DE2953775C2 - Vorrichtung zur Aufnahme von Heißkoks - Google Patents
Vorrichtung zur Aufnahme von HeißkoksInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Aufnahme von Heißkoks nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1. Eine solche Vorrichtung ist aus der DE-PS 8 39 789 bekannt.
Bei dieser bekannten Ausbildung sind die Distanzelemente Profilleisten, auf die die Futterplatten in der Art
von Dachziegeln sich überlappend aufgelegt sind, wobei hierzu an den Profilleisten noch besondere Vorsprünge
ausgebildet sein müssen. Diese bekannte Konstruktion hat vor allem den Nachteil, daß sie sich nur für schräge
Flächen des Koksbehälters eignet, nicht aber für senkrechte Flächen, weil die Futterplatten außer durch ihr
Gewicht nicht gehalten sind. Im Zusammenhang hiermit ist die Halterung der Futterplatten überhaupt unzuverlässig.
Hinzu kommt, daß die Konstruktion wenig dicht ist. Eine sich dichtend anlegende Bodenverschlußvorrichtung
ist nicht vorgesehen.
Die vorstehend genannten Nachteile gelten in erhöhtem Maße für eine aus der DE-PS 3 00 895 bekannte
Ausbildung, welche von vornherein keine durchgehende Verkleidung der Behälterwand zeigt, sondern nur in der
Art eines Rostes auf der Innenseite der Behälterwand mit Abstand von dieser und mit Abstand voneinander
angeschraubte Flacheisenstäbe. Diese Futterplattenverkleidung ist nicht luftdicht und es kommt wegen des
Luftzutritts durch die zwischen den Flacheisenstäben vorhandenen Spalte zu einem intensiven Brennen des
Kokses, was dessen erhöhten Abbrand und übermäßige Erhitzung zur Folge hat Die Lebensdauer dieser bekannten
Konstruktion kann demzufolge nur gering sein. Eine Abdichtung der Bodenverschlußvorrichtung i?.t
auch bei dieser Ausbildung nicht vorgesehen.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung
zur Aufnahme von Heißkoks, bei welcher Spalte zwischen den Futterplatten sowie in dem Bereich des
Wandgerüstes, wo die Bodenverschlüßvorrichtung an der Koksaustragöffnung anliegt, vermieden und dadurch
ein Luftzutritt verhindert und der Koksabbrand herabgesetzt sind. Weiterhin soll das Wandgerüst der
Vorrichtung vor der Wirkung der in dem Heißkoks aufgespeicherten Wärme weitgehend geschützt sein.
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch die im kennzeichnenden feil des Patentanspruchs 1 genannten
Merkmale Bei einer solchen Ausbildung ist der Koksabbrand durch weitgehende Unterbindung des
Luftzutritts zum Heißkoks auf Grund der erzielten Beseitigung der Spalte zwischen den Futterplatten und in
dem Bereich der Bodenverschlußvorrichtung der Koksaustragöffnung
entscheidend herabgesetzt. Außerdem sind die thermischen Betriebsbedingungen des Wandgerüstes
verbessert, insbesondere sind thermische Deformationen vermindert und dadurch die Lebendauer
des Wandgerüstes verlängert. Die Verwendung von Wellblech als Distanzelement zwischen den Futterplatten
und dem Wandgerüst begünstigt die Wärmeabgabe durch die Futterplatten, was deren Standzeit verlängert
und die Erhitzung des Wandgerüstes herabsetzt.
Ein im Sinne der Aufgabestellung noch größerer Nutzeffekt wird erzielt, wenn in einer zweckmäßigen
Weiterbildung der Erfindung die Kanten der Wellbleche sich an ihren Stoßstellen überlappen.
Schließlich ist es zweckmäßig, wenn die Futterplatten mit einem Abstand zueinander angeordnet sind und /ur
Verhinderung des Luftzustromes die jeweilige Ver-Schlußvorrichtung eine Stoßlasche und eine zwischen
den benachbarten Futterplatten sowie durch das Wandgerüst durchgelassene Schraube aufweist, die in Axialrichtung
durch eine Mutter festgelegt ist und die die Stoßlasche an der Stoßstelle zwischen den benachbarten
Futterplatten hält.
Die Erfindung wird nachfolgend durch die Beschreibung von Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnungen
weiter erläutert. Es zeigt
F i g. 1 schematisch einen Koksförderwagen mit der vorschlagsgemäßen Koksaufnahmevorrichtung unter
teilweiser Weglassung des Wandgerüstes und der Futterplatten;
F i g. 2 die Draufsicht zu F i g. 1;
F i g. 3 die Koksaufnahmevorrichtung in einer schematischen halbgeschnittenen Seitenansicht, so daß die Bauelemente der Bodenverschlußvorrichtung sichtbar sind;
F i g. 3 die Koksaufnahmevorrichtung in einer schematischen halbgeschnittenen Seitenansicht, so daß die Bauelemente der Bodenverschlußvorrichtung sichtbar sind;
Fig.4 eine Eckverbindung des Wandgerüstes und
der Futterplatten in einem horizontalen Schnitt:
Fig. 5 eine Eckverbindung des Wandgerüstes und der Futterplatten in einem vertikalen Schnitt an der Stelle, wo der Bunker gebildet wird;
F i g. 6 den Schnitt VI-VI gemäß F i g. 1;
F i g. 7 die Dichtung der Bodenverschlußvorrichtung gegenüber der Bunkergurtung in einer ersten Ausführungsform;
Fig. 5 eine Eckverbindung des Wandgerüstes und der Futterplatten in einem vertikalen Schnitt an der Stelle, wo der Bunker gebildet wird;
F i g. 6 den Schnitt VI-VI gemäß F i g. 1;
F i g. 7 die Dichtung der Bodenverschlußvorrichtung gegenüber der Bunkergurtung in einer ersten Ausführungsform;
F i g. 8 eine zweite Ausführungsform derselben;
F i g. 9 eine dritte Ausführungsform derselben;
F i g. 9 eine dritte Ausführungsform derselben;
F i g. 10 eine vierte Ausführungsform derselben.
Die eigentliche Koksaufnahmevorrichtung ist auf einem auf Gleisen verfahrbaren Fahrgestell 8 in Führungen
9 angeordnet und besteht aus einem W.jndgerüst 1 mit Futterplatten 2 aus einem geeigneten Werkstoff,
beispielsweise aus hitzebeständigem Gußeisen oder hitzebeständigem
Stählen. Die Vorrichtung hat zwei Seitenwandgerüste 3 und zwei Stirnwandgerüste 4.
Das Wandgerüst 1 bildet in seinem unteren Bereich einen Bunke- 5, welcher eine von einer Guriung 6 umgebene
Koksaustragöffnung aufweist Diese Koksaustragöffnung hat eine Bodenverschlußvorrichtung 7.
Das Wandgerüst 1 und der Bunker 5 bilden den Raum zur Aufnahme von Heißkoks und Beförderung desselben
von einer Koksofenkammer zu einer Kokslöschstation. Zur Handhabung hat die Vorrichtung noch Hebestangen
10 und an einem der Seitenwandgerüste 3 ist eine Koksaufgabeschurre 11 ausgebildet
Zwischen dem Wandgerüst 1 und den Fu'Cerplatten 2
bleibt ein Abstand, der von Distanzelementen in Form von Wellblechen 12 gehalten wird. Diese sind zwischen
dem Wandgerüst 1 und den Futterplatten 2 angeordnet, wobei die Ränder der Wellbleche 12 sich an den Stoßstcllen
überlappen.
Wie aus F i g. 1,2 und 6 ersichtlich sind die Futterplatten
2 mit einem Abstand zueinander angeordnet. Die Futterplatten 2 sind an dem Wandgerüst 1 mittels einer
Verschlußvorrichtung befestigt, die gebildet ist durch eine Stoßlasche 13 und Schrauben 14 zum Festhalten
derselben an der Stoßstelle zwischen den Futterplatten 2. Die Stoßlaschen 13 bestehen vorzugsweise aus dem
gleichen Werkstoff wie die Futterplatten 2.
Wie in Fig.6 dargestellt, sind die Schrauben 14 zwischen
zwei benachbarten Futterplatten 2 durch das Wellblech 12 und das Wandgerüst 1 durchgelassen. Zur
Festlegung der Schrauben 14 in Axialrichtung und damit zum Halten der Baugruppe dienen Muttern 15. Die
beschriebene Befestigung ermöglicht die im Betrieb auftretenden Wärmedehnungen der Futterplatten 2 und
gewährleistet dabei eine genügende Dichtheit der Verbindungsstelle.
Die Gurtung 6 des Bunkers 5 hat einen runden Querschnitt. Die Bodenverschlußvorrichtung 7 besteht aus
zwei nach unten wegschwenkbaren Bodenhälften, die an Geienkachsen 16 angelenkt sind, welche an in der
Nähe der Koksaustragöffnung des Bunkers 5 angeschweißten Laschen 17 ausgeführt sind. Die Bodenverschlußvorrichtung
7 wie auch das gesamte Wandgerüst 1 sind mit Futterplatten ausgekleidet.
Die Bodenverschlußvorrichtungen 7 weisen Dichtungselemente
18 auf. Bei der Ausbildung gemäß F i g. 7 besteht ein solches aus einer waagerechten Platte 19 mit
aufgeschweißtem Winkelstahl 20, so daß dei als Dichtfläche B wirkende untere Oberflächenbereich des Gurtungsrohres
6 sich hei geschlossener Bodenverschlußverrichtung an zwei Mantellinien dichtend anlegt, nämlich
auf der Oberfläche der Platte 19 und auf der Dichtfläche A des Winkelstahls 20. Im Querschnitt gesehen
verlaufen die Dichtflächen des Dichtungselementes 18 tangential zur Dichtfläche B der Gurtung 6.
Die Dichtungselemente 18 liegen oberhalb der Futterplatten 2 der Bodenverschlußvorrichtungen und sind
von den Futterplatten des Wandgerüstes 1 umwehrt, so daß die zusammenwirkenden Dichtflächen nicht der unmittelbaren
Einwirkung der Hitze des Heißkokses ausgesetzt sind, was eine zuverlässigere Verschließung der
Bodenverschlußvorrichtufigen 7 zur Folge hat.
!ede Bodenhälfte der ßodenverschlußvorrichtung 7
10
15
20
25
30
35
40 hat eine Gelenkachse 22, an der eine Stange 21 angelenkt
ist, welche ihrerseits mit jeweils einer Hebestange 10 zum Anheben der gesamten Vorrichtung auf den
Kokslöschturm schwenkbeweglich verbunden ist. Das Öffnen der Bodenverschlußvorrichtungen 7 erfolgt
dann selbsttätig beim Absetzen der Vorrichtung mit deren Abstützungen 23 auf die in der Zeichnung nicht
ersichtlichen Pfosten des Kokslöschturmes.
Im Betrieb wird die Vorrichtung mit glühendem Koks gefüllt Dessen Wärmeeinwirkung bewirkt eine Ausdehnung
der Futterplatten 2, die wegen der Stoßabstände 24 frei möglich sind. Die bleibenden Stoßabstände sind
von den Stoßlaschen 13 überdeckt, so daß der Luftsog sich nicht auswirken kann und kein wesentlicher Luftzustrom
stattfindet. Mithin kommt es nicht zur Intensivierung des Brennvorgangs und der Koksabbrand ist im
Vergleich zu dem bisher bekannten Stand der Technik geringer.
Die linearen Wärmedehnungen der Futterplatten 2 bleiben deswegen möglich, weil die Futterplatten 2 nicht
starr mit den Stoßlaschen 13 verbunden sind und weil ausreichende Stoßabstände 24 zwischen den Rändern
der Futterplatten 2 und Öffnungen 25 in den Wellblechen 12 verbleiben.
Die Wellbleche 12 begrenzen den Wärmeübergang von dem Heißkoks zum Wandgerüst 1 und verbessern
gleichzeitig die Wärmeabgabe in der Umgebungsluft. Deren Zutritt in die Koksfracht ist dabei verhindert, und
zwar im Bereich der Bodenverschlußvorrichtungen 7 dank den an der Ortung 6 anliegenden Dichtungselementen
J8.
Fig.4 zeigt die Befestigung der Futterplatten 2 an
den Eckverbindungen der Vorrichtung mit Hilfe von L-förmigen Winkelstücken 26 und ebenen Stoßlaschen
13.
Fig.5 zeigt eine Verbindungsstelle zwischen dem
Wandgerüst 1 und dem Bunker 5, insbesondere wie die Ränder der Futterplatten sich überlappen. Es versieht
sich, daß diese Ausführungsarten der Eckverbindungen gegeneinander austauschbar sind beziehungsweise die
gleiche Ausführung für beide Eckverbindungen verwendet werden kann.
Das Dichtungselement 18 kann verschiedenartig ausgeführt sein. Außer der in F i g. 7 gezeigten Ausbildung
kann es genügen, wenn es gemäß F i g. 8 eine ebene geneigte Dichtfläche bildet. F i g. 9 zeigt ein im Querschnitt
trogfcrmiges, zweifach abgewinkeltes Dichtungselement 18, welches sich längs dreier Mantellinien
dichtend anLgt. Fig. 10 zeigt schließlich eine Ausbildung
mit konkav er Dichtfläche, deren Krümmungshalbmesser etwas größer ist als der Krümmungshalbmesser
der zylinderförmigen Oberfläche der Gurtung 6. In allen Fällen sind linienförmige Dichtstellen gebildet, die sich
im Querschnitt darstellen als tangentiale Berührung des Dichtungselements 18 mit dem Gurtungsrohr 6.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
60
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Claims (3)
1. Vorrichtung zur Aufnahme von Heißkoks und Beförderung desselben von einer Koksofenkammer
zu einer Kcksiösehsistion aus einem Wandgerüst und auf diesem mit der Möglichkeit linearer Ausdehnungen
mittels Distanzelementen befestigten Futterplatten aus einem geeigneten Werkstoff, in deren
Unterteil ein eine Koksaustrageöffnung sowie Bodenverschlußvorrichtungen zum Verschließen der
Austragöffnung aufweisender und in der Höhe der Austragöffnung mit einer Gurtung umgebener Bunker
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet.
daß die Distanzelemente Wellbleche (12) sind und diese mit den Futterplatten (2) und mit dem Wandgerüst
(1) mittels Verschlußvorrichtungen verbunden sind,
daß die Gurtung (6) von rundem Querschnitt ist und die Bodenverschlußvorrichtungen (7) mit Dichtungseiementen
(18) versehen sind, welche mindestens je eine Arbeitsfläche besitzen, die derart ausgerichtet
ist. daß sie bei geschlossenen Bodenverschlußvorrichtungen (7) an der Gurtung (6) entlang einer Tangente
anliegt
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Kanten der Wellbleche (12) an deren Stoßstellen überlappen.
3. Vorrichtung nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß die Futterplatten (2) mit einem Abstand zueinander angeordnet sind und die jeweilige
Verschlußvorrichtung eine Stoßlasche (13) und eine zwischen den benachbarten Futterplatten (2) sowie
durch das Wandgerüst (1) durchgelassene Schraube
(14) aufweist, die in Axialrichtung durch eine Mutter
(15) festgelegt ist und die die Stoßlasche (13) an der Stoßstelle zwischen den benachbarten Futterplatten
(2) halt.
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|---|---|---|---|
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