DE295494C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B3/00—Ohmic-resistance heating
- H05B3/0019—Circuit arrangements
- H05B3/0023—Circuit arrangements for heating by passing the current directly across the material to be heated
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— M 295494 KLASSE 21 h. GRUPPE
Schaltung für den Betrieb elektrischer Öfen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. September 1915 ab.
Die praktischen Erfahrungen beim Betrieb
elektrischer Lichtbogenöfen haben ergeben, daß die günstigsten Ergebnisse in metallurgischer,
elektrischer und wirtschaftlicher Beziehung erzielt werden,
wenn die Schwankungen der zugeführten elektrischen Energie, welche durch das Kurzschließen
und Abreißen der Lichtbögen betriebsmäßig entstehen, recht gering sind,
ίο wenn ein möglichst großer Wärmeumsatz
im Schmelzgut selbst stattfindet, und
wenn die Beheizung nicht auf wenige lokalisierte Stellen beschränkt bleibt, sondern sich
auf viele Stellen annähernd gleichmäßig verteilt.
Um diese Bedingungen zu erfüllen, hat man bereits eine Anordnung getroffen, wie sie in
der Fig. ι dargestellt ist. Dort bezeichnet O
einen elektrischen Ofen, dessen Elektroden teils an der Oberfläche des Schmelzbades, teils
im Schmelzbade selbst untergebracht sind. T ist der Haupttransformator, der diesen Ofen
mit Energie versorgt. Zwischen diesen Haupttransformator und die unteren Elektroden des
Ofens ist ein Stromwandler geschaltet. Den unteren Elektroden wird so ein von dem
Strom J1 der oberen Elektroden verschiedener Strom J2 zugeführt. Das Verhältnis der beiden
Ströme ist dabei durch die Windungszahlen des Stromtransformators gegeben.
Diese Anordnung besitzt jedoch einen wesentlichen Nachteil. Die Wicklungen des Stromtransformators
bestehen als Starkstromwicklungen fast stets nur aus 1 bis 2 Windungen.
Es ist daher nicht möglich, das Verhältnis der Ströme J2 zu J1 beliebig zu ändern, wie
dies der Betrieb vielfach erfordert. Selbst wenn man aber Anzapfungen an dem Stromwandler
anbringen könnte, wäre es doch nicht möglich, die Umschaltung ohne längere Betriebspause
vorzunehmen, da für die in Frage kommenden Stromstärken praktisch Umschalter nicht eingebaut werden können.
Gemäß der Erfindung soll nun dieser Nachteil der an sich sonst vorteilhaften Anordnung
nach Fig. 1 dadurch behoben werden, daß die Primärwicklung des Stromwandlers mit der
Primärwicklung des Haupttransformators in Reihe geschaltet wird. Die Primärwicklung
des Stromwandlers führt dann also nicht mehr den hohen Strom der oberen Elektroden, sondern
nur den viel geringeren der Hochvoltseite des Haupttransformators. Damit ist die
Möglichkeit geschaffen, an dieser ·" Wicklung nach Belieben Umschaltungen vorzunehmen.
Eine derartige Ausführung ist in der Fig. 2 veranschaulicht. O bezeichnet wieder den
Ofen, T den Haupttransformator und St den Stromwandler. Die drei Phasenwicklungen
des Haupttransformators liegen je an einer oberen und einer unteren Elektrode. An die
unteren Elektroden ist weiterhin die Sekundärseite des Stromwandlers St angeschlossen,
dessen Primärseite, mit den Primärwicklungen des Haupttransformators in Reihe geschaltet
ist. Zur Regelung der Stromstärke, die der Stromwandler Si in den Ofen entsendet, wird
man die Primärwicklung des Stromwandlers mit Anzapfungen versehen, die umgeschaltet
werden können. Auch kann man diese Wicklung zur Umschaltung in Gruppen parallel oder in Reihe einrichten.
Die Fig. 3 zeigt einen einphasigen Ofen, bei dem verschiedene Umschaltungsmöglichkeiten
zur Regelung der Stromstärke der unteren Elektroden Verwendung finden. Die mit der
Primärwicklung des Haupttransformators T in Reihe liegende Primärwicklung des Stromwandlers
St ist danach zunächst mit Anzapfungen versehen, so daß mittels der Umschalter
U1, U2 verschiedene Ubersetzungsverhältnisse
eingestellt werden können. Durch einen weiteren Umschalter U3 können die Anschlüsse
der Primärwicklung des Stromwandlers so ver-
" tauscht werden, daß der Stromwandler nicht mehr Energie an den Ofen abgibt, sondern
umgekehrt Energie entnimmt und an das Netz zurückliefert. So kann man entweder einen
sehr stoßfreien oder einen sehr überlastbaren Betrieb erzielen. Die Betätigung des Umschalters
U9 im Betriebe wird durch einen Kurzschließer K ermöglicht.
Die neue Schaltung bietet die Möglichkeit, die Beheizung des Schmelzbades im einzelnen
Falle nach Bedarf zu beeinflussen. Damit ist der Nachteil der bekannten Anordnung vollkommen
beseitigt. Es ist aber ohne weiteres ersichtlich, daß die Vorteile dieser Anordnung
auch bei der neuen Schaltung vorhanden sind.
Claims (3)
1. Schaltung für den Betrieb elektrischer öfen mit an der Oberfläche des
Schmelzbades wie im Schmelzbade selbst angeordneten Elektroden und mit an den unteren Elektroden liegendem Stromwandler,
dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklung des Stromwandlers (St) in die
Primärseite des Haupttransformators (T) geschaltet wird.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklung
des Stromwandlers (St) Anzapfungen besitzt, die im Betriebe umgeschaltet werden
können.
3. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse der Primärwicklung
des Stromwandlers (St) durch einen Umschalter vertauscht werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE295494C true DE295494C (de) |
Family
ID=549966
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT295494D Active DE295494C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE295494C (de) |
-
0
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