DE295522C - - Google Patents

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DE295522C DENDAT295522D DE295522DA DE295522C DE 295522 C DE295522 C DE 295522C DE NDAT295522 D DENDAT295522 D DE NDAT295522D DE 295522D A DE295522D A DE 295522DA DE 295522 C DE295522 C DE 295522C
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 295522 KLASSE 54ö. GRUPPE
NELSON E. FUNK in MOUNTCLAIR, V. St. A.
Verfahren und Maschine zur Herstellung von Fensterbriefumschlägen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Mai 1914 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Maschine zur Herstellung von Fensterbriefumschlägen. Die Herstellung dieser Fensterbriefumschläge erfolgte bisher in der Weise, daß einzelne Lappen durchscheinenden Papiers auf einzelne Briefumschlagwerkstücke aufgebracht wurden. Die Anbringung dieser durchscheinenden Lappen auf ein endloses und ununterbrochen vorbewegtes Band war praktisch unmöglich, gleichgültig, ob die Lappen von einem Behälter dem Briefumschlagstreifen zugeführt oder erst im Augenblick ihrer Anbringung von einer Papierrolle abgeschnitten wurden. Es rührt dies daher, daß genau arbeitende Vorrichtungen erforderlich waren, die die einzelnen Lappen stets in genau demselben Abstande auf den Briefumschlagstreifen aufbrach- - ten. Erfolgte dies nicht in genau der vorher bestimmten Entfernung, so erfolgte bereits
ao nach Herstellung von einigen hundert Briefumschlägen, eine mangelhaft verschlossene Fensterbriefumschlagöffnung.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, wird gemäß der Erfindung auf dem fortlaufenden und sich vorbewegenden, mit Fensteröffnungen und Klebstoff versehenen Briefumschlagstreifen ein beständig laufender durchsichtiger Streifen so aufgebracht, daß er sich ohne Unterbrechung auf den in der Breite des durchsichtigen Streifens mit Klebstoff und Fensteröffnungen versehenen Teil der Briefumschlagwerkstücke und deren seitliche Verschlußklappen legt, worauf das Gummieren der seitlichen Verschlußklappen quer zur Streifenbahn, das seitliche Ausschneiden des Rückenteiles, das Umfalten und Kniffen des Rückenteiles, die Zertrennung beider Streifen quer durch die Mitte der seitlichen Verschlußklappen und deren Umfalten erfolgt.
Auf den Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen die Fig. ι bis 68 die Maschine, welche angewendet wird, um das neue Verfahren auszuführen.
Die Fig. 69 bis 72 zeigen die verschiedenen Arbeitsvorgänge des Verfahrens. Gleichzeitig sind dort drei Ansichten des Briefumschlags veranschaulicht.
Die Fig. 73 bis 76 zeigen eine andere Ausführungsform der Erfindung.
Zuerst sei der Briefumschlag selbst beschrieben, und zwar veranschaulichen dies die Fig. 70 bis 72. Der Briefumschlag besteht aus einem vorderen Teile 10 b, welcher mit einer Fensteröffnung 10/ und einem Rückenteile 10 c versehen ist. Dieser Rückenteil bildet ein Ganzes mit dem vorderen Teil und trägt an der entgegengesetzten Kante die Verschlußklappe 10 d. Der vordere Teil 10* ist mit Verschlußstücken 10 e versehen. Die Fensteröffnung wird innen mit durchsichtigem Papier oder anderem Material 11 derart überklebt, daß es die Verschlußklappen 10 e bedeckt. Die Endlappen 10 e werden (Fig. 71 und 72) auf dem Rückenteile mit dem durchsichtigen Papier 11 zusammengefaltet und verschlossen. Der vordere Teil 10 b wird mit einer öffnung 10 & versehen, die unter dem gummierten Teile der Verschlußklappe 10= liegt (Fig. 71), so daß die Verschlußklappe den im Briefumschlag liegenden Brief mit dem Umschlag infolge der öffnung 10 s festhält und die Adresse unter dem Fenster nicht verschoben werden kann. Auch
die Rückseite ioc wird mit einem Loch io'! versehen, um zwecks Öffnens des Umschlages einen Brieföffner oder ein Messer einführen zu können.
Die Ausführung des Verfahrens zeigt Fig. 69. Der Briefumschlag wird aus einem fortlaufenden Bandstreifen gebildet, wobei das Band und seine Verschlußklappen fortlaufend oder unterbrochen durch eine Klebstoffauftragvorrichtung geführt und an den erforderlichen Stellen gummiert wird. Nach dem Ausstanzen oder Ausschneiden der Fensteröffnungen wird fortlaufend ein durchsichtiger Papierstreifen auf den Umschlagstreifen aufgeklebt. Darauf werden die seitlichen Teile des Rückenteiles 10 c herausgeschnitten und gleichzeitig die Verschlußklappe und die Seitenklappen 10 e fertig-
' gestellt, ohne jedoch die Papierbahn vollkommen zu trennen. Die stehengebliebenen Vor- der- und Rückenteile werden dann gefaltet und umgebogen, und der gefaltete Streifen wird in der Mitte der quer gummierten Teile getrennt und der Briefumschlag durch Faltung und Verklebung der Seitenlappen über dem Rücken des Umschlages vervollständigt. Die Briefumschläge werden so fortlaufend gebildet und während ihrer Bildung bedruckt.
Die Maschine (Fig. 1) besteht aus einer Anzahl von besonderen Vorrichtungen, welche die Arbeitsgänge ausführen und im folgenden beschrieben sind. Der Briefumschlagstreifen 10 wird von einer Rolle 10 a abgezogen durch eine Vorrichtung, welche in Fig. 5 bis 8 veranschaulicht ist, und die im wesentlichen aus einer Abziehrolle 14 und einer Spannrolle 15 besteht, welche durch Lüftungsorgane 16, 17 angehoben werden'können. Die Rolle 10 a ist mit einer Bremse 24,26 (Fig. 9 und 10) versehen, die einstellbar am Ende der Rolle durch eine Schraube 25 angebracht ist. Das Papier läuft zwischen den Drucktypen 220 und 221 (Fig. i) und ihren entsprechenden Druckstellen hindurch, wobei die Vorderseite des Briefumschlages in beliebiger Weise in einer oder zwei Farben bedrückt werden kann. Hierauf . geht es um die Rollen 33 und 33 a, die in einem Rahmen 33 b durch eine Stellschraube 33cund33rf (Fig. 11 und 18) verstellt werden können, über eine Tragplatte 34 (Fig. 11 und 16), wo die Druckerschwärze trocknet, dann über Rollen 35 zur ersten Gummiervorrichtung und darauf durch eine einstellbare Spannvorrichtung 31 (Fig. 12 und 15). Eine lange Schlinge iov (Fig. ι und 8) entsteht so zwischen der Spann- -vorrichtung und .der Rolle, so daß die verschiedentlichen Rückspannungen der Rolle auf das Papier auf gehoben werden.
Wird eine Druckpresse verwendet, so kann eine Spannrolle 37 (Fig. 12, 16 und 17) in Anwendung gebracht werden, um das Papier immer in gleichmäßiger Spannung zu halten, die an einem Schieber 38 sitzt und durch an einer der Druckplatten 122 sitzende Organe 40 mittels der Rolle 39 verschoben werden kann.
Nach Verlassen der Druckvorrichtung geht der Papierstreifen über eine Rolle 36 (Fig. 17) zu den mit erhabenen und ausgeschnittenen Teilen 53c,- 53 d und 54 c versehenen Gummierwalzen 53 und 54 (Fig. 26), welche um den Ausschnitt der Fensteröffnung und auf die Verschlußklappen Klebstoff auftragen (Fig. 21). Diesen Gummierwalzen wird der Klebstoff aus den Klebstoffbehältern 51 und 51Λ die in einem abnehmbaren Rahmen 50 liegen, durch die Rollen 53 a und 54 a zugeführt. Rollen 53* und 54 h regeln die Menge der Klebstoffzuführung. Die Gummiervorrichtung wird z. B. durch Zahnradgetriebe 57, 57" und 57* (Fig. 19) angetrieben. Die Rollen 53 und 54 können durch Stellschrauben 58 der Papierbahn gegenüber eingestellt werden. Die ganze Gummiervorrichtung kann zwecks Reinigung abgenommen werden.
Der Briefumschlagstreifen geht dann zu der Vorrichtung, die die Fensteröffnungen bildet. Dieselbe besteht aus einem sich in einer Führung 63 bewegenden Stempel 64 an einem Schlitten 62. Der Stempel schneidet die nicht von den Gummierrollen 53 bearbeiteten Stellen aus (Fig. 26). Der Stempel wird durch Hebei 65 und durch die Welle 66 bewegt (Fig. 22).
Nach dem Ausschneiden des Fensters wird das durchsichtige Band 11 von der Rolle 74s heruntergezogen, wobei Spannorgane 72 s, 72* und 72e in Tätigkeit treten, so daß eine Schlinge 11x gebildet wird (Fig. 27 und 28). Der durchsichtige Streifen geht dann wie der Briefumschlagstreifen über ein Spannorgan 77 zu der Rolle 81, welche ihn an den gummierten Teil des Briefumschlagstreifens drückt, so daß beide Streifen zusammen bewegt werden. Auf der Welle der Rolle 81 a sitzt eine zweite Rolle Si*, die beide mit den unteren Rollen 80 a und 80 b zusammen (Fig. 23) den Briefumschlagstreifen führen (Fig. 26, 27 und 28): Die oberen Rollen können durch die Daumenwelle 82, die Daumen 82 a und die Hebel 82* ausgerückt werden. ..'■■■
Die Fig. 29 bis 35 zeigen die Vorrichtung zum weiteren Gummieren der Seitenklappen, zum Beschneiden derselben und zum Ausstanzen von Löchern im Briefumschlagstreifen. Sie besteht aus einem Schlitten 92, welcher in Führungen 91 läuft und mit Schneidmessern 92 a, gzb, 92 c, 92 d (Fig. 34 und 35), Stanzstempeln 95, 96 für die Löcher 108 und ioft und einem Gummikissen 97 versehen ist, das durch Stifte 99 unter einer Feder 99 a nachgiebig gelagert ist (Fig. 32). Die untere Fläche dieses Kissens wird durch eine Rolle 109 an dem Schlitten 108 mit Klebstoff versehen. Die Rolle wird durch einen Hebel noa unter
dem ortsfesten Kissen in einem Schlitten 107 quer zur Laufrichtung der Bänder verschoben. Sie nimmt den Klebstoff von der Rolle 102 auf und aus dem Klebstoff behälter 100 durch Vermittlung der Rolle 103, die ihrerseits mit der Abschneidrolle 104 zusammenarbeitet, Die Fig. 31 und 34 zeigen, wie weit beim Herabgehen des Schlittens der Streifen am hinteren Ende des Schlittens 92 fertiggestellt wird und die quer liegenden Seitenklappenteile in der Nähe des Ausschnittes gummiert werden, worüber sich das durchsichtige Papierband legt. Die Fig. 36 bis 43 veranschaulichen die Vorrichtung zur Herstellung der ersten Faltung, nämlich diejenige des zwischen den ausgeschnittenen Teilen des Briefumschlagstreifens liegenden Teiles des Umschlags (Fig.' 41, 42 und 43). Die Vorrichtung besteht aus einer um den Gelenkbolzen 117 schwingenden Klappe 116, die von der Feder 118 auf den mit Fensterausschnitt versehenen Umschlagteil gedrückt wird, während ein von den Daumen 121, den Rollen 121 a und dem Hebel 121 b gesteuerter Kolben 119 zuerst angehoben, dann durch die Daumen 122, 122 α und den Schlitten 122 b quer zur Streifenbahn verschöben wird und den Teil 10 c des Umschlages auf die Klappe 116 umlegt (Fig. 40 und 41). Die Faltklinge 125, welche in normaler Lage quer zur Bahn steht (Fig. 38, 39, 41 und 43) und durch Stifte 125 a und Federn 125 in einem Arm gehalten ist, wird, nachdem der Kolben 119 zurückgezogen ist, oberhalb der Faltung durch den Daumen 131 und die Zahnstange 130 * um eine Welle 124 geschwungen (Fig. 38) und durch den Daumen 129, den Heberi.28 und die Tragstange 126 heruntergedrückt, um die Faltung zu vervollständigen, wenn der Streifen entlanggezogen wird. Nach diesem Falten geht das Papier zwischen den unteren Rollen 142 a und 143 a und den Bogenrollen 140 a und 141 a hindurch (Fig. 45). Diese Paare der Rollen sind an verschiedenen Punkten in der Längs- und auch in der Querrichtung des gefalteten Papiers angeordnet, und die oberen Rollen sind an einem Punkte 140 c und 141 c genutet, so daß sie über den quer gummierten Teil der gefalteten Fläche hinweggehen, während ein Paar der Rollen das Papier ergreift und weiterführt, wobei die Nut des anderen Paares über den gummierten Teil hinwegläuft. Der gefaltete Streifen" wird dann durch die oberen und unteren Äbschneidmesser 150 und 151 in der Mitte der gummierten Seitenklappen durchgeschnitten. Die obere bewegliche Klinge wird durch den Arm 152 an der Stange 153 getragen, während die Bewegung durch den Hebel 154, durch das Organ 156 a, durch die Stange 156, durch Kurbelarme 157, 158 und durch den Daumen 160 a stattfindet (Fig. 44, 64, 66 und 67).
In der Nähe der Abschneidvorrichtung liegt die Vorrichtung zur endgültigen Faltung. Das getrennte, teilweise gefaltete Werkstück kommt auf eine lotrecht bewegliche Platte 162 zu liegen. Diese hat vorn abgeschrägte Kanten 162 a (Fig. 45 und 47) und wird durch den Schlitten 162* (Fig. 46, 53, 54 und"56) getragen, welcher in den Führungen 162 c läuft. Die Platte wird in lotrechter Richtung bewegt durch die Stange 164 (Fig. 55), den Hebel 165 und den Daumen 160 c (Fig. 64 und 65). Das getrennte Werkstück wird auf der Platte festgeklemmt durch den Kolben 170 (Fig. 45, 48, 58 und 59), welcher durch die Stange 171, den Arm 122, die Stange 173, den Hebel 174 nach unten bewegt wird (Fig. 64), wobei eine Rolle 175 mit dem Daumenorgan 160 d in Eingriff steht. Dieser Kolben 170 hat eine einwärts bewegliche Bodenplatte 176 (s. Fig. 45), die außen durch einen Daumen 177 gegen den Rückzug der Feder 176* (Fig. 47) gehalten wird. Wenn der Kolben herabgeht, wird der abgetrennte Briefumschlag auf der Platte festgehalten und nach unten geführt, so daß er zwischen die Faltrollen 184 zu liegen kommt (Fig.* 60), wobei eine weitere Faltung stattfindet. Die Faltrollen werden dann durch die Zahnräder 185 a auf der Welle 185 nach innen gerückt, wobei die Welle durch die Zahnstange 186 und Daumen 187 bewegt wird, um die seitlichen Klappen zu falten und zu befestigen. Die Bodenplatten 176 a des Kolbens werden in diesem Augenblick zurückgezogen, um diese Klappen auf dem Briefumschlag zu befestigen. Dieses geschieht durch die Drehung des Kammorgans 177 (Fig. 48), durch ein Segment 179, die Welle 180, Arme 181 und den Kamm i6oa (Fig. 51, 52 und 54).
Der Hauptverschluß wird dann scharf (Fig. 79, 80 und 81) durch eine Faltstange 190 umgefaltet, welche mit einem geneigten Lappen 190 a versehen ist. Diese Faltstange wird durch den Kolben getragen und auf und ab bewegt durch den Vorsprung I77e auf dem Daumenrade 177 a (Fig. 47 und 49), und ebenfalls herunterbewegt durch den Vorsprung 177 e (Fig. 48), entgegen dem Federzuge 194. Die Faltstange hat Stifte 191, die in Lagern 192 gleiten, welche beweglich und lotrecht an no Stiften 193 des Kolbens befestigt sind. Fig. 79 zeigt die Stellung der Teile, "nachdem die Endlappen gefaltet und befestigt sind. Die Faltstange 190 wird dann durch den Daumenvorsprung 177 c heruntergezogen in die Stellung, wie es Fig. 80 zeigt, so wird die Verschlußklappe heruntergebogen, und infolge der weiteren Drehung der Daumenbuchse177 ziehen die Federn 194 die Faltstange nach innen (Fig. 81) und falten die Verschlußklappe in einer scharfen Kante. Nachdem gehen die Organe in ihre normale Stellung zurück. Die
Faltrollen 184 sind ferner teilweise bei 184* ausgeschnitten, um sich den Faltstangen 190 anzupassen, während die Verschluß klappen gehalten werden.
5. Der Kolben wird jetzt angehoben und der fertige Briefumschlag durch die Stifte 200, welche an der Ausstoßstange 201 sitzen (Fig. 57), herausgestoßen, wobei eine Rolle 203 vorgesehen ist, die in Eingriff steht mit dem Daumen 204. Die Stifte 200 gehen durch Schlitze 167 der Platte 162 (Fig. 54) und werfen den Briefumschlag ab zu der Abwerfrolle 210 und den Bändern 212 an den Rollen 211 und 213 (Fig. 47), durch welche die fertigen Briefumschläge zu einem Kasten 215 geführt werden; die anderen Teile der Maschine gehen in ihre ursprüngliche Lage zurück. Der Kasten kann mit gebräuchlichen Organen zur Zählung und Registrierung der Anzahl der Briefumschläge versehen sein.
Die Fig. 73 bis 76 zeigen eine andere Ausführungsform, in welcher das durchsichtige Papier 11 in bestimmten Zwischenräumen durchlocht ist, was durch Organe einer Durchlochungswalze 81 (Fig. 73) geschieht, so daß die Durchlochungen über den Teilen der Papierbahn liegen, welche die seitlichen Verschlußklappen der Briefumschläge bilden. Wenn der Klebstoff quer durch das Kissen 97 zum Beispiel aufgetragen ist, dringt er durch diese Löcher 11 b (Fig. 74), und wenn die Endlappen gefaltet werden (Fig. 75 und 76), werden die seitlichen Verschlußklappen unmittelbar auf der Rückseite 10 c des Briefumschlages befestigt durch die Löcher 11 *. Ein derartiges Zusammenschließen der Teile ist vereinigt mit der Faltung der seitlichen Verschlußklappen des durchsichtigen Papiers. Ebenfalls wird vermieden, daß sich das durchsichtige Material von dem Briefumschlage trennt, wenn z. B. der Klebstoff nicht ordnungsgemäß haftet. Die Maschine ist mit Anschlag- und Anhaltevorrichtungen versehen, mit einer Reibungskupplung 230, welche durch den Handhebel 231 (Fig. 1 und 2) bedient wird.
Die verschiedenen Rollen und Antriebsvörrichtungen, welche das Briefumschlagband vorwärts führen, werden mit gleicher Geschwindigkeit angetrieben, und zwar in diesem Falle unterbrochen durch das schwingende Zahnrad 45 und die Zahnstange 44 (Fig. 11), welche durch die Stange 41, das Gelenk 42, den Hebel 43 und den Daumen 2 a gesteuert wird (Fig. 8), der auf der Hauptwelle 2 sitzt.
Das Zahnrad. 45 ist lose auf der Welle 46 der Rolle 36 befestigt und trägt eine Sperrklinke 47, die mit Nuten 48, welche sich in der Nabe befinden, in Eingriff steht (Fig. 11, 12,13 und 14). Die Welle 46 ist durch Kettengetriebe 83, 84, 85,149, 49a und 148 mit den Antriebsrollen 8oa, 80 b, Si^undSi* (Fig. 23 und 26) verbunden, gleichzeitig auch mit den Antriebsrollen 140 a, 141 a, 142 a und 143 a (Fig. 45). Die Hauptantriebswelle 2 ist auch mit Kurbeln 224 und 225 (Fig. i, 2, 3 und 4) versehen zum Antriebe der Druckvorrichtung. Gleichzeitig befindet sich dort der Daumen 160. Die Antriebswelle 2 ist auch durch Kegelradgetriebe 22 und 23 (Fig. 8) mit einer Gegenwelle 21 durch Kettenantrieb 18, 19 und 20 verbunden, gleichzeitig mit der Abzugsrolle 14 für den Briefumschlagstreifen (Fig. 8). Diese Rolle ist durch das Kettengetriebe 14 a, 75, 73* (Fig. 1) mit der Abzugsrolle für den durchsichtigen Streifen 11 verbunden, so daß die Streifen gleichmäßig von ihren entsprechenden Rollen abgezogen werden.
Die Bewegung für die Schneidvorrichtung der Fenster (Fig. 22) und für den Schlitten 92 (Fig. 29, 30, 31 und 34) für die weitere Fertigstellung und Gummierung geschieht durch ein Daumenrad (Fig. 77), das mit einer Rolle und mit einem Hebel verbunden ist, der die Beweguug durch die Stange 69 und die Kurbel 68* (Fig. 29 und 31) überträgt. Letztere ist durch den Hebel 67 mit einem Arm 66* auf der Welle 66 verbunden (Fig. 19). Der Arm 110 a zur Bewegung des Schlittens 108 und der Gummierrolle 109 wird durch einen Daumen angetrieben (Fig. 78) auf der Welle 2, der mit einer Rolle in Eingriff steht, welche auf einem Hebel sitzt, der an eine Stange in und an den Arm 110* angelenkt ist (Fig. 29 und 31).

Claims (10)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Fensterbriefumschlägen, bei dem auf einen ununterbrochen sich vorbewegenden Briefumschlagstreifen Klebstoff aufgetragen und auf die Fensteröffuungen durchsichtige Blätter aufgeklebt werden, dadurch gekennzeichnet, daß auf den ununterbrochen sich vorbewegenden, mit Klebstoff und Fensteröffnungen versehenen Briefumschlagstreifen (10) ein ununterbrochen sich vorbewegender durchsichtiger Streifen (11) so aufgebracht wird, daß er sich ohne Unterbrechung auf den in der Breite des durchsichtigen Streifens mit Klebstoff und Fensteröffnungen versehenen Teil (10*) der Briefumschlagwerkstücke und deren seitliche Verschlußklappen (ioe) legt, worauf das Gummieren der seitlichen Verschlußklappen (10 e) quer zur Streifenbahn, das seitliche Ausschneiden des Rückenteiles (ioc), das Umfalten und Kniffen des Rückenteiles, die Zertrennung beider Streifen quer durch die Mitte der seitlichen Verschlußklappen und deren Umfalten erfolgt.
2. Verfahren zur Herstellung von Fensterbrief umschlagen nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß diejenigen Teile des durchsichtigen Streifens, die auf die gummierten Seitenlappen zu liegen kommen, mit Klebstoffdurchtrittslöchern (ii^) versehen werden.
3. Maschine zur Herstellung von Fensterbriefumschlägen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Schneidmesser (92 a, 92*, 92 c, 92 d), ■ die den Rückenteil (10c) der Briefumschläge quer zur Streifenbahn ausschneiden und die Kanten der Verschlußklappen beschneiden, ohne die Umschläge vollständig vom Briefumschlagstreifen zu trennen.
4. Maschine zur Herstellung von Fensterbriefumschlägen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine über den Briefumschlagstreifen sich legende Schwingplatte (116) und einen mit ihr zusammenarbeitenden, lotrecht und wagerecht verschiebbaren Kolben (119) zum Umfalten des ausgeschnittenen Rückenteiles (10 c) auf den mit der Fensteröffnung versehenen Teil (10 b) des Briefumschlagstreifens.
5. Maschine zur Herstellung von Fensterbriefumschlägen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Faltklinge (125) zum Kniffen des umgelegten Rückenteiles (10 c) nach dem Rückgange des Faltkolbens (119) aus seiner Arbeitsstellung.
6. Maschine zur Herstellung von Fensterbriefumschlägen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Umfalten der seitlichen Verschlußklappen nach der vollständigen Abtrennung eines Briefumschlages von dem Briefumschlagstreifen durch Schneidmesser (150, 151) der abgetrennte Briefumschlag zwischen einer verschiebbaren Platte (162) und einem verschiebbaren Kolben (170) festgeklemmt wird, während mit ebenen Flächen (ΐδ^) versehene Faltwalzen (184) die Verschlußklappen umlegen.
7. Maschine zur Herstellung von Feristerbriefumschlägen nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der verschiebbare Kolben (170) Bodenplatten (176 a) trägt, die zurückgezogen werden, wenn die Faltwalzen (184) die Verschlußklappen umlegen.
8. Maschine zur Herstellung von Fensterbriefumschlägen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum scharfen Kniffen oder Falten der Verschlußklappe eine mit einem schräg verlaufenden Lappen (19ο3) versehene Faltstange (190) vorgesehen ist.
9. Maschine zur Herstellung von Fensterbriefumschlägen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Entfernung der zwischen der Platte (162) und dem KoI-ben (170) liegenden Briefumschläge an einer Ausstoßstange (201) eine Anzahl Stifte (200) sitzen, die beim Aufwärtsgange des Kolbens in Schlitze (167) der Verschubplatte. (162) eintreten.
10. Maschine zur Herstellung von Fensterbriefumschlägen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Paare von Antriebsrollen (14O3, 141 a und 142 a, 143 a) zur Führung des Briefumschlagstreifens vorgesehen sind, nachdem derselbe quer gummiert ist, die in verschiedenen Ebenen quer und längs zum Briefumschlage angeordnet sind, und von denen eine Rolle eines jeden Paares mit einem Ausschnitt (140 c, 141 c) versehen ist, der über den quer gummierten Teil der Werkstücke hinweggeht.
Hierzu 14 Blatt Zeichnungen.
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