für SchallplattenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Tonabnehmer für Schallplatten
mit einer prismatischen, einen rechteckigen Querschnitt aufweisenden Abtastnadel, deren eines Ende
in eine dazu passende rechteckige öffnung eines Halters
eingesteckt und dessen anderes Ende zur Bildung einer Spitze derart abgeschliffen ist, daß zwei gewachsene
Kristallflachen mit den Flanken der Plattenrille beimiAbtastvorgang in Berührung sind.
Es ist bekannt, die eine Spitze und ein Schaftteil zur
Befestigung in einem Halter umfassende Abtastnadel von Tonabnehmern in einem Stück aus Diamant, Saphir
oder ähnlichem geeigneten Edelsteinmaterial herzustellen. Man spricht dann vom sog. Blocktyp. Es sind aber
auch Abtastnadeln vom Verbindungstyp bekannt bei denen die Spitze aus einem Edelsteinmaterial besteht,
die mit einem aus metallischem Material bestehenden Schaftabschnitt z. B. durch Kleben verbunden ist.
Bei beiden bekannten Abtastnadeltypen können die Schaftabschnitte entweder einen kreisförmigen, quadratischen
oder rechteckigen Querschnitt aufweisen. Der auch beim gattungsgemäßen Tonabnehmer zum Einsatz
gelangende rechteckige Schaftquerschnitt wird deshalb im allgemeinen bevorzugt, weil die Ausrichtung der Abtastnadel
im Tonabnehmer wesentlich erleichtert wird und der Einsatz eines Mikroskops zum richtigen Einsetzen
der Abtastnadel nicht erforderlich ist. Eine korrekte Ausrichtung der Abtastnadel ist dann von Bedeutung,
wenn an der Nadelspitze verschiedene Verrundungsradien angeschliffen sind, die in einer bestimmten Orientierung
zur Plattenrille vorliegen müssen. Der elliptische Schliff stellt die bekannteste anisotrope Verrundung
bei Abtastnadeln dar.
Bei bekannten Tonabnehmern mit Abtastnadeln rechteckigen Querschnitts wurde die längere Seite des
Rechtecks mindestens zweimal so lang wie die kürzere Seite gewählt, da man davon ausging, daß eine derartige
Rechteckform am besten geeignet sei für Abtastnadeln. Eine derartige Abtastnadel ist in den Fig. 17 —19 dargestellt,
welche in der Figurenbeschreibung erläutert werden. Bei dieser Abtastnadel muß relativ viel Edelstetnmaterial
abgeschliffen werden, um die gewünschte Spitzeaverrundung zu erreichen. Die fertig beschliffene
Abtastnadel weist dann aufgrund des extremen Kanten-Verhältnisses ihres rechteckigen Querschnitts noch eine
relativ hohe effektive Masse auf, so daß die Rillenwandung beim Abspielen der Platte aufgrund der von der
Abtastnadel auf sie übertragenen Kräfte deformiert werden kann. Um eine solche Deformation weitgehend
to zu vermeiden, muß das Auflagegewicht des Tonabnehmers
erhöht werden, was jedoch zu Verzerrungen beim Abspielen hochfrequenter Töne führt
Um die effektive Masse des bekannten Tonabnehmers möglichst gering zu halten, wird das Material für
den Nadelhalter möglichst dünn gewählt, was dann zu Festigkeitsproblemen führen kann, wenn die Abtastnadel
rechteckigen Querschnitts so in den Halter eingesetzt wird, daß die schmälere Kante parallel zur Plattenrille
verläuft In diesem Fall wird ein großes, quer zur Halterlängsausdehnung verlaufendes Befestigungsloch
benötigt, so daß nur noch relativ dünne Seitenstege am Halter bestehen bleiben.
Aus der CH-PS 4 03 326 ist ein Tonabnehmer mit einer Abtastnadel quadratischen Querschnitts bekannt,
die derart aus einem Rohdiamanten oktaetrischer Form herausgeschnitten ist, daß die natürliche Oberfläche der
Rohdiamantspitze nach einem Rundschliff als Abtastspitze verwendet werden kann. Dadurch soll gewährleistet
werden, daß die große Härte der Rohdiamantspitze für die Abtastspitze erhalten bleibt Wird diese bekannte
Abtastnadel quadratischen Querschnitts z. B. mit einem elliptischen Spitzenschliff versehen, so ist die
Orientierung der Nadelspitze gegenüber dem quadratischen Schaftteil nur mit Hilfe zusätzlicher Hilfsmittel
wie z. B. eines Mikroskops feststellbar. Die Montage einer derartigen Abtastnadel mit anisotropem Spitzenschliff
gestaltet sich also ausgesprochen aufwendig.
Aus der DE-AS 21 58 216 ist eine Abtastnadel für Videoplatten bekannt, deren Abtastkufe einen rechtekkigen
Querschnitt aufweist, wobei diese bekannte Abtastnadel derart aus einem Rohkristall herausgearbeitet
wird, daß die Laufkante der Kufe in einer kristallographischen Kubusfläche liegt und parallel zu einer speziellen
kristallographischen Richtung verläuft. Die Kufe muß parallel zur Plattenrille im Videosignalabnehmer
montiert werden, was jedoch keinerlei Schwierigkeiten bereitet, da die rechteckige Abtasterkufe makroskopisch
einwandfrei erkennbar ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
so Tonabnehmer der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die richtige Orientierung der Abtastnadel relativ
zum Halter gewährleistet ist, der Materialverlust beim Schleifen sowie das Gewicht der Abtastnadel und
des Halters gering gehalten und die mechanische Festigkeit des Halters und damit die Führung 'ler Abtastnadel
verbessert sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Seitenverhältnis des Rechteckquerichnitts zwischen
1,2 :1 und kleiner als 2 :1 liegt.
Da bei dem erfindungsgemäßen Tonabnehmer eine Abtastnadel mit einer wesentlich geringeren Querschnittsfläche
verwendet wird als bei bekannten Tonabnehmern mit Abtastnadeln rechteckigen Querschnitts,
ist der Matcrialverlusl beim Zuschleifen der Abtastspitze und die dafür verwendete Bcarbeitungs/.eit wesentlich
herabgesetzt. Der Materialverlust beträgt höchstens die Hälfte im Vergleich zu bekannten Nadeln
rechteckigen Querschnitts.
3 4
Die Abtastnadel des erfindungsgemäßen Tonabneh- mers dargestellt. Die Abtastnadel besteht im wesentlimers
zeichnet sich im Vergleich zu bekannten Abtastna- chen aus einem Schaftabschnitt 1 und einer Spitze Z Die
«ieln rechteckigen Querschnitts aufgrund ihres kleineren Abtastnadel weist einen rechteckigen Querschnitt auf
Volumens durch ein geringeres Gewicht bzw. eine ge- und wird mit dem Schaftende A in eine dazu passende
ringere effektive Masse aus, wodurch auch bewirkt 5 rechteckige öffnung eines Halters eingesteckt Das Verwird,
daß die Wiedergabequalität mit Hilfe des erfin- hältnis der langen Seite η des Rechteckquerschnitts zur
dungsgemäßen Tonabnehmers insbesondere im hohen kurzen Seite m liegt erfindungsgemäß zwischen den
Frequenzbereich entscheidend verbessert ist Wegen Werten 1.2 und 2,0, wobei der Wert 2,0 ausgeschlossen
des geringeren Nadelgewichts kann auch eir. entspre- ist
chend masseärmerer Halter zum Einsatz gelangen, wo- 10 Die Nadelspitze wird aus dem ursprünglich rechtecki-
durch die gettmte effektive Masse des Tonabnehmers gen Rohlingprisma durch Abschleifen bzw. Zuspitzen
zusätzlich verringert ist gewonnen und weist im wesentlichen Kegelform mit
erhöhte mechanische Festigkeit des Halters gewährlei- Wie F i g. 5 zeigt kann von der strengen Rechteckkonfi-
ei.ISL „ ... 4 L J , , guration abgewichen werden, wenn die Kanten des
setzt werden, wenn die Spitze der Abtastnadel gegen- 20 Querschnittsfläche S weist dann die Form eines PoIy-
uber der Mittelachse des Rechteckquerschnitts versetzt gons auf. Eine derart gestaltete Abtastnadel weist ge-
lst Bei dieser Anordnung der Spitze gegenüber dem genüber einer Abtastnadel mit streng rechteckigem
schaftteil der Abtastnadel kann auf einfache Weise ein Querschnitt eine verringerte effektive Masse auf, wenn
größerer Volumenanteil der Nadel vom Schaft unter darauf geachtet wird, daß das Verhältnis der Gesamt-
endbereich und der Nadelspitze abgetrennt werden. und 2,0, bei Ausschluß des Wertes 2,0 liegt Bei polygo-
terweise entweder mit den längeren oder den kürzeren vorzugsweise parallel zur Plattenrille gerichtet
betten des Rechteckquerschnitts parallel zur Plattenrille F i g. 3 zeigt eine Draufsicht auf das spitzenseitiee En-
in den Ha ter eingesetzt sein M de der Abtastnadel. Dabei ist zu erkennen, daß die Mit-
nung näher beschrieben; in dieser zeigt Nadelspitze liegt und daß die Nadelspitze eine ellipti- I
erfindungsgemäßen Tonabnehmers in Seitenansicht; Ellipse senkrecht auf den Nadelseitenflächen stehen
■?·,..... . . zur längeren Seite des Rechteckquerschnitts ausgerich-
tastnadelvonF.g.l; Spitzenquerschnitts gegenüber dem rechteckiger.
den Schaft der Abtastnadel von Fig. 1; 40 Montage der Abtastnadel im Halter lediglich auf die
a & em!n· Q"?"0*1"1" durch ein abgewandeltes makroskopisch erkennbaren Seitenflächen des Schaftes
nadel des erfindungsgemäßen Tonabnehmers in Seiten- dieser Querschnittsflächen 3,4 und 5 verlaufen jeweils
anF?» in »;n~ VA UA * u _■ , konzentrisch zur Mittelachse des Rechteckquerschnitts.
#;„,,· „., i. ... ., Λ, 50 rungsbeispiel einer Abtastnadel des erfindungsgemäßen
fTJi\ ITS g :k ·,.,,,■■ 12fl 8e«enüber d" Mittelachse L des Rechteckquer-
i'iJiA. A.c- ., . ,.. , 55 Ordnung der Spitze ist es möglich, zusätzlich einen errin
r?; !£ ü . JeWe Cme PA erspektlvlsche Ansicht heblichen Teil der Abtastnadel insbesondere im Schafteiner
in den Halter eingesetzten Abtastnadel; bereich abtragen zu können, wodurch die effektive
1 .lgL 1?«neJchen'«tlsche Darstellung des Schlcifver- Masse der Abtastnadel des erfindungsgemäßen Tonablustes
bei der Herstellung einer Abtastnadelspitze eines nehmers weiter herabgesetzt wird. Durch Abschleifen
bekannten und des erf.ndungsgemäßen Tonabnehmers; M des Volumenanteils 10 ergibt sich ein Schaftverlauf, der
Fig. 17 eine Vorderansicht der Abtastnadel eines be- am halterseitigen Schaftende A einen konstanten
kannten Tonabnehmers; Rechteckverlauf entlang der Mittelachse L des Recht-Mg_18
eine Deta.lansicht der Nadelspitze von eckquerschnitts aufweist. In Richtung auf die Nadelspit-',f'L...,.
. zc 12a ist der Schaft unter Ausbildung einer Schräeflä-F
ig. 19 eine Ansicht der Abtastnadel von F ig. 17 von b5 ehe \2b verjüngt ausgeführt, d.h. der Rechteckquerln n;np.
. . . . . . A , , schnitt weist einen abnehmenden Verlauf zur Nadelspit-
einer Abtastnadel des erfindungsgemäßen Tonabneh- F i g. 10 zeigt die mit einer Schrägfläche \2b versehe-
ne Abtastnadel von vorn, wobei die gerade belassene Frontflache 11a zu erkennen ist In der Rückansicht dieser
Abtastnadel von Fig. 11 ist der gerade belassene Schaftendabschnitt 1 \b und die Schrägfläche 12/>
zu erkennen. F i g. 12 zeigt eine Draufsicht auf die Spitze dieser
Abtastnadel. Die Rechteckquerschnittsfläche 5 mit dem erfindungsgemäßen Seitenverhältnis entspricht
dem Querschnitt entlang der Linie Z-Zvon F i g. 9.
In Fig. 14 ist eine Abtastnadel mit Schrägfläche 126 entsprechend F i g. 9 derart mit ihrem oberen Schaftabschnitt
A in ein rechteckiges Befestigungsloch eines Halters 8 eingesetzt, daß die längere Seite des Rechteckquerschnitts
in Längsrichtung des Halters bzw. parallel zu den Plattenrillen verlauft.
Man kann die Abtastnadel des erfindungsgemäßen Tonabnehmers auch derart in den Halter 8 einsetzen,
daß die kürzere Seite des Rechtcckquerschnitts parallel zur Plattenrille verläuft.
Die in den Fig. 1 bis 15 gezeigten Abtastnadeln sind
vom Blocktyp, d. h. sie sind integral aus einem Edelsteinmaterial herausgeschliffen. Es können aber ebenso Abtastnadeln
vom Verbindungstyp zum Einsatz kommen.
In den Fig. 17 bis 19 ist eine Abtastnadel rechteckigen Querschnitts eines bekannten Tonabnehmers gezeigt,
wobei das Seitenverhältnis des Rechteckquer-Schnitts W: Γ wesentlich größer ist als 2 :1. Dieser bekannte
Tonabnehmer besteht ebenfalls aus einer Abtastnadel mit einer Spitze 51 und einem Schaftteil 50.
In der Schnittdarstellung von F i g. 16 ist zu erkennen, daß aus der Abtastnadel des bekannten Tonabnehmers
von Fig. 17 bis 19 ein relativ großer Volumenanteil 54 durch Schleifen abgetragen werden muß, wenn man einen
prismatischen Rohling mit einer Spitze versehen will, während mit dem Bezugszeichen 9 das wesentlich
kleinere Volumen schematisch bezeichnet ist, welches zur Herstellung einer Spitze bei einem Rohling des erfindungsgemäßen
Tonabnehmers abgetragen werden muß, der außerdem im Schaftabschnitt um einen Volumenanteil
53 kleiner und damit masseärmer ist.
«0
45
Claims (4)
1. Tonabnehmer far Schallplatten mit einer prismatischen,
einen rechteckigen Querschnitt aufweisenden Abtastnadel, deren eines Ende in eine dazu
passende rechteckige öffnung eines Halters eingesteckt und dessen anderes Ende zur Bildung einer
Spitze derart abgeschliffen ist, daß zwei gewachsene
Kristallflichen mit den Flanken der Plattenrille beim
Abtastvorgang in Berührung sind, dadurch gekennzeichnet,
daß das Seitenverhältnis des Rechteckquerschnitts zwischen 5,2:1 und kleiner als
2:1 liegt
2. Tonabnehmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spitze (12*j gegenüber der Mittelachse des Rechteckquerschnitts versetzt ist
3. Tonabnehmer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtestnadel mit den lingeren
Seiten des Rechteckquerschnitts parallel zur Plattenrille in den Halter(8) eingesetzt ist.
4. Tonabnehmer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abtastnadel mit den kürzeren Seiten des Rechteckquerschnitts parallel zur Plattenrille
in den Halter (8) eingesetzt ist
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