DE295949C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B7/00—Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
- D04B7/30—Flat-bed knitting machines with independently-movable needles specially adapted for knitting goods of particular configuration
- D04B7/32—Flat-bed knitting machines with independently-movable needles specially adapted for knitting goods of particular configuration tubular goods
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Strümpfe und sonstige schlauchförmig gestrickte Gebrauchsgegenstände werden bekanntlich
an den beim Gebrauch besonders stark beanspruchten Stellen verstärkt gearbeitet,
indem man dem Grundfaden einen Verstärkungsfaden zufügt. Dieser Verstärkungsfaden
wird jedoch nicht immer ringsum mit eingearbeitet, sondern beispielsweise bei . der sog.
Hochferse oder Doppelsohle von Strümpfen
ίο nur im halben Umfange, d. h. während nach
Fig. 7 der Grundfaden auf einer Flachstrickmaschine
im Sinne der Schlauchform α verarbeitet wird, beschreibt der Verstärkungsfaden
bei seiner Verarbeitung nur den Weg b, so daß nur die rechtsseitige Hälfte des
Schlauches α eine Verstärkung erhält, die linksseitige Hälfte dagegen unverstärkt bleibt.
Da bei diesem Arbeitsvorgange der Verstärkungsfaden
inmitten des Warenstückes bei c, d (Fig. 7) von der vorderen zur hinteren
Nadelreihe übergeht, so stellt er längs der Linien e-c1 und d-d1 in jeder Maschenreihe eine
Verbindung zwischen den beiden Warenflächen des vorderen und hinteren Nadelbettes her,
welche Verbindung natürlich vor dem Gebrauch durch Zerschneiden derselben wieder
beseitigt werden muß. Dieses Zerschneiden zeitigt den Übelstand, daß sich die kurzen
Enden der zerschnittenen Fäden sehr bald nach der Außenseite der Ware durchziehen
und infolgedessen die Ware unansehnlich sowie minderwertig machen. ·
Mit der Erfindung wird nun bezweckt, das genannte Herausziehen der Fadenenden nach
Möglichkeit zu verhindern. Das hierzu in Anwendung kommende Verfahren besteht darin, den Verstärkungsfaden an der Übergangsstelle
von dem einen Nadelbett zum anderen etwas auszuziehen, so daß die regelmäßig von ihm gebildete Querverbindung (c-d)
eine größere Fadenmenge enthält, als der Zwischenraum der Nadelbetten erfordert.
Diese Fadenmenge wird so bemessen, daß die nach dem Zerschneiden vorhandenen Fadenenden
eine solche Länge besitzen, vermöge welcher sie von selbst am Herausziehen behindert werden, womit ohne weiteres der beabsichtigte
Zweck erreicht ist.
Die Durchführung dieses Verfahrens sowie das Zerschneiden der Querverbindungen kann
beispielsweise mit der nachstehend beschriebenen, in den Fig. 1 bis 5 in Seitenansicht
bzw. la bis 4a in Oberansicht veranschaulichten Einrichtung einer Flachstrickmaschine
geschehen.
Wenn der Verstärkungsfaden b durch den Führer 3 bis zur Übergangsstelle c-d geleitet
worden ist (Fig. 1, ia und 7), kommt ein
hakenförmiger Greifer 1, erfaßt den Verstärkungsfaden
b und zieht diesen durch eine entsprechende Bewegung aus, so. daß er zwischen
c und d eine genügend lange Schleife bildet, welche dann, sobald der Faden durch
die Stricknadeln bei c und d gehörig gehalten ist, mittels eines Messers 2 durchschnitten
wird.
In Fig. ι und ι a nimmt die Fadenauszieh-
und Schneidvorrichtung ihre Anfangslage ein, in welcher sie sich außer Tätigkeit befindet.
Der Greifer ι und das Messer 2 sind verschiebbar in einer Platte 5 angeordnet, welche
schwingbar auf einem feststehenden Lager 9 ruht, das auf der feststehenden Schlittenführungsschiene
10 sitzt. Über dieser Vorrichtung bewegt sich mit dem Schlitten 11 hin
und her ein Schloß 12, welches mittels eines Riegels 13 in senkrechter Richtung auf und
ab bewegt werden kann, damit es in und außer den Bereich von Stiften 3, 4 und 7
kommt, die am Greifer r, dem Messer 2 und der schwingbaren Platte 5 vorgesehen sind.
Bei den Darstellungen in Fig. 1 und ia ist
angenommen, daß sich der Schlitten 11 nebst dem Schloß 12 für den Fadenabschneider in
der angedeuteten Pfeilrichtung von rechts nach links bewegt, wobei die vordere Nadelreihe
ν in Tätigkeit tritt und der Führer 3 mit dem Verstärkungsfaden b bei c-d zum
Stillstand gelangt ist. Am Ende dieses Schlittenhubes wird nun das Hilfsschloß 12 durch
Verschiebung des Riegels 13 gesenkt und in Arbeitslage gebracht.
Wenn sich hierauf der Schlitten bzw. das Hilfsschloß 12 in der entgegengesetzten Richtung,
. d. h. von links nach rechts bewegt (Pfeil Fig. 2 a), also die hintere Nadelreihe h
Maschen bildet, wird im geeigneten Zeitpunkt durch die Kurvenbahnen des Schlosses 12 der
Stift 7 und der Stift 3 erfaßt, was zunächst ein Schwingen der Platte 5, 6 und Verschieben
des Greifers 1 in Richtung nach dem Führer 3 zur Folge hat, so daß der Greifer den Faden b
erfassen kann, worauf er mit diesem in seiner Achsrichtung etwas zurückbewegt wird, damit
er aus dem Bewegungsbereich der zwecks Kulierens im hinteren Nadelbett aufsteigenden
Stricknadeln kommt (Fig. 2 und 2a).
Ist nun der Schlitten 11 mit seinen bekannten,
aus der Zeichnung nicht ersichtlichen Nadelschlössern während der Rechtsbewegung
so weit gelangt, daß die in Arbeit befindlichen hinteren Stricknadeln h bei der Übergangsstelle
c-d des Verstärkungsfadens von vorn nach hinten die höchste Stellung einnehmen,
so veranlaßt das Hilfsschloß 12 am Stift 7 die Fortsetzung der begonnenen Schwingung der
Platte 5 mit dem Greifer 1 entgegen der Bewegungsrichtung des Maschinenschlittens, wodurch
das Ausziehen des Verstärkungsfadens b zu der aus Fig. 3 a ersichtlichen Schleife vollzogen
wird. Wenn der Greifer 1 mit seinem Stift 3 auf dem höchsten Punkt der betreffenden
Kurvenbahn des Hilfsschlosses 12 steht (Fig. 3 a), wird die von ihm gehaltene Schleife
des Verstärkungsfadens b gegen den Schaft eines Hakens 14 gedrückt. Bei dem dargestellten
Beispiel ist angenommen, daß die Maschine mit Einschließplatinen für die Ware versehen ist, und es kann daher der erwähnte
Haken eine solche Einschließplatine sein. Diese Platine 14 befindet sich, wenn c-d (Fig.
3 a) diejenige Stelle bedeutet, bei welcher der Verstärkungsfaden vom vorderen zum hinteren
Nadelbett übergeht, in der höchsten Arbeitslage, so daß ihr Haken oberhalb des Verstärkungsfadens
steht.
Sobald nun die neben der Grenzstelle c befindliche
Randnadel h den Verstärkungsfaden geholt und zusammen mit dem Grundfaden zu einer Masche verarbeitet hat, geht die Einschließplatine
14 abwärts und erfaßt die Schleife des Verstärkungsfadens δ (Fig. 4 und
4 a), gleichzeitig wird der Greifer 1 durch das Hilfsschloß 12 zurückbewegt und das Messer 2
vorgeschoben, wobei das Zerschneiden der genannten Fadenschleife erfolgt. Bei der Weiterbewegung
des Schlittens gelangen dann der Greifer, das Messer und ihre schwingbare Führungsplatte 5 vermittels einer Feder 8 in
die aus Fig. 1 ersichtliche Anfangsstellung, und schließlich wird auch das Hilfsschloß 12 durch
Verschiebung des Riegels 13 wieder hochgehoben und ausgeschaltet, so daß bei der nächsten
Schlittentour sich der geschilderte Arbeitsvorgang wiederholen kann. Währenddem wird
das Ende des abgeschnittenen Verstärkungsfadens b vom Haken der Einschließplatine 14
(Fig. 5) gehalten, damit es sicher auf die Innenseite des Warenschlauches zu liegen kommt.
Bei Strickmaschinen ohne Einschließplatinen kann an der betreffenden Stelle des hinteren
Nadelbettes z. B. eine schwingenartige Platine 15 mit Haken 16 (Fig. 6) angeordnet
werden, deren Bewegung in der erforderlichen Weise durch ein Schloß 17 erfolgt, während
die beschriebene Einrichtung der Schneidvorrichtung unverändert beibehalten werden kann.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von Schlauchware, deren Umfang nur teilweise
verstärkt ist, auf der Flachstrickmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärkungsfaden
an der die gegenüberliegenden beiden Warenflächen verbindenden Übergangstelle zu einer Platinenmasche
ausgebildet wird, die länger ist als die Entfernung der beiden einander gegenüberliegenden
Warenflächen.
2. Flachstrickmaschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß dieselbe mit einem Greifer (1 o. dgl.) versehen ist, welcher die
zu zerschneidende Platinenmasche aus dem Verstärkungsfaden im geeigneten Zeitpunkt iao
erfaßt, auszieht und dann wieder freigibt.
3. Flachstrickmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (i) in einem dicht über den Nadelbetten angeordneten
Schwingstück (Platte 5 0. dgl.) gelagert ist.
4. Flachstrickmaschine nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß in
dem Schwingstück (5) des Greifers ein Schneidmesser (2) für die Platinenmasche aus dem Verstärkungsfaden achsial verschiebbar
gelagert ist.
5. Flachstrickmaschine nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung
der Maschenauszieh- und Schneidvorrichtung (1 bis 5) mittels eines Schlosses
(12) bewerkstelligt wird.
6. Flachstrickmaschine nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Zerschneiden der Platinenmasche aus dem Verstärkungsfaden sowie das Einlegen der
Enden der zerschnittenen Platinenmasche in das Innere des Warenschlauches durch einen den Faden haltenden und niederziehenden
Haken (14 bzw. 15, 16) unterstützt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE295949C true DE295949C (de) |
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ID=550384
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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