DE2954592C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Skibremse und Skibindung mit den Merk
malen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Eine solche Skibremse und Skibindung ist aus dem Prospekt "Marker Sicherheits-Skibindungen: Die
Technologischen für alle" von Sport Scheck, Sendlinger Str. 85, 8000 München 2,
1976 bekannt. Die dort gezeigte Vorrichtung zeigt eine zwischen den beiden Halte
elementen montierte Skibremse ohne jeden Funktionszusammenhang mit den Halte
elementen. Ferner zeigt die DE-OS 23 65 701 eine Vorrichtung, bei der in
Verbindung mit anderen Teilen der Absatz eines Skistiefels mit einer als Drehteller
ausgebildeten Fersenbindung am Ski befestigt ist. Die Vorrichtung weist ferner eine
Skibremseinrichtung auf, die an der der Fersenbindung zugeordneten Drehplatte an
ordnet und befestigt ist. Die Bremseinrichtung weist zwei sich in Bezug auf die
Drehachse der Platte diametral gegenüberliegende Bremsorgane auf, die an der
drehbaren Platte jeweils um zur Drehachse der Drehplatte senkrechte Achsen
schwenkbar angelenkt sind. Den Bremsorganen sind Federelemente zugeordnet,
welche die Bremsorgane in Richtung auf eine unter die Unterseite des Skis vor
springenden Stellung vorspannen. Die Bremsorgane können jeweils mittels Hand aus
der bremswirksamen Stellung bis über die Oberfläche des Skis angehoben werden,
solange sich die drehbare Platte in einer Stellung befindet, in der sie gegenüber der
auf die Längsrichtung des Skis ausgerichteten Einstiegstellung nach der einen
Seite oder der anderen Seite verdreht ist. Nach Hochschwenken der
Bremsorgane kann die drehbare Platte in die ausgerichtete Einstiegstellung
verdreht werden, wodurch die beiden Bremsorgane jeweils vor der drehbaren
Platte bzw. hinter der drehbaren Platte flach auf der Skioberseite zum Auflie
gen kommen. Dies ist die Stellung, in der sich die drehbare Platte bei
normalem Gebrauch des Skis befindet. Damit bei Auslösung der Bindung die
Bremse automatisch zur Wirkung kommen kann bedarf die bekannte Vorrichtung
einer zusätzlichen Vorspanneinrichtung, welche die Platte bei Lösen des
Skistiefels aus der Vorrichtung selbsttätig aus der ausgerichteten Stellung
verdreht, so daß bei Lösen der Vorrichtung die Bremsorgane automatisch von
der Oberseite des Skis frei und zur Wirkung kommen können. Um für das
Einsteigen in die Vorrichtung diese zweite Vorspanneinrichtung außer Wirkung
zu setzen, ist eine Vorrichtung vorgesehen, um die Platte in der auf die
Längsrichtung des Skis ausgerichteten Stellung zu sichern.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbe
griffs des Anspruchs 1 so weiterzubilden, daß bei einfacher Ausbildung das Ein
steigen in die Bindung wesentlich erleichtert und vereinfacht und von dem Ge
schick oder der Übung des Skifahrers unabhängig werden.
Diese Aufgabe wird durch die Lehre des Anspruchs 1 gelöst.
Obwohl die Skibremse und das zweite Halteelemente unabhängig voneinander
auf dem Ski angeordnet sind und die Skibremse an den Drehmöglichkeiten
der Platte nicht teilnehmen kann, wird aufgrund der erfindungsgemäßen Lehre
sichergestellte, daß bei gelöster Vorrichtung und bei Fehlen des Skistiefels die
auf das Bremsorgan wirkende Vorspanneinrichtung automatisch auch wirksam
wird, um die drehbare Platte in der auf die Längsrichtung des Skis ausgerichte
ten Einstiegstellung zu sichern bzw. aus der Lösen der Bindung verursachenden
Verdrehstellung selbsttätig wieder in die ausgerichtete Einstiegstellung zurück
zuführen. Der Benutzer des Skis braucht daher an der Vorrichtung nicht zu
hantieren und diese nicht zu manipulieren, um in die Vorrichtung einsteigen zu
können. Mit dem Einsteigen in die Bindung wird das Bremsorgan automatisch in
die unwirksame Stellung geführt und der zentrierende Einfluß der Skibremse auf
die drehbare Platte aufgehoben, so daß bei dem anschließenden Gebrauch des
Skis die drehbare Platte und das dieser zugeordnete zweite Halteelement unge
stört durch die Bremseinrichtung funktionieren können.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich, wenn man die neue Lehre gemäß Anspruch 2
oder 3 weiterbildet. Damit werden die an der drehbaren Platte vorhandenen und
das zweite Halteelement mit der Platte verbindenden Tragarme in die
Vorrichtung besonders vereinfachender Weise für die Ausrichtung der Platte
auf die Einstiegstellung ausgenutzt.
Die Weiterbildungen der Ansprüche 4 und 5 betreffen vorteilhafte Ausgestal
tungen der Lehre nach Anspruch 1 oder 2.
Die Skibremse ist in ihrer Ausbildung als solche grundsätzlich bekannt (vgl.
FR-PS 22 34 910), wobei jede Skibremse geeignet ist, die einem um eine Quer
achse schwenkbare Einheit als Bremsorgan und auf das Vorhandensein oder
Fehlen des Skistiefels ansprechendes Organ aufweist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen an einem
Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung gemäß der Erfindung im Ausschnitt und in Seitenan
sicht bei in der Vorrichtung befindlichem Skistiefel, wobei die Teile in
der für den normalen Gebrauch des Skis üblichen Stellung dargestellt
sind;
Fig. 2 in perspektivischer Ansicht die Vorrichtung nach Fig. 1 in der Stel
lung, in der der Skistiefel fehlt, die Vorrichtung jedoch für das Ein
steigen bereit ist;
Fig. 3 die Stellung nach Fig. 2 in Seitenansicht und
Fig. 4 die Stellung nach Fig. 2 in Draufsicht.
Die Vorrichtung zum Halten des Skistiefels 5 auf dem Ski 2 umfaßt ein nicht
dargestelltes erstes Halteelement, das insbesondere mit der vorderen Spitze des
Stiefels zusammenwirkt, und zwar so, daß es bei Torsionsbelastungen des
Skistiefels ein seitliches Ausweichen des Stiefels nach der einen oder der
anderen Seite ermöglicht.
Zur deren Festlegung des Stiefels 5 dient ein zweites Halteelement 4 in
Form eines Fersenniederhalters beliebig geeigneter bekannter Ausführungsform,
der aus einem Niederhalterkörper 4c, an dem Sohlenrand der Ferse des Ski
stiefels angreifende Elmente 4b und einen Trittsporn 8 aufweist und der um
ein Querachse 4a schwenkbar an den rückwärtigen Enden von zwei Anlenk
armen 6b und 7b schwenkbar gelagert ist. Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, ist das
zweite Halteelement ein Skistiefel fehlt, um die Querachse 4a nach
rückwärts geschwenkt, so daß der Trittsporn 8 schräg nach vorne und nach oben
ragt und beim Einstieg mit dem Absatz der Stiefelsohle in Kontakt gerät, um
das zweite Halteelement automatisch in eine den Skistiefel festlegende Stellung
zu schwenken. Die Anlenkarme 6b und 7b sind über Anschlagsabschnitte 9 auf
der Skioberseite oder einem auf der Skioberseite montierten Teil abgestützt.
Die beiden Anlenkarme 6b, 7b erstrecken sich nach vorne zu zwei eine ge
meinsame Schwenkachse bildenden Zapfen 6a, 7a, und zwar so, daß sie
zwischen sich Raum für den Absatz und den hinteren Bereich des Skistiefels
bilden. Die Anlenkung der Anlenkarme erfolgt an zwei sich diametral gegen
überliegenden Anlenkaugen 1d die am Rand einer drehbaren Platte 1 angebracht
sind. Die drehbare Platte 1 wird um eine zur Skioberseite senkrechte Achse 3
frei drehbar auf dem Ski mit Hilfe eines mit Schrauben 1b fest auf dem Ski
gehaltenen Lagerteils 1a unterstützt, wie dies insb. aus den Fig. 2 und 4
ersichtlich ist. Das zweite Halteelement 4 für den Skistiefel 5 kann somit zu
sammen mit der drehbaren Platte 1 um die senkrechte Achse 3 nach der einen
oder der anderen Seite ausschwenken, wenn entsprechend starke seitliche
Kräfte auf den Skistiefel 5 einwirken, und zwar so weit, daß die Vorrichtung
auslöst und den Skistiefel 5 freigibt.
In vorbestimmter Zuordnung zu der Lage der drehbaren Platte 1 ist in Fahrt
richtung gesehen hinter der drehbaren Platte 1 auf der Skioberseite eine
Skibremse 50 montiert. Diese weist eine Anschraubplatte 54 auf, die mit Hilfe
von Schrauben 53 fest auf der Oberseite des Skis montiert ist und die in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 zugleich die Anschlagfläche für
die Anschläge 9 der Anlenkarme 6b und 7b bildet. An den Seiten der An
schraubplatte 54 ist um eine zur Längsrichtung des Skis quer verlaufende ski
feste Achse 52a ein Bremsorgan 52 schwenkbar gelagert. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ist auf jeder Seite der Anschraubplatte 54 ein solches
Bremsorgan 52 schwenkbar gelagert. Die beiden Bremsorgane sind im darge
stellten Beispiel durch einen nach vorne bügelförmig ausgerichteten Teil 51 zu
einer Schwenkeinheit verbunden. Diese Schwenkeinheit steht unter der Wirkung
einer nicht dargestellten Vorspanneinrichtung, welche das Bestreben hat, die
Schwenkeinheit ständig in Fig. 1 im Uhrzeigersinne zu verschwenken, um die
Bremsorgane 52 in die aus den Fig. 2 bis 3 ersichtliche bremswirksame Stel
lung zu bringen.
Der Teil 51, der die beiden Bremsorgane 52 verbindet, ist bei der dargestellten
Skibremse zugleich der auf das Vorhandensein oder das Fehlen des Skistiefels 5
ansprechende Teil. Zu diesem Zweck ist die Skibremse in Bezug auf die dreh
bare Platte 1 so angeordnet, daß der bügelförmige Teil 51 in den Bereich vor
den Trittsporn 8 ragt, und zwar bei Fehlen des Skistiefels von der Schwenk
achse 52a aus nach vorne und nach oben. Wie der Trittsporn 8 gelangt somit
auch der Teil 51 beim Einsteigen in die Vorrichtung in den Bereich der Sohle
des Skistiefels, wenn der Skistiefel in die Vorrichtung abgesenkt wird. Dadurch
wird beim Einsteigen der Teil 51 in den Raum "E" zwischen der Drehachse 3
der Platte 1 und der Schwenkachse 52a der Skibremse abgesenkt, während die
Bremsorgane entgegen der Wirkung der Vorspanneinrichtung aus der Stellung
nach Fig. 3 in die Stellung nach Fig. 1 angehoben und so unwirksam werden.
Die Skibremse kann in einer der bekannten Ausführungen verwendet werden, so
fern die Bremsorgane um eine skifeste Querachse unter der Wirkung einer
Vorspanneinrichtung in die wirksame Bremsstellung schwenkbar sind und mit
einem auf das Fehlen oder Vorhandensein des Skistiefels 5 ansprechenden Teil
verbunden sind.
Aus den Figuren ist ersichtlich, daß dann, wenn der Skistiefel 5 fehlt, Teile der
Schwenkeinheit der Skibremse als Anschlag mit einem oder beiden Anlenkarmen
6b und 7b zusammenwirken in der Weise, daß bei Fehlen des Skistiefels das
zweite Halteelement 4 zusammen mit der drehbaren Platte 1 in einer
vorbestimmten, auf die Längsrichtung des Skis ausgerichteten Stellung zentriert
sind und in dieser zentrierten Stellung gehalten werden. Diese zentrierte
Stellung ist die Einstiegstellung. Dies bedeutet, daß die Vorrichtung durch die
elastische Vorspanneinrichtung der Skibremse 50 automatisch stets in der
zentrierten Einstiegstellung gehalten wird, so daß der Benutzer lediglich den
Skistiefel 5 in die Vorrichtung einsetzen und die Stiefelsohle auf die Oberfläche
des Skis abzusenken braucht, ohne irgendwelche vorbereitende Handhabungen
oder Manipulationen ausführen oder besondere Aufmerksamkeit aufbringen muß.
Die schwenkbare Einheit der Skibremse 50 weist in dem auf das Fehlen oder
das Vorhandensein des Stiefels 5 ansprechenden bügelförmigen Teil 51 einen in
der Einstiegstellung nach Fig. 2 nach vorne und nach oben bogenförmig
gekrümmten Teil auf, der zwei nach vorne und nach oben schräg aufeinander
zulaufende Nockenflächen bildet. Diese wirken in vorbestimmter Weise mit den
beiden Anlenkarmen 6b, 7b der drehbaren Platte 1 zusammen. Wenn nämlich
bei Gebrauch des Skis, in der sich die Teile in der Stellung nach Fig. 1
befinden, sich der Skistiefel 5 aufgrund hoher äußerer Belastungen von der
Vorrichtung löst und freikommt wird die bewegliche Einheit der Ski
bremse 50 frei, so daß sie sich unter der Wirkung der Vorspannkraft in die
bremswirksame Stellung nach Fig. 2 oder Fig. 3 aufrichten kann. Bei einem
Sturz ist die drehbare Platte 1 mit dem zweiten Halteelement 4 normalerweise
aus der zentrierten Stellung nach Fig. 2 seitlich um einen durch die Auslösung
der Vorrichtung bestimmten Winkel seitlich ausgeschwenkt. Durch die nocken
förmige Ausbildung des auf das Fehlen oder Vorhandensein des Stiefels anspre
chenden bügelförmigen Teils 51 kann dieses beim Verschwenken der bewegli
chen Einheit aus der Stellung nach Fig. 1 in die Stellung nach Fig. 2 in den
Zwischenraum zwischen den Anlenkarmen 6b und 7b greifen und damit die
drehbare Platte bei der Bewegung des Bremsorgans 52 in die bremswirksame
Stellung wieder in die auf die Längsrichtung des Skis ausgerichtete Stellung
zurückdrehen, und zwar selbsttätig.
Nach einem Sturz ist somit die Vorrichtung wieder automatisch bereit zum
Einsteigen, ohne daß dazu der Benutzer irgendwelche Handhabungen ausüben
oder ein besonderes Geschick haben muß.
Claims (5)
1. Skibremse und Skibindung, bei der die Skibindung ein erstes Halte
element zum Halten des einen Endes eines Skistiefels aufweist, welches
so auf dem Ski befestigt ist, daß es bei Torsionsbelastungen des
Stiefels ein deutliches Ausweichen des Stiefels ermöglicht, und eine
auf dem Ski um eine zur Skioberseite senkrechte Achse drehbare Platte,
auf der ein zweites Halteelement zum Halten des anderen Endes des
Stiefels montiert ist, und bei der die Skibremse mit einem um eine zur
Längsrichtung des Skis quer orientierte, skifeste Achse schwenkbaren
und in eine unter den Ski vorspringende wirksame Stellung elastisch
vorgespannten Bremsorgan vorgesehen ist, das mit einem auf das Vor
handensein oder Fehlen des Stiefels ansprechenden Betätigungsteil
verbunden ist, dessen Betätigung durch den Stiefel beim Einsteigen in
die Skibindung das Anheben des Bremsorgans entgegen der Vorspannung in
die Bereitschaftsstellung zur Folge hat, dadurch gekennzeichnet, daß
der Betätigungsteil (51) der Skibremse (50) als ein Anschlag für die
drehbare Platte (1) ausgebildet ist, der nur in der Bremsstellung des
Bremsorganes (52) von der Skioberseite nach oben in den Schwenkbereich
eines mit der Platte (1) mitdrehenden Teils ragt und die Platte (1)
selbsttätig in eine Einstiegstellung zurückführt und in dieser Stellung
hält, in der die Platte (1) mit dem zweiten Halteelement in einer mit
der Längsachse des Skis (2) fluchtenden Stellung ausgerichtet ist.
2. Skibremse und Skibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das zweite Halteelement mit der drehbaren Platte über an der Platte
angelenkte Arme verbunden ist und daß der Betätigungsteil (51) in den
Schwenkbereich eines der Anlenkarme (6b, 7b) aufragt.
3. Skibremse und Skibindung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Betätigungsteil (51) einen in der wirksamen
Bremsstellung das Bremsorgans (52) von dessen quer verlaufender Schwenk
achse (52a) Bus in Fahrtrichtung und nach oben sich verjüngenden Ab
schnitt aufweist, dar zwischen die Arme (6b, 7b) greift, welche das
zweite Halteelement (4) mit der drehbaren Platte (1) verbinden.
4. Skibremse und Skibindung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Betätigungsteil (51) bügelförmig ausgebildet ist.
5. Skibremse und Skibindung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die skifeste Schwenkachse (52a) des Brems
organes und der Betätigungsteil (51) der Skibremse (50) in Skilängs
richtung gesehen hinter der zur Skioberseite senkrechten Drehachse (3)
der Platte (1) angeordnet sind.
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